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Ich kenne mich selbst nicht

simi1993

Mitglied
Hallöle an alle :D

Gleich mal vorweg, ich glaube ich habe eine neurologische Störung, wie man sie auch nennen mag, habe mich ziemlich intensiv eingelesen und glaube auch zu wissen was ich habe :-/ Am Namen nennen werde ich diese Vermutung nicht, ich möchte eine unabhängige Meinung von euch hören :)

Ich fange mal sehr allgemein an.
Mir war schon immer klar, dass ich labil bin. Ich bin sehr schnell überfordert mit den diversen, meist einfachsten, Alltagssituationen. Dies können wirklich sehr banale Situationen sein, wie beispielsweise eine einfache Antwort auf eine einfache Frage zu geben. Ja klar, ich bin schüchtern, hat auch, meines Erachtens, mit meiner Vergangenheit etwas zu tun (Mobbing, etc.), ich mache sehr viel von meinem Selbstvertrauen von den Meinungen anderer abhängig.

Nun, das ist jetzt hier nicht mein eigentliches Anliegen. Ich gehe mal weiter:
Früher (teilweise heute wahrscheinlich auch noch), habe ich ein sehr schräges Verhalten in den tag gelegt. Manches mal bin ich ewiglich an der Tür gestanden, hab sie auf und zu geschwungen. Der Anlass dafür: Ich wollte nachsehen, ob ich nicht versehentlich unseren Hund einklemme und verletze. Was völlig absurd ist, denn ich habe so lange und so oft kontrolliert, es konnte einfach nicht sein, dass dies passiert. Und obwohl mir mein logischer Verstand sagte, dass es nicht sein kann, hat mein Gefühl mir gesagt, dass ich das tun muss. Und so ähnliche Ängste hatte ich in vielen Situationen: Beim ausschalten des Lichtes, des Herdes, etc.
Manchmal hatte und habe ich auch das Gefühl, einer anderen Person Schaden zugefügt zu haben. Auch hier wieder das selbe: der logische Verstand sagt, es konnte nicht so sein, doch das Gefühl ließ mich nicht los und ich beruhige mich dann erst, nachdem ich überprüft habe und feststelle, dass es nicht so ist.

Nun ja, könnte ich leben mit diesem Tick. Doch geht die Geschickte weiter:
Vor etwa 3 Jahren hatte ich eine sehr schwierige Phase. Oder nennen wir es mal eine Depression. Diese wurde begleitet von schweren Angstzuständen und immer wieder kommenden Gedanken. Diese Gedanken konnte ich nicht einfach abstellen oder an etwas anderes Denken, ich musste diese Gedanken einerseits zulassen, und andererseits krampfhaft Gegengedanken dazu bilden. Dies verlief in etwa so, dass sich mir der Gedanke aufdrängte, dass einer nahe stehenden Person etwas furchtbares passiert. Die Einzelheiten möchte ich nicht preisgeben, ist glaub ich auch nicht nötig :( Wie gesagt, überspielen konnte ich die Gedanken nicht, ich musste sie bekämpfen, und zwar insofern, dass ich einfach den Gedanken bewusst abgebrochen habe und stattdessen gedacht habe, was ich der Person wünsche (z. B. ein langes und unbeschwertes Leben).

Ich glaube ich brauche nicht dazu sagen, dass dies sehr nervenaufreibend und belastend für mich war. Desto froher war ich, als es mit der Zeit aufhörte und für mich dann eigentlich gegessen war.

