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Ich komm einfach nicht klar

G

Gast

Gast
hey leute ,
um euch meine situation mal zu schildern .. ich bin 20 jahre alt und mache grade eine
ausbildung zum fahrzeuglackierer .. nur das ding ist das ich in den 2 jahren nichts gelernt habe und immer nur aufräumen muss.. ich wollte diese ausbildung auch garnicht beginnen, nur mir bleib halt nichts anders ürbig .. die leute auf der arbeit mobben mich den ganzen tag und mein chef der idoit bekommt nichts mit und mit ihm zu reden macht auch keinen sinn..ich kann nachts nicht mehr schlafen und hab sogar keine lust am wochenende etwas mit meinen freunden zu unternehmen ... und ich habe angst davor wenn ich kündige das ich keine neue lehrstelle bekomme , weil ich nur einen hauptschulabschluss habe..meine eltern stressen natürlich rum und können die situation auch nicht ganz nachvollziehen .. ich habe schon selbstmordgedanken weil mein leben im prinzip ein einziger haufen scheiße ist ... und ich weiss auch nicht wie es weiter gehen soll ....ich traue mich auch immer weniger unter menschen weil mein selbstvertrauen total im keller ist ...raus zu gehen wird für mich immer schlimmer... alleinen mich jeden tag wieder selbst zu motivieren und zur arbeit zu gehen macht mich fertig .. weil ich halt immer nur erniedrigt werde und endwürdigt ...ich habe auch schon daran gedacht eine therapie zu machen ... aber das wird ja höchstwarseinlich schon eine zeit dauern.. und danach werde ich sicher keinen job oder lehrstelle bekommen .. ich sehe einfach keinen sinn mehr in meinem leben ....und würde mich am liebsten selbst umbringen aber das kriege ich nicht mal ... bitte gebt mir einen rat oder eine hilfestelllung
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
. ich sehe einfach keinen sinn mehr in meinem leben ....
Hallo Gast,
wann hattest du denn zuletzt einen Sinn in deinem Leben und welcher war das? Ich denke schon, dass es wichtig ist, sich einen Sinn zu geben, gerade in harten Zeiten. Deine Situation kenne ich abgeschwächt aus eigener Erfahrung während meiner Ausbildungszeit - mir hat damals geholfen, an meine Ziel zu denken und die Art meines Chefs nicht persönlich zu nehmen, sondern in ihm ein "armes Schwein" zu sehen, der sich nicht anders verhalten kann.
Hast du jemand, mit dem du reden kannst? Eine Therapie ist sicher kein Fehler, aber du brauchst möglichst jemand, der jetzt für dich da ist.
Gruß, Werner

P.S. Wie ernährst du dich denn so? Einiges, was du beschreibst, klingt nach Zinkmangel. Bitte mach doch baldmöglichst den (kostenlosen) www. zinktest .de und schau nach, ob du dich anders ernähren kannst. Durch Stress verliert man viel Zink und Vitamin C und wenn man sich dann zufällig zinkarm ernährt, kann das zu Schlafstörungen, Depressionen und auch Suizidgedanken führen. Mein Bruder hatte das, als er 20 war ... nur hat es damals niemand gemerkt und er hat sich irgendwann umgebracht, weil er es nicht mehr aushielt.
 
T

Tramnovi

Gast
Sag mal, Werner, ist das Dein Ernst. Der Kerl redet von Mobbing und Selbstmordgedanken und sagst ihm er soll nen Ernährungstest machen, weil er Zinkmangel haben könnte??? Verdienst Du an dieser Internetseite mit dem Ernährungstests?
 

vanDark

Aktives Mitglied
Hallo Gast,

wenn du gemobbt wirst und dich das so sehr belastet, MUSST du versuchen, mit deinem Chef zu reden und er ist verpflichtet, dir auch zuzuhören bei solchen Problemen.
Fang auch an, ein "Mobbingtagebuch" zu führen, wo du alles einträgst, wer was wann gesagt hat (natürlich ohne dass es jemand der Mobber mitbekommt). Wer weiß, für was das noch gut sein kann, sollte es im Fall der Fälle irgendwann vor dem Arbeitsgericht enden. Auch für deinen Berufszweig gibt es doch bestimmt eine Gewerkschaft. Da würde ich eintreten, damit du die Gewissheit hast, einen kostenlosen oder kostengünstigen Rechtsbeistand zu bekommen - denn wenn dein Chef dir nicht zuhört und sich an der Situation nichts ändert und du nicht die dir im Ausbildungsplan vorgeschriebenen Wissensinhalte vermittelt bekommst, würde ich auch mal tacheles reden mit deinem Chef.
Denn wem gibt man letztendlich die Schuld, wenn du durch die Prüfung rasselst - nur dir.

