• Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ich kann nicht mehr :-(

Luft

Mitglied
Hallo!

Ich habe ja schon öfters hier im Forum geschrieben, aber nun bin ich wirklich am Ende.
Ich habe Depressionen und am Mittwoch Fluoxetin (20mg) dagegen bekommen. Mir geht es Phasenweise echt beschissen. Ich bin teilweise total nervös, aber auch tot müde. In mir tut sich ein schlechtes Gefühl auf, dass danach schreit, dass ich mich selbst verletzen oder sogar noch schlimmeres tun müsste. Dazu kommen noch Schüttelfrost und schlimme Gliederschmerzen.
Es kommt noch dazu, dass meine Mutter und Schwester nichts von dem Zeug wissen und ich alles verheimliche. In 1 1/2 Wochen, werden sie davon erfahren und ich wahrscheinlich vom Jugendamt in Obhut genommen werden.
Meine Schwester behandelt mich sonst wie scheiße, meine Mutter auch und es ist eine Menge Mist passiert. Aber weil ich Donnerstag in der Schule zusammengeklappt bin, ist meine Schwester heute etwas freundlicher gewordne.
Am Montag gehe ich heimlich zum Psychiater in der offenen Tagesklinik hier. Habe mir dafür eine Ausrede einfallen lassen.
Jetzt kommen in mir Schulgefühle auf. Vllt werde ich sogar bald in eine Klinik eingewiesen, wenn ich dem Psychiater Montag erzähle was los ist.
Ich denke, was tust du nur deiner Schwester an (wir sind in einer Klasse). Die anderen werden doch sagen, ach die mit der verrückten und asozialen schwester, die ausgezogen ist oder noch schlimmer in der klappse sitzt.
Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll.
Ich habe gerade schon 1000mg Ibuprofen geschluckt und habe alle Mühe mich im Griff zu halten. :-( , damit ich mir nix antue.
Was soll ich tun?
Danke schon mal für eure Hilfe.
 

Anzeige(7)

PadraigOfGlencoe

Aktives Mitglied
Hallo!
...Jetzt kommen in mir Schulgefühle auf. Vllt werde ich sogar bald in eine Klinik eingewiesen, wenn ich dem Psychiater Montag erzähle was los ist.
Ich denke, was tust du nur deiner Schwester an (wir sind in einer Klasse). Die anderen werden doch sagen, ach die mit der verrückten und asozialen schwester, die ausgezogen ist oder noch schlimmer in der klappse sitzt.
Hallo Luft,

mach Dir doch bitte keinen Kopf, was die andern sagen werden oder wie es Deiner Schwester damit geht. 1. tust Du ihr nix an (dazu gehört nämlich Vorsatz, und gerade den hast Du ja nicht) und 2. wird es ihr besser gehen, wenn es Dir wieder besser geht (auch wenn sie auf Dich vielleicht so wirkt als ob sie das nicht tangiert - ich glaube kaum, dass sie Deinen Zustand nicht mitbekommt bzw. ihr das komplett wurscht ist.
Wichtig ist im Moment nur, dass Du Dir helfen lässt, und es ist überhaupt nicht egoistisch, jetzt mal zuerst an Dich zu denken - an die andern kannste dann immer noch denken, wenn es Dir wieder besser geht, das ist früh genug.

Ich wünsche Dir, dass Du bald schon die für Dich passende professionelle Hilfe erhälst, die Du gerade brauchst (und das ist absolut nix, wofür man sich schämen müsste!!!), und dass Dein umfeld es lernt, auf Dich Rücksicht zu nehmen und Dich so anzunehmen, wie Du bist.

LG, P.O.G. :cool:
 

Tyra

Sehr aktives Mitglied
Hallo

ggf. wäre es sinnvoll wenn du dich selbst freiwillig in eine Klinik einweisen läßt. Bei einer akuten Depression ist es mal gut ganz raus aus dem Alltag zu kommen, mal weit weg von den alltäglichen Problemen mal wieder zur Ruhe zu kommen.

Du bist akut selbstmordgefährdet und da solltest du auf jeden Fall in die Klinik und zwar so schnell wie möglich.
Es dauert oft ne Weile bevor das Antidepressivum wirkt....bis ein gewisser Spiegel erreicht ist und damit die Selbstmordgedanken auch verschwunden sind.
Besprich auf jeden Fall morgen mit deinem Psychiater wie die Medis wirken...dass sie ggf. noch nicht wirken und das Medikament oder die Dosis geändert werden muss. Rede über deine Selbstmordgedanken.

