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Ich bin so zerbrechlich geworden und heule wegen jeder Kleinigkeit.

L

Lomia

Gast
Ich bin jetzt 19 Jahre alt.
Und ich mache seid 4 Jahren nichts, außer rumliegen und essen. Ich mache nicht mal mehr die Dinge die mich erfüllt haben und mir spaß gemacht haben weil ich plötzlich auf unerklärbarer Weise keine Lust mehr darauf habe und eh alles doof finde.
Ich sollte in meinem alter schon ne Arbeit und einen Führerschein haben, manche haben sogar ne eigene Wohnung. Aber ich bekomme nichts auf die Reihe. Ich war schon mal beim Arbeitsamt, anstatt die mein Anliegen anerkennen und mir helfen, wollen sie mich in irgendeine Maßnahme schicken. Ich habe schon paar mal versucht, aber keine Chance sie sind doch eh nur auf ihre Provision aus und die scheren sich gar nicht um ihre ''Kunden''. Seid dem war ich dort nicht mehr, ich habe angst, weil ich nicht weiß wie ich mit solchen Leuten sprechen soll, ich konnte mich nie durchsetzen und erst recht nicht bei höheren Leuten, da nicke ich eher und sage ja und meine nein und melde mich dann eben nie mehr.

Ich habe auch keine Freunde mehr, alle die mich angesprochen haben wegen arbeiten, und mir zu aufdringlich geworden sind, habe ich gepflegt ignoriert. Es ist nicht so, dass ich nicht möchte! Aber ich habe nur einen Hauptschulabschluss, die Möglichkeiten sind sehr eingeschränkt. Dazu kommt noch : dass ich nicht mal weiß was ich werden will, ich habe mir die Jahre immer eine liste gemacht ich habe Berufe gesucht, manche kamen in frage doch da muss man ja studieren und das kann ich nicht, weil ich so schlecht war in der Schule. Jeder ignoriert den Wunsch, wieder in die Schule gehen zu dürfen und somit alles wieder besser zu machen. Jeder sagt ich soll arbeiten, aber was soll ich arbeiten? Und welche Ausbildung soll ich machen? Muss ich denn irgendwas machen was ich nicht will? Zudem ich nicht mal weiß was ich wirklich werden will.
Ich muss immer weinen wenn jemand mir die Wahrheit sagt, wenn jemand sagt dass ich unterbelichtet und zurückgeblieben bin.

Gestern musste ich mir auch noch anhören dass ich nichts bin, nichts kann und nie was werde dass ich ja schon mit 19 ein Pflegefall sei. Und ich bin auch gar nicht mehr fröhlich, nur noch gereizt und traurig oder ''neutral'' neutral heißt bei mir ich fühle nichts, bin emotionslos und wenn man das neutrale anspricht und kritisiert und mich deswegen anmault werde ich sofort aggressiv. Manchmal denk ich ich bin wirklich zurück geblieben, ich bin mit allem überfordert, schon wegen den kleinsten Dingen muss ich mir das heulen verkneifen. Ich kann ja auch nicht mehr raus gehen, weil die alten Leute die ich deswegen ignoriert habe, weil sie mich unter druck gesetzt haben, könnte ich jaa zufällig treffen und dann muss ich mich rechtfertigen, aber ich kann nichts klären weil ich sonst wieder heulen muss wie ein Kind weil ich mich so gestresst fühle, dass ich nicht weiß wie ich mit den Gefühlen umgehen soll, runterschlucken geht nicht.

Weil ich weiß wenn ich alles runterschlucke werde ich dann wieder aggressiv. Das ist ein hin und her Pendeln zwischen zwei Gefühlen und das nervt mich ich will auch mal wieder lachen, ich will das machen was ich für richtig halte, ich will keine Sorgen mehr haben, ich will keine doofen Menschen um mich herum haben die in alles reinreden und für mich entscheiden wollen. Ich weiß gar nicht was ich tun soll. Und wie ich etwas machen soll. Alle sagen mir ich sei unterbelichtet dumm und zurückgeblieben und ich kann ja nichts, und so langsam glaube ich, dass sie alle Recht haben.
 

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primechecker

Aktives Mitglied
Deine Situation klingt echt nicht gut.

Ich wünschte es gäbe endlich einen Ausweg aus diesem Schwachsinn.

"Das ist ein hin und her Pendeln zwischen zwei Gefühlen und das nervt mich ich will auch mal wieder lachen, ich will das machen was ich für richtig halte, ich will keine Sorgen mehr haben, ich will keine doofen Menschen um mich herum haben die in alles reinreden und für mich entscheiden wollen. Ich weiß gar nicht was ich tun soll. Und wie ich etwas machen soll. Alle sagen mir ich sei unterbelichtet dumm und zurückgeblieben und ich kann ja nichts, und so langsam glaube ich, dass sie alle Recht haben."

Ich finde auch, dass es möglich sein soll für jeden, dass man nicht immer Sorgen hat und von anderen fragwürdige Dinge vorgeschrieben bekommt. Mir fällt es ehrlich gesagt auch ziemlich schwer, dir überhaupt irgendwas auf dem Weg mitzugeben. Ich kenne das ziemlich gut, dass es vielen nicht mehr möglich ist wirklich zu helfen. Das mit dem Arbeitsamt kann ich mir sehr gut vorstellen. Ich denke, die kannst du wohl wirklich abschreiben. Du wirst da in irgendwas gesteckt, was dich vermutlich auch nicht glücklicher macht.

