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ich bin allein und leide darunter

Mahvette

Mitglied
Ich fang einfach mal direkt an..
ich studiere jetzt im dritten Semester und wohne seit diesem Semester an meinem Studienort. Ich liebe mein Studium fachlich, aber bin dort einfach sehr einsam.
Ich wohne in einer WG mit zwei Informatikern, mit denen ich sehr gut klar komme, aber ansonsten kenne ich einfach niemanden an meinem Studienort. Nach der Uni gehe ich nach Hause, lerne, zocke, gucke Serien, rede teilweise tagelang mit niemandem, weil meine Mitbewohner in der Zeit schlafen oder in der Uni sind.
Es belastet mich sehr, jeden Tag zu sehen, wie alle ihren Freundeskreis oder auch nur Bekanntenkreis haben und ich eigentlich nur noch alleine bin. Bei Pärchen bin ich jedes Mal richtig fertig, denn seit meinem Ex-Freund, der im nachhinein eigentlich auch nur ein großer Fehler aus dem "Ich will nicht allein sein" heraus war, hat sich nicht mal ansatzweise was ergeben.
Es geht mir extrem schlecht so, teilweise breche ich mitten am Tag öffentlich in Tränen aus, obwohl das mein größter Horror ist. Ich bin bereits in psychiatrischer Behandlung und nehme Antidepressiva, die normalerweise auch gut stabilisieren, aber es fühlt sich momentan ab, als hätte ich sie plötzlich abgesetzt. Hab das vor nem Jahr einmal gemacht, weil ich keine mehr hatte .. größter Fehler, den ich nie wieder machen werde! .. aber es fühlt sich gerade genauso an.

Ich hoffe, wenigstens hier bin ich nicht ganz allein. Tausend Dank schonmal an alle.
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Mahvette,
was tust du denn aktiv, um nicht mehr alleine zu
sein - wartest du nur darauf, dass sich "etwas
ergibt"?

Vielleicht ist deine Grundhaltung einfach zu passiv,
zu ausgeliefert (dem Schicksal?) und du verpasst
so die Chancen, die sich ergeben würden, wenn du
dich unter die Leute begibst, mitmischst, andere
zu dir einlädst, für sie kochst usw.

Gruß, Werner
 

Mahvette

Mitglied
Hallo Mahvette,
was tust du denn aktiv, um nicht mehr alleine zu
sein - wartest du nur darauf, dass sich "etwas
ergibt"?

Vielleicht ist deine Grundhaltung einfach zu passiv,
zu ausgeliefert (dem Schicksal?) und du verpasst
so die Chancen, die sich ergeben würden, wenn du
dich unter die Leute begibst, mitmischst, andere
zu dir einlädst, für sie kochst usw.

Gruß, Werner
Ich dachte am Anfang, es würde sich wohl "etwas ergeben", aber ich hab gemerkt, dass das nichts wird.
Deshalb bin ich auch in die WG gezogen, hab eine Lerngruppe mit drei Leuten und auch sonst noch ein paar kleinere Gruppen, aber es wird einfach alles nichts.
Ich bin eher zurückhaltend, bin lieber ruhig als mich durchzusetzen und dränge mich nicht auf.
Ja, ich habe im Moment eher aufgegeben. Ich hab momentan keine Lust mehr.
 

Mozu

Aktives Mitglied
Ich dachte am Anfang, es würde sich wohl "etwas ergeben", aber ich hab gemerkt, dass das nichts wird.
Deshalb bin ich auch in die WG gezogen, hab eine Lerngruppe mit drei Leuten und auch sonst noch ein paar kleinere Gruppen, aber es wird einfach alles nichts.
Hey, manchmal ist es echt schwer. Schade, dass es dich so runterzieht!
Wie wärs, wenn du als Anfang erstmal versuchst, mehr Kontakt zu deinen WG-Mitbewohnern aufzubauen? Als ich in einer WG gewohnt habe (auch zu dritt), haben wir irgendwann einen WG-Abend eingeführt - an einem Abend pro Woche haben wir gemeinsam gekocht und gegessen.
Wenn das klappt, hättest du immerhin einmal die Woche einen regelmässigen sozialen Kontakt, und vielleicht lernt ihr euch dabei besser kennen und habt dann auch Lust, öfter was miteinander zu machen.
Falls du es nicht schaffst, das vorzuschlagen, oder ihr echt keinen Tag findet, der allen passt, pass ein bisschen auf, wann die Beiden nach Hause kommen oder zu Abend essen oder frühstücken oder so - und dann setz dich einfach mal dazu, oder pass sie in der Küche ab, um ein bisschen zu plaudern :) Ich glaube, du musst erstmal aus dieser verzweifelten Einsamkeit heraus, damit du dann wieder mit klarerem Kopf nach Lösungen suchen kannst.
 
