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Ich halte mein Leben nicht aus

Denny.03

Neues Mitglied
Hallo, ich ( 16 männlich 10ten Klasse Realschule,Diabetiker, ich werde in 9 Tagen 17) habe schon seit meinem 13ten Lebensjahr Selbstmordgedanken. Es fing damit an, dass ich den Sinn des Lebens hinterfragt habe und meine Platz in dieser Welt. Mit dem 14 Lebensjahr(7 Klasse) fing ich an darüber nach zu denken mich umzubringen, weil ich nicht das Gefühl habe irgend etwas zu können oder in der Lage sein einen Beruf zu finden. Ich habe meiner Familie sogar gesagt, dass ich mich nach der 10ten Klasse umbringen will. Sie sagten zu mir bloß :"Tja dann musst was finden was dir Spaß macht." Aber ich war davon überzeugt , dass ich meine Leben beenden werde. Sie hatten meine Probleme bis zu einem Ereignis nicht ernstgenommen.
Als ich 15 Jahre (8 Klasse) alt war, war ich immer noch davon überzeugt, dass ich mein Leben beenden würde. Ich schitt mir an einem Samstag Vormittag im Februar mit einer Rasierklinge von links rechts den tief den Arm auf. Der Grund war meine Oma. ( Meine Familie kommt ursprünglich aus Russland nur meine Oma blieb
in Russland. Bevor ich genaueres schildere müsst ihr etwas über meine Oma etwas wissen. Sie eine selbstverliebte egoistische F****. Sie versucht alles zu kontrollieren und redet meiner Familie ein, dass wir nichts erreicht haben, vergleicht uns mit erfolgreichen Menschenund ihre Tochter meine Tante der schrecklichste Mensch sei der ihr vor die Augen gekommen sei. Meine Tante erzählt mir, das sie ihr Leben lang von Oma und Opa runtergemacht wurden und geschlagen wurden. Meine Tante sagte auch noch, dass sie von der Oma auch noch ein Jahr als Schlampe bezeichnet wurde weil sie einen Freund hatte. Meine ganze Verwandtschaft halltet immer noch Kontakt zur ihr. Sie sagen mir immer wir müssen das ertragen, da sie so alt ist und außer uns keinen hat. ) Wie gesagt war meine Oma der Tropfen das Fass zum Überlaufen brachte. Da mein Vater im Urlaub war( mit seiner Freundin,meine Mutter ist verstorben) , hat sich die Oma bei uns vehement eingenistet. Nach einem Streit schnitt mir mein Handgelenk auf. Der ganze Scheiß musste genäht werden, die Hexe gab dir die ganze Schuld und verlangte eine Entschuldigung. Als mein Vater aus dem Urlaub, hat mich erstmal gefragt warum ich so behindert und dumm sei ( er spricht kein Wort Deutsch genauso wie meine Oma und Tante). Mein Vater ist nicht so schlimm wie meine Oma, aber ist auch ein dummer W******. Mein Vater fragte mich ob ich nochmal meinen Arm aufschneiden würde. Ich sagte : "Ja". Darauf schrie mich an, dass ich meine scheiß Sachen packen soll und verschwinden soll.( Seine Lieblingsstrategie). Wir mussten aufgrund des Vorfalls zu unserem Hausarzt. Den log ich an. Ich sagte ihm dass es mir besser gehe und ich keine Selbstmordgedanken habe( hatte ich zum Zeitpunkt trotzdem). Mein Vater hat mich eingeschüchtert nicht zu sage. Jeden Tag schreit mein Vater meine (fett und 20 Jahre) Schwester und mich an. Auch wenn ich im Haushalt meine Pflichten erledigt habe werde ich angeschrien."Ach ja? du fragst mich warum ich schreie? Deine Fette Schwester macht den ganzen Tag gar nichts und liegt nur rum!" Das muss ich mir täglich anhören. Wenn ich bitte leise zu sein kriege zu hören "Halt dein Maul. Ich habe mit dir nicht geredet. Verpiss dich aus der Wohnung wenn es dir heute nicht gefällt!" Diese Sätze lösen mir Selbstmordgedanken aus.
Seit dem 13ten Lebensjahr habe ich zunächst meiner Cousine(30) anvertraut und dann später meiner Tante (55). Ich habe mit ihnen über meine Sorgen gesprochen. Aber über die Zeit habe ich das Gefühl , dass sie die Geduld verloren haben. Meine Cousine sagte immer wenn ich Suizidgedanken hatte: "Es ist nur die Pubertät" ich fragte sie "Wie gehe damit um?" Sie:" keine Ahnung. Ich hatte das nie." Meine Tante wurde dann auch hart. Sie sagt mir dann aber auch:"Hör auf dich ständig zu beschweren es gibt Menschen den es schlimmer geht. Du hast keinen Grund dich umzubringen. Als deine Mutter starb hast du die ganze Aufmerksamkeit gekriegt. Du bist hübsch( Kp ob das stimmt) gut gekleidet. In Weißrussland werden Mensch vom Staat eingesperrt. Du lebst außerdem in Deutschland und nicht in Russland. Ich musste mir mein Leben lang anhören wie mich meine Eltern beschimpfen " Das ist der Grund warum ich mit ihnen nicht mehr sprechen möchte. Bei der einzigen Person die verstanden hat, dass ich professionelle Hilfe brauche war meine älteste Schwester (31). Sie schrieb vorgestern eine E-mail an eine Therapeutin die gestern besucht hatte. Ich war echt glücklich mit ihr zu sprechen können . Die ganzen Jahre lang bin ich nicht zu Psychologen gegangen weil ich Angst hatte, dass mein Vater sich darüber lustig oder ausrastet, nun das ist aber passiert. Er fragte mich warum ich beim Arzt war. Ich sagte ich war bei einem Therapeut. Er sagte dann:"Ach ja diese Deutschen mit ihren kranken Umerziehungsmethoden. Wurdest du etwa hin bestellt oder bist du freiwillig gegangen? Über was habt ihr gesprochen? Willst du dich etwa umbringen?" Ich sagte " Ich bin freiwillig gegangen und muss dir nichts davon erzählen." "Ach ja ? Dann verpiss dich aus meine Wohnung, ich muss dir auch nichts." Die einzige Personen die Verständnis für meine Probleme zeigen ist meine Therapeutin und meine ältere Schwester ( Ich rede nicht mit ihr über meine Probleme, wir haben aber Konatkt).

