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ich kann nicht - muss ich?

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Gast

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Also mit meinem Freund wohne ich 3 Jahre zusmmen...
ich hab zwar keine rosa rote brille mehr auf, dennoch ist er der wichtigste mensch in meinem leben.
Er bedeutet mir einfach alles, ich liebe ihn sehr.

Wir führen eine harmonische beziehung, abgesehen davon das er depr. hat und nicht immer so reagieren kann, wie man es als gesunder mensch tut... ab und zu hab ich echt das gefühl, er ist komplett überfordert...

Würde es keine phasen geben, wo es ihm gut gehen würde, würde ich vermutlich auch keine gemeinsame zukunft sehen.

Er hat erst begonnen mit der psyt. und das braucht meinerseits viel Geduld, das weiß ich...

Er hat extrem hohe anforderungen an das Leben, alles muss immer zu 100 % klappen und perfekt sein (z.b. kam letztens der spruch, ich wäre doch auch schon mal bei einer therapeutin gewesen (stimmt auch 4 x aber selbst gezahlt) warum es mich dann traurig machen würde und aber auch z.b. stau im berufsverkehr etc. natürlich)
wenn nicht ist er auch sehr schnell extrem gestresst und total enttäuscht. Und dann fällt oft "zur therapeutin gehe ich auch nicht mehr, sprech mich nie wieder drauf an, das breche ich ab" <- wenn er dann gerade gestresst ist

Ich unerstütze ihn meiner meinung nach sehr. Jedoch hat er oft seinen eigenen Kopf und knallt dann natürlich hart auf den boden, ich sehe es und würde ihn am liebsten davor beschützen. aber das kann ich nicht, da er mich auch gar nicht ernst nimmt. (wenn er z.b. längst fällige entscheidungen einfach treffen muss und immer weiter herschiebt)

Meiner Mutter u. schwester wäre es am liebsten dass ich alles beende, da sie keinerlei verständnis für ihn aufbringen und ihm vorwerfen, dass er die familie nicht mag. und das zeigen sie ihm auch deutlich und führen oft aus boshaftigkeit situationen herbei, die einfach nicht sein müssen.

Meine Freundin sagt auch, dass ich nicht immer so "lieb" sein soll, hab halt viel verständnis und versuche keine "wertigkeiten" in die bez. mit einfließen zu lassen. erkläre ihm immer, wie ich was sehe und nein "ich rechtfertige mich nicht"

Ich könnte ihm niemals androhen, schluss zu machen...

ich weiß nicht, wie ich richtig reagieren muss.
 

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Schluss machen, meint sie glaub ich.

Ich würd das nicht tun, wenn du ihn liebst. Was ist Liebe wert, wenn man sich in schweren Zeiten nicht unterstützt, sondern im Stich lässt?
 
Liebe TE,

aus Deinem Text werde ich nicht ganz schlau.


Da ist so viel unbewußtes drin Du hast nichts deutlich geschrieben.

1. Dein Freund hat Depressionen und geht in Therapie
2. Diese Situation macht Dich hilflos? Weil er Dinge wegschiebt, perfektionistisch ist schnell unzufrieden und gestresst und Du das nicht im Griff hast ihm zu helfen und die Beziehung noch genießen zu können? Habe ich das richtig verstanden?

3. Deine Familie stellt sich gegen ihn.

Zu drittens ist die Frage: ja macht er Dich unglücklich? Welche negativen Seiten hat er beschreib doch mal!

Was Du bisher gesagt hast klingt so viele Vorausannahmen. Hat er Dich schon "programmiert"? Mache Dir das mal bewußt.

Du sagst nämlich ich war auch in Therapie ja aber selbst bezahlt? Sinn? Entgeht mir...

Dann dass er sich fragt warum Dich das traurig machen würde... sicher dass er nicht an Dir herummanipuliert wenn Du ihm "ohne Wertigkeiten" begegnest? Das ist DEINE positive Einstellung aber schätzt er das auch?

Also meckert er an Dir rum? Schätzt er DICH? Das ist die Frage... oder manipuliert er geschickt.

Wenn er ein guter Freund zu Dir ist (wäre) dann brauchst Du auch nicht traurig sein dass er in Therapie geht, das ist gut!

Und was heißt "du warst doch auch schonmal in Therapie" sieht er das als Schwäche und will es Dir vorwerfen bzw. sich nicht vorgeworfen bekommen von Dir? Ist das so einer "wer schwach ist ist selbst schuld" und unterstellt Dir die geliche Einstellung? Was für eine Einstellung hast DU? Respektiert er dass man schwach sein darf?

Wie geht er mit DEINEN "Schwächen" um? Erniedrigt er Dich verbal oder indirekt? Bist Du sicher dass er Dich respektiert und nicht nur so tut?

Einer von euch spinnt... bisserl. Was ist der Sinn von "selbst bezahlt" und Du ja auch... ist das ein Verbrechen in Therapie zu sein? Oder welche AUssagen lieferst Du ihm, so dass er sich so scheinbar vor Dir rechtfertigt in dem er Dir wieder den Schuh zuschiebt?

Beschreib doch mal eure Konversationen genauer. Sonst kann man doch keine Tips geben da überhaupt nicht klar ist wie aufrichtig oder nicht er Dir gegenüber wirklich eingestellt ist und Du ihm... verstehst Du?
 
