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ich habe Angst, daß mein...

MelliB

Neues Mitglied
Freund sich umbringt!
Ich lernte ihn vor ca. 2 Jahren kennen, als ich meine über mehrere Jahre dauernden Todessehnsüchte (ob es Depressionen waren weiß ich nicht, ich wollte halt einfach nicht mehr leben...) gerade überwunden hatte.
Ich dachte ich wüßte Einiges über das Thema, muß aber sagen, daß ich nicht nur mit meinem Latein, meiner Lebenserfahrung und mit meiner selbst mühsam für ihn gesammelten Energie am Ende bin, sondern daß auch alle Notrufe fehlgeschlagen sind.
Ich habe ihn überzeugen können, daß eine Therapie der einzige Weg für ihn sein kann.
Es folge sein "Outing" und eine gewisse Euphorie, in der Hoffnung auf ein besseres Leben.
Er wurde 2 x nach Hause geschickt, weil er "nicht depressiv wirkt und keine Behandlungsansätze gibt" und weil der 2. Therapeut ihn als "sehr interessanten Fall" betrachtet, aber leider nicht behandeln kann/darf weil er auf der Station für akute Fälle war.
Seitdem ist jeder ansatzweise vorhande Funke von Hoffnung in ihm verstorben und er scheint mir selbst auch schon wie tot.
Einmal kam ich zu ihm, und er lag am Boden wie tot! Alle seine Medikamente und Alkohol neben ihm. Ich habe nach einigen Minuten, in denen ich ihn nicht zu Bewußtsein bekommen habe den Notruf gewählt und auf die Frage, um welchen Notfall es sich handelt, brav (ein wenig außer Atem weil Panik) geantwortet, daß er schon länger depressiv ist, getrunken hat, ich wüßte nicht wieviel, und daß er bewußtlos ist.
Dann kam die Frage, ob er in Behandlung ist, die ich bejat habe und der Mann am Notruf sagte, dann müsse ich mich an die Person wenden.
Seitdem ist meinem Freund ALLES scheißegal.
Vor zwei Wochen wäre ich fast - weil ich nicht mehr kann - mit ihm von den Dolomiten gesprungen. Wäre mir in dem Moment egal gewesen.
Ich weiß, daß er ein emotional tiefgängiger Mensch ist, aber ich kann ihm nicht mehr helfen!
Er verweigert mir den Zugang zu sich fast komplett, da lebt ein gefühlsloser Mensch neben mir, den ich sehr sehr liebe und der mir seit fast 2 Jahren entweder eine Woche regungslos gegenübersitzt und am PC unlustig Golf spielt oder fassungslos heulend vor mir steht mit den Worten: "Ich liebe dich, aber laß mich doch einfach in Frieden gehen!!!"
Früher halfen Gespräche, seit ein paar Wochen nichts mehr.
BITTE BITTE helft mir!!!
Helft mir, diese Gefühle von ihm (und nicht zuletzt mir) abzuwenden!

Liebe Grüße
Melanie
 

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mariechenkäfer

Aktives Mitglied
AW: ich habe Angst, daß mein.

ohjeh, da haben sich zwei gefunden....
ich weiss - ehrlich gesagt, keinen rat - mir scheint, ihr putscht euch gegenseitig auf/bzw. zieht euch gegenseitig runter. bist du denn noch in behandlung??? vielleicht könntet ihr "seine" therapie auch als "paartherapie" anlegen?
es sind auf jeden fall noch versuche notwendig - es ist meist so, dass man sich länger nach dem geeigneten Therapeut umsehen muss, bevor es wirklich klappt. Es kann auch sein, dass der 1. Therapeut ihn weggeschickt hat, um eine reaktion zu provozieren (du schreibst ja selbst, dass dein freund sich nicht mitteilt). Wenn er "nur" darauf reagiert, dass einer sagt, dass er ein "interessanter Fall" sei, hat er den Sinn und Zweck einer Therapie auch nicht wirklich begriffen. Schließlich geht es darum, dass er nicht nur mitarbeitet, sondern arbeitet!!!!!
vielleicht kannst du ihm das irgendwie mitteilen?!
alles gute
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Kira*

Mitglied
Oh je... das hört sich alles gar nicht so gut an.. Also auf jeden Fall ist es nicht richtig dass du deine Kraft, Lebenslust und deinen Mut wegen ihm verlierst... Bist du noch in Behandlung? Wenn nicht würde ich dir zuerst mal raten das Gespräch zu suchen.
Was ist mit seiner Familie und Freunde? Wissen die von ihm und wie es ihm geht? Wenn nicht könntest du mit denen auch reden.
Und ganz wichtig ist das du mit ihm reden musst. Du musst ihm klarmachen das du ihn liebst und nicht verlieren willst, aber du musst ihm auch sagen das du dich nicht noch weiter von ihm runterziehen lässt und ständig Angst um ihn haben willst. Stell ihn am besten vor vollendete Tatsachen. Entweder er tut etwas und lässt sich helfen oder du machst eine Auszeit oder trennst dich von ihm. Denn so wie es im Moment ist hat es keinen Sinn mehr für euch. Dir ist es gut gegangen und jetzt geht es dir wegen ihm nicht mehr gut und er zieht dich immer weiter runter.
Du wolltest dich sogar mit ihm schon umbringen?! Reicht dir das nicht als Zeichen wie schlimm es bereits ist?!

LG
 

MelliB

Neues Mitglied
Vielen Dank für eure Antworten.
Ja, das mit dem reden habe ich natürlich schon unzählige Male versucht.
Als er sich noch helfen lassen wollte und mit neuem Mut und viel Motivation in Behandlung ging, waren auch Gespräche möglich.
Nachdem die Behandlung aber nicht so lief wie er es sich vorgestellt hat, hat er sich völlig zurückgezogen und ich habe das Gefühl, daß jeder Versuch von mir mit ihm über seine Probleme zu sprechen ihn weiter von mir wegbringt, er möchte über das Thema scheinbar nichts mehr hören und seine Krankheit am liebsten einfach ignorieren.
Vor allem meine Versuche ihn zu einer Weiterbehandlung zu überreden stoßen völlig auf taube Ohren.
Das kann natürlich nicht funktionieren und verschlechtert seinen Zustand eher.
Seinen Freunden und seiner Familie hat er davon erzählt, aber seit er sich selbst als "hoffnungslosen Fall" sieht, spielt er bei Fragen nach seinem Gesundheitszustand alles herunter.
Ich habe schon überlegt seinen Hausarzt oder die Klinik, in der er war zu kontaktieren, habe aber Angst, daß das für ihn ein großer Vertrauensbruch sein könnte.
 

-sofia-

Sehr aktives Mitglied
Hallo Melli,

ich würde dir zur Trennung raten. Du hast deine Tiefphase überwunden und warst auf dem aufsteigenden Ast. Durch ihn wirst du nur wieder runtergezogen. Solange er uneinsichtig bleibt und Gespräche blockiert, wirst du ihm nicht helfen können. Du bist auch nicht sein Therapeut.
Zu deinem Selbstschutz kannst du dich nur von ihm zurückziehen und hoffen, daß er seine Therapie wieder aufnimmt. Er muss es aus Eigeninitiative machen und nicht auf Druck von dir. Wenn er sich tatsächlich umbringen will, wirst du es nicht verhindern können. Aber lass dich nicht in seine Selbstmordabsichten involvieren.

LG Punto
 

MelliB

Neues Mitglied
Ja, wahrscheinlich ist eine Trennung der einzig richtige Weg.
Wenn das bloß nicht so schwierig wäre, denn ich liebe ihn ja!
Vor einigen Wochen dachte ich noch, ich würde es schaffen, das alles nicht
so nah an mich rankommen zu lassen, aber das funktioniert leider nicht.
Ich werde noch einmal versuchen ihn von einer Therapie zu überzeugen
und dann entscheiden, wie es weitergehen soll.
Euch allen schonmal vielen vielen Dank für eure Beiträge, es hat mir schon
geholfen meine Probleme mit Menschen zu besprechen, die auch wirklich wissen
worum es geht!
DANKE! :)
 

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