Um es nochmal kurz zusammen fassen:
- Keiner nimmt meine Probleme ernst
- Ich bin gezwungen mit meiner Oma Kontakt zu haben
- Ich kann nichts zu ohne Kritik von meinem Vater zu bekommen etwas machen
- Ich denke oft an Selbstmord ( ich ertrage zu Hause nicht (
-Ich habe Stimmungsschwankungen ( manchmal hängt es von Unterzucker ab)
-Selbstwertkomplexe ( aufgrund Familie, Vater Unterschicht)

Ich habe versucht meine Therapeutin über Whatsapp zu erreichen. Sprechen Therapeuten außerhalb ihrer Arbeits mit ihren Patienten? An wenn ich kann ich mich da wenden? Seelsorge?
 

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Italyana

Mitglied
Respect das du in deiner Verfassung, soviel schreibst bzw dich öffnest. Also ich kenne mich mit solchen derartigen Probleme nicht aus, aber ich behaupte jetzt einfach mal, das die Seelsorge schonmal eine gute richtung ist. Die Nummer findest du unter den hilfe Tab.

Vielleicht haben die anderen User, ja bessere Tipps hier.
Ich hoffe für dich, das du bald wieder dein Leben in Ordnung gekommst. Gib nicht auf!
 
Zuletzt bearbeitet:

PsychoSeele

Urgestein
Huhu Denny,

du kannst dich auch ans Jugendamt wenden und denen deine familiären Probleme schildern. Vielleicht kannst du dann in eine betreute Jugend - WG ziehen wo du zur Ruhe kommen kannst und dann mit Hilfe der Therapie deine Kindheit und Jugend aufarbeiten kannst.
Das was Zuhause abläuft nennt sich emotionale Gewalt und wenn du da nicht raus kommst wird es dir bald noch schlechter gehen.

Das du Suizidgedanken hast kann ich absolut nachvollziehen. Diese werden von deiner Situation zuhause verursacht.
Die Suizidgedanken sagen dir eigentlich "Ich möchte hier raus, ich brauche Hilfe".
Du möchtest aus der Situation raus, nicht unbedingt das Leben ansich beenden.

Du kannst es schaffen. Bitte deine Schwester, mit der du dich gut verstehst, dir zu helfen, Kontakt zum Jugendamt aufzunehmen wenn du dich alleine nicht trauen solltest. Zudem kann sie es auch bezeugen was bei dir Zuhause los ist.

Liebe Grüße
PsychoSeele
 
C

Chris

Gast
Lieber Denny,
deine Zeilen haben mich sehr berührt.
Ich kann dir nur sagen, du bist ein wertvoller Mensch. Solche tollen Menschen gibt es nicht mehr so oft. Man kann rauslesen, dass du ein gutes Herz hast. Und dass dich Oberflächlichkeit belastet.

Gib nicht auf. Wenn du traurig beze doch einfach, dass Gott dir hilft und glücklich machst.
Ich habe das immer so gemacht.

Hast du einen tollen Hausarzt, der dir helfen könnte?
Ich wünsche dir einen guten Freund.
Alles Gute und gib nicht auf. Andere sind es nicht wert, dass du dein Leben aufgibt.
LG
 

