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Ich sehe für mich keine Zukunft mehr

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Gast

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Ich bin nicht gut in Grammatik deswegen verurteilt mich nicht sofort. Bereits im Kindesalter wusste ich nicht was ich machen soll, ich sah mich in keinem Beruf oder in einer Position wo ich eine Tätigkeit ausübe. In der Hauptschule wurde ich nur unterrichtet um in den Berufmarkt zu passen (zumindest hat es sich für mich so angefühlt), meine Freunde hatten da keine großen Probleme und taten sich bei der Berufswahl deutlich leichter als ich es tat. Bewerbungen habe ich früh losgeschickt und bekam auch einladungen zu Gewerbungsgesprächen. Ich sagte nie etwas ab weil ich nur eine zusage haben wollte in egal welchem Berufsfeld. Dennoch kam keine zusage also habe ich die Werkrealschule besucht wofür ich besonders guten eindruck bei den Lehrern hinterlassen musste. Dies mal hatte ich ein besseres Gefühl weil mir gesagt wurde das mit einem Werkrealabschluss bessere chancen auf ein Ausbildungsplatz hat, was von ca. 50 Bewerbungen und keine zusage wohl nicht stimmen kann dabei ist das Zeugnis mit 2,4 nicht gerade schlecht ausgefallen. Weil ich nichts mehr finden konnte habe ich einfach ein Telefonbuch genommen und die Firmen angerufen ob sie ein Ausbildungsplatz haben dabei habe ich einen Treffer gelandet bei einem Zweiradmechaniker bei dem ich ein Vorvertrag bekommen habe. Die Ausbildung verlief gut bis ich ein Gespräch zwischen den Meister und den Chef belauscht habe wo der Chef sagte das er mich nicht übernimmt in ein richtigen Ausbildungsvertrag, dass hat mich fertig gemacht und wusste nicht mehr weiter, ich habe versucht weiter zu machen sah aber kein sinn mehr was meine Schulischeleistung schwer beeinflusste sodass ich das erste Jahr nicht bestanden habe. Von der Agentur für Arbeit habe ich von der CJD gehört und dachte nicht lange nach und meldete mich da an. Dort habe ich mich entschieden die Kaufmännische Fachhochschule (BK1) zu besuchen und um das nicht bestandene erste Jahr in der Ausbildung wieder gut zu machen. Das Bk1 habe ich mit 2,6 im durchschnitt bestanden und dennoch fand ich kein Ausbildungsplatz, die Bewerbungen waren Norm gerecht die Gespräche verliefen gut trotzdem kam keine zusag, also meldete ich mich für das zweite Jahr an jedoch will ich das zweite Jahr nicht mehr meine Motivation nimmt immer stärker ab meine Noten werden schlechter und ich glaube ich schaffe das Halbjahr nicht mehr. Wieder schreibe ich verzweifelt Bewerbungen und bis jetzt kam etwa nichts zurück oder keine Rückmeldung nach dem Bewerbungsgesprächen. Ich stehe kurz davor aufzugeben weil ich nicht mehr damit klar komme, ich bin 21 und denke über selbstmord nach doch das möchte ich meiner Familie nicht an tun. Ich möchte einfach wegrennen, alles zurück lassen. Ich habe über diese Probleme schon mit meiner Familie geredet doch sie sehen es nicht wie ich es erlebe. Es fühlt sich an als ob meine Lebenszeit sich verkürzt, ich habe zum ersten mal seit langem aggressions Probleme die ich sonst immer unter kontrolle habe. Zurzeit habe ich keinen Plan wie ich weiter machen soll vielleicht Leiharbeit oder sowas vielleicht auch Hart4 wer weiß, ich kann kein Schritt mehr nach vorne machen weil sich alles wie ein Fehler anfühlt. Manchmal wünsche ich mir sogar das ich von einem Auto getroffen werde nur um den letzen Saarg nagel oben drauf zu schlagen, doch sowas passiert hier nicht. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Gast,
ich denke, du solltest nicht dein ganzes
Leben und seinen Wert von einer Erwerbs-
arbeit abhängig machen - zumindest nicht
von einer Anstellung. Dein Leben ist an
sich etwas Wert, du bist als Mensch wert-
voll - ob mit oder ohne Anstellung.

So lange du keine Anstellung hast, wäre
es vielleicht angemessen, dich nicht mehr
als 4-6 Stunden am Tag mit der Suche
nach einer Arbeit zu befassen (Recherche,
Bewerbungen schreiben, telefonieren),
aber die restliche Zeit wirklich als Freizeit
zu sehen.

