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Ich brauche niemanden

G

Gast

Gast
Ich weiß nicht mehr was ich machen soll ????
Also ich denke ich leide unter einem Waschzwang, das äußert soch so dass ich mir vor dem Toilettengang bis zu zehn mal die hände waschen muss und danach auch, bevor ich etwas esse muss ich mir richtig oft auch bis zu zehn mal, an schlechten tagen haüfiger die hände waschen muss, nachdem ich bücher angefasst habe oder am pc saß oder bevor ich duschen gehe oder Kleidung anfasse muss ich meine Hände waschen.
Türklinken kann ich garnicht mehr anfassen, manchmal lässt es sich nicht vermeiden wenn andere dabei sind z.B in der Schule.
Inzwischen hat sich das ganze so gesteigert dass ich sogar während des unterrichts mehrmals auf die toilette gehe um mir die hände zu waschen.
Und immer wieder hab ich diese gedanken die ich garnicht denken möchte aber irgendwas zwingt mich immer und immer wieder dazu und das macht mich so wütend und ich denk mir wenn ich wieder am waschbecken stehe oder meine Hosen akribisch genau aufeinander lege und das manchmal bis zu einer halben stunde: Kann mir den nieman helfen ? Bitte.
Ich möchte dann einfach nur weinen und Wut staut sich auf und ich bin nur noch erschöpft.
Meine Hände sind total im A**** die Haut ist super trocken, faltig, dunkel verfärbt und ich kriege ständig tiefe risse die sehr langsam verheilen und das führt dazu das ich mir wieder die Hände waschen muss, weil ich angst habe Krankheitserreger sind durch diese offenen Stellen gelangt und das ganze fängt wieder auf neue an.
Oder ich muss meine unterwäsche ganz genau begutachten bis ich sie anziehen kann.
Mein Umfeld hat das natürlich inzwischen mitbekommen und das belastet mich noch mehr.
Ich schäme mich dafür aber niemand hat dafür Verständnis, im Gegenteil ich werde als verrückt abgestempelt und mir wird immer wieder gesagt ich solle doch einfach damit aufhören aber ich bekomme das nicht hin.
Von den besten Freunden und der Familie werde ich ausgegrenzt, ziehe mich inzwischen auch selber zurück, weil ich einfach nur noch Hass und Wut empfinde.
Ich weiß das mir niemand da helfen kann aber man kann mich doch einfach in ruhe lassen, mich sogar ignorieren aber sie sollen nicht darauf rumhacken.
Ich kann einfach nicht mehr das alles wird mir zu viel, im Kopf habe ich schon mit allen Menschen dir mir mal nahe standen besonder meinen besten Freundinnen abgeschlossen.
Ich brauch niemanden, ich hab es auch garnicht verdient das Menschen es mit mir aushalten ich bin wahrscheinlich der schlechteste Mensch.
Was soll ich denn machen einfach zu Arzt und wenn zu welchem denn?
Meine Mutter sagt ich würde mir das ganze nur einbilden und ich bräuchte keinen Arzt das geht von alleine weg, aber ich merke das wenn ich so weiter mache, ich mich einfach aufgeben werde.
 

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C

Celia83

Gast
Hallo,

du bist kein schlechter Mensch! Du leidest an einem Waschzwang, das hast du richtig erkannt und dagegen kann man was tun, aber du brauchst professionelle Hilfe! Geh zu deinem Hausarzt und sprich mit ihm darüber! Wenn er ein guter Arzt ist überweist er dich an einen Psychologen/Psychotherapeuten und gibt dir eine Liste mit Therapeuten, die du anrufen kannst. Es wird sicher dauern bis du einen Platz findest, aber gib nicht auf! Las dich auf Wartelisten setzen und vllt hast du bald schon eine Therapiestelle. Es gäbe auch die Möglichkeit in eine Psychiatrische Klinik zu gehen, vllt in den Sommerferien? Lass dich beraten, was für dich das beste wäre! Ich wünsch dir alles Gute! Lass dich nicht für verrückt erklären! Deinen Waschzwang kannst du überwinden, aber dafür brauchst du Hilfe von Menschen, die sich mit der Problematik auskennen!

LG
Celia
 
B

Baileys

Gast
Hi

könnten vielleicht auch andere Gründe vorliegen ?

Außer das Du Angst hast wegen den Keimen ?

Und dieser Waschzwang einfach nur eine andere Ursache hat?
Bzw einfach dazu gekommen ist !

LG
Baileys
 

°°°abendtau°°°

Sehr aktives Mitglied
Hallo Gast,

dem hier...