Du bist derzeit psychisch krank und es ist Blödsinn deswegen Schuldgefühle oder Schamgefühle zu haben. Du solltest anfangen dich der Sache offen zu stellen und viel offener damit um zu gehen. Meine Schwester war vor einigen Jahren psychotisch...total irre...na und? Wenn die Hirnchemie durcheinander gerät kann man daran nix ändern...bzw. durch Klinik und danach ambulante Therapie schon. Sie hatte auch keinen ihrer Freunde verloren...alle wussten Bescheid, es wurde offen drüber geredet, über die Art ihrer Krankheit informiert etc....was wichtig war. Aufklärung und Offenheit sind hier sehr wichtig um dich zu entlasten und damit andere Menschen dich verstehen können.
Jeder zweite oder dritte Mensch gerät übrigens mindestens einmal in seinem Leben in eine psychische Krise, Störung oder Krankheit...die Zahl der Depressionskranken steigt..du bist also kein Einzelfall und brauchst dich auf keinen Fall verstecken oder was zu verheimlichen. Die Krankheit ist kein Makel sondern eine Herausforderung der du dich stellen solltest.


Mein Rat also: mehr Mut und Schluss mit Heimlichkeiten. Grad durch diese Heimlichkeit baut sich so viel Druck in dir auf, dass du immer wieder akut wirst...Und v.a. zunächst in die Klinik und danach bitte zugucken wie du fortan vermeidest wieder akut zu werden. Also ambulant so lange in Therapie bis du deine Krankheit (für die du absolut nix kannst..sie ist oft genetisch mit bedingt) im Griff hast.
Du schaffst das!

Tyra
 
Du redest nur davon wie dreckig du behandelt wirst, wie schlimm alles ist, das du dir nichts antun willst, und wenn alle erfahren "was" los ist holt dich das Jugend Amt. Wenn du vllt mal sagen würdest was du mit "was" meinst, was los ist, kann man dir vllt besser Helfen.

Aber zum thema:
Mir ging es eine Zeit lang genau gleich wie dir, alles haben mich wie dreck behandelt, und ich wollte mich umbringen. Kein Witz, Ich stand amn der Klippe zum Steinbruch und wollte mich in die Tiefe stürtzen als mein Handy klingelt, es war meine Mutter, die sich sorgen macht, wo ich steke, denn ich war schon seit stunden dort oben, und wollte mich runterstürtzen. Ich erzählte eine Lüge um sie schnell abzuwimmeln, aber sie war hartnäckig und es war nur schwer sie weg zu bekommen. Danach sah ich den abgrund hinunter und wollte springen. Doch ich konnte es nicht, weill mir klar wurde wie sehr man mich doch vermissen würde. Durch das Telefonat wurde mir klar das meine Mutter sich Sorgen macht!
Sie Liebt mich!

Damit will ich nur sagen, wen du Depressionen hast und du von 1,2 oder 3 Leuten wirklich ascheiße behandelt wirst, kommt dir jegliche behandlung von anderen Leuten genau so schlimm vor, selbst wenn sie so wie immer ist.
Glaub mir, würdest du dir was antun wäre auch deine Schwester und deine Mutte traurig. Ich will nicht abstreiten das du Proffesionelle Hilfe brauchst, aber wie wärs wenn du mit deiner Mutter redest?
Und wenn das nicht geht, schreib ihr zumindest einen zettel wenn du zum Psychater gehst, damit sie weis was auf sie zukommt. Ich kann dier zu 1000% Prozent sagen das auch sie dich Liebet!

Mit aller freundlichsten grüßen
Licht am Ende des Tunnels
 

Corpse Bride

Aktives Mitglied
Hey Luft!

Ich drück dich ganz dolle!

Auch ich bekomme Fluoxetin (40 mg) und bin der Meinung, wenigstens davon sollte deine Mutter wissen! :eek::confused:


Kann dir gerade auch nicht weiterhelfen, hab Besuch, aber wisse, dass du nicht allein bist!

Ich denk an dich und drück dich!

Halt durch!

Laura
 

hilfe-schlumpf

Aktives Mitglied
Hallo Luft,

ich hatte echt gehofft, dass es dir schon etwas besser geht. Diese neuerliche Wendung zum Schlechten bedrückt mich , tut mir echt leid für dich :mad:

aber !!

Wenn ich dich doch richtig verstanden habe, ist das Problem zu Hause das vorrangige. Du schreibst, das du demnächst wohl in die Obhut des Jugendamtes kommst ( was dir meine ich mich zu erinnern bisher verwehrt wurde ). Ich finde das ist doch schon mal eine Perpektive. Du willst doch so kurz vor einer Chance nicht aufgeben , oder ?

Grüßle und knuddelnd dich aufbauend versuchen

Schlumpf
 

kallepokola

Mitglied
hallo luft

das schönste geschenk, was dir deine muttter gegeben hat, ist das leben und das schöne daran ist, dass es dir nix und niemand mehr nehmen kann.
merke dir mal eines zu der zufriedenheitseines eigenen gehören nie die einflüsse von dritten sondern nur dass, was du selber willst.....
also lebe dein leben und verdammt nochmal genieße es!!!!
 
O

Old-Lady

Gast
Hallo!