Deine Idee mit Zeitarbeit finde ich durch-
aus reizvoll - so lernst du neue Firmen
und Arbeitsfelder kennen und kannst neue
Erfahrungen sammeln.

Auch einen Umzug in eine andere Gegend
mit mehr Arbeitsplätzen ist womöglich
eine Alternative?

Alles Gute!
Werner
 

Kolya

Aktives Mitglied
Das stimmt mich traurig.

Deine Grammatik ist gut, Rechtschreibung ist gut und Du hast alles erdenklich Richtige gemacht.

GEBEN NIEMALS AUF.

Was Pepito schreibt, finde ich auch eine gute Idee, denn es ist tatsächlich ein Bedarf vorhanden.

Viell. machst Du mal ein Praktikum im Krankenhaus.

Krankenpfleger ist auch ein Beruf, indem Du immer wieder einen Job bekommst.

Alles Gute und bitte tue Dir nichts an

Kolya
 

Bierdeckel111

Aktives Mitglied
Es kann doch nicht sein, dass du überhaupt nichts findest. Es wird doch immer gesagt weil jeder heutzutage nur noch studiert gibt es Ausbildungsplätze wie Sand am Meer. Hast du schon deine Bewerbung checken lassen und hast du dich schon bei Portalen wie Monster angemeldet? Vielleicht hilft das was. Ansonsten schon in einem anderen Bundesland versucht etwas zu finden?
 
G

Gast

Gast
Tust du etwas für dich oder für andre?
Du hast kein Ziel, das kannst du ändern.
Hast du das unsinnige, undankbare, unerreichbare Ziel, allen gefallen zu wollen ?
Problematisch wird das Ganze erst, wenn es zwanghaft wird, anderen gefallen zu wollen.
Oder wenn ich mich nicht traue, mich zu zeigen, wie ich bin, aus Angst, abgelehnt zu werden.
Wir werden von unseren Umständen und der Welt da draußen kontrolliert und gesteuert, wenn wir zu sehr versuchen, es den anderen recht zu machen.
Wir machen uns damit selbst zum Sklaven unserer Angst vor Kritik, Mißfallen und vor Konflikten.
Es geht gar nicht, es allen recht zu machen.
Schaue:
•was dir wichtig ist,
•was deine Bedürfnisse sind
•und wohin du im Leben willst
Willst du nicht Erwachsen werden?
 

Venucius

Mitglied
Ich gebe dir einen guten Tipp für die Zukunft. Viele in diesem Forum werden mich jetzt für vollkommen bescheuert halten. Ich gebe es zu: Ich bin etwas verrückt. Aber egal. Hier ist der Tipp:

Gib bitte einfach keinen f*ck.

Das ist jetzt natürlich ein sehr niedriges Gossendeutsch, aber ich glaube, dass du den Punkt verstanden hast. Für mich hört es sich einfach so an als ob du noch nicht "dein Ding" gefunden hast. Das ist erst einmal das Wichtigste.

Ich versichere dir: Du bist mit diesem Problem bei weitem nicht alleine. Sechs von zehn meiner Bekannten haben keine Ahnung was sie den mit sich machen sollen. Viele davon gingen studieren, zeigen aber keinerlei Ehrgeiz im Studium. Viele meiner Abiturkollegen haben einen Schnitt zwischen 1,5 und 2,5. Die finden trotzdem keine Ausbildung. Die würden schon alles im Abiturbereich nehmen, kriegen aber trotzdem nichts.

Ich selber bin übrigens auch in dieser Gruppe. 21 Jahre alt. Ich bin jahrelang der Informatik nachgelaufen, habe als ITA in einem Fachabiturkurs angefangen. Das Ende vom Lied: Ich bewerbe mich am Freitag auf einen Abiturplatz für Sprache und Literatur. Jahrelang wurde mir dieses "Ernähre die Familie! Mach was sicheres, dann bist du glücklich!" eingeredet. Vollkommener Schwachsinn.

Manche mögen das die innere Dummheit nennen. Für mich ist das einfach eine Art geistiger Frieden. Spring also bitte nicht auf jeden Zug auf. Schau dir deine Hobbies an und versuche daraus etwas machbares zu finden. Am Ende des Tages musst du einschlafen können. Weder hypothetische Kinder, noch eine imaginäre zu ernährende Freundin. Die besten "dieser Art" unterstützen dich. Meine Freundin kommt drei- oder viermal im Jahr nach Deutschland runter. Der würde es nicht im Traum einfallen meine Arbeitswünsche auf hypothetische Kinder zu reduzieren. Natürlich ist sie selber Künstlerin, aber sie hat auch die Meinung: "Besser zusammen 2.500€ und das machen, was einem Spass macht, als 4.000€ aber nach fünf Jahren unglücklich.".

