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Ich glaube, dass meine "Gedankenkrankheit" mich zerstört

EyeHateWorld

Mitglied
Nun ja, ich sage mal so: Stellt euch vor, ihr zweifelt alles an. Ihr hört: "Vitamin C hilft das Immunsystem zu stärken". Dies ist eigentlich medizinischer Fakt, trotzdem zweifelt ihr daran. Da ihr euch nicht an Beweisen anheften wollt (da sie durch die "Vitamin-Lobby" verfälscht wurden), versucht ihr es von der "blanken Logik aus" die Wahrheit herauszufinden. Dafür müsst ihr den gleichen Gedanken- und Energieaufwand verschwenden, die die Mediziner im Laufe der Zeit verschwendet haben. Und jetzt stellt euch folgendes vor: Ihr könnt nicht aufhören zu denken, diese Gedanken gehen erst, wenn man das Ergebnis weiß. Bis dahin kann man das Leben nicht genießen, weil man praktisch in seinem Kopf gefangen ist. Und dazu zweifelt ihr an ALLEM. Wisst ihr, wie viel Stress das ist? Ungeheuerlich viel.

Und genau dies ist mein Problem: Ich weiß nicht, ob ich Angst vor dem Unwissenden habe oder ich von der Wahrheit besessen bin, auf jeden Fall zerstört mich dies. Es ist wie "Gedankenkrebs". Ich bin nun 17 Jahre alt, männlich, und habe ein sehr schlechtes Kurzzeitgedächtnis deswegen. Meine Konzentration ist auch hin, ich träume sogar nur davon, dass ich zweifle und denke. Obwohl ich viel schlafe, wache ich mit sehr starken Augenschmerzen auf und kriege sehr starke Kopfschmerzen über den Tag (Stichwort Trigger), zum Einschlafen brauche ich auch lange, da ich ja denke und nicht abschalten kann. Sprich: Ruhe habe ich niemals. Dies habe ich bereits seit einem halben Jahr, die letzten 3/4 Wochen ist es aber auf jeden Fall schlimmer geworden.

Während ich z. B. auf einem Fest sehe, wie jeder in meinem Alter das Leben genießt, so bin ich auf die neidisch. Ihnen interessiert es nur, nach Dopamin zu suchen, um den Rausch in irgendwelcher Form zu bekommen (sprich: Freund(in), Feiern gehen, Zocken, ...). Ich aber kann mir wegen den Gedanken nicht erlauben, nach Dopamin zu suchen.

Ich habe überall gesucht, es gibt diese Krankheit offiziell nicht. Ich bin hoffnungslos. Dabei will ich nur wie der Adler frei fliegen können...
 

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G

Gast

Gast
Das ist keine Krankheit.
Lies mal die "Meditationen" von Rene Descartes.
Was krankhaft ist, ist deine Fixierung darauf.
Und dein Mangel an Freundschften und Lebensfreude.
Das Zweifeln gehört jedoch zum Menschen.
Hättest du Freunde, wärst du weniger besessen von deinen Gedanken.
Da du nichts anderes hast, gibst du dich ihnen hin.
 
S

seele28

Gast
Google doch mal Zwangsgedanken, Grübelzwänge. Vielleicht findest du dich darin wieder. Gibt viele Leute die zwanghaft über alles mögliche nachdenken müssen, nicht zu ruhe kommen. Ich hab auch Zwangsgedanken und Handlungen gemischt. Ich würde dir raten, zu einem Psychiater oder Therapeuten zu gehen. Die können dir helfen. :)

Lg Seele28
 

EyeHateWorld

Mitglied
Google doch mal Zwangsgedanken, Grübelzwänge. Vielleicht findest du dich darin wieder. Gibt viele Leute die zwanghaft über alles mögliche nachdenken müssen, nicht zu ruhe kommen.
Ich will wirklich nicht böse wirken oder so, aber wenn jemand so leidet wie ich, dann ist es wohl wirklich dies das erste, was er tut. Hätte ich was gefunden, wäre ich nicht hier (und ja, ich habe jeden Tag ca. 4h damit verbracht, im ganzen Netz nach Problemlösungen zu suchen).