Aber hey, vielleicht versuchst du halt wirklich das woran du glaubst und was du für richtig hälst. Letzten Endes müssen wir Menschen sowieso alle sterben und es ist wohl relativ egal, was wir letzten Endes tun. Das was dir Leute immer vorschreiben wollen, ist meistens nicht der einzige Weg. Es gibt sehr sehr viele Wege, die du gehen kannst. Unsere Gesellschaft ist fu cked up und du kannst herzlich wenig dafür.
Du wurdest da hineingeboren. Sie ist ungerecht und nicht wirklich sozial. Letzten Endes ist sie nur etwas sozial, weil Menschen bereit sind anderen zu helfen. Du magst nichts in ihren Augen leisten aber hey sowas zu unterstützen macht eigentlich eh keinen Sinn. Viele Menschen sind blind und folgen einfach der Gruppe ohne nachzudenken. Diese Menschen sind nicht besser wie du. Es wäre langfristig außerdem sowieso besser, wenn wir alle unsere Arbeit stilllegen würden und zumindest nicht mehr für machthaberische, geldgierige Konzerne und Organisationen arbeiten würden.
 

chaoskrieger

Mitglied
hey lomia,

du bist auf keinen fall dumm, unterbelichtet oder zurückgeblieben, lass dir das bitte nicht einreden. geh zum arzt, lass dir depression diagnostizieren und beantrage dann eine kur. dann kann dich das arbeitsamt und deine familie nicht mehr nerven und du hast dort zeit, darüber nachzudenken, was du selbst eigentlich ("vom leben") willst, unabhängig davon, was andere von dir erwarten oder bis dahin erreicht haben. plane nicht zu viel vorraus, denn wenns nicht so läuft wie geplant, enttäuscht man sich nur selbst. setz dir lieber ziele und überlege, was es braucht, sie zu erreichen. schreib alles auf, mach tausend listen, rede mit jedem darüber und such dir menschen, die dich bei dem unterstützen, was du machst bzw. machen willst.

alles gute
 
L

Lenja

Gast
Ich mache nicht mal mehr die Dinge die mich erfüllt haben und mir spaß gemacht haben weil ich plötzlich auf unerklärbarer Weise keine Lust mehr darauf habe und eh alles doof finde.
Ich sollte in meinem alter schon ne Arbeit und einen Führerschein haben, manche haben sogar ne eigene Wohnung. Aber ich bekomme nichts auf die Reihe.
Es klingt für mich nach einem innerem Konflikt zwischen dem aufgetauchten und Druck auf dich ausübenden erwachsenem "Sollen" und deinem noch verspielten, kreativen "Wollen und Brauchen", und auch nach deiner Angst, dass diese zwei so verschiedene Lebenshaltungen in der Praxis und in der Zukunft nicht zu verbinden und vereinbaren sind ..

Wenn du es so fürchtest oder sogar daran glaubst, und das Freie und Kreative etwas Wesentliches deiner Persönlichkeit ist, dann kann es auf dich lähmend wirken und vielleicht bleibst du (unbewusst) lieber untätig und hilflos, als dieses Teil von dir zu opfern und zu verlieren.

Wenn es so ist, hast du damit wirklich recht..? Vielleicht will deine Angst nur, dass du das Freie und Kreative unbedingt mit auf deinen erwachasenen (auch beruflichen) Weg nimmst?

Ich wünsche dir solchen Weg, - dass du ihn bald findest. :)
Lenja
 

Kolya

Aktives Mitglied
Ich habe den Eindruck, daß Du jmd an die Hand benötigst, mit dem Du Schritt und Schritt arbeiten kannst.

Alleine wirst Du es nicht schaffen. Was Deinem ohnehin schlechten Selbstwertgefühl schaden würde, ist weiterhin in der Passivität zu verharren. Aber den Weg zu finden und ihn zu gehen, ist sau schwer, wenn man es nicht früh beigebracht bekommt.

Wo waren denn all die Kritiker, die Dich mit 15 J. haben hängen lassen? Okay, ich will nicht die alleinge Schuld diesen Menschen geben. Ich nehme an, daß es auch die Eltern sind.

Irgendwie täte Dir sicherlich ein Betreuung gut.

Du bist nicht dumm oder so. Zeitweilig etwas unfähig, Deinen Weg mit Plan zu gehen. Na, und? Ist halt so. Wichtig ist, daß Du Dich auf den Weg begibst, aus dieser Passivität / Resignation zu kommen.

Wie? Offen gestanden bin ich mir unsicher.

Viell. würde Dir einen Klinikaufenthalt helfen. Die kriegen es oftmals hin, erstmal ein wenig am Selbstwert zu arbeiten und Möglichkeiten aufzuzeigen, was Du machen kannst. Ja, ich glaube, Du würdest von einem 6 wöchige Aufenthalt sehr profitieren. Dort sind Menschen, die ehrlich UND nett sind. Das war für mich eine wichtige Erfahrung: Kritik annehmen, weil ich weiß, dass ich geschätzt werden von Menschen.

Bei Dir wird nicht helfen: Kopf hoch! Ich denke, daß Du (wie ich übrigens auch damals) von Grund auf innerhalb einer Therapiegemeinschaft aufgepäppelt werden müßtest und durch Einzelgespräche aufgezeigt bekommst, was im Anschluß die nächsten Schritte sind!

Nur Mut!

Liebe Grüße

Kolya
 

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