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Es ist halt in der Regel so, dass er irgend was schlechtes erlebt hat, dann ist er wütend (ab und zu (1-2x im Jahr) aggressiv, im Sinne von Tasse auf den Boden schmeißen) dann will er seine Ruhe für nen gewissen Zeitraum und dann hat er ein schlechtes Gewissen, bzw lässt wieder Nähe zu. Dann meckert er z,b. Dass er so spät Abends heim kommt und noch Frühstück machen muss für sich oder wenn ich putze das ich es nicht richtig mache...

Oft nimmt er meine Hilfe erst an, wenns schon fast zu spät ist.

Und das ganze macht mich eben traurig.

Er weiß dass das mit "Aggressionen" nicht geht, aber er erkennt noch nicht den Punkt bevor er explodiert um dagegen anzusteuern.

Wenn dann wieder alles gut ist, dann zeigt er mir schon wie er mich liebt. Anfangs kamen gefühlt wöchentlich Blumen. Aber das eben nicht mehr Sooo häufig.

Und meine Freundin ist der Meinung dass ich nicht "normal" bin.

Hilfe habe ich mir gesucht weil ich nie weiß wie sehr kann ich helfen wann nicht mehr.
 
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Meine Familie sagt immer, er ist halt so, das ist sein Charakter. Unterstützung bekomnt er von meinen Eltern keine, mir ggü heißt es dann er soll sich nicht so anstellen

Und Hilfe habe ich mir gesucht, damit sich etwas ändert... Weil ich nicht traurig sein will und ihm Grenzen aufzeigen möchte.
 
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Und mir sagt halt jeder ich muss Schluss machen, wenn mich das traurig macht... Und es ist nicht normal dass mich das traurig macht.
 
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Das ist Quatsch, liebe TE. :( Du musst nicht mit ihm Schluss machen.
Manche mögen so denken, aus Sorge, weil sie sehen, dass du mitbelastet wirst.

Aber du weißt schließlich besser als die, in wem du sich verliebt hast und ich glaube, dass du auch die Fähigkeit hast, ihn auf diesen Punkt zurückzubringen.
Wenn du zu ihm stehen willst, tu das.

Aber auch ich muss dir sagen, lass dich nicht kaputt machen. Wenn es nicht mehr geht, musst du aber auch nicht gleich Schluss machen, oft hilft gerade bei so einer Problematik, wo Partner eigentlich nicht im Konflikt miteinander sind, sondern eine schwierige Zeit miteinander durchstehen, wenn man mal ein Wochenende Urlaub macht, vielleicht eine Therme oder ein Spa besucht, sich verwöhnen lässt und Energie tankt. Gibt natürlich auch andere Wege als Spa, das zu tun, aber du verstehst das Grundprinzip.

Manchmal braucht man dabei eine Auszeit voneinander, aber gerade bei seelischen Problemen, wie dein Freund sie hat, kann es ihm auch gut tun, sowas zu machen. Da es allerdings Depressionen sind, solltest du ihn zu nichts drängen. Bevor du einen lustlosen Trauerkloß rumschleppst, mach lieber auf eigene Faust was schönes.

Und lass dich von anderen nicht von deinem Weg und deinen Werten und Gefühlen abbringen.
Hör vor allem auf dich selbst, deine eigenen Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse. :)
 
G

Gast

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klar machen sie sich sorgen, aber das sagen sie mir halt nicht... Nur durch die Blume "mach Schluss" oder "nehm ihn nicht immer in Schutz" (wer nimmt seinen Partner nicht in Schutz?)

hab halt niemanden, von dem ich verstanden werde.

Ich muss dazu sagen, ich habe ihn mit Depressionen kennen gelernt (fing mit dem Ende der letzten Beziehung an), aber hat so viel für mich getan, von Anfang an. Das kannte ich eben nicht.

Und es hat ihm gut getan sein "gewohntes" Umfeld zu verlassen. Hat sich deutlich gebessert.

Aber ich denke ich bin so fit, dass ich es selbst merke, wenns nicht mehr geht und mache auch regelmäßig was mit Freunden!

Und meine Familie hat ihn anfangs unterstützt, mit Umzug etc.

aber nicht positiv hinsichtlich dass er bspw. nicht so aufgeschlossen ist und viele Dinge die durch die Depression kommen.. Da hieß es immer "er ist halt so, lass ihn"

Aber ich denke, sonst hätte sich nicht so viel gebessert...

Aber er benötigt halt viel positives zureden, und Unterstützung. Aber das dauert halt länger, da ich so ziemlich die einzige bin... und nun die Therapeutin eben.

Ich liebe ihn sehr und wünschte mir halt mehr Rückhalt zu bekommen.

Aber ich vermute das kann ich nicht erwarten...
 

-sofia-

Sehr aktives Mitglied
Du hast doch schon öfter über deinen depressiven Freund geschrieben.
Daher muss dich die Situation sehr belasten.
Sobald aber das Wort "Tennung" fällt, bagatellisierst du.

Warum sollen deine Eltern ihn unterstützen? Das machst du doch schon zur Genüge.
Du legst seit Jahren deine schützende Hand über ihn und kommst keinen Schritt weiter.
Du machst sogar einen Schritt zurück, indem du dir selbst Hilfe suchen musst, um mit seinem Verhalten klar zu kommen. Du wirst immer mehr cooabhängig.
Du bist so damit beschäftigt, ihn mit positiven Zureden auzupäppeln, dass du dabei übersiehst, dass er bereits eine Therapeutin hat.
Wie stellst du dir deine weitere Zukunft mit ihm vor?
Möchtest du Kinder mit einem aggressiven, launischen Partner, der sich selbst im Mittelpunkt sieht?
 

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