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♥Hühner retten - helft mit ♥ Wer nimmt Hühner auf ♥ Rettet das Huhn e.V. sucht gute Plätze

Sofakissen

Aktives Mitglied
Die Hühner brauchen wohl deshalb Pullover, weil sie aufgrund der Haltungsbedingungen keine eigenen wärmenden Federn mehr haben. Die rupfen Hühner bei sich selbst und anderen aus, wenn sie unter Stress stehen und sich auch sonst mit nix bescchäftigen können. Da Hühner bei Bodenhaltung häufig gar nicht richtig Platz haben, sich zu bewegen, geschweigedenn dass irgendwelches Beschäftigungsmaterial da wäre, stehen sie massiv unter Stress und reißen sich gegenseitig die Federn aus. Im Massentierhaltungsstall gleicht man das mit entsprechender Wärmezufuhr aus, aber sobald sie dann von einem Normalbürger übernommen werden, würden die in Nullkommanix erfrieren, wenn man sie nicht die ganze Zeit unter ne Wärmelampe setzt...
 

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Daoga

Sehr aktives Mitglied
Die meisten ausgedienten Legehennen werden doch als Suppenhühner geschlachtet, oder? Bei Bauernhofhaltung ist das nämlich so, da stirbt kaum ein Huhn eines natürlichen Todes, außer es fällt Fuchs oder Habicht zum Opfer. Bei den Millionen von ausgedienten Hennen, die jährlich anfallen, wird das Adoptieren als Haustier immer nur ein Tropfen auf einen sehr großen heißen Stein sein. Der Rest wandert in die Suppe.
 

Sofakissen

Aktives Mitglied
@Daoga: man will trotzdem zumindest einem kleinen der Tiere nochmals zu einem besseren Leben verhelfen. Der großen Masse der geschlachteten Hühner hilft es zwar nix, aber besser nur 100 Hühner retten als gar keine.

Es wäre zudem schon mal ein Anfang, wenn wir Bürger als Kunde den Hühnern mit unserem Kaufverhalten helfen würden. Dass sie wenigstens in der Legezeit besser behandelt würden. Würden wir Bürger uns konsequent weigern, Eier aus Bodenhaltung zu kaufen (und zudem soweit es geht auf verarbeitete Produkte mit Ei aus unbekannter Herkunft verzichten), hätte diese Haltungsform ganz ohne Gesetzesänderungen bald ausgedient. Die füttern die Hennen nicht all die Zeit durch, wenn anschließend keiner mehr die Eier kauft. Würden wir diesen Betrieben durch unser Kaufverhalten die Geschäftsgrundlage ruinieren, würden die schneller umstellen als jedes Gesetz sie dazu zwingen könnte.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Wie sich die Zeiten ändern. Früher wurden Eier aus Legebatterien verteufelt, heute ist schon die Bodenhaltung, damals als Hühnerparadies gepriesen, nicht mehr gut genug. Aber sogar die "freien" Hühner auf Bauernhöfen, die überall herumstromern dürfen, landen irgendwann in der Suppe. Gegessen zu werden ist ihr Schicksal von Anfang an, das wäre in der freien Natur auch nicht anders, auch dort stirbt kein Wildhuhn an Altersschwäche.
Nun ja, ich habe nichts dagegen wenn sich jemand Haustiere anschafft. Solange sie artgerecht versorgt werden. Selber könnte ich keine Hühner halten, kein Platz, kein Garten und ich weiß, wieviel Arbeit die Tiere machen. Der Mist muß auch entsorgt werden, wohin wenn man keinen eigenen Garten hat? Ein Huhn ist kein Kanarienvogel, für den ein großer Käfig reicht.
 
R

Rettet das Huhn e.V.

Gast
Hallo ihr Lieben,

ich danke euch erstmal für die ganzen Beiträge ♥ War mir garnicht sicher, ob jemand Notiz davon nimmt.
Ja, auch die kritischen Beiträge sind richtig.

