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Ich schaffe es nicht etwas zu ändern

entchen21

Neues Mitglied
Schönen guten abend,
ich hab mich erneut entschlossen was zu schreiben, weil ich den ganzen dreck nichtmehr alleine mit mir runschleppen will/kann. weil ich nicht weiß was mit mir los ist, warum ich so verdammte angst habe und mich einfach nichts im leben irgendwo hinzubringen scheint. warum ich meine einsamkeit nicht bewältigen kann und weil ich die ganze lange geschichte im wahrsten sinne des wortes einfach endlich rauskotzen will.
ich bin 21 weiblich, sensibel und impulsiv und hab viel zeit meines lebens allein verbracht. bis ich 18 war wohnte ich bei meiner mama bevor die mich rausgeschmissen hat. dazu später mehr.
da wohnte also ich mit meiner mama und meinem bruder, da mein dad als ich 6 war ausgezogen ist. mit meiner mum liefs meistens nicht gut. sie und meine oma setzten mich seit ich denken kann wegen der schule unter druck, ich durfte nichts machen mich nie mit wem treffen bevor ich nichts gelernt hatte und alle hausaufgaben erledigt waren- ich stritt mich so gut wie jeden tag deswegen mit ihr, nicht selten schlug sie mich als ich noch jünger war. hatte generell bis auf eine einzige freundin niemanden in meinem alter den ich kannte bis ich 11 war. erst der schule lernte ich dann endlich leute kennen und verstand mich super mit ihnen. endlich war ich in einer gruppe in der ich mich wohl fühlte und ich konnte endlich von zuhause abschalten. dann mit 12 starb die mutter meines dads (wenn ich ihn sehe, was nicht oft ist, fällt mir auf das konnte der bis heute nie wirklich verarbeiten). mit 14 hatte ich die schule irgendwie geschafft also steckte mich meine mutter in ein oberstufengym. in dieser zeit zerbrach die beziehung zu meinen neuen freunden (darunter auch meine beste freundin) und unsere wege trennten sich im streit, da wir uns in unterschiedliche richtungen entwickelten. ich lernte auch im gymnasium wieder gute freundinnen kennen aber meine beste freundin ließ mich nie los- ich gestand mir ein, dass ich mehr als nur freundschaftliche gefühle für sie empfunden hatte. (obwohl ich immer glaubte hetero zu sein) ich versuchte den kontakt wieder herzustellen und wir trafen uns. wie durch ein wunder stellte sich heraus, dass sie die gleichen gefühle für mich hatte und wir küssten uns... dennoch war ich mir bewusst, dass sich diese person verändert hatte und nichtmehr die gleiche war- meine gefühle galten also einer person die nicht mehr existierte- und das konnte ich nicht ertragen. also brach ich den kontakt mit ihr ab. alle ihre versuche wieder kontakt mit mir aufzunehmen blockte ich schmerzerfüllt ab. irgendwie flüchtete ich mich zur ablenkung ins geschichtenschreiben um den alltag um mich herum zu vergessen und um meine mutter, die schule und die gedanken an meine beste freundin zu ignorieren. ich schrieb lieber fanfictions über den lieblingscharakter meiner lieblingsserie als zeit im unterricht zu verbringen. (ich weiß wie verrückt das klingt aber es war damals mein einzige welt in der ich mich wohlfühlte) ein halbes jahr lang jeden tag. bis jener charakter über den ich am liebsten schrieb in der eigentlichen serie starb. da brach dann eine welt für mich zusammen (ja ich weiß wie sich das anhört, aber es war damals wirklich schlimm für mich.) und alles das ich mit diesem hobby immer ignoriert hatte blieb übrig. ich steckte mir den finger in den hals, fing an mich zu schneiden und mit 16 ging ich dann überhaupt nicht mehr in die schule, also steckte mich meine mutter in einen berufsorientuerungskurs vom arbeitsamt. dort lernte ich 2 personen kennen, die eine wichtige rolle in der zukunft spielen sollten. beide waren jungs und beide hatten sich in mich verliebt - und mit beiden kam ich sehr gut aus. der eine davon hatte charakterzüge die meinen sehr ähnlich waren und ich erkannte, dass ich meine zeit am liebsten mit ihm verbrachte, weil ich diesem menschen über alles vertrauen konnte. der andere war ganz anders. in diesen verliebte ich mich, ohne dass der andere davon wusste.. also traf ich mich jeweils heimlich mit beiden da ich keinen von den beiden verlieren wollte. mit dem, in den ich verliebt war, hatte ich mein erstes mal und befand mich dementsprechend auf wolke 7. es handelte sich um die stärksten gefühle die ich bisher erlebt hatte. doch er stellte sich schon bald als kontrollsüchtig und aggressiv heraus. 