trigital

Aktives Mitglied
Hallo D.,

deine Geschichte ist beim Durchlesen schon zum verzweifeln. Und man müsste eigentlich jetzt etwas ändern. Sofort! Aber so ist es im Leben leider nicht. Es geht einfach voran und im Kopf ist manches so einfach und klar.
Aber ich sehe einen Lichtblick für dich. Wenn du die Schule fertig hast, dann wünsche ich dir so schnell wie möglich ein selbstständiges Leben. Ich denke, nein ich bin mir sicher, dass es hierfür eine staatliche Regelungsmöglichkeit gibt. Aber ich kenne sie nicht. Dafür weiß ich wieder wer sie kennt.
Es sind solche Stellen, die sich mit diesen Problemen auskennen. Das sind meist Einrichtungen, wie die PIA oder Psychatrien oder christliche Einrichtungen. Die würden auch nicht einfach nur fragen, wie dein Hausarzt, ob es dir wieder besser geht mit den Selbstmordgedanken. Die würden wissen, dass das sozusagen nur das Schlimmste ist. Und die wissen Möglichkeiten, wo man sich und du dich um deine Probleme ein Stückweit kümmern kann. Vieles gibt in meinen Augen auch "nur" die Rahmenbedingungen und man kann einwenig wie auf Kur leben. Und so könntest du auch sofort aus deinem jetzigen Leben aussteigen und später wieder einsteigen. Weil wenn du mal in Langzeitbehandlung kommst, dann kümmert mich sich hier in Deutschland auch darum, dass du trotzdem wieder vorankommen kannst. Und man kann für sich und seine Probleme besser geeigneten Menschen kennen lernen.
Und eines ist sogar ziemlich gut an der Scheiße. Du weißt genau, was du nicht mehr haben möchtest. Und wie du nicht sein möchtest. Und diese Eigenschaft wird dich immer so lenken, dass du nicht so wirst. Und deshalb wirst du immer auch gute Seiten an dir und deiner Einstellung finden können. Weil ekelhaft magst du einfach nicht.
lg
 

Zebaothling

Sehr aktives Mitglied
Es gibt soviele Hilfsangebote , aber manchmal ist der erste Schritt , man öffnet sich mal anonym in einem Forum.
Ärzte unterliegen der Schweigepflicht , aber Deine Eltern würden natürlich erfahren, wie ernst es um Dich steht, vielleicht auch gut so , daß ihnen das dann mal ein Profi sagt.

Dir könnte es helfen, insofern das sie Dich ernster nehmen.

Für mich , also wenn man mich fragt, spricht aus Deinem Post sehr viel Müdigkeit, Antriebslosigkeit, etc.
Da frage ich mich , wann wachst Du auf ?
Dann werde ich mir unsicher , ob Du nicht vielleicht Medikamente nimmst, noch sind ja jugendliche die sich die Arme aufschneiden in der Minderheit, ich finde das sehr bedenklich, wenn so ein junger Mensch sich umbringen will.

Dann spricht da so etwas heraus , wie Versagensangst, also so als wenn man in eine dunkle Turnhalle ein Fettnäpfchen stellte und Du der einzige bist , der dann dort mit verbundenen Augen im Dunkeln zielstrebig hineintritt, Wenn dem wirklich so ist, dann bist Du Dir über das herausragende Alleinstellungsmerkmal eines Narren sicher im Klaren - oder etwas nicht ?
Die größten Komiker der Menschheit wurden teilweise aus diesem Gefühl geboren , aber wie kannst Du das wissen, Du hast andere Sorgen.
Flüssig Schreiben kannst Du auf jeden Fall na und wenn ich mir da so andere anschaue, dann hast Du denen das schonmal voraus, dann stellt sich mir die Frage , ob Du in der momentanen Situation überhaupt in der Lage bist zu sehen und zu verstehen , wo Deine Qualitäten liegen.

So eine depressive und lebensverneinende Stimmung , trübt oft die Wahrheit ins dunkle , nebelige , weils eben anders gesehen wird , als es ist.
Betrachte es doch mal realistisch , was sagt Dir das Sprichwort " Im sauberen Wasser stirbt der Fisch " , weißt Du zu viel Dunkelheit , macht Dich genauso blind , wie zu viel Licht.

Es gibt in kaum einem Staat so viele kostenlose Bildungsangebote, Ausbildungsmöglichkeiten, Rechte , Hilfen, etc., vielleicht ist Dir das auch nicht bewußt, weißt Du, stell es Dir so vor Du stehst vorne auf der Bühne und wirst öffentlich geoutet, was Du doch für ein Versager bist und wie unfähig , nutzlos , wertlos , Du eigentlich bist, so , das Du Dich am liebsten umbringen würdest.

Du denkst in meinen Augen , die Leute kennen Dich nicht, denen bist Du wahrscheinlich so egal, wie sie Dir auch, die gucken eh alle weg, wenn Du über die Strasse läufst.

ich denke wenn nun der Proklamateur mit dem Megafon , der vorne steht, die Frage ins Publikum stellt, " Wer hat Interesse daran , diesem jungen Mann zu helfen, kostenlos und unverbindlich " ?

Dann werden da mehr Arme hochgehen, als Du es für möglich hälst, das wiederum sagt mir , daß diese negative Sicht sicherlich tiefgründig verankert ist.

Wenn Dir aber nicht klar ist, das diese negative Sichtweise Gift für Dein Wohlbefinden ist, dann wird es nötig, das Du das lernst.

Du mußt nicht sonderlich etwas können, um zu leben, das können ja andere auch nicht , gute Laune reicht eigentlich , ich meine was kann Dir als Mensch besseres passieren als gute Laune ....?
 

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