Die Pullis werden in der Tat gebraucht, weil die Hühner aus dem Stall im Freien dann so federlos wie sie herauskommen frieren würden bis die Federn wieder nachgewachsen sind.
"Witzig" ist das also nicht, auch wenn es beim ersten lesen seltsam anmutet (das ging mir auch so).

Die ganzen Werbeeinblendungen die in einem Beitrag erwähnt wurden und die Kosten dafür, da muss ich beipflichten, die regen mich auch immer auf, daher gebe ich mein Geld nicht dort hin - ich spende ja nicht, dass die an der Werbung verdienen.
Eine solche Werbung habe ich von dem Verein noch nicht gesehen, alles Geld geht für Tierarzt Transport etc drauf, es gibt viele ehrenamtliche Helfer.

Ich finde immer, wenn Menschen etwas ehrenamtlich machen, was man selbst vielleicht nicht (mehr) schafft, dann kann man das schon unterstützen.
Und meine "Werbung" kostet ja nichts, ich sage es einfach nur weiter und wen es interessiert, der sagt es ebenfalls weiter... Und wen es nicht interessiert, dem schadet es ja auch nicht. Jeder macht eben was er kann und will.

Und ich muss auch sagen, dass ich schon grundsätzlich der Meinung bin, dass ein Tier was artgerecht und gut gelebt hat, dem Menschen als Nahrung dienen kann. Es ist nur pervers wie man eben glaubt Tiere halten zu können und wenn ich höre, dass es auch in Biobetrieben so ist - was mich stört ist das verlogene dahinter: "Bio" heißt es und du denkst es wäre artgerechter, aber nix ist, die machen es genau so.
Ich meine es nicht als Grundsatzdiskussion, nur ich persönlich habe einfach generell was gegen Lügen und heuchelei, also grundsätzlich, auch in anderen Lebensbereichen.

Warum ich mich jetzt hier zu dem Beitrag entschlossen hatte und mich für diese Sache zu interessieren war eben die allgemeine und meine eigene Unwissenheit(en) über das Thema und weil ich eben an unsere eigenen Hühner dachte und wie schön es mit ihnen war - ich würde einfach vielen Menschen wünschen, dass sie auch so positive Erfahrungen machen können.
Wenn die Hühner angelaufen kommen wenn man raus kommt, die einen gleich begrüßen und anfangen mit einem zu "reden", das fand ich immer so schön, die waren echt anhänglich, für mich war das eben schön. Unsere Hühner waren auch nicht laut. Der Hahn allerdings, ich würde mir selbst keinen mehr holen, hätte die paar Hühner dann lieber so, die sind auch ohne Hahn ganz glücklich.

Es geht da auch immer um das eigene bewusst-sein: Bin ich mir bewusst, dass es so ist, und wie genau ist es eigentlich? Und will ich das es so ist, und wenn nicht, kann ich es dann ändern?

Ich sage keinem wie er leben soll, sondern nur, dass ich das so nicht gut finde wie es ist.

Auf jeden Fall wäre die Politik da in der Pflicht, was in einem Beitrag schön angesprochen wurde.
Aber für Politik und jede Diskussion darum fehlt mir einfach jegliche Kraft. Meine Kraft reicht nur, den ein oder anderen darauf aufmerksam zu machen, es weiterzu sagen und so vielleicht das eine oder andere kleine Hunh zu retten und dem ein oder anderen Menschen diese Erfahrung zu ermöglichen der es vielleicht gern möchte.

Nochmal danke für all eure Beiträge. Schön, dass ihr euch beteiligt habt.
 