'blind vor liebe' ließ ich alles über mich ergehen, ihn die telefonnummern meiner freunde und mein facebook profil löschen nur um glücklich mit ihm zusammenzusein. also traf ich mich dennoch heimlich mit dem anderen jungen der ebenfalls gefühle für mich hatte. ich erwiederte diese überhaupt nicht, aber hatte tiefstes vertrauen zu ihm und wir waren menschlich auf ein und derselben wellenlänge und ich liebte die zeit die wir miteinander verbrachten. mit ihm gemeinsam begann ich zu kiffen. zeitgleich begann ich dann meine erste lehre- der ich jedoch nicht gewachsen war, weil ich dem stress nicht standhalten konnte (habe oft in der arbeit geweint weil ich den druck nicht aushalten konnte) in der zeit bekam ich meine erste panikattacke, in der ich todesangst erlebte, und bekam daraufhin generalisierte angst mit derealisationserleben. also musste ich die ausbildung abbrechen.. meine eltern verstanden meine angst nicht die mich seit jeher überallhin verfolgte. stattdessen schrien sie mich an und machten mir vorwürfe warum ich schonwieder etwas in meinem leben nicht zuende bringen konnte... ich hielt es nicht mehr aus. genausowenig das versteckspiel zwischen den beiden. ich wusste nicht mehr was ich tun sollte. in dieser zeit ging es mir verdammt dreckig. ich lebte eine zeitlang mit den derealisationserscheinungen und niemand, dem ich versuchte davon zu erzählen verstand mich, verstand wie es war damit zu leben. Es war die hölle.
irgendwann konfronrierte ich dann meinen kollegen und meinen heimlichen freud mit der wahrheit und deckte meine beziehung auf. während mein kollege verletzt und enttäuscht war, dass ich nicht gleich die wahrheit gesagt hatte, akzeptierte mein damaliger 'freund' den kontakt nicht länger also stand ich vor einer entscheidung. eine entscheidung die ich nicht fähig war zu treffen. da ich keinen der beiden loslassen konnte, zerbrach letztendlich meine beziehung daran. mein kollege blieb an meiner seite wofür ich ihm sehr dankbar war.. er war und ist zu diesem zeitpunkt bis heute mein einziger anhaltspunkt, die einzige person bei der ich vertrauen schöpfen kann. meine mutter wollte natürlich von all meinen problemen nichts wissen und kurz nachdem ich 18 geworden war und immernoch keine arbeit gefunden hatte, setzte sie mich in einem heftigen streit auf die straße... also wohnte ich erstmal bei meinem kollegen. seine familie hatte nicht viel geld und wir mussten zu 2. auf engstem raum auf einer couch schlafen. seine annäherungsversuche, die immer schlimmer wurden hielt ich nicht aus da ich ja überhaupt keine gefühle für ihn hatte und die trennung noch sehr schmerzhaft an mir nagte. also zog ich zu ein paar studenten in eine günstige wg ein wo ich zumindestens ein eigenes bett hatte. dort begann ich meine 2. ausbildung. ein halbes jahr lang arbeitete ich dort und meine großmutter bot mir an in einer eigentumswohnung (die ihr gehörte) zu wohnen. also zog ich wieder um und machte meine ausbildung weiter. mein leben schien ab diesem punkt endlich gut zu laufen, abgesehen von meinem liebeskummer, den ich bis dahin immernoch nicht überwunden hatte.