S

Seefahrer77

Gast
Mahvette, so richtig verstehe ich dein Problem nicht.

Die ersten Tage/Wochen, wenn man in einer neuen Umgebung ist, sind sicher nicht so toll. Doch du hast die Wahl: Einfach ins Bett legen, heulen und Kopf unter die Decke stecken. Oder du kannst die neue Umgebung entdecken, den Ort, die Uni, die Kurse, die Kommilitonen. Dein Studium gibt dir soviele Möglichkeiten auf Entdeckungstour zu gehen. Es gibt sicher eine Menge Veranstaltungen und interessante Fachvorträge - auch außerhalb der Uni. Und mal ehrlich: Ist das nicht viel spannender, als den Kopf heulend unter die Decke zu stecken - zumal das auch keine Lösung bring??? ;-)

Suche dir ruhig auch ein paar Studentengruppen, die ich sich Mittwochs oder so mal zu nem Plausch treffen. Auch Studenten, die ihr Auslandsstudium machen, sind sehr interessant. Die sind in einer ähnlichen Situation wie du und freuen sich über neue Kontakte. Normalerweise solltest du da auch immer einen interessanten Partner kennenlernen. Zum ersten und bisher einzigen Mal in meinem Leben hatte ich auf Tischen getanzt - und es hat sich gut angefühlt.

Bei meinem Auslandsstudium in Griechenland hatte ich eine griechische und dann eine schwedische Freundin.
 
Zuletzt bearbeitet:
K

Kassenzettel

Gast
Nunja, man muss sich schon ein bisschen Mühe geben um Freunde zu finden, das fällt mir auch etwas schwer. Du darfst dich da auch nicht zu sehr auf deine Kommilitonen beschränken, die Welt ist nämlich ein bisschen größer als das.

Je nachdem welche Interessen du verfolgst gibt es so gut wie immer Menschen, die ihre Hobbys gerne mit anderen teilen würden. Ob es eine Rockband ist, Gassigängerrunden, Pen & Papergruppen oder Hobbyfotografen. Oder du ziehst einfach Mal los und gehst auf eine Studentenparty. Die Leute WOLLEN doch schließlich Freundschaften schließen und Spaß haben, dazu ist diese ganze Studierendenkultur, dieser besondere Lebensabschnitt auch da (neben dem eigentlich Studium natürlich).
 
K

Kassenzettel

Gast
Nunja, man muss sich schon ein bisschen Mühe geben um Freunde zu finden, das fällt mir auch etwas schwer. Du darfst dich da auch nicht zu sehr auf deine Kommilitonen beschränken, die Welt ist nämlich ein bisschen größer als das.

Je nachdem welche Interessen du verfolgst gibt es so gut wie immer Menschen, die ihre Hobbys gerne mit anderen teilen würden. Ob es eine Rockband ist, Gassigängerrunden, Pen & Papergruppen oder Hobbyfotografen. Oder du ziehst einfach Mal los und gehst auf eine Studentenparty. Die Leute WOLLEN doch schließlich Freundschaften schließen und Spaß haben, dazu ist diese ganze Studierendenkultur, dieser besondere Lebensabschnitt auch da (neben dem eigentlich Studium natürlich).
 

Pansen

Mitglied
Hey. Kenne das Gefühl des einsam sein nur zu gut.
Mach lieber nicht den Fehler wie ich, und häng dich viel vorm PC, mit Videospielen und virtuellen Freunden :p

Ja, denke auch, das du an Studentenveranstaltungen teilnehmen solltest. Einfach neue Leute Kennenlernen. Offen für Spontane Aktionen... selbst wenn sie verrückt klingen. Pan+paper Rollenspielabende, Paintball, Tee oder leseabende... Im Endeffekt brauchst dir ja auch nicht ganze Gruppen an zu lachen. Vielleicht reicht es dir ja fürs erste, wenn 2-3Leute ganz gut kennen lernst?
Das du zurückhaltender und etwas schüchtern bist, ist halt deine Art und verstellen brauchst dich nicht... du brauchst wenn nur die Passenden Leute, die denen das nichts ausmacht oder die die Macht haben, eine andere Seite an die zu sehen?
Und zwing dich notfalls zu etwas Spontanes, denn nichts ist schlimmer als heulen, einsam im Bett zu liegen und Selbstzweifel zu haben... Ich denke du hast bestimmt einige interessante Seiten an dir und jemand wäre froh wenn sie dich Kennenlernen dürfen.
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Ich bin eher zurückhaltend, bin lieber ruhig als mich durchzusetzen und dränge mich nicht auf.
Ja, ich habe im Moment eher aufgegeben. Ich hab momentan keine Lust mehr.
Das kann ich verstehen, Misserfolge motivieren nicht
sonderlich. Aber so lange weder dein Leiden an der
Einsamkeit noch die Motivation auf das Ziel (welches
genau?) dich in Bewegung und Aktivität bringen, ist
es besser, du sparst deine Kräfte für den Moment,
wenn du wieder Lust darauf hast, etwas zu versuchen.

Der Haken am Abwarten und Geschehenlassen ist halt,
dass dann manchmal etwas geschieht, das man nicht
wirklich wollte, z.B. dass sich jemand für dich interessiert,
du das besser findest als Einsamkeit, obwohl du nicht
begeistert bist - dann kannst du nicht Nein sagen, lässt
"es" geschehen - und am Ende merkst du, dass die Zeit
umsonst war und dir nur neues Leiden und Enttäuschung
gebracht hat.

Wenn du hingegen (wenn es soweit ist und du motiviert
bist) selbst aktiv schaust und suchst, ein klares Ziel hast
und beobachtest, wie andere so ein Ziel erreicht haben
und es ihnen nachtust - dann steigen deine Chancen auf
Erfolg deutlich und am Ende bist du zufrieden, weil du
a) das erreicht hast, was du willst und b) es auch noch
durch eigene Anstrengungen in die Wege geleitet hast.

Alles Gute!
Werner
 

Mahvette

Mitglied
Hey. Kenne das Gefühl des einsam sein nur zu gut.
Mach lieber nicht den Fehler wie ich, und häng dich viel vorm PC, mit Videospielen und virtuellen Freunden :p
Ich spiele eh nur Singleplayer, da sind virtuelle Freunde kein "Problem"

Ja, denke auch, das du an Studentenveranstaltungen teilnehmen solltest. Einfach neue Leute Kennenlernen. Offen für Spontane Aktionen... selbst wenn sie verrückt klingen. Pan+paper Rollenspielabende, Paintball, Tee oder leseabende... Im Endeffekt brauchst dir ja auch nicht ganze Gruppen an zu lachen. Vielleicht reicht es dir ja fürs erste, wenn 2-3Leute ganz gut kennen lernst?
Das du zurückhaltender und etwas schüchtern bist, ist halt deine Art und verstellen brauchst dich nicht... du brauchst wenn nur die Passenden Leute, die denen das nichts ausmacht oder die die Macht haben, eine andere Seite an die zu sehen?
Und zwing dich notfalls zu etwas Spontanes, denn nichts ist schlimmer als heulen, einsam im Bett zu liegen und Selbstzweifel zu haben... Ich denke du hast bestimmt einige interessante Seiten an dir und jemand wäre froh wenn sie dich Kennenlernen dürfen.
typische Studentenveranstaltungen waren für mich bisher eher Studentenpartys und alleine geh ich nicht auf ne Party^^ aber eine Gruppe, die ein Pen and Paper spielt oder so wäre wohl eh eher was für mich und die gibt es in meinem Studienort tatsächlich auch und vielleicht findet sich ja auch noch ein Gladbach-Fanclub. Muss ich mich nur noch überwinden, auch hinzugehen.

Ich bin eigentlich auch gar nicht die, die sich wegen sowas vergräbt, sondern versucht, immernoch irgendwas zu finden, aber nachdem ich bei einigen Uni-Gruppen war und da wie gefühlt immer überhaupt nicht reinpasste, bin ich einfach niedergeschlagen.
Ich weiß, dass ich es weiter versuchen sollte und auch muss. Ich hoffe nur, es klappt endlich mal.
 

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