Ich habe ja schon öfters hier im Forum geschrieben, aber nun bin ich wirklich am Ende.
Ich habe Depressionen und am Mittwoch Fluoxetin (20mg) dagegen bekommen. Mir geht es Phasenweise echt beschissen. Ich bin teilweise total nervös, aber auch tot müde. In mir tut sich ein schlechtes Gefühl auf, dass danach schreit, dass ich mich selbst verletzen oder sogar noch schlimmeres tun müsste. Dazu kommen noch Schüttelfrost und schlimme Gliederschmerzen.
Es kommt noch dazu, dass meine Mutter und Schwester nichts von dem Zeug wissen und ich alles verheimliche. In 1 1/2 Wochen, werden sie davon erfahren und ich wahrscheinlich vom Jugendamt in Obhut genommen werden.
Meine Schwester behandelt mich sonst wie scheiße, meine Mutter auch und es ist eine Menge Mist passiert. Aber weil ich Donnerstag in der Schule zusammengeklappt bin, ist meine Schwester heute etwas freundlicher gewordne.
Am Montag gehe ich heimlich zum Psychiater in der offenen Tagesklinik hier. Habe mir dafür eine Ausrede einfallen lassen.
Jetzt kommen in mir Schulgefühle auf. Vllt werde ich sogar bald in eine Klinik eingewiesen, wenn ich dem Psychiater Montag erzähle was los ist.
Ich denke, was tust du nur deiner Schwester an (wir sind in einer Klasse). Die anderen werden doch sagen, ach die mit der verrückten und asozialen schwester, die ausgezogen ist oder noch schlimmer in der klappse sitzt.
Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll.
Ich habe gerade schon 1000mg Ibuprofen geschluckt und habe alle Mühe mich im Griff zu halten. :-( , damit ich mir nix antue.
Was soll ich tun?
Danke schon mal für eure Hilfe.
Hallo Luft,
bitte nicht verzweifeln. Ich nehme an, Du bist noch minderjährig?
Sprich mit Deinem Psychiater am Montag über dein Problem, noch nichts der Familie gesagt zu haben, dass gerade dieser Zustand Dich auch sehr belastet und dass Du Angst davor hast.
Ich könnte mir vorstellen, dass er Deine Mutter zu einem Gespräch einlädt mit Dir zusammen.
Wenn das dann mal ausgesprochen ist und Deine Mutter endlich weiß, mit welchen Problemen Du Dich herumschlägst, hast Du wieder mehr "Luft" denke ich.

Deine Schwester hat ja schon Aufmerksamkeit signalisiert. Also bist Du ihr nicht egal. Das ist schonmal sehr viel wert !
Du strauchelst im Moment, aber Du wirst Dich wieder aufrichten.
Manchmal braucht man eben Hilfe von außen dafür. Das ist absolut keine Schande.

Und was die Meinung von anderen Leuten angeht: Ich bitte Dich! Darauf darfst und kannst Du keinerlei Rücksicht nehmen !
Es geht hier um Dich! Du musst wieder fit werden. Und das wirst Du auch. Hab Mut, versuche, Dich nicht noch weiter in Deine Gefühlswelt hineinzusteigern, da ist nämlich im Moment allerhand Trauriges drin.....Schau lieber, was Dich ablenkt, was Dir Spass machen könnte. Versuche auf alle Fälle, immer wiederkehrende traurige Gedanken "wegzufegen". Versuche es.

Liebe Grüsse
Old-Lady
 
O

Old-Lady

Gast
hallo luft

das schönste geschenk, was dir deine muttter gegeben hat, ist das leben und das schöne daran ist, dass es dir nix und niemand mehr nehmen kann.
merke dir mal eines zu der zufriedenheitseines eigenen gehören nie die einflüsse von dritten sondern nur dass, was du selber willst.....
also lebe dein leben und verdammt nochmal genieße es!!!!
Hallo Kallepokola,
das, was Du schreibst ist schon richtig, nur....
der seelisch krank gewordene Mensch empfindet das Leben nicht mehr als Geschenk. Er fühlt sich verlassen, ungeliebt, zu nichts nütze und fragt sich nach dem Sinn, warum er überhaupt noch lebt. Dann kommt noch Scham hinzu, weil er eben derzeit schwach, ganz schwach ist.
Er muss zuallererst mal aufgebaut werden. Er muss die helfende Hand gereicht bekommen, oft muss er auch Medikamente nehmen oder sogar in eine klinisch-stationäre Obhut.
Wer so etwas nicht erlebt hat, kann nicht ermessen, was diese ganzen schlimmen inneren Schwankungen auch für den Körper für Folgen haben. Depressionen zu haben, ist etwas ganz Fürchterliches !!! Ich kann dem Mädchen nur Mut und Durchhaltevermögen wünschen und Hoffnung geben, dass alles wieder gut wird, wenn sie mitarbeitet.
Liebe Grüsse
Old-Lady
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
H Nicht nur ein Nachbar, sondern ein Freund R.I.P Trauer 4
ice_cold Enden? Nein, hier endet die Reise nicht... Trauer 1
B Nicht aushaltbar Trauer 6

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!
    Oben