Ich hab auch Zwangsgedanken und Handlungen gemischt. Ich würde dir raten, zu einem Psychiater oder Therapeuten zu gehen. Die können dir helfen. :)
Das könnte, jedoch: Ich gehe gerade in die Q11, von daher wäre es von der Zeit her ungünstig und ich möchte niemanden in meiner Umgebung damit rumstressen, dass ich unbedingt zum Psychiater oder Therapeuten gehen will.

Ich möchte hiermit nochmals betonen, dass dies ein wirklich hohes Leiden ist. Meine Konzentration und mein Gedächtnis leiden bereits darunter, darüber hinaus bin ich ziemlich unzufrieden mit meinem Leben, da ich mir selber deswegen (der Krankheit) nicht erlauben kann, glücklich zu sein. Ab und zu habe ich sogar deswegen geweint, weil ich einfach nur wieder wie früher sein will :(
 

kiablue

Aktives Mitglied
Ja, was Seele schreibt, war auch mein erster Gedanke. Es ist eine Zwangshandlung.

Und irgendwie fällt mir auch Werner ein (wenn ich jetzt richtig liege), der gut Infos geben kann über Zink, vielleicht passt das auch dazu. So was Ähnliches hatte ich auch schon mal, hab mich dann erinnert an Werners Tipp, nehme das Zeug seit längerer Zeit und es hilft wirklich sehr. Wäre vielleicht ne Möglichkeit oder eben mal wegen Zwangsgedanken/-handlungen untersuchen lassen. Das kann etwas völlig Zermürbendes sein.

viele Grüße, kiablue
 

EyeHateWorld

Mitglied
Und irgendwie fällt mir auch Werner ein (wenn ich jetzt richtig liege), der gut Infos geben kann über Zink, vielleicht passt das auch dazu.
Ist es wirklich Zinkmangel? Mein Problem hat traumatische Komponenten:

Das was vor nem halben Jahr, als ich eine Seite gefunden habe, die so ziemlich die entgegengesetzte Meinung auf ein Thema vertritt, als ich (ich will hier nichts nennen und auch nicht sagen, was es ein Thema war, weil es zum Ersten unnötig ist und zum Zweiten ich keinen Streit hier eröffnen will). Auf jeden Fall, ich hatte, glaub ich, einen Nervenzusammenbruch. Erst nach einiger Zeit und schlaflosen Nächten (hab in der Zeit (1 Woche) nur ca. 3h pro Nacht geschlafen und war generell einfach nur fertig) habe ich wieder angefangen, geordnet zu denken. Und seit diesem Ereignis habe ich dieses Problem.

Ich überdenke und zweifle an allem deswegen wohl, damit sich dies nicht wiederholt und ich vorbereitet bin (so glaub ich). Leider hilft die Erkenntnis nicht.

Mein Problem kann man damit vergleichen, als ob man seine langjährige Freundin beim Fremdgehen erwischt: So viel Vertrauen hat man erschaffen und auf einmal ist es zerstört.
 

kiablue

Aktives Mitglied
Ich weiß nicht, ob Du Zinkmangel hast, war nur ein Gedanke.

Vielleicht ist Dein Problem auch schlicht und einfach Angst und Dein Erlebnis hat das nun auf diese Weise manifestiert. Wie auch immer, versuch es mal mit einem Arzt.

Warum war das nun so ein großes Problem für Dich, dass es Streit gab? Ist doch etwas Alltägliches. Andere Meinungen gibt es immer. Was also war für Dich nun so traumatisch und warum? Was war so wichtig dabei und warum? Warum bewegt es Dich noch immer und manifestiert sich und breitet sich massiv aus? Warum kannst Du kein Vertrauen in Dich selbst haben? (sonst wäre es ja egal, wenn andere anderer Meinung sind, denke ich) Wo ist die Ursache für all das? Vielleicht doch auch eine gute Idee, einen Therapeuten anzusprechen, um das zu finden, was dahinter steckt. Irgendetwas könntest Du damit auch kompensieren. Aber eben nur Ideen, die mir dazu gerade einfallen.
 

