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Ich habe Kontaktstörung und bin WIEDER alleine. Wer kennt dieses Gefühl?

Nina_Ninchen

Mitglied
Hallöchen....

ich habe das problem, dass ich schnell meine " Freunde" wieder verliere.

Als ich zbs meine jetzige neue Lehre begonnen hatte, fingen wir mit einer Kennlernwoche an . Da sind wir für ein paar Tage Gohrau gefahren, um uns besser kennenzulernen.

Zu erst hatte ich angst, dass mich keiner mag,keiner mich nicht will...

eigentlich lief alles gut.....ich glaube das war die schönste kennenlernwoche die ich jeh hatte.
bin fröhlich und glücklich auf die menschen zugegangen......
habe 20 mädchen und 10 jungs kennengelernt....

fand sogar paar jungs richtig süss...;))

Nach 4 monaten war alles wieder vorbei....
hatte plötzlich wieder angst...angst vor menschen...
wollte nicht rausgehen,nicht auf menschen zugehen...
verlor meine kontakte in der kennenlernwoche...
bin nicht mehr selbstbewusst....und hatte nur noch ängste...
ich dachte nur noch,mich will eh keiner,mich findet jeder doof....
brach alle kontakte aus der kennlernwoche ab....
jetzt bin ich wieder alleine....
WEIß auch nicht, ich ich habe angst auf den leuten zuzugehen,die ich bei der kennlernwoche kenngelernt habe....
jetzt kenn ich nur noch 3 Leute von 30.....und bin wieder in depressiver stimmung.

aber
das ist mir jetzt nicht nur einmal passiert, sondern schon öfter.
habe schon öfter meine kontakte abgebrochen und bin danach in depressionen gefallen.
hört das eigentlich mal auf?

habt ihr auch solch ein problem?kennt ihr das auch?
kann das sein,dass das eine krankheit ist?habt ihr vllt schonmal davon gehört?

ich kenn mich selber nicht mehr und bin wieder verzweifelt.

nina
 

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D

DET6488

Gast
Irgendwoher kenn ich dass meine Halbwertszeit für Freundschaftliche Beziehungen uns sonstige Beziehungen beträgt auch so 3 Monate bis zu einem Jahr.
Am Anfang komm ich anscheinend als ganz Nett bei den Menschen an aber sobald der Alltag eingekehrt ist klappt es nicht mehr so,
oft haben sich diese Menschen dann nicht mehr gemeldet.

Was dass für keine Krankheit ist kann ich dir nicht sagen.
Die Stichwörter bei mir wären so soziale Phobie, Dysphobie, Dysthymie.

Es kann nicht Schaden mal mit einem Fachmann darüber zu sprechen, machen kann man da sicher was.

Lg
 

Qualis

Mitglied
Bei mir ist es ähnlich. Eigentlich habe ich (auch momentan noch) nur einen sehr kleinen Kern-Freundeskreis von 4 Personen und die kenne ich zum Teil aus Kindergarten und Grundschule noch! Der etwas weiter gefasste Freundeskreis (über Freunde von diesen Freunden) erstreckt sich dann so auf 15 Personen schätze ich mal. Aber mit denen habe ich nur indirekt, also über meinen Kern-Freundeskreis zu tun.
Ich war auch nie derjenige der Ideen hatte etwas zu unternehmen oder derjenige, der sich verabredete, ich war eher passiv. Nicht aus Desinteresse sondern.... hmm, ich weiss es selbst nicht genau. Jedenfalls ging das alles ganz gut, bis dann die Schule zuende war. Wir alle so unser Abitur machten. Es gab keinen täglichen Kontakt in der Schule mehr und dadurch erschlaffte das so ein bisschen.
Bin heute 20 und studiere.
Und von meinen Freunden studiert auch jeder woanders oder macht ne Ausbildung woanders.
Da wir uns also nicht mehr täglich in der Schule sehen, wirkt sich das mit meiner Passivität natürlich doppelt negativ aus.
Mittlerweile hat sich das auf mindestens jedes zweite Wochenende aber so eingepegelt und übers Internet mit ICQ habe ich ja eigentlich auch noch Kontakt. Jedoch merke ich, dass ich viel weniger "dazugehöre" als früher, die also gegenseitig mehr von sich wissen, was gerade bei denen so abläuft, sich öfter sehen, aber auch selbst ihren Freundeskreis da erweitern, wo sie nun studieren etc.

Mit dem Studium wurde ich sozusagen ins kalte Wasser geworfen und neue Kontakte oder Freunde finden kann ich nicht, weil ich mich in diesem Punkt selbst nicht verstehe. Ich reagiere völlig abweisend und arrogant, irgendwie so komisch hochnäsig, die kalte Schulter zeigend, abwendend... Also hmm nich so extrem, wie sich das vielleicht anhört. Aber ich meide wohlwollenden Kontakt, habe teilweise Angst und reagiere abweisend um die Angst zu überspielen und damit die Situation schnell vorbei ist.
Ich hatte teilweise auch so ähnliche Gedanken wie du: "Die haben doch alle ihre Freunde da schon; mich brauchen die da eh nich; was sollen die sich schon mit mir herumschlagen?" und beobachtete wie andere witzelten, in der Mensa alle zusammen am Tisch saßen, sich Laut unterhalteten und ich saß in meiner Ecke und futterte mein Essen. Aber so richtig das Gefühl zu denen gehören zu wollen hatte ich auch nich... Irgendwie alles merkwürdig. Ich habe auch jede Person gemessen an meinen "Kern-Freunden" und das wich alles so von denen ab, dass ich Angst hatte... vor dem Fremden, Neuen, Ungewohnten. Vielleicht passe ich da einfach nich rein?
Wenn ich vielleicht was von mir erzähle, dann lachen die oder halten mich für "komisch" oder langweilig. Tatsächlich ist es so, dass ich mich etwas autistisch verhalte, so könnte man es nennen. Wenn ich in den Bus einsteige, dann stelle ich mich im Mittelteil ans Fenster und "bewundere" die Umgebung, höre viel Musik und bewege dazu meine Lippen manchmal ohne es zu merken. Die Leute kümmert das aber nicht. Oder ich nehme sehr gerne beim Gehen große Umwege in Kauf, bleibe an blühenden Bäumen einige Zeit lang stehen, beobachte Tiere, Kinder... Alles mögliche erweckt mein Interesse und ist höchst interessant, man könnte sagen ich hab eine unerschöpfliche kindliche Neugier in mir... Ich verfolge simpel erscheinende Gedankengänge für Ewigkeiten und presse jedes bisschen Erkenntnis und Neues aus Phänomenen, die sonst andere vlt. als irrelevent oder uninteressant bezeichnen würden.

Ich muss gestehen, ich schaue gerade über meinen Text und bin EXTREM abgewichen. Tut mir Leid... Das passiert mir häufig.

Aber was ich mir als Tipp an dich überlegt habe ist, dass du mal versuchst die "3 von 30" Leuten mal noch besser kennenzulernen und dort den Kontakt zu halten. Nach einiger Zeit dann erlebt ihr Dinge, die euch unweigerlich in Verbindung bringen. Insider, auf die ihr beide fortwährend zurückblicken könnt und keiner vergisst... Gründe sammeln, warum GENAU IHR noch etwas gemeinsam unternehmt und nicht mit beliebig jedem anderen. Das so ein bisschen als Ziel zu stecken kann unheimlich helfen. Ich hatte auch mal eine Isolationsphase, aber an einigen Wochendenden wurde ich trotz meiner Passivität von meinen Kernfreunden wieder herausgezogen und sie nannten Gründe, warum ich genau auf der Party nicht fehlen durfte und erzählten schmunzelnd von zurückliegenden gemeinsamen Erlebnissen... Das hat unheimlich aufgebaut und geholfen und man hat sich nicht so gleich unwichtig gefühlt.

Jedenfalls wünsche ich dir alles Gute, dass du deine vorhandenen Freundschaften zu festigen lernst und durch diese Freundschaften vielleicht auch viele neue schliessen kannst und eben nicht mehr tief ins Loch zurückfällst.
Du kommst mir auch nicht so vor, als würde es sich nicht lohnen, dich mal näher kennenzulernen. :)
Fühl dich lieb gedrückt und viele Grüße,

Qualis
 
S

Solaris91

Gast
habt ihr auch solch ein problem?kennt ihr das auch?
kann das sein,dass das eine krankheit ist?habt ihr vllt schonmal davon gehört?

ich kenn mich selber nicht mehr und bin wieder verzweifelt.

nina
Wenn es dich wirklich so stark belastet, wie du in diesem Beitrag schreibst, dann würde ich sagen: "Willkommen im Club."

