Anzeige(1)

Ich brauche unbedingt euren Rat - Wiederspruch OEG

Tyros5

Mitglied
Hallo ihr Lieben,

ich brauche unbedingt mal euren Rat.
Ich bin einfach Ratlos und mich beschäftigt das in letzter Zeit sehr.

Ich bin im Juni nach dem Opferentschädigungsgesetz anerkannt worden. Es wurde ein GdS von 30% festgestellt.

Im Bescheid selbst steht eben die Begründung warum diese Anerkennung erfolgt ist. Ebenfalls stehen dort unabhängige Folgen.

Und genau um diese Folgen geht es.

Zu der Zeit wo ich den Bescheid bekommen habe, ging es mir sehr schlecht. Eben auch wegen dem ganzen Stress den ich bzgl. des OEG's (Gutachter usw.) hatte.

Die Widerspruchfrist beträgt 1 Monat d.h. Ich hätte einen Monat Zeit gehabt dagegen Widerspruch einzulegen. Jeder in meinem Umweld hat mir aber davon abgeraten (auch meine Therapeutin) weil es in mir noch mehr Stress erzeugt hätte.

Ich habe mich dann auch so entschieden eben weil es es mir zu der Zeit noch sehr schlecht ging und ich es nicht mehr geschafft hatte nochmal vor den Gutachter

Mir geht es jetzt um diese Schädigungsunabhängig Folgen wie das Versorgungsamt dies benannt hat.

Diese Folgen wurden sozusagen als lapidar hingestellt und diese hätten nicht mit der Schädigung an sich zu tun. Die Darstellung ist einfach absolut falsch. Diese Beeinträchtigungen die ich dadurch habe sind erheblich. Diese Folgen hängen absolut mit der Schädigung an sich zusammen.

Ich komme einfach nicht damit klar wie das begründet ist. Es geht soweit, dass ich Nachts nicht mehr richtig schlafen kann weil ich damit einfach nicht fertig werde.
Ich komme damit einfach nicht zurecht.

Ich möchte hier aber in aller Deutlichkeit sagen, dass es mir hier nicht ums Geld geht sondern es geht mir um Gerechtigkeit und um ANERKENNUNG.
Klar bringt ein höherer GdS auch mehr Geld aber darum geht es mir nicht.

Wie ich ja von diesem Forum erfahren habe, wird es auch immer mal wieder eine Nachprüfung geben wo ich das ja alles nochmal darlegen könnte ABER das Versorgungsamt ist jetzt der Meinung das die Folgen die Schädigungsunabhängig sind eben auch so sind. Das wird man später auch nicht anerkennen weil diese aus einem Blinkwinkel gesehen wird.

Meiner Meinung nach werden diese Folgen auch später nicht anerkannt. Deshalb möchte ich es gerne klarstellen. Mit einem Anwalt hat man glaube ich auch Einsicht ins Gutachten selber.

Es ist ja nun so, dass die Wiederspruchsfrist verstrichen ist und auch schon Geld geflossen ist sprich eben die 156€ jeden Monat ab Antragstellung.

Meine Frage ist nun ob ich vielleicht doch noch eine Moglichkeit habe, dagegen anzugehen. Ich habe auch überlegt ob ich mich mal anwaltlich mal beraten lasse.

Zuvor wollte ich aber eben mal hier nach Erfahrungen fragen.

Freue mich auf eure Beiträge.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

Tyros5
 

Anzeige(7)

Schokoschnute

Aktives Mitglied
Hallo Tyros;
Die haben da irgendwelche Richtlinien und Tabellen nach denen Berechnet wird und es hat nix damit zu tun, das Sie dich Verstehen oder Wahrnehmen.
Das sind nur Opfererschutz-Gesetze nach denen Du eine finanzielle Wiedergutmachung bekommst.
Wenn Du Verständniss brauchst um es zu Verarbeiten oder um Wahrgenommen zu werden, gibt es Therapeuten die dir Helfen,die Sache besser zu tragen.
Familie und Freunde könnten da bestimmt auch besser Beistehen ,wie eine Behörde.
 

