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ich bin kein buddhistischer mönch - danke ihr götter

grisou

Aktives Mitglied
ich höre im moment gerade "Die Katze des Dalai Lama" von David Michie

Ich liebe das buch. es sind so viele schöne gedanken drin. buddhismus auf kätzisch erklärt.

jedenfalls wollte ich eine geschichte daraus erzählen. die hilft mir im moment sehr wenn ich auf mein leben schaue. ich habe es als hörbuch und schalte das jeden abend an. immer an einer anderen stelle und immer gibt es mir irgendwie kraft.


es geht in dem kapitel darum. die khs (katze seiner heiligkeit) ist gerade unglücklich. unzufrieden mit den umständen. ihrem leben. sie fühlt sich ganz allein.


also eine nonne ist bei dem dalai lama zu besuch. diese kümmert sich in amerika um strafgefangene. erzählt eben so von den bedingungen so. und dann erzählt sie, einmal da hat sie mit einem von den männern dort eine unterhaltung gehabt. mit lebenslänglichen in florida denen gibt sie meditationsunterricht.

eines tages fragt sie einer nach den täglichen abläufen in einem nonnenkloster.

um fünf uhr morgens werden die nonnen zur ersten meditationssitzung gerufen.

das war ihm viel zu früh. er steht erst um sieben uhr auf.

der tagesablauf vom aufstehen bis bettruhe um 10 uhr abends hat einen geregelten ablauf. studien und arbeit im klostergarten.

das findet der mann auch nicht so toll

die nonnen haben keinen fernsehen, kein computer, keinen alkohol, keine zeitung wird geduldet. im gegensatz zu strafgefangenen. die nonnen können sich nichts dazu verdienen um sich mal einen luxus zu leisten. und es gibt keine ehelichen besuche.

der mann sagt dann ganz ohne nachzudenken: wenn sie das nicht mehr aushalten. sie können jederzeit zu uns ziehen.

er hat mitleid mit der nonne. für ihn sind die umstände im kloster schlimmer als die im gefängnis.

unser glück oder ungllück hängt weniger von unseren lebensumständen ab als von unserer sichtweise. die meisten menschen glauben eine veränderung ihrer lebensumstsände ist die einzige lösung ihrer probleme. nur sind sie nicht der grund für die unzufriedenheit. eher geht es darum dass man seine lebensumstände in einem anderen licht sieht.

dann sagt die nonne:

"wir ermutigen unsere schüler ihre gefängnisse in klöster zu verwandeln. damit sie ihren aufenthaltl dort nicht als zeitverschwendung begreifen sondern als einmalige gelegenheit zur verwirklichung und entwicklung ihrer persönlichkeit."

so viele menschen errichten sich ihre gefängnisse selbst.



vor einem jahr. vor zwölf monaten. ich hatte da nur einen gedanken: wenn die katzen nicht wären. ich könnte gehen. dann müsste ich nicht mehr leben. ich habe mich gehasst. so sehr dafür gehasst. ich kann sie nicht einfach mitnehmen. nur mach das mal wenn so ein entzückend süßes kleines wunderschönes sanftes wesen den ganzen tag schnurrend durch die gegend läuft. ach ist das leben schön. ach bin ich so glücklich. oh futter. ist das leben schön. oh ein schmetterling. lala. oh ich muss jetzt mal durch die gegend rollen weil alles so wunderschön ist. ich glaub manchmal das mäuschen ist auf drogen.

also ja. da waren diese beiden wunderschönsten geschöpfe auf erden. und die werden eingehen wenn ich nicht da bin.

ich hatte so den glauben an mich verloren. alles war so wirr. so ein knäul total durcheinander. irgendwann habe ich irgendwo angefangen. hier gewickelt da gewickelt. habe mir unterstützung geholt. da wieder aufgewickelt. weil hat so nicht funtkioniert.

jetzt schaue ich zurück auf diese 12 monate und denke. abgefahren. wie ich mich verändert habe. dinge die ich niemals für möglich gehalten habe die sind plötzlich in meinem leben. die habe ich in mir gefunden.


und heute denke ich mir dann schon manchmal. hey. tief einatmen, ausatmen. du bist kein buddhistischer mönch. das ist schlimmer. :D



(ich will nicht über buddhismus diskutieren, nur eine geschichte teilen. die ist für mich ein stück therapie.)
 

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