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Ich bin nichts und ich kann nichts...

butterfly77

Mitglied
Hallo alle zusammen,

Ich bin neu hier und möchte euch auch mal erzählen wie ich so denke.
Und wissen ob ich nur alleine so denke.
Wahrscheinlich denkt ihr noch so eine die in Selbstmitleid versinkt.
Aber ich weiß langsam echt nicht mehr weiter.
ich frag mich selber jeden tag warum ich so bin.
Also ich bin mittlerweile 31 Jahre alt.Habe 2 süße Kinder. 8 und 4 Jahre alt. Und bin seid 3 jahren verheiratet.
Und meine Hauptprobleme sind das ich seit laaaangem keine Lust zu nix habe. Hinzu kommt das ich immerzu nur Schlafen könnte.
Das fängt morgens an, ich verschlafe des öfteren und deshalb kommt meine Tochter zu spät zur Schule. ich hab dan meistens keine Lust meinen Sohn in die Kita zu bringen.Weil ich lieber weiter schlafen möchte.Denkt jetzt nicht ich bin eine Rabenmutter, ich tue eigentlich alles für meine Kinder.Ihnen fehlt auch an nichts, ausser meiner zuverlässigkeit.ich kann mich einfach nicht aufraffen.
Dazu kommt noch das ich immer das gefühl habe, "Ich muss" .
ich krieg Panickattacken wenn meine kinder ankommen und mit mir zum spielplatz wollen, Dan denk ich immer Ich Muss jetzt aus meiner Wohnung raus,Ich Muss jetzt mit ihnen spielen,Ich Muss mich jetzt mit ihnen beschäftigen.
Das ist aber nicht nur bei meinen Kindern so.Bei alles was ich mache denke ich immer das überall ein Zwang dahinter ist. Meine Gefühle drehen bei sowas immer durch.,
ich habe auch wenig Freunde,weil Ich ja immer mit ihnen Kontakt halten Muss,obwohl ich sie ja mag.
Desweiteren ziehe ich mich dadurch immer mehr zurück.
ich bin immer heil froh wenn ich meine Ruhe hab,am besten in meinem Bett liege und mich niemand nervt,.
Ich bin total lustlos. Das merkt man auch in meiner Beziehung,.
unser Sexleben besteht auch nur noch auf ein Muss.
Auf Deutsch ich habe keinerlei Spass daran, Vielleicht liegts auch an einem Missbrauch in meiner Kindheit,keine Ahnung.
ich habe schon an trennung gedacht,weil ich dazu keine lust mehr habe.
Mit meinem Mann reden kann ich auch nicht.
Er meint Leute mit Depressionen gehören in die Klappse.
Dementsprechend ist dann natürlich die Stimmung hier.
Ich habe auch Probleme mit anderen leuten wirklich zu reden.
ich traue mich nicht mit ihnen zu reden ,weil ich immer angst habe etwas falsches zu sagen.Selbst meine beste Freundin sagt jetzt das sie nicht weiß was sie von unserer Freundschaft hält.sie bezweifelt das unser altersunterschied zu gross ist.Sie ist 22.
Mannnnnnnnnnnnn,ich hab sogar versucht mir ein Hobby zu suchen,aber ich habs nicht lang ausgehalten.
Arbeiten gehe ich auch nicht,zwar weil ich momentan kein Babysitter habe. Aber ich auch zu doof war irgendwas vernünftiges zu lernen.
bzw zu faul.ich hab damals schon immer probleme gehabt mit dem aufstehen.
ich bin zwar die ganze zeit auf 400 Eurobasis arbeiten gegangen,aber selbst da ich voll versagt.
weil ich mein Arbeitgeber beklaut habe.
Ja sagt jetzt,wat wie doof ist die den!!! Zu Recht.
ich habe sowas vorher wirklich noch niiiieee gemacht.
Ich bin einfach zu doof für alles.
Mich nervt mein momentanes leben toatal.Ich mache alles falsch.
Hab vor alles Angst.Ich weiß das mein Verhalten falsch ist.
Aber ich komm da einfach nicht raus.So sehr ich mich auch anstrenge.
Sagt mir bitte, das ich nicht verrückt bin. Ich weiß echt nicht mehr weiter.