Polarfuchs

Aktives Mitglied
Wirst du auch so. Oder meint deine Psychologin oder jemand von hier "Stell dich nicht so an?". Bekommst du keine Hilfe?

Stell dir mal vor, du würdest durch die Straßen laufen und jeder würde dich wahrnehmen, wüsste von dir und würde dir Verständnis, etc entgegen bringen. Ginge dir das nicht auf den Keks? Und vor allem viel wichtiger ist: Was bringt es dir? (außer dem Geld, etc)

Du brauchst nur eine Person die dich versteht und sich wahrnimmt so wie sie ist. Und das bist du selbst. Und dann brauchst du noch eine handvoll an Menschen, die dir bei dem Weg der Besserung helfen
 

Tyros5

Mitglied
Hallo ihr beiden, danke für eure Beiträge.
Naja es ist vielleicht nicht nur die Wahrnehmung und das Verständnis. Ich habe eine gute Therapeuten und nette Leute um mich rum.

Es geht um die Darlegung der Folgen. Das ist einfach absolut verdreht. Wenn diese Folgen eben anders anerkannt werden, gibt es auch andere Entschädigung wie z.B. auch Hilfe am Arbeitsplatz oder eben auch eine Möglichkeit eine Erwerbsminderungsrente zu bekommen da ich am Arbeitsplatz nur sehr eingeschränkt belastbar bin.
 

Schokoschnute

Aktives Mitglied
Ein Widerspruch hätte erstmal nur schriftlich erfolgen müssen.

Ich glaube es wird schwierig und langatmig im Nachhinein.
Auch hätte der Gutachter sofort eine Erwerbsminderung ausgeschrieben,wenn es so gesehen hätte.

Natürlich aber kannst du es versuchen. Ein zweites Gutachten einholen, der will aber Gut begründet sein,das kostet denen alles Geld.
Ruf dort doch mal an und Frage was du noch machen könntest.
Laufen die Gutachter über die Rentenversicherung ?
Sind es ausschließlich körperliche Einschränkungen ?
 

Tyros5

Mitglied
Ein Widerspruch hätte erstmal nur schriftlich erfolgen müssen.

Ich glaube es wird schwierig und langatmig im Nachhinein.
Auch hätte der Gutachter sofort eine Erwerbsminderung ausgeschrieben,wenn es so gesehen hätte.

Natürlich aber kannst du es versuchen. Ein zweites Gutachten einholen.
Ruf dort doch mal an und Frage was du noch machen könntest.
Laufen die Gutachter über die Rentenversicherung ?
Danke dir für deinen Beitrag Schokoschnute,
Ich kann dir das gar nicht genau sagen ob die Gutachter über die Rentenversicherung laufen.
Mh wäre mal gut zu wissen.

Ich bin halt auch am überlegen ob ich es nochmal durchlaufen sollte. Ich rufe da denke ich mal an
 

Tyros5

Mitglied
Wirst du auch so. Oder meint deine Psychologin oder jemand von hier "Stell dich nicht so an?". Bekommst du keine Hilfe?

Stell dir mal vor, du würdest durch die Straßen laufen und jeder würde dich wahrnehmen, wüsste von dir und würde dir Verständnis, etc entgegen bringen. Ginge dir das nicht auf den Keks? Und vor allem viel wichtiger ist: Was bringt es dir? (außer dem Geld, etc)

Du brauchst nur eine Person die dich versteht und sich wahrnimmt so wie sie ist. Und das bist du selbst. Und dann brauchst du noch eine handvoll an Menschen, die dir bei dem Weg der Besserung helfen
Danke auch dir für deinen Beitrag.
Es geht mir nicht darum das mir jeder über den Kopf streicheln soll (ich drücke es mal so aus, ABER das eben gerade eine Behörde die Folgen die ich habe wahrnimmt und nicht völlig verdreht darstellt. Und daraus dann eben auch ein niedriger Schädigungsgrad rauskommt.
 

