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Ich bin schockiert

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Für weitere Antworten geschlossen.
Mein Bruder war 3 Jahre als Soldat der Bundeswehr in Afghanistan. Er hat einen Freund verloren, er hat sein Leben riskiert.
Für was? Für nichts.
Es ist für mich nicht nachvollziehbar. Ja, man kann es so sehen, dass ein paar Jahre Ruhe war und die dortigen Menschen ein halbwegs vernünftiges Leben führen konnten, nur wenn man jetzt schaut, dass die Taliban wieder die Macht an sich gerissen haben frage ich mich schon ob das nicht vertane Zeit war.
Auch ist es mehr als traurig, dass es nicht möglich war, die dortige Armee so stark zu machen, dass die Taliban in die Minderheit gedrängt wurden.
Ich finde es einfach nur traurig.
 

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SFX

Aktives Mitglied
[...] wenn man jetzt schaut, dass die Taliban wieder die Macht an sich gerissen haben
Hallo,

Die Taliban haben nicht "die Macht an sich gerissen", sondern alle Städte und auch der Präsidentenpalast wurde ihnen friedlich übergeben.

Das zeigt nur, dass die Menschen dort sehr gerne wie im Mittelalter leben möchten, also sollten wir sie das auch tun lassen.

Nur wirklich sehr schade, dass unsere nach Afghanistan gelieferten Waffen und Hilfsmittel jetzt in den Händen der Taliban gelandet sind. Die haben wir alle von unseren Steuergeldern bezahlt!

Das Land dort ist nunmal sehr korrupt. Man schaue sich nur den (ehemaligen) Präsidenten an, der sich die Taschen voller Euros und Dollars gestopft und sein Land einfach zurückgelassen hat.

Das kommt davon, wenn der aufgeklärte Westen meint, seine Nase in andere Angelegenheiten stecken zu müssen. Nur weil wir unsere bekannte Zivilgesellschaft gutheißen, ist das dort drüben nicht automatisch genau so!

LG,
SFX
 
Also so wie das bei cnn aussah, war da nichts friedlich, aber wenn du meinst.
Und nein. Die leben da nicht alle gern wie im Mittelalter. Die Kontrolle durch eine Armee ist eben nur nicht mehr da und das birgt Gefahr für solche Gruppen.
Ich kenne selbst eine sehr nette afghanische Familie, die sehr westlich lebt und der nun Himmel Angst und Bange um ihre ebenfalls noch in Afghanistan westlich orientiert lebende Familie ist.

Ja, da stimme ich dir zu. Die hier produzierten Waffen sind jetzt in völlig falschen Händen.
Ein Armutszeugnis ist auch, dass niemand in der Lage war eine ordentliche afghanische Armee auszubilden, schon während der Zeit, in der die Bundeswehr noch da war.
 

Styx.85

Aktives Mitglied
Die Afghanen entscheiden letztendlich über ihren Weg in die Zukunft.

Eine Gesellschaft kann sich dauerhaft nur von innen heraus verändern.

Äußerer Druck bringt bestenfalls für eine gewisse Zeit scheinbare Ruhe.

Die Afghanen hatten gut 20 Jahre Zeit, ihr Land so zu formen, wie sie es möchten. Wirklich weg waren die Taliban leider nie. Sie waren in den entlegeneren Provinzen nach wie vor die vorherrschende Macht und nicht wenige Afghanen sympatisierten mit ihnen offen.
Dass afghanische Armee und Regierung niemals wirklich fest im Sattel saßen, war lange vor den jetzigen Ereignissen absehbar, obgleich die Geschwindigkeit mit welcher die Taliban die Macht quasi geschenkt bekamen auch für mich geradezu erschütternd ist.

Sehr leid tut es mir um die Afghanen, die sich vor Ort wirklich für ein besseres Land einsetzten und den Wandel hin zu einer modernen, demokratischen Nation wirklich wollten. Es bleibt momentan leider nur zu hoffen, dass es möglichst viele raus schaffen und woanders ein neues Leben beginnen können und dass der Gedanke an Freiheit doch noch irgendwo im Untergrund als kleiner Hoffnungsschimmer in diesem Land erhalten bleibt.

Den dort gedienten Soldaten gebührt unsere Hochachtung. Es ist viel geleistet worden. Das jetzige Ende ist nicht ihre Schuld.



An die Versprechungen der Taliban glaube ich nicht. Ebenso schockiert mich die Haltung Russlands und Chinas, welche offenbar Gesprächsbereitschaft mit diesen Leuten signalisieren.
 

Narf

Aktives Mitglied
Nur wirklich sehr schade, dass unsere nach Afghanistan gelieferten Waffen und Hilfsmittel jetzt in den Händen der Taliban gelandet sind. Die haben wir alle von unseren Steuergeldern bezahlt!
Ach das sind doch peanuts im Vergleich zu den Kosten des Militäreinsatzes …

Nur weil wir unsere bekannte Zivilgesellschaft gutheißen, ist das dort drüben nicht automatisch genau so!
Ob wir unsere Zivilgesellschaft gegen ein paar hunderttausend verrückte Selbstmordterroristen unter uns verteidigen könnten?
 

cucaracha

Sehr aktives Mitglied
Man schaue sich nur den (ehemaligen) Präsidenten an, der sich die Taschen voller Euros und Dollars gestopft und sein Land einfach zurückgelassen hat.
Zitat Ende

Er floh, weil er keinen Bock darauf hatte ermordet zu werden.
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Mir schleierhaft, dass die gut ausgebildete, stark bewaffnete afghanische Armee von 300.000 Mann nicht mal im Ansatz versucht hat, ein paar radikale Halbaffen auf Mopeds zu stoppen.
Gestern las ich, dass weite Teile der bevölkerung die "Übernahme" begrüßen.
Der Westen wurde von jenen immer als Besatzungsmacht und nicht als Helfer empfunden.
Mein Mitgefühl gilt vor allem den verratenen Frauen und Mädchen und den Intellektuellen dort.
 
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