Bis bald Susi
 

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Polux

Aktives Mitglied
Hallo butterfly,
erst einmal – danke, dass du dich hier mitteilst. Damit gibst du mir die Gelegenheit mich selbst zu reflektieren.

Die Frage von dir ‚warum ich bin so’ kann ich dir zwar beantworten – aber die Antwort ist so platt – die wird dich nicht weiter bringen. Die Antwort ist: ‚Weil du ein Mensch bist’. Du und alle anderen Menschen sind ein Stadium eines evolutionären Prozesses. Unser Gehirn ist unglaublich komplex. Alle Gedanken und Gefühle sind Produkte unzählbarer chemischer und elektrischer Abläufe.
Wir – in unserer modernen Gesellschaft kämpfen mit Verhaltensstrukturen die nicht für diese Umstände entstanden sind. Das kann ein Grund sein, dass man oft das eine will, aber das andere macht und sich selbst absolut nicht versteht. Man möchte glücklich sein – wer will das nicht – ist aber todunglücklich und findet keinen Weg aus dem Teufelskreislauf.

Du fragst dich ob du ‚verrückt’ bist. Du bist nicht verrückt im landläufigen Sinn. Wenn du dir das Wort anschaust - ‚ver-rückt’ - dann kannst du vielleicht sehen woher es kommt. Und dann kannst du vielleicht zustimmen. Du bist ‚aus der Spur’ – und das ist etwas völlig normales. Jeder Mensch ist manchmal etwas ‚verrückt’.

Die Beschreibung deiner Situation deutet für mich in die Richtung, dass du im Moment sehr, sehr traurig bist. Diese tiefe Trauer lähmt dich und du hast dich auf eine Abwärtsspirale begeben, befindest dich quasi im ‚freien Fall’

Alles erscheint dir trist, grau und sinnlos. Alles ist ‚Zwang’, nichts macht dir Spaß.

Ein, von dir fast in einem Nebensatz erwähnter Umstand ließ mich aufhorchen:
…“Vielleicht liegts auch an einem Missbrauch in meiner Kindheit, keine Ahnung“

Missbrauch, egal welcher Art und wann, kann eine solche Traurigkeit hervorrufen. Missbrauch ist ein Trauma – eine Verletzung. Wenn diese Verletzung nicht gut versorgt wird bleibt ein schwelender Eiterherd. Das ist völlig vergleichbar mit einer Fleischwunde. Gut versorgt bleibt zwar eine Narbe, aber damit kann man leben. Unversorgt, eiternd, wird es immer größer, fängt es an den ganzen Körper in Mitleidenschaft zu ziehen und im schlimmsten Fall kann man sterben.

Das einzige was mir einfällt, was du tun kannst um grundsätzlich etwas an deiner Situation zu ändern, ist dir Hilfe zu suchen. Egal was dein Mann, deine Freundin oder sonst wer sagt. Das heißt nicht, dass du verrückt bist. Das heißt du bist stark genug dir Hilfe zu suchen, wenn du sie brauchst. Rede mit deinem Hausarzt, wenn du die Möglichkeit hast geh zu einem Psychologen, suche dir eine Beratungsstelle in deiner Nähe, rede mit einem Pfarrer wenn das für dich eine Option ist. Tue es für deine Kinder – und in erster Linie für dich. Lasse dich nicht entmutigen, wenn du eine Weile brauchst für dich das passende zu finden. Jeder ‚Rückschlag’ ist ein Wissen, dass es das nicht ist.
Viel Kraft. Polux
 
G

Gast

Gast
Hallo,

ich glaube du hast bzw. es entwickelt sich eine SozialePhobie. Ich habe das nähmlich auch. Ich trau mir viele Dinge nicht zu und denke auch immer nach, ob ich was falsches sage usw.. Es kann mit der Depression kommen. Und eigentlich braucht man dann eine Therapie. Ich bin zwar in keiner, versuche irgendwie selbst darauszukommen, aber es ist wirklich schwer. Ich muss mich auch den ganzen Dingen zwingen. Am liebsten ist es mir zuhause zu sein. Da fühl ich mich am wohlsten und das in meinem Zimmer.
Wünsche dir alles Gute!