Weltkind

Aktives Mitglied
Das wird jetzt schwierig, ich bemühe mich gut zu formulieren, bin aber nicht der große Meister. Deshalb vorweg:
Es geht mir nicht darum, Deinen Wunsch zu negieren oder Dir etwas auszureden.
Ich möchte gerne verstehen, und das gelingt mir gerade schlecht, weil ich mich nicht in Dein Empfinden hineinversetzen kann.
Daher meine Fragen und Anmerkungen. Ich hoffe, das ist für Doch so in Ordnung.

Ich bin im Juni nach dem Opferentschädigungsgesetz anerkannt worden. Es wurde ein GdS von 30% festgestellt.
Du wurdest gesehen, wahrgenommen, anerkannt.

Die Einstufung ist, soweit ich das von anderen gehört/gelesen habe, nicht immer nachvollziehbar. So nun auch für Dich.
Gleichzeitig sagst Du, um Geld ginge es nicht.
Ist dann der GdB nicht relativ egal?
Er ändert dann nichts daran, dass Du Du gesehen, wahrgenommen, anerkannt wurdest. Worum es Dir ging.

Es wird nie jemand in allen Details nachvollziehen können, wo Du durchmusstest und womit Du leben musst, denn niemand kann Deine Gefühle fühlen. Mess- und vergleichbar ist das auch nicht wirklich.
Man kann nur ein paar pauschale Kriterien festlegen zur Einstufung, wirklich treffend kann das alles gar nicht sein.

Ebenfalls stehen dort unabhängige Folgen.

Und genau um diese Folgen geht es.
Die sind da.
Egal, ob da 30 oder 50 auf dem Papier steht, ob die als unabhängig eingestuft werden oder nicht.
Einer sieht es so, ein anderer anders, je nach Standpunkt und Blickwinkel.
Was konkret ändert das für DICH?
Was bedeutet das für Dein Leben?

Zu der Zeit wo ich den Bescheid bekommen habe, ging es mir sehr schlecht. Eben auch wegen dem ganzen Stress den ich bzgl. des OEG's (Gutachter usw.) hatte.
Der Stress tat Dir nicht gut.
Und dennoch überlegst Du jetzt Dich vermeidbarem Stress auszusetzen.
Wie stufst Du das ein?
Selbstschädigend?
Ist es das wert? Steht das mögliche Ergebnis in Relation zum nötigen Einsatz?

Diese Beeinträchtigungen die ich dadurch habe sind erheblich. Diese Folgen hängen absolut mit der Schädigung an sich zusammen.
Das ist Deine Sicht als Betroffener und Experte für Dich selbst.
Zu beachten dabei ist dennoch, dass auch Dein Blick nicht neutral sein kann und Du eventuell nicht alles wahrnimmst und einbeziehen kannst.

Mit der Sicht von Außen ergibt sich manchmal ein anderer Eindruck.
Weder muss der eine noch andere Blickwinkel falsch sein, manchmal ist beides möglich, kann beides zutreffen und absolute Sicherheit gibt es häyfiger nicht.

Ich möchte hier aber in aller Deutlichkeit sagen, dass es mir hier nicht ums Geld geht sondern es geht mir um Gerechtigkeit und um ANERKENNUNG.
Klar bringt ein höherer GdS auch mehr Geld aber darum geht es mir nicht.
Dein Anliegen wurde anerkannt.
Beim Punkt dieser Folgen gibt es verschiedene Betrachtungsmöglichkeiten.

Für mich sehr viel.
Verstanden zu werden und wahrgenommen
Von einem Amt?

Wahrgenommen und anerkannt wurdest Du, für's Verstehen sind die eher nicht zuständig.

Verstehen ist auch immer so ein Ding; ich kann etwas verstehen ohne dem zuzustimmen.

Wer kann wirklich bis ins Detail verstehen, was in einem anderen Menschen vorgeht? Niemand.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
M Brauche Tipps Gewalt 5
A Hilfe brauche Strategie Gewalt 24
A Sehr sensibles Thema, brauche Rat... Gewalt 14

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben