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Ich hasse meinen verfluchten Job, Homeoffice, guter Hamster!

Hallo zusammen,

ich will mal dringend jammern!

wie der Titel schon sagt kann ich meinen Job nicht leiden. Ich bin 33, Softwareentwickler. Ich habe 5,5 Jahre lang bis zum Master studiert und auch neben dem Master gearbeitet. Nach der Masterthesis habe ich während der Coronazeit einfach bei der Firma angefangen, die mir als erstes zugesagt hat. Mein Gehalt ist überdurchschnittlich, aber alles andere ist zum Kotzen.

Ich bin seit September dort angestellt. 2-Wochen lang war ich mit Chef und ChefChef vor Ort und dann gings ab ins Homeoffice (100% Homeoffice). Nun bin ich seit 10 Monaten im Homeoffice. 90% der Kollegen habe ich noch NIE gesehen, obwohl ich eigentlich mit ihnen zusammenarbeite. Ich komme halbwegs gut aus mit denen. Es gibt ein paar Choleriker, aber an sich sind sie alle wohl nur genauso angepisst wie ich. Mein Arbeitsplatz ist quasi direkt neben meinem Bett. Wie beschissen das ist habe ich erst gemerkt als ich mal 2 Wochen Urlaub hatte. Es hat sich daheim so angefühlt wie auf der Arbeit zu sein und nichts zu tun (mit einem schlechten Gewissen nichts zu tun). Ab morgen arbeite ich wieder und mir ist nach Weinen und Kotzen und Schreien zumute! Ich will nicht mehr! !

Der Job......
Der Job ist extrem stressig. Zu wenig Leute für die offenen Tasks und damit sehr hoher Zeitdruck und permanent Überstunden. Alle paar Stunden müssen wir melden was wir die letzten Stunden gemacht haben. Und der Chef.... der Chef ist ein Sheldon Cooper in unwitzig. Ich habe 8 Projekte an denen ich in ständigem Wechsel gleichzeitig arbeiten muss. Alle paar Stunden müssen wir Bericht erstatten was wir die letzten Stunden gemacht haben und was wir in den nächsten Stunden vorhaben. Ich muss natürlich dazusagen, dass ich eigentlich Ingenieurswissenschaften studiert habe und die reine Softwareentwicklung auch so schon nichts für mich ist, da ich kein Informatiker bin. Deswegen tue ich mir auch schwerer als studierte Informatiker.

Seit ich da angefangen habe ist mein Leben Tag um Tag beschissener geworden. Jede verfickte Nacht kann ich kaum einschlafen. Ich habe/hatte (vor allem während der Anfangszeit) permanent Magenkrämpfe und Appetitlosigkeit über Wochen.
(Ich bin wirklich kein Weichei was Stress angeht, da ich objektiv gesehen schon viel höheren Belastungen über einen längeren Zeitraum ausgesetzt war).
In letzter Zeit habe ich einen erfolgreichen Mix aus Besaufen und Schlaftabletten für mich entdeckt. Alle paar Tage im Wechsel, damit ich schlafen kann. Ich habe auch, seit ich da arbeite, Herzrhythmusstörungen bekommen. Morgens komme ich deswegen immer nur sehr spät aus dem Bett.
Am meisten stresst mich dieses verkackte drecks Homeoffice das bei uns nicht aufhören wird. Aber selbst wenn, bin ich nicht bereit in diese Stadt zu ziehen. Wieso? Weil ich verdammt nochmal nicht dahin möchte!
Ich lebe aktuell in einem Kaff, das zwischen Arbeitsstelle und Heimatgegend liegt. Sicher auch eine schlechte Wahl.

Der Witz: Mein Chef ist ultrazufrieden mit mir und will mir bald noch zusätzlich verschiedene Projektverantwortlichkeiten übertragen. Juppiiiii ://///!!!!

Einmal als wir vor Ort waren sagte mein Chef: "Als ich hier ankam sagte mir keiner was für ein Höllenchaos diese Abteilung ist". Ich witzelnd "du hast uns ja auch nichts davon gesagt!". Er lachend: "Na, irgendwie muss man doch gute Leute herbekommen! " Wtf!? F*** dich!!!