Gruß
 
A

annalu3

Gast
Ja, das klingt nach einer ganz massiven Depression evtl. mit einer posttraumatischen Belastungsstörung.
Bitte begib dich umgehend in ärztliche Behandlung - wenn du einen guten Hausarzt hast, dem du vertraust, fang da an.
Dagegen kann und muss man was tun!
Shalom und ganz viel Erfolg! annalu
 

butterfly77

Mitglied
Ich danke euch vielmals fürs lesen.
Und danke für Eure Tipps.
Hier im I-Net ist das alles so einfach.
Mir ist bewusst das ich nicht alleine da raus komme,
aber noch hab ich nicht den Mut zum Arzt zu gehen.
Was sollte ich ihn auch sagen;?
Doc ich bin total lustlos, hab kein Bock zu nix,krieg nix gebacken.
Der denkt sich doch die ist einfach zu faul.
mal sehen,irgendwann vielleicht.
Mir tats schon gut hier einmal alles rein zu schreiben.
Danke
 
hi.

Wenn hinter allem ein muss steckt, was möchtest du den? Was sind deine bedürfnisse. Deine wünsche?
Spreche mit deinem mann darüber, musst ja nicht sagen, dasss du depri drauf bist. (Auch wenn es sehr viel besser wäre)
Kinder sind sehr beanspruchend, das kenne ich (Arbeite mit Kindern) und sie verlangen auch was von einem.
Bitte deinem Mann doch dir etwas abzunehmen, wenn er abends zu hause ist. In der zeit ziehst du dich raus, raus aus allem.
Kanst eine runde um Block machen, Kaffee trinken gehen o.ä.
Atmest paar mal Tief durch und versuchst Kraft zu tanken.
Leider muss man heutzutage viel zu viele sachen machen, wo dieses blöde "MUSS" hintersteckt, aber nciht bei allem.

Und ich glaube nicht das du ein Nichts bist oder nichts kanst. Schließlich hast du zwei Kindern, denen es wie du sagst gut geht und das soll schon was heißen :)

Gehe ansonsten doch mal zum doc und fasse den Mut und erzähle ihm dein Leid vll. kan er dir auch weiterhelfen

lg h.e.
 
A

annalu3

Gast
Wenn ich gar nicht weiß, wie ich wem was sagen soll, dann schreibe ich es mir vorher auf oder, wenn mir ganz der Mut fehlt - meine Ärztin kennt das schon...:p -, schreibe ich überhaupt einen Brief oder eine email.
Ich komme darauf, weil du selbst erwähnst, dass das "hier im Netz alles so einfach" sei.
Manchmal hilft der indirektere Weg echt, einen Anfang zu bekommen.;)
Aber da muss was passieren, für dich selbst, aber auch, eben weil du Kiddies, weil du eine Family hast.
Akut medikamentös - das geht dann ziemlich fix, dass man sich besser fühlt - und dann therapeutisch. Doch das weiß dann dein Doc, dein Thera, wenn du einen hast.
Und die Idee mit dem Seelsorger - ich finde sie gut. Wie denkst du darüber? Wäre auch das ein gangbarer Weg für dich?
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Mut und wenn du einen guten Draht zu deinem Mann hast, dann seine Unterstützung (ist ja nicht immer gegeben, hoffs aber für dich).
Alles Liebe annalu
 

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