Wer hat dir gesagt deine Grammatik sei schlecht? Die ist völlig akzeptabel.

Natürlich sind Absagen immer schei*e. Aber lass dich davon nicht entmutigen. Finde deine Leidenschaft und verfolge diese weiter. Eine Ausbildung bestimmt nicht deinen Wert. Momentan keine zu haben macht dich bei weitem nicht "wertlos" oder "dumm".

Ich stehe kurz davor aufzugeben weil ich nicht mehr damit klar komme, ich bin 21 und denke über selbstmord nach doch das möchte ich meiner Familie nicht an tun. Ich möchte einfach wegrennen, alles zurück lassen. Ich habe über diese Probleme schon mit meiner Familie geredet doch sie sehen es nicht wie ich es erlebe.
Das Gefühl kenne ich gut. Bis auf den Selbstmord war ich vor einigen Monaten im gleichen Boot. Meine Familie wollte nicht einsehen, dass ich einfach kein Techniker bin. Eine Ausbildung als Elektriker liegt mir nicht, Informatik ist einfach nicht mein Ding. Mittlerweile ist es mir relativ egal. Ich ziehe das Abitur durch, entweder an der Schule oder als Fernabitur. Dann gehe ich Germanistik und Anglistik studieren.

Deine Familie bestimmt nicht über dein Leben. Eine hypothetische Freundin oder ein ungeborenes und nicht vorhandenes Kind auch nicht. Du alleine musst jetzt deine Leidenschaft finden und diese verfolgen.

Ich kann kein Schritt mehr nach vorne machen weil sich alles wie ein Fehler anfühlt.
Na und? Ein Fehler? Wo ist das Problem? Wir Menschen machen alle Fehler. Sehe diese Fehler als eine Chance zu wachsen. Lerne aus ihnen, erinnere dich immer an diese Fehler.

Manchmal wünsche ich mir sogar das ich von einem Auto getroffen werde nur um den letzen Saarg nagel oben drauf zu schlagen, doch sowas passiert hier nicht.
Warum weglaufen? Möchtest du wirklich auf diese Weise gehen? Nutze die negative Kritik um besser zu werden. Das Leben ist niemals eine gerade Linie, es gibt immer Berge und Schluchten. Sehe die Schlucht nicht als das definitive Ende. Klettere heraus und mach' den Ausblick vom Berg dafür umso schöner. :)

Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Besuche Berufsmessen und Informationsabende. Erkundige dich nach diesen. Erweitere deinen Horizont mit neuen Hobbies und addiere Perspektiven in deinen "Lebenslauf." Komm aus deiner Bude heraus und mache etwas. Und höre bitte auf deinen Wert anhand einer Ausbildung zu messen. So ein Betrieb bekommt manchmal 500 Bewerbungen und nimmt nur 3 Auszubildende. Was soll dir also eine Absage sagen? "Ich bin nicht der beste aus 500 Leuten?!" Ja und? Hör auf dir von Betrieben/Arbeitsamt einen Wert geben zu lassen. Rede dir das nicht weiter ein.

Schaue nun einfach mal auf deine Hobbyliste. Besuche Berufsmessen und erweitere dein Spektrum. Und wenn du deine Leidenschaft gefunden hast, verfolge diese ohne wenn und aber. Dein Leben musst du selber leben. Die alten Menschen in meiner Umgebung sind glücklich, weil sie das tun, was sie tun wollten. Nicht weil sie schon mit 19 mit einer Ausbildung fertig waren. Am Ende kann Geld keine Motivation sein.

Das scheint dein Problem zu sein. Diese Absagen setzen dir zu, weil du dich als "schlecht" identifizierst. Du wirst nicht für eine Ausbildung genommen bzw. die momentane Ausbildung ist einfach nicht dein Ding. Du scheinst daher zu dem Urteil zu kommen, dass du "nichts Wert" bist, bzw. dass dein Leben "schlecht" ist.

Wenn du erst einmal dein Ziel gefunden hast und darauf hinarbeitest, dann wird alles super. Vertraue dem Unbekannten aus dem Internet damit. Ich habe selber auch einige Absagen im kaufmännischen Bereich bekommen. "Mathenoten zu schlecht. Mathetests nur im guten Durchschnitt". Ja. Dafür aber sprachlich und logisch über dem Durchschnitt. Also bin ich nicht für den Kaufmann geeignet? Na und? Soll mich das nun als Mensch disqualifizieren?

Lass den Kopf nicht hängen. Erweitere deinen Horizont und finde "dein Ding". Dann wird alles besser.
 

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