Inzwischen hat sich das ganze so gesteigert dass ich sogar während des unterrichts mehrmals auf die toilette gehe um mir die hände zu waschen.
Und immer wieder hab ich diese gedanken die ich garnicht denken möchte aber irgendwas zwingt mich immer und immer wieder dazu und das macht mich so wütend und
.... dem solltest Du unbedingt nachehen! Entweder mit jemand vertrauten wo Du Dich sicher fühlst, oder mit dem Hausarzt! Da muß man auch nicht um erlaubnis fragen. Auch nicht bei anderen Ärzten wie Psycholgen/Psychiatern!

Normal ist Deine Verhalten sicher nicht, dass weißt Du. Ich kenne das sehr gut von mir. Es ist, als ob man innerlichen schmutz loswerden will, was dieses unbestimmte Irgendwas verursacht hat.
Gab es mal etwas gravierendes bei oder mit Dir? Oder eine Aufforderung die Du nur schwer erfüllen kannst. Oder beides?

Was sagen Deine Eltern dazu und wie gehen sie damit um?
 
G

Gast

Gast
Danke für eure Antworten :)
Ich bin mir schon darüber im klaren, dass das was ich mache unsinnig ist aber es fängt mit einem kleinen Gedanken an bis hin zum aussterben der ganzen Menscheit.
Ich muss dazu sagen dass ich schon immer alles richtig machen wollte und immer perfekt, auch andere haben mir immer gesagt das ich mal entspannen soll oder Lehrer haben bemerkt das ich große Erwartungen an mich stelle und das ich auch mal zufrieden sein kann.
Ich wünschte ich könnte das aber ich bin einfach so stark Leistungsorientiert das ich es nicht riskieren kann auch nur für eine winzige Sekunde die Kontrolle zu verlieren.
Und dadurch das ich erfahren habe das ich mich nicht auf andere verlassen kann, übernehme ich einfach alles und langsam glaube ich das ich mir selber noch nicht mal mehr trauen kann.
Ich habe jetzt auch entschlossen mich an einen Facharzt zu wenden, sonst gehe ich noch zugrunde.
 
G

Gast

Gast
Meine Eltern haben da eigentlich kein Verständnis, dadurch das ich auch so aufbrausend bin und in letzter Zeit Wutanfälle dazu kommen, wo ich mich einfach nur noch in meinem Zimmer einsperre und auch nicht mehr weine, sind meine Eltern immer mehr der Meinung ich wäre nicht ganz dicht.
Sie sagen mir auch immer wieder irgendwannn komme ich an einen so schmutzigen Ort als Strafe dafür das ich jetzt so bin wie ich bin.Und dann denke ich mir aber wieso?
Wieso soll ich von Gott dafür bestraft werden, hasst er mich bin ich ein schlechter Mensch ?
Ich möchte auch eigentlich keinen Kontakt mehr zu anderen, meinen 18 Geburtstag werde ich auch nicht feiern und als Strafe für mich selbst habe ich beschlossen das ich keine Geschenke will, keine Torte und keine Glückwünsche.
Ich mein es feiert ja auch keiner den Geburstag eines Massenmörders.
Ich sitze dann da und bin so wütend das ich manchmal glaube diese Wut könnte einen ganzen Planeten zersprengen.
In solchen Situation könnte ich Stunden regungslos dasitzen und an die Wand starren.
Auf Verständnis von meinen Mitmenschen kann ich überhaupt nicht hoffen für die bin ich einfach nur die Verrückte.
 

Darklands

Aktives Mitglied
Hallo Gast,

es ist sicherlich verletzend für dich, dass gerade deine Mutter deine Erkrankung nicht ernst nimmt. Außerdem scheinst du noch relativ jung zu sein, weshalb es besser wäre, wenn du von deiner Familie Unterstützung bekommst.
Deshalb würde ich deiner Mutter bzw. anderen nahen Verwandten, die dir nicht glauben, verschieden Texte über Zwangsstörungen zu Lesen geben, damit sie erkennen, dass das nicht einfach eine pupertäre Einbildung, sondern eine weit verbreitet Krankheit ist.
Ein Anfang wäre vielleicht Wikipedia Zwangsstörung. Da steht, etwas 2% der Bevölkerung seine erkrankt.
Eine andere Quelle wäre einfach der ICD-10- oder der DSM-Index zu psychischen Erkankungen, die beide kostenlos im Internet abgerufen werden können:
http://www.dimdi.de/static/de/klassi/diagnosen/icd10/htmlamtl/fr-icd.htm?gf40.htm+ (F42.0)
http://www.behavenet.com/capsules/disorders/o-cd.htm
Wenn du Studenten oder Bibliotheksmitglieder kennst, könntest du dir auch Informationen aus verschiedenen Lehrbüchern besorgen, z.B. Wittchen & Hoyers - Klinische Psychologie und Psychotherapie, Reinecker - Lehrbuch der klinische Psychologie, Arolt - Psyhotherapie in der Psychiatrie.