Ich habe einen Festvertrag und meine Familie und Freunde sagen ich soll mich glücklich schätzen, aber ich kann nicht!
Ich wohne in einem kleinen Scheißkaff in dem gar nichts geht und ich hasse mein Job. An manchen Tagen spreche ich nicht mehr als nur ein paar Sätze, wenn ich sagen muss was ich die letzten Stunden gemacht habe.
Ehrlich. Das klingt für manche vilt als hätte ich Luxusprobleme, aber ich war viel glücklicher als ich an der Armutsgrenze gelebte habe und studiert und gleichzeitig gearbeitet habe!

Derzeit hasse ich mein Leben!

Ich habe mich nun auf verschiedene Stellen beworben, aber ich habe Angst, dass es genauso beschissen wird. Schließlich wusste ich bei der Stelle auch nicht, wie es sich anfühlen wird. Ich weiß echt nicht was ich tun soll!!

Da mein Chef trotz meinem Hass auf die Firma mit mir zufrieden ist, bin ich wohl ein guter Hamster! Ich muss irgendwie hier raus. Ich überlege ehrlich auf alles zu scheißen und einfach nach Australien oder so abzuhauen!
Ich hatte schonmal einen leichten Burnout aber das hier fühlt sich schlimmer an!

Ich bin auch jetzt besoffen und je näher der Arbeitstag von morgen kommt desto mehr will ich weinen und kotzen und schreien und und und!!!

Und: Warum zur Hölle rebelliert mein Körper so sehr gegen diesen Job, wenn ich doch schon viel höheren Belastungen ausgesetzt war, ohne viel Schaden zu nehmen !? Ich war über 3,5 Jahre Alkfrei und nun bin ich wieder vollends im A****!

Ich will einfach weg!
 
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Gelöscht 119712

Gast
So wie ich das verstehe bist du jung, gut ausgebildet und magst deine jetzige Wohnung nicht besonders. Wieso nicht jetzt mal nach Australien und die Welt ansehen (ok, ist vielleicht wegen Corona nicht die beste Zeit, aber sollte gehen).

Ansonsten neuen Job suchen. Es sind nicht alle Jobs in der gleichen Branche gleich … will sagen schon beim nächsten Arbeitgeber machst du evtl. die gleiche Tätigkeit, es fühlt sich aber ganz anders an …
Hab auch drei Jobwechsel gebraucht … hab immer noch keinen Traumjob, aber was für ein Unterschied zum ersten Job 😄
 
Danke für die Antwort @Narf. es geht nicht um meine Wohnung. Ich hasse meinen Job und meine gesamte Lebenssituation, die damit verbunden ist: Das dumme Homeoffice "Seht her! wir sparen einen Haufen Geld!" Vollidioten!!... Ich brauche gar keinen Traumjob. Der Job kann einfach nur OK sein, das reicht mir. Ich will einfach ein normales Leben. Zu Arbeit gehen, Heimkommen, Frau küssen, Freunde treffen, Urlaub machen.... Aktuell verläuft mein Leben sozusagen im Arbeitszimmer.

Ich bin mit 30 nicht mehr so jung. Mal die Welt ansehen wäre mit 20 in Ordnung, aber nun ist es langsam an der Zeit zu Heiraten, eine Familie zu gründen usw. Das macht mir alles zusätzlich Druck. Mit Abhauen meinte ich: Für immer abhauen und simpel leben. Nicht einfach mal ein bisschen die Welt sehen.. Sieh doch wie glücklich die ganzen Aussteiger sind! Wozu diesen Karrierescheiß!??

@Narf Andere Frage: In was für einem Abstand hast du deine Jobs gewechselt und wie hast du das in deiner Bewerbung/Vorstellungsgespräch begründet? Und in welchem Bereich schaffst du?
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöscht 119712

Gast
Na das mit der Wohnung meinte ich so, dass du sie eben kündigen könntest wenn du losziehst, suchst dir dann eben eine neue wenn du zurück kommst … schon klar, dass die Wohnung kein zentraler Aspekt ist, meinte es einfach so, dass dich nichts hier hält.

„Aussteigerfantasien“ hat wohl jeder mal … aber da du dir die Welt vorher gar nicht ansehen willst, hast schon was konkretes im Auge? Klapperschlangenzucht in Australien? ob die anderen Aussteiger alle glücklich sind ? Für mich habe ich schon vor Jahren die Entscheidung getroffen, dass aussteigen ohne Geld nix ist für mich … ich kenn mich gut genug, dass ich weiß, dass ich diese ganzen supercoolen Aussteigerjobs („Tauchlehrer“, „Reiseblogger“) hassen würde, wenn ich mir meine Brötchen damit verdienen müsste … ganz zu schweigen vom vermutlich mickrigen Stundenlohn.

Ich hab dir auch keinen Traumjob versprochen, nur dass die Chancen ganz stehen dürften, dass es im nächsten Job besser wird … Also dranbleiben und bewerbein!
 

Nohara

Aktives Mitglied
Diese Probleme wirst du bei anderen Unternehmen mehr oder weniger auch haben...
In den allermeisten Firmen fehlt es an Personal. Aufgrund von Einsparungen werden keine neuen Stellen genehmigt. Gehen Leute werden die Aufgaben auf andere Mitarbeiter verteilt.
Es ist auch völlig normal mehrere Projekte gleichzeitig zu betreuen. Ich muss zwar nicht stündlich berichten aber ich habe jeden Morgen ein Jour Fix, wo u.a. der aktuelle Stand besprochen wird...

Sprich mal deinen Chef an und frage mal, ob du tageweie ins Büro kannst. Ich habe meine Chefin so lange damit genervt bis es ich wenigstens 2-3 Tage pro Woche ins Büro durfte.

Die Arbeitswelt ist nicht das super lockere Studentenleben, sondern das wahre Leben.
 
@Narf Danke. Du sagtest du hast 3 mal den Job gewechselt. Meine Aussteigerfantasien sind vielleicht auch nur so lange lebendig wie ich mein Leben aktuell hasse. Darf ich fragen in was für einem Bereich du arbeitest und wie du es bei der Bewerbung und beim Vorstellungsgespräch begründet hast, dass du wechseln willst? Bzw. in was für einem Abstand hattest du die Jobwechsel?

Gruß,
Hamster
 
Diese Probleme wirst du bei anderen Unternehmen mehr oder weniger auch haben...
In den allermeisten Firmen fehlt es an Personal. Aufgrund von Einsparungen werden keine neuen Stellen genehmigt. Gehen Leute werden die Aufgaben auf andere Mitarbeiter verteilt.
Es ist auch völlig normal mehrere Projekte gleichzeitig zu betreuen. Ich muss zwar nicht stündlich berichten aber ich habe jeden Morgen ein Jour Fix, wo u.a. der aktuelle Stand besprochen wird...

Sprich mal deinen Chef an und frage mal, ob du tageweie ins Büro kannst. Ich habe meine Chefin so lange damit genervt bis es ich wenigstens 2-3 Tage pro Woche ins Büro durfte.

Die Arbeitswelt ist nicht das super lockere Studentenleben, sondern das wahre Leben.
Ach.... jaja, das lockere Studentenleben mit zeitweise 2 Jobs nebenher und dem Gelerne. Was für eine enstpannte Zeit das doch war.
 

wt15309

Aktives Mitglied
@ImaGoodHamster,
tja, du soltest wirklich wechseln.
An deiner Stelle muss du dich aber fragen wo deine Pri am neuen Job liegen sollen.
Ich meine damit enge Zusammenarbeit mit Kollegen, Kommunikation, Gegenseitig Unterstützung...
Ich weiß, das sagt dir direkt niemand - aber es gibt Anzeichen dafür.

Lass mich raten. Im Moment manage du alles größtenteils Alleine, wenn jemand was braucht sucht er zu dir Kontakt, weil er weiß der gute "ImaGoodHamster" macht das schon - klar machst das, aber du wirst krank. Alleine dein Alkoholkonsum ist sehr bedenklich. Hast du Jemanden außerhalb des Jobs zum Reden?
Schalfstörungen habe ich auch, aber wenigsten fängt mich manchmal die Familie auf.
Wenn du den Job wechsels, kann es zwar ähnliche sein, aber du hast es wenigstens Versucht die Situation zu ändern.
Ich hoffe du gibst hier eine Rückmeldung.
 

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