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Ich habe eine Sprechstörung! Was soll ich bloß tun?

G

Gast

Gast
Hallo zusammen!

Seit Anfang des Jahres 2009 leide ich unter enormen psychischen Stress wegen meinem Job, meiner Familie, meinen Freunden, meinen Verwandten. Also bei mir geht zurzeit alles drunter und drüber.
Und seit dieser Stress angefangen hat, habe ich Artikulationsschwierigkeiten und Wortfindungsstörungen. Kurzum: Seit Anfang des Jahres habe ich Schwierigkeiten beim Reden. Früher, als ich noch ein ruhiges Leben führte, hatte ich einen großen Wortschatz und ich benutzte oft Fremdwörter, die andere nicht kannten. Jetzt ist es so, dass ich überhaupt keine Fremdwörter mehr benutzen kann und schon froh bin, wenn der Satzbau mal richtig formuliert ist. Ich leide sehr darunter, habe aber noch nie mit jemandem darüber gesprochen. Ich glaube aber, dass es den anderen auch auffällt, weil sie mich oft komisch angucken.
Meine Frage ist: Kennt das irgendjemand von euch bzw. habt ihr Tipps für mich, wie ich diese Sprechstörung loswerden kann?

Schöne Grüße
Silke
 

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*Minny*

Gast
Hallo Silke,

Mir kommt es so vor als würde du aus meiner Seele sprechen. Ich habe auch seit etwa September 2008 große Schwierigkeiten im Ausdruck und mir fehlen oft die Wörter. Seit Sep 2008 habe ich Probleme mit meiner Klasse, mit mir selbst und meinem Umfeld. Und da hat das angenfangen. In Vorstellungsgesprächen, wenn ich jmd. etwas erzähle, in der Schule eine Frage stellen will, etc. fällt es mir total schwer den richtigen Satzbau und die richtigen Wörter zu finden. Häufig spreche ich dann Durcheinander und verwende die falsche Grammatik oder sage einfach "Du weißt schon was ich meine" oder "das Dingsda".
Ich habe mich gefragt wieso das so ist. Sonst hatte ich nie Probleme zu Sprechen, war ganz normal und jetzt fällt es mir total schwer...
Was man machen kann weiß ich leider auch nicht. Ich finde das häufig sehr peinlich und möchte damit nicht offen umgehen, wünsche mir aber das sich das wieder ändert.

Liebe Grüße *Minny*

P.S. Im Deutschunterricht habe ich keine Probleme, auch in Exen oder Schulaufgaben nicht. Stehe auf einer glatten 2,0.
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Silke,
durch starken Stress kann der Körper massiv Mineralstoffe und Vitamine verlieren, z.B. Vitamin C und Zink. Zink ist essentiell für die Sprache, vor allem für die Wortfindung. Deshalb erkennt man häufig Zinkmangel frühzeitig daran, dass jemand z.B. keine Namen oder Fachbegriffe mehr "findet" - dem Gehirn fehlt einfach der "Treibstoff".

Zink ist reichlich und gut verfügbar z.B. enthalten in Rindfleisch, Rinderleber, Cashewkernen, Austern.

Gute und preiswerte Mineralpräparate aus der Apotheke sind Zinkorot25/Wörwag und ZinkBeta Brausetabletten. Eine am Tag jeweils (wichtig!) eine Stunde vor einer Mahlzeit und nach spätestens drei Monaten sind die leeren "Zinkregale" (es gibt keine Zinkspeicher) aufgefüllt. Oft bessert sich die Wortfindung schon wenige Tage nach Beginn einer Zinkkur (wenn es am Zinkbedarf lag).