Ansonsten gibt es bei Zwangsstörungen mittlerweile weitaus bessere Heilungsaussichten als noch vor einigen Jahren - im letztgenannten Buch wird vor allem kognitive Verhaltenstherapie empfohlen, wohingegen tiefenpsychologisch fundierte Therapiemethoden als nicht nachgewiesenermaßen wirksam bezeichnet werden - für den Fall, dass du dich behandeln lassen willst. In dem Fall kannst du zu deinem Hausarzt gehen und ihm sagen, dass er dich an einen Psychotherapeuten überweisen soll.

Ach, und du bist wegen deiner Zwangsstörung natürlich kein minderwertiger Mensch. Das Problem besteht vielleicht darin, dass diese Störung viel weniger bekannt ist als z.B. Depressionen oder Borderline, weshalb nicht Betroffene die Krankheit nicht verstehen können. Deswegen wäre es, wie gesagt, vielleicht nützlich, deinen Umkreis aufzuklären.
 
G

Gast

Gast
Danke für die lieb gemeinte(n) Antwort(en).
Ich habe genau das was du mir vorschlägst schon versucht aber sie wollen es nicht einsehen.
Sie sind immer noch davon überzeugt ich würde mir alles nur einbilden und könnte sofort damit aufhören.
 

Landkaffee

Urgestein
Danke für die lieb gemeinte(n) Antwort(en).
Ich habe genau das was du mir vorschlägst schon versucht aber sie wollen es nicht einsehen.
Sie sind immer noch davon überzeugt ich würde mir alles nur einbilden und könnte sofort damit aufhören.

Hätte Dich bis vor wenigen Minuten auch fast gefragt, wo Du Deinen Text aus dem Netz kopiert hast?:eek::cool:

Wieso wirst Du nicht ernst genommen?
Was meinst Du?

LG
Landkaffee
 

Darklands

Aktives Mitglied
Danke für die lieb gemeinte(n) Antwort(en).
Ich habe genau das was du mir vorschlägst schon versucht aber sie wollen es nicht einsehen.
Sie sind immer noch davon überzeugt ich würde mir alles nur einbilden und könnte sofort damit aufhören.
Dann ist entweder dein Umfeld schlicht dumm oder du hast nicht anständig argumentiert.
Denn einen halbwegs intelligenten Menschen von einer Krankheit zu überzeugen, die faktisch existiert und auch gut dokumentiert ist, sollte eigentlich nicht sehr schwer sein, weil man die Fakten auf seiner Seite hat.

Hast du die Leute schonmal auf ihre eigenen Zwänge hingewiesen? Denn eine Zwangsstörung ist wie die meisten Krankheiten nur eine Übersteigerung eines Normalzustandes. Jeder Mensch unterliegt Zwängen (z.B. einmal kontrollieren, ob man den Schlüssel dabei hat, wenn man aus der Wohnung geht), ein Zwangsgestörter unterliegt einfach stärkeren (z.B. 20 Mal kontrollieren, ob man die Tür zugeschlossen hat, wenn man die Wohnung verlässt).

Du könntest deine Mutter z.B. fragen, ob sie es denn habe verhindern können, sich um die Gesundheit ihrer Kinder zu sorgen, als sie gerade Mutter geworden war? Wenn sie keine Lügnerin ist, muss sie das verneinen und auch eingestehen, dass nicht alle diese Sorgen wirklcih rational begründet waren. Dann kannst du sie fragen, ob sie es sich nicht vorstellen könne, dass solche zwanghaften Sorgen auch in größerem Ausmaß auftreten können. Wenn sie auch nur ein bisschen Fantasie hat, muss sie das bejahen.

Oder du könntest darauf hinweisen, dass eigentlich kein Verhalten eines psychisch Kranken rational begründbar ist und ob sie denn glaube, dass, nur weil ein solches Verhalten - beispielsweise eines Depressiven - nicht rational ist, es deswegen auch automatisch durch reine Willenskraft abschaltbar sei.

Es gibt so viele Möglichkeiten, zu argumentieren, wenn man für ein beobachtbares Faktum argumentiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dein gesamtes Umfeld so beschränkt ist, dass sie sich von keinem der vielen Argumente überzeugen lassen.

Wenn kein Argument hilft, könntest du auch ein wenig verletztend werden. Indem du deine Eltern z.B. damit konfrontierst, dass sie, wenn sie deine Krankheit nicht ernstnehmen, entweder dumm oder bösartig sind, oder, dass sie sich selbst betrügen, weil sie sich nicht eventuelle Fehler in ihrer Erziehung eingestehen wollen.
 

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