Surrender

Sehr aktives Mitglied
Ich esse auch Suppenhuhn, ich bin auch der Meinung, dass es ein Tropfen auf dem heißen Stein ist und ich bin auch der Meinung, lieber das Huhn essen als es sinnlos sterben zu lassen (wie häufig männliche Küken zum Beispiel). Ich bin der Meinung, wir müssen massiv weniger Fleisch konsumieren und noch viel weniger produzieren (Ein Großteil wird für die Mülltonne produziert). Wir sollten auch wieder viel auf Regionalität achten und gucken, woher unser Essen kommt und uns wieder näher der Natur bringen. Da bin ich alles dabei... nur dennoch finde ich diese Initiative klasse. Auf einem globalen, großem Blickwinkel mag es quasi nichts bringen.

Aber versetzt euch doch mal in das Huhn, was ihr rettet.
 
G

Gelöscht 120117

Gast
Ich esse auch Suppenhuhn, ich bin auch der Meinung, dass es ein Tropfen auf dem heißen Stein ist und ich bin auch der Meinung, lieber das Huhn essen als es sinnlos sterben zu lassen (wie häufig männliche Küken zum Beispiel). Ich bin der Meinung, wir müssen massiv weniger Fleisch konsumieren und noch viel weniger produzieren (Ein Großteil wird für die Mülltonne produziert). Wir sollten auch wieder viel auf Regionalität achten und gucken, woher unser Essen kommt und uns wieder näher der Natur bringen. Da bin ich alles dabei... nur dennoch finde ich diese Initiative klasse. Auf einem globalen, großem Blickwinkel mag es quasi nichts bringen.

Aber versetzt euch doch mal in das Huhn, was ihr rettet.

Ich denke, du bist Veganer???? :oops:
 
D

Der Realist

Gast
Und ich muss auch sagen, dass ich schon grundsätzlich der Meinung bin, dass ein Tier was artgerecht und gut gelebt hat, dem Menschen als Nahrung dienen kann. Es ist nur pervers wie man eben glaubt Tiere halten zu können und wenn ich höre, dass es auch in Biobetrieben so ist - was mich stört ist das verlogene dahinter: "Bio" heißt es und du denkst es wäre artgerechter, aber nix ist, die machen es genau so.
Ich meine es nicht als Grundsatzdiskussion, nur ich persönlich habe einfach generell was gegen Lügen und heuchelei, also grundsätzlich, auch in anderen Lebensbereichen.
Du verwendest hier das Wort "artgerecht".
Jeder hat da die unterschiedlichsten Vorstellungen.
Unter "artgerecht" verstehe ich erst mal, dass die Art so lebt wie sie das ursprünglich getan, bevor der Mensch das Tier domestiziert hat.
Hühner stammen aus dem asiatischen Raum und lebten/leben in Wälder und ernähren sich im wesentlichen von Insekten. Die ursprüngliche Tierart, aus der die Hühner stammen, legen natürlich viel weniger Eier. Sie brüten ihre Eier aus und ziehen ihren Nachwuchs auf.
Sie leben in überschaubaren, kleinen Gruppen.
Auf der anderen Seite sind die Tiere in der natürlichen Umgebung (Wälder) unterschiedlichen Gefahren und Problemen ausgesetzt:
- temporärer Futtermangel
- temporären, schwierigen Witterungen z.B. Regen, Kälte, Hitze
- verschiedenen Prädatoren (Beutegreifer) ausgesetzt.
- verschiedenen Krankheiten und Parasiten ausgesetzt
In Summe führt dass zu einer hohen, frühen Sterblichkeit der Tiere in der freien Natur.

Jetzt die Frage: Was ist artgerechte Tierhaltung, in diesem Fall artgerechte Hühnerhaltung?

Ich will jetzt die Bio-Haltung nicht per se kritisieren.
Aber Bio-Haltung bedeutet nicht automatisch kleine Herden. Ein größerer Anteil der Bio-Hühnerhaltung findet auch in Herden von mehreren tausend Tieren statt.
Bio-Hühnerhaltung bedeutet auch Probleme bei der Eiweißversorgung in der Fütterung.
Ich weis nicht ob Begriffe "Lügen" und "Heuchelei" hier angemessen sind.
Produkte/Dienstleistungen werden immer positiv angepriesen.
Ich kenne keinen Anbieter von Produkten/Dienstleistungen, der objektiv Werbung betriebt und auch die weniger gewünschten Punkte in die Werbebotschaft packt.
Aber vielleicht kennt ihr solche Fälle.