Einen kostenlosen Vorabtest gibts im Internet unter Zinkmangeltest - Informationen zu Zink und Zinkmangel

Gruß, Werner
 
L

Lilyan

Gast
Hallo Silke , auch ich leide mal mehr mal weniger an einer Sprechhemmung , wenn ich seelisch stark belastet bin und nervös kann es sein das ich vor meinem Chef stehe und keinen Satz vernünftig heraus bringe . Da ich durch meine Herzerkrankung Sauerstoff unterversorgt bin habe ich Tage da kann ich wegen der Nerven und des Hustens nicht sagen was Sache ist . Meine Menschen wissen dies und nehmen darauf Rücksicht . Nehme Dir einfach Zeit zum Sprechen und laß Dich nicht unter Druck setzen von denen die Dir zuhören sollen .
 
R

re_ignition

Gast
Hallo Silke,
ich habe das gleiche Problem wie du.
Die negative Entwicklung begann vor ca. 2 Jahren. Und wird seitdem immer schlimmer.
Ich müsste mir jeden Satz vorher aufschreiben, und ihn dann ablesen um alles langsam und deutlich zu sprechen.
Manchmal gehts auch, kann mich normal unterhalten, dann habe ich wieder Momente, in denen ich fast gar nichts mehr herausbekomme. Ich muss immer überlegen, bevor ich anfange zu sprechen, ob ich den Satz auch verständlich zuende führen kann. Wenn in meinem Kopf völlige geistige Leere herrscht.
Diese Leere behindert mich extrem - im Beruf, Berufschule und auch im sozialen Umfeld.

Das Problem ist, wenn man sich nicht mehr richtig artikulieren kann - du wirst nicht mehr ernst genommen - egal ob du was sinnvolles Beitragen kannst oder nicht. Die Sprache ist eben die Kleidung des Geistes. Und Kleider machen Leute.

Die Sprechblockade und Redeunlust hat dazu geführt, dass ich mich immer mehr zurückgezogen habe und nur noch so wenig rede wie möglich, um nich nicht zusätzlich zu belasten.
Das wird als Desinteresse aufgefasst, im Beruf, wie bei anderen Personen mit denen ich mich unterhalte.
Damit einher gehen auch extreme Konzentrationsstörungen. Brauche oft länger um einen Sachverhalt aufzuschlüsseln.
Ein ehemaliger Kollege von mir erzählte mir, er habe auch Probleme, anderen Menschen Zuzuhören, es strengt ihn an. Er hatte eine Form einer Elepsie, konnte mit Tabletten behandelt werden. Wie es ihm jetzt geht kann ich nicht sagen, weil ich nicht mehr mit ihm zusammen arbeite.

Also Silke, ich weiß nciht wie schlimm es bei dir ist, aber ich kann verstehen wenn es dich belastet.

An Werner: Das von dir empfohlene Zink nehme ich jetzt auch schon über einen längeren Zeitraum, hilft aber nicht, bei mir siehts wohl schlimmer aus. Aber mein Hausarzt findet nichts, wobei, ich nehme auch Jod ein weil meine Schilddrüse vergrößert ist, aber ich glaube auch nicht dass es daran liegt. bin ratlos
 
Zuletzt bearbeitet:

Hilla11

Mitglied
Hallo Silke,

ich kann dir nun nur berichten, wie ich das selbst erlebt habe. Durch enormen Stress leide ich ebenfalls unter Wortfindungsstörungen. Nun, das kann man ja noch hinnehmen. Wirklich beeinträchtigend war für mich, als ich merkte, dass ich im Büro am Telefon Mühe hatte "meinen Spruch" aufzusagen. Ich geriet ins Stottern....wie peinlich.

Momentan bin ich ich in Therapie, ich erkenne dass das Ganze mit meinem Selbstbewusstsein zu tun hat. Ich bin unter Druck und denke, dass ich es alleine bin die Fehler macht. Inzwischen geht es mir etwas besser...meine Therapeutin hat mich dafür sensibilisiert, dass auch andere Menschen Fehler machen.

Ich weiß nicht ob ich dir durch meinen Beitrag etwas helfen kann.
Jedenfalls ist es eine Sache, die man bewältigen kann.

Alles Gute für dich!

LG Hilla
 

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