bis ich einen plötzlichen tages ich schließlich jemanden kennenlernte... Mein liebeskummer endlich wie verflogen und ich war der überzeugung, dass mein leben sich jetzt, endlich nach all dieser zeit zum positiven ändern würde. also brach ich meine ausbildung nach einem halben jahr ab- weil ich nur noch zeit mit diesem menschen verbringen wollte. wie dumm diese entscheidung war war mir zu diesem zeitpunkt noch nicht bewusst so verliebt wie ich war. wir gingen eine beziehung ein und verbrachten tag und nacht miteinander. ich berichtete meinem kollegen von meiner neuen beziehung und dieser fiel bestürzt aus allen wolken und begann zu weinen (ich wusste nicht was ich machen hätte sollen, da ich ihm schon so oft gesagt habe dass ich nichts empfinde und dr daraufhin immer meinte mit unserer freundschaft zufrieden zu sein, was ich ihm bis heute nicht glaube...) eine zeit lang lief abgesehen von meinem kollegen alles gut, doch auch diese beziehung scheiterte bald, da mein kollege dennoch zeit mit mir verbringen wollte/verbrachte und es mein neuer freund nicht akzeptieren konnte, begann eine lange on/off beziehung mit viel streit. Auch mein neuer freund begann mich zu schlagen. in dieser zeit merkte ich wie einsam ich eigentlich war. ich hatte eigentlich niemanden mehr abgesehen von meinem kollegen, der bei mir blieb in jeder situation, aber dessen gefühle ich bis heute nicht erwiedern kann. meine ausbildung versuche ich bisher weiterzuführen versuche zumindestens die berufschule irgendwie zu meistern. mit meiner mutter habe ich wieder kontakt, von dem ich mich jedoch sehr abgrenze. meinen eltern versuche ich meinen werdegang so gut es geht zu verheimlichen, da ich mir die schule schwer fällt, ich keine motivation habe, mich nicht gut konzentrieren kann, oft verschlafe und fehle. die erste klasse musste ich bereits wiederholen wovon meine eltern nichts wissen, da ich sie einfach nicht enttäuschen will. Denn auch wenn ich weiß, dass ich ihnen mit 21 keine rechenschaft mehr schuldig bin, tut es weh, dass ich es nie geschafft habe die tochter zu sein die sie sich wünschen. meine oma ist schon sehr alt und lebt wahrscheinlich nicht mehr lang. Sie setzt mich sehr damit unter druck, dass sie es noch erleben möchte, dass ich endlich meine ausbildung abgeschlossen habe und fest im berufsleben stehe. Ich hab meine oma unendlich lieb und würde ihr diesen wunsch am liebsten erfüllen, vorallem weil ich so dankbar bin in dieser wohnung wohnen zu können. aber ich habe das gefühl, dass ich es einfach nicht schaffen kann. ich habe das gefühl, dass ich diesem stress nicht auf dauer gewachsen bin. es zermürbt mich, obwohl ich meine ängste und meine derealisation schon sehr viel besser unter kontrolle habe, weiß ich nicht mehr WIE ich es schaffen soll weiterzukämpfen... ich traue mir selbst so gut wie nichts mehr zu da ich schon so oft in meinem leben versagt habe und es jetzt mit 21 immernoch nicht geschafft habe meine ausbildung abzuschließen. auch dieses jahr in der schule werde ich wiederholen müssen, da es schon jetz viel schlecht um meine noten steht, ich zu viele fehlzeiten habe und ich mich im unterricht und aufs lernen viel zu schlecht konzentrieren kann. ich kann nur schwer vertrauen, gleichzeitig fühle ich mich sehr einsam. Ich sehe auch für mich selbst kein ziel mehr im leben, das mir erstrebenswert genug erscheint, diesen weg weiter auf mich zu nehmen. der gedanke nach meiner ausbildung einen beruf auszuüben beängstigt mich, da ich nicht weiß ob ich es schaffe durchzuhalten. Der gedanke an eine beziehung macht mich nur traurig, da ich es nicht schaffe mich in jemanden zu verlieben, der es gut mit mir meint. ich habe schon oft daran gedacht mir das leben zu nehmen. ich bin so müde und geschafft davon die tatsachen so hinzunehmen, dabei zuzusehen wie mein leben einfach keine positive wendung nehmen will und ich es nicht schaffe selbst etwas daran zu ändern...
 

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marut

Aktives Mitglied
du solltest deinem kumpel ne chance geben. das sieht wie folgt aus:
du musst ihn an die hand nehmen und ihm schritt für schritt erklären, warum du ihn nicht als mann sehen kannst, damit er was dran ändern kann
 

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