Ich bin ängstlich-persönlichkeitsgestört. Ich habe auch ein großes Problem im sozialen Bereich. Schon seit meiner Kindheit kapsle ich mich immer wieder von der Außenwelt ab und versuche mich in Phantasiewelten zu flüchten. Die Depressionen kenne ich gut.

Ich habe einfach diese kranke Überzeugung in mir, dass ich minderwertig bin in allen Bereichen. Das kratzt an meiner Motivation, meiner Konzentrationsfähigkeit und an meiner Sozialkompetenz.

Ich habe mir auch schon Wunden zugefügt und ich war auch schonmal Gast in einer geschlossenen Klinik.

Meine Kindheit war nicht gerade die Beste. Meine Klassenkameraden, meine Eltern, meine Lehrerin in der Grundschule, meine Erzieherinnen ... alle haben mir eine sehr beschissene Zeit bereitet und ich trage immernoch die psychischen Folgen. Ich und meine Therapeutin gehen nun wieder in die Vergangenheit meiner Kindheit zurück und berichtigen die Dinge, die mir als Kind damals eingetrichtert wurden.

Die Überzeug nutzlos, minderwertig und abstoßend zu sein trage ich heute immernoch in mir und leicht ist es für mich nicht.

Ja ich habe es damals genoßen mir Wunden zuzufügen. Ich wollte mich selbst bestrafen, weil ich der Überzeugung war, dass ich es verdiene und bestraft werden muss. Damals ging ein Teufelskreis los, in dem ich starke Selbstmordgedanken entwickelte. Diese Zeit ist Gott sei Dank vorbei und ich bin wieder stabil.

Mein geistiger Zustand ist eine einzige Baustelle ... :D

Geh doch einfach mal zu deinem Hausarzt und frage ihn, ob er jemanden empfehlen kann. Erstmal brauchst du ja eine Diagnose.
Ich weiß leider auch nicht so recht, wenn man da am besten ansprechen sollte...

Damals hat ein 5-köpfiges Ärzteteam aus der geschloßenen Klinik mich untersucht und haben dann die Diagnose gestellt.

Frag erstmal den Hausarzt und erzähl ihm das ganze mal.
 
E

Eisfuchs

Gast
Hallo Nina-Ninchen,

ich persönlich kenne das von mir auch.

Aber für eine Freundschaft braucht es eine längere Zeit als vier Monate und das hat auch nichts mit dir zu tun, den solche Kontakte, die erst begonnen haben, bröckeln nunmal wieder ab. In solchen Augenblicken ist es wichtig, sich diese Leute rauszusuchen, die einem am besten gefallen haben und den erstmaligen Kontakt aufrechtbehält. Da musst du deine Angst überwinden und auf die Leute zugehen. Wenn du Probleme hast etwas von dir zu erzählen, so kannst du ja auch erstmal mit denen Sport zusammen betreiben oder andersweitige Aktivitäten, wo man nicht soviel reden muss. Alles andere ergibt sich mit der Zeit. Echte Freunde gibt es leider sehr selten, aber so vereinsamst du erstmal nicht und hast deine sozialen Kontakte.

Mir ging das auch nicht anders und es geht mir noch immer so. Ich habe auch meine Ängste und rede auch nicht so sonderlich viel (soziale Phobie). Damals hatte ich auch die Angst, dass man mich nicht mag. Das hat was mit deinem Selbstwertgefühl zu tun. Arbeite an deinem Selbstwertgefühl, sag dir "du bist gut, so wie du bist, den du bist einzigartig" Mein Selbstwertgefühl ist inzwischen besser geworden. Es ist mir inzwischen wurscht, was andere über mich denken (zumindest gelingt mir das meistens, ich arbeite auch noch an mir). Versuche bei dir zu bleiben, sei so wie du bist, den so kannst du schon eher die wahren Freunde finden.
Ich versuche irgendwann meine Angst einfach zu überwinden und tue es trotzdem. Ich brauche dafür eine gewisse Vorbereitungszeit, aber dann geht es.

Ich drücke dir all die Daumen, dass auch du deine Angst überwinden kannst. Den zurückziehen ist in diesem Falle das falsche. Du machst dir damit sovieles kaputt. Du machst es dir selber nur noch schwerer....

Viele liebe Grüßle Vergissmeinnicht
 
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