EyeHateWorld

Mitglied
Warum war das nun so ein großes Problem für Dich, dass es Streit gab?
Es gab keinen Streit, es war eine Website, die die entgegengesetzte Meinung zu einem Thema propagiert hat, jedoch auf so einer Weise, dass ich nicht zurückargumentieren konnte.

Was also war für Dich nun so traumatisch und warum?
Traumatisch war das, dass ich dachte, dass mein Weltbild für immer zerstört ist.

Warum bewegt es Dich noch immer und manifestiert sich und breitet sich massiv aus?
Hmm... die einfachste Antwort wäre wohl, dass ich sehr sensibel bin.

Warum kannst Du kein Vertrauen in Dich selbst haben? (sonst wäre es ja egal, wenn andere anderer Meinung sind, denke ich)
Ich bin ein Mensch, der sich der Logik zuwendet. Wenn jemand einer anderen Meinung etwas sagt, was logisch ist und Sinn macht, muss ich es zwangsläufig annehmen. Andersrum komme ich mir dann dumm vor, dass ich an etwas festhalte, was eh entgegen bewiesen wurde (sei es durch Logik oder "Beweise"). Und dies will ich dann nicht.

Vielleicht doch auch eine gute Idee, einen Therapeuten anzusprechen, um das zu finden, was dahinter steckt
Hätte ich die Zeit und dazu noch die Garantie, dass es niemanden in meiner Umgebung stressen würde, würde ich hingehen. Ich denke mir die ganze Zeit nach, ob ich Klarträumen anfangen soll und mit meinem Unterbewusstsein, projiziert als eine Person, reden soll und genau diese Fragen stellen soll (in der Hoffnung, dass ich die genauste Antwort bekomme und sie "mir die Augen öffnet") (dies wäre sozusagen mein Therapeut, kann man sagen). Klingt fast esoterisch, aber ich hatte schon einige Male Klarträume, jedoch hielten sie nur für max. 5 Sekunden.
 

Biddi

Sehr aktives Mitglied
Es gab keinen Streit, es war eine Website, die die entgegengesetzte Meinung zu einem Thema propagiert hat, jedoch auf so einer Weise, dass ich nicht zurückargumentieren konnte.
Wenn ich von jeder schwachsinnigen Website, die eine andere Meinung vertritt als ich, frustriert wäre, könnte ich nicht mehr lachen.

Es wird so viel Unsinn geschrieben von Menschen, die alles erklären können.....

Sieh das doch mal realistisch.
 

EyeHateWorld

Mitglied
Wenn ich von jeder schwachsinnigen Website, die eine andere Meinung vertritt als ich, frustriert wäre, könnte ich nicht mehr lachen.

Es wird so viel Unsinn geschrieben von Menschen, die alles erklären können.....

Sieh das doch mal realistisch.
Was aber dort geschrieben wurde, hat Sinn ergeben und wurde von nem Professor geschrieben (kein Fake-Professor, hab ihn gegoogelt). Das ist die traurige Wahrheit. Wenn ich über irgendetwas esoterisches lese oder weiß was ich, dann ist es klar, dass die Typen damit entweder Geld machen wollen oder sich mal an Fantasien vergnügen wollen (auch logisch durchdacht machen diese Seiten keinen Sinn). Die, die ich gelesen habe, hat Sinn ergeben und hat mein Weltbild (vorübergehend) kaputt gemacht.

Tut mir leid, weiter will und kann ich nicht beschreiben, was ich gelesen habe und so, weil es hier gleich zu einer Riesendebatte führen würde.
 

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