Übrigens haben solche Tierrettungen ihre Schattenseiten. Tierhaltungen in Laienhände zeigen auch so ihre Probleme, Stichwort Tierkrankheit, gerade in den letzten Jahren bzgl. Schutz vor Vogelgrippe.
 
R

Rettet das Huhn e.V.

Gast
lieber das Huhn essen als es sinnlos sterben zu lassen
Es ist leider auch so, dass bei der Leerung des Stalles immer mal einige Hennen übersehen werden, diese werden also nicht gegessen, sondern sterben elendig in dem sie z.B. verhungern, ein grausamer Tod.
Bei einem Betrieb von 100.000 Hennen oder mehr kann das häufig vorkommen, die Hennen haben ja Angst und sind aufgeregt und versuchen sich irgendwo zu verstecken, so dass sie übersehen werden.

Es ist schon alles sehr traurig und grausam.

Mit seinen Ausführungen hat Surrender absolut recht - auf Regionalität und Wertschätzung sollte man beim Essen achten!

Irgendwie ist Essen heute eben oft was was "aus dem Automaten" kommt und einfach so im Supermarkt rumsteht - aber hey, da stehen Leben hinter, wer macht sich darüber Gedanken? Und woher sollen die Kinder das eigentlich wissen?
Ich finde es daher wichtig zu informieren und aufzuklären, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, einfach freundlich und erklärend.
Wenn du als Kind ein Huhn hast das du auf dem Arm rumschleppst, dann wirst du das niemals essen, da entwickelt man einfach ein ganz anders Bewusstsein.

Viele mögen ja Hühner auch nicht als Haustiere sehen, naja, sie schlafen nicht mit im Bett, klar, aber manche Katzen sind ja auch lieber draußen, und sind doch Haustiere. Und Hühner sind wahnsinnig süß und liebenswert und anhänglich.
 
R

Rettet das Huhn e.V.

Gast
@ Der Realist
Ich wollte hier wirklich keine Grundsatzdiskussion.

Ich verstehe was du sagst.

Hunde wurden ja auch mal domestiziert, und können doch heute artgerecht gehalten werden - was ja beileibe leider nicht bei allen der Fall ist.

Ich hatte nicht für die Biohaltung geworben, ich hatte gesagt, dass ich zuvor nicht wusste, dass es in der Biohaltung genauso gehandhabt wird (ich es also genauso schlecht finde)!

Wie viele von euch wussten denn, dass die Biohaltung, die Betriebe dort, genauso vorgehen? (eher eine rhetorische Frage die sich jeder selbst beantwortet)

Surrender hat es doch gesagt: Regionalität und weniger Konsum, dem kann ich nichts hinzufügen, stimme dem total zu.

"Artgerecht" bedeutet für mich der Art gerecht werdend: Unsere Hühner konnten früher rumlaufen, scharren, picken, sich verstecken, hatten Sitzstangen, einen sicheren Stall, ausreichend Platz, eine gesicherte Wiese und ja ab und zu kam ein Greifvogel und hat mal eins erwischt das ausgebüxt war... und wenn sie älter wurden und/oder nicht mehr viele Eier legten, dann haben wir sie trotzdem behalten.
Ich finde das Artgerecht.
Wenn sich jemand der Hühner artgerecht hält nach einigen Jahren in denen es gut leben durfte und versorgt wurde entscheidet es zu essen, dann ist das immernoch artgerecht, denn wie gesagt hat auch der Bussard sich ab und zu eines geholt um es zu verspeisen.
 

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