Was du dich aber auch fragen solltest, ist, ob du nicht vielleicht unbewusst schon von Anfang an ausgestrahlt hast, dass du die Ausbildung eigentlich gar nicht willst und du die Stelle nur angefangen hast, weil du z.B. nichts anderes gefunden hast. Und ob du auch von dir aus genügend Eigenmotivation mit reinbringst.
D.h. selbständig nach Aufgaben fragen, eigenständig die Arbeit sehen und erledigen, dem Chef auch sagen, dass du gerne jetzt das und das lernen möchtest und ob du dem Kollegen dabei über die Schulter schauen oder es selbst versuchen darfst. Also deinen Job gut machst und nicht nur passiv auf die Anweisungen wartest.

Aber selbst solltest du eher passiv an die Sache rangehen, rechtfertigt das natürlich nicht, dass du gemobbt wirst. Doch wenn du für dich selbst weißt, dass du in deiner Ausbildung was tust und das gut und auch bemüht bist, dann kannst du mit einem viel stärkeren Rückrat mit deinem Chef sprechen (nicht schreien, sachlich bleiben, lach). Ein sachliches und konstruktives Gespräch über Mobbing, das an dir verübt wird, kann kein Kündigungsgrund sein. Ruhig und freundlich bleiben.
Und wenn alles nichts hilft, würde ich mich dann an die Gewerkschaft wenden - die können dir notfalls auch sagen, was du tun kannst oder was man für dich tun oder in die Wege leiten kann.
Oder was du auch tun kannst, ist mal mit eurem Vertrauenslehrer an der Berufsschule zu reden. Da kann ich aus eigener Erfahrung schreiben, dass die meistens auch Erfahrung mit solchen Geschichten haben und dir auch Hilfe oder Tips geben können, wie du das noch irgendwie über die Bühne bekommst oder wo du Hilfe kriegst.

Das Schlimmste, was du tun könntest, wäre ohne irgendwas versucht zu haben, einfach abzubrechen. Du hast schließlich schon zwei Jahre geschafft - also nimm es in die Hand auf die sachliche Weise. Und wenn du erst mal merkst, dass nicht du an allem allein schuld bist und dir geholfen wird (auch eine Therapie kann man bestimmt auch nach Feierabend in Anspruch nehmen - wobei ich das auch nur vermuten kann, aber da würde ich mich auf jeden Fall schnellstmöglichst informieren), ist das bestimmt auch gut für dich und hilft dir, wieder mehr Selbstvertrauen zu bekommen.

LG,
vanDark
 
hallo Gast,

das was du schreibst kommt mir bekannt vor.
Als mein Sohn seine Ausbildung begann, das ist jetzt vier Jahr her, tat er das allerdings mit sehr viel Stolz und Motivation. Denn man hatte ihn aus 50 Bewerbern ausgesucht.

Schon im 1. Lehrjahr begannen die Probleme. Der Meister ließ ihn Arbeit verrichten die er auf Grund seiner noch nicht vorhandenen Kenntnisse nicht erledigen konnte und der Chef blamierte ihn vor den Kunden mit kindlichen Bemerkungen. Du musst wissen, mein Sohn ist sehr selbstbewußt, aber dort hatte er tatsächlich Angst. Vielleicht aber auch nur weil er Angst hatte seinen Traum aufgeben zu müssen, wenn er sich wert.

Nach Monaten des Stresses, der Angst, kam die Ankündigung nicht mehr dort hinzugehen, dann habe ich mich mit ihm zusammengesetzt. Wir haben geredet und nach einiger Zeit hat er mir alles erzählt, es gab da noch mehr Dinge. Ich habe es erst später erfahren, weil wir uns mit Anfang der Ausbildung räumlich trennten (Ich zog in eine andere Stadt). Ich sah ihn nur am Wochenende und da sprachen wir über altägliche Dinge. Mir fiehl zwar auf, dass er sehr krank und mutlos aussah, aber ich dachte, es liegt an der Situation, allein auf sich gestellt zu sein, also eine Art Überforderung. Ich habe ihn bei allem unterstützt, finanziell, gemeinsam Dingen unternommen, im vom Alltag wegzureißen. Ich hätte aber nie gedacht, dass er so etwas schwerwiegendes mit sich ausmachen wollte.