Doch komme ich jetzt erst zu meiner aktuellen Situation :(
Ich habe seit etwas mehr als 3 Monaten eine Freundin. Wir verstehen und super, war so, als wir zusammen kamen, und ist auch jetzt noch so. Für Außenstehende wirken wir wohl wie Romeo und Julia, will ich mal so sagen :D Und auch für sie muss es wohl ein einziger Traum sein, das sehe ich jedes Mal, wenn ich ihr in die Augen schaue. Nur es gibt ein kleines Problem bei der Sache: Mich!
Wir sind unter seltsamen Umständen zusammengekommen, aber und es etwas abzukürzen komme ist zum Punkt: Wir wurden quasi verkuppelt.
Nun ist es so, dass ich immer schon eine Freundin haben wollte, aber nur wenig erfolgreich war wegen meiner Schüchternheit. Mit der Zeit machte sich bei mir jedoch der Gedanke breit, dass ich aus den falschen Gründen mit ihr zusammen bin und es das beste für sie ist, wenn das Ganze beendet wird. Doch ich war nicht in der Lage, mit ihr Schluss zu machen, ich wollte sich nicht verletzen. Und immerhin verstehen wir uns bestens ... doch der Zweifel an der Liebe ist da.
Aber das ist jetzt längst nicht nicht mehr mein größtes Problem. Ich zweifle immer noch mehr an mir selbst. Irgendwann fing ich an nachzudenken, ob ich sie wirklich mag. Plötzlich störte mich einfach alles an ihr und alles nervte mich. Dieses Gefühl flaute wieder ab, danach fragte ich mich, was ich eigentlich generell mag und zweifelte einfach alles an, was ich gerne tue. Dies hat sich inzwischen auf meinen gesamten Alltag ausgeweitet. Jedes mal wenn ich etwas tue, frage ich mich, ob ich es mag.
Inzwischen ist es soweit, dass ich mich selbst als fühlendes Wesen anzweifle. Ich komme mir vor als wäre ich eine Bedrohung für alle in meiner Umgebung, habe Angst, dass ich anderen Schaden könnte, nur zu meiner eigenen Befriedigung und meinem eigenen Egoismus. Doch ich weiß, dass ich nicht so bin. Ich teile sehr viel und oft auch sehr gern und würde nie etwas verbotenes tun. Dennoch kommt es mir momentan vor, als ob ich noch nie etwas gefühlt hätte, weder Freude, noch Mitgefühl noch sonst eine Emotion und als ob ich diese immer vorgespielt habe, mir selbst und den anderen.

Ich weiß, der Text war lang, aber es enthält mehr oder weniger alle Einzelheiten, soweit ich mich noch erinnern kann.
Bitte sagt mir eure Meinung dazu und vielleicht ein paar helfende Tipps .. ich kann nicht mehr normal leben, das beeinflusst meinen gesamten Alltag. Ich wache mit einem schlechten Gefühl auf, welches über den Tag hinaus abflaut und in einer Art Gefühlskälte mündet :(
 

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B

Baileys

Gast
Du mußt mit Dir selber ins reine kommen,Du leidest immer noch von damals.


1. Suchen Sie nach den Wurzeln

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein Anhänger der „suchenden Fraktion“ bin. Ich glaube daran, dass wir viele unserer Muster und Verhaltensweisen ändern können, wenn wir ihre Ursachen verstehen. Das gilt auch für Selbstzweifel.
Warum glauben Sie zum Beispiel, dass Sie den Eventauftrag nicht erfolgreich ausführen können? Sind es tiefsitzende Zweifel, es als Kind kleiner Leute mit Managern und Führungskräften nicht aufnehmen zu können? Wo liegen die Ursachen?
Selbstzweifel überwinden: Das schaffe ich nicht. Wie Kreative ihre Selbstzweifel loswerden. | Kreatives Denken.com
 

Freigeist

Aktives Mitglied
Hallo Simi,

Das sieht nach einer Zwangsstörung (insbesondere Zwangsgedanken) aus.
Für eine echte Diagnose gilt es allerdings einen Psychiater oder Psychologen aufsuchen, und der sollte sich auch genügend Zeit nehmen.

Du könntest eine Psychotherapie machen (mögliches Therapieziel: zu lernen, wie man das Gedankenkreisen unterbrechen und seine Aufmerksamkeit anderen Dingen zuwenden kann) und/ oder beginnen zu meditieren.

Achtsamkeit
Meditation

(Falls Du es mit Meditation versuchen möchtest, habe ich einen Buchtip: "Meditation für Anfänger" von Jack Kornfield.)

Viele Grüße,
Freigeist
 

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