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ich bin süchtig nach männlicher Aufmerksamkeit und Bestätigung

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Gast

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Mich bringt die Sucht nach männlicher Bestätigung dazu, auch Dinge zu tun (sexuell), die mir keinen Spaß machen.

Ich hab schon viel darüber nachgedacht und war deswegen auch lange in Therapie. Es ist, als ob die Entscheidung der Männer einfach vielmehr Gewicht und Wertigkeit hat, als mein Empfinden. Bzw. fühle ich erst meine eigenen Gefühle, wenn ich benutzt werde. So richtig bei mir bin ich dann wieder, wenn einer aus heiterem Himmel Schluss macht; da werde ich schnurstracks in meine Wertvorstellung: "alle verlassen mich" zurückkatapultiert.

Warum ist mir männliche Bestätigung so wichtig? Warum tobe ich mich nicht beruflich aus oder leiste Sozialdienste.

Fragen, auf die ich noch keine Antwort gefunden habe.
 

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Gast

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Hallo GastMitFrage,

bei mir war es nicht zu 100% wie bei dir, geht aber in die gleiche Richtung.
Ich hatte jahrelang seit kurz nach der Pubertät und bis vor vier Jahren ein Machtgefühl verspührt, wenn Männer sich die Zähne an mir ausbissen, um zu kriegen. Ich kann nicht sagen, dass ich ihre Aufmerksamkeit direkt mit meinem Verhalten provoziert hätte, aber ich habe mich deutlich mehr um mein Aussehen gekümmert und war auch sehr gesprächsfreudig, was sehr häufig missverstanden wird.

Wenn sich dann Männer um mich regelrecht geschaart haben, um miteinander um meine Aufmerksamkeit zu konkurrieren, war ich zufrieden, nein mehr noch, ich war wie high von diesem Gefühl, so begehrenswert zu sein.

Das wurde vor ca fünf Jahren aber Mal ganz brennslich. Und zwar hat eine Gruppe mein Spielchen durchschaut, was ich selbst noch nicht Mal als ein Spielchen wahrgenommen habe und wollten mir gemeinsam an die Wäsche. Sie luden mich auf eine Grillparty auf dem häuslichen Balkon ein und weil mir das schon ein wenig zu denken gab, habe ich glücklicherweise einen unabhängigen Mann, der sie allesamt nicht kannte, mitgenommen. Was für ein Glück für mich. Sie hätten mich sonst zu fünft vergewaltigt.

Seit diesem Erlebnis kam eine Reihe von Ereignissen auf, die mich auf sex Missbrauch seitens meines Vaters und anderer regelrecht hinstießen. Ich habe seit fast zwanzig Jahren diesen verdrängt und nachdem mich mein damaliger Therapeut sex belästigte, bei dem ich übrigens wegen sex Belästigungen von anderen war, kam alles wieder hoch.

Während der Zeit als ich verdrängte, war ich überzeugt, eine schöne Kindheit gehabt zu haben. Ich war die Prinzessin meines Vaters, wurde verwöhnt ihne Ende, um ganz einfach seine Taten nach Außen hin zu tarnen. Heute kann ich mir eins und eins zusammenzählen und mir ist der Zusammenhang zwischen meiner Kindheit und dieser "Sucht" nach männnlicher Aufmerksamkeit sonnenklar.

Das muss bei dir nicht so sein, aber dennoch würde ich mich an deine Stelle auf die "Suche" machen, wenn du dich benutzen lässt und Männern dienen willst. Dann ist mit 100%ig Wahrscheinlichkeit etwas in deiner Kindheit vorgefallen, was dich so konditioniert hat. Vllt kommt nicht dein Vater aber ein Onkel oder Opa oder eine andere nahestehende Bezogsperson in Frage. Aber Fakt ist, irgdendetwas hat dich so geprägt.

So lange du diese Dinge nicht ausgespührt hast, wirst dein Verhalten nicht so schnell ändern können und dich in solche Sotuationen begeben. Psychologen sprechen von Körpererinnerungen, wenn Dinge verdrängt sind und die Person sich immer wieder "Gefahrensituationen" aussetzt. Dei Körper will dich eben zum Erinnern bringen.

Ich wünsche dir viel Karft! Und pass auf dich auf!

LG
 

BlueEyedG

Neues Mitglied
Hallo Nina

ich kann gut nachempfinden, wie es Dir geht. Ich bin in der selben Situation.
Darf ich fragen, wie und ob sich Deine Situation verändert hat? Hast Du Dir zB Hilfe geholt?

Liebe Grüße
BlueEyedG
 

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