...jedenfalls unterhielten wir uns darüber und sprachen lange, er redete sich alles von der Seele und auf meine Frage warum er mir nicht früher davon erzählte, sagte er: das er nicht wußte wie er es mir machen sollte, kam sich als Verliehrer vor, wußte nichts mehr und er war vollkommen durcheinander. Ich habe ihm jede Hilfe angeboten, konnte mich anrufen, wann er mich brauchte. Einmal fuhr ich nachts zu ihm, weil er sehr zusammenbrach und nur am Telefon weinte. Ich sagte immer wieder, dass er keine Angst haben muss, aber er solle das Gespräch mit dem Chef suchen. Das war auch das, was er in erster Linie wollte. Er fühlt sich so niedergedrückt und immer wenn er seinen Meister oder Chef darauf ansprach, was er denn falsch macht, bekam er nichts als Spott und eine Antwort wollte er umbedingt.

Ich bin der Meinung Lehrling sein ist man, weil man was lernen möchte und auch muss. Man sollte auch seine Motivation nach außen tragen und auch Kretik annehmen können, aber man muss sich nicht beleidigen, moben oder anderes mit sich machen lassen. Das gehört nicht in ein Ausbildungsbetrieb, das gehört niegend wo hin.

Ausgegangen ist es folgendermaßen:

Er hat ganz förmlich um einen Termin gebeten und auch darum, dass der Meister bei diesem Gespräch dabei ist.

Er hat alles gesagt was ihn belastet, die Umgangsformen, Fragen werden nicht beantwortet, für Dinge verantwortlich gemacht werden, für die man nichts kann und vor dem Kunden unmöglich gemacht werden. Er versuchte es ruhig und sachlich.

Chef und Meister wurden unsachlich und spielten alles runter, daraufhin rannte mein Sohn aus dem Büro und sagte beim Gehen, "er wird diese Ausbildung zu Ende machen, aber nicht in dieser Firma".

Mein Sohn war so aufgeregt, dass er in die Werkstatt rannte und weinte. Er war aber auch erleichtert, ein Kloß hat sich gelöst, egal was jetzt passiert.

Nach einiger Zeit kam der Chef in die Werkstatt und entschuldigte sich für sein Verhalten. Ab diesem Zeitpunkt konnte er seine Ausbildung machen, so wie es sein sollte.
Es gab danach sicherlich noch einige Tränen, aber er wußte, dass er durch seine Leistungen anerkannt und konnte sich mit allen fachlichen Fragen an die Firma wenden und man gab ihm jederzeit Antworten.

Im Februar 08 hat er durch die Handwerkskammer den Gesellenbrief übergeben bekommen und nicht nur er ist stolz drauf.

Ich will dir nur damit sagen, es hätte auch schief gehen können, aber der Versuch, sich nicht nur mit sich, sondern auch mit der Ursache auseinander zusetzen, ist unumgänglich.

Bitte versuche es, aber rede vorher mit deinen Eltern. Wichtig ist es, dass du immer wenn du etwas nicht allein schaffst immer mit jemandem redest, Eltern, Freunde, jemandem den du vertraust. Hör dir an, was andere dazu sagen und entscheide selbst.

Ganz wichtig ist es, dass du nicht allein bist und jemand hinter dir steht. (Eltern)


Ich wünsche dir Glück, du wirst es schaffen.:)

LG
 

australierin08

Neues Mitglied
Hi ich kann nachvollziehen wies dir geht. ich hatte das auch in meiner ausbildung. 3Jahre lang. Habe eine Ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin gemacht. Meine chefin hat mich wie ein Depp behandelt wor Leuten vorgeführt und mich psychisch fertig gemacht. Wollte auch den Ausbildungsbetrieb nach 1,5 Jahren wechseln aber ich hab es nicht gemacht. Hab es durchgezogen. Und ich kann dir sagen das ich froh bin das ich nicht gewechelst habe denn es hat mich verändert. Ich lasse mir nichts mehr gefallen ich sage meine Meinung und lasse mich nicht mehr einschüchtern. Ich würde erst wechseln wenn ich einen neuen Arbeitsplatz hätte. bewerb dich einfach mal in anderen Betrieben und vielleicht klappt es ja.

Liebe Grüße

Australierin:)
 

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