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Homöophatie pulsatilla

Werner

Sehr aktives Mitglied
Dass die Stoffe keinen Abdruck hinterlassen, hat ja keiner behauptet :)
Bei beginn der Vershcüttlung müssten ja aber noch Teile des Stoffes enthalten sein, dessen Abdruck gewünscht wird.
Danke für die Konkretisierung bezüglich dessen, was dein eigenes Interesse am Thema betrifft!

Zum Abdruck: Da gab es tatsächlich Messungen dazu, dass eine Art Abdruck entstehen kann und die Wassermoleküle sich verändern - allerdings nur für kleinste Bruchteile einer Sekunde. Bis das Mittel beim Patienten ankommst, spielt DAS garantiert keine Rolle mehr ...

Ich habe mit H. auch nichts zu tun, lebte allerdings vor zehn Jahren mit einer Fachärztin für Homöopathie zusammen und musste mich so quasi zwangsläufig mit dem Thema intensiv auseinandersetzen :)
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hauptsache das Ergebnis stimmt. :)
@ Catherine: Du hast mich noch nicht streitlustig erlebt ;)

Zum Thema: Ich finde, es macht schon einen großen Unterschied, ob bezüglich der Wirkungsweise einer Behandlung die Wahrheit oder eine Halb-/Unwahrheit erzählt wird. Wäre dem hier so geschehen, hätte die Fragerin überhaupt keinen Zweifel haben brauchen, dass das Mittel und die Pille sich beeinflussen können.

Also ich für meinen Teil möchte lieber "aufgeklärt" als für dumm verkauft werden.

Für die Homöopathen steht vermutlich auf dem Spiel, dass, falls ihre Methode als "psychotherapeutische" eingruppiert würde, sie unter ganz anderen Voraussetzungen arbeiten müssten und sich auch die Ausbildungen ändern müssten. Wie es jetzt verkauft wird, haben sie eine Alleinstellung und sind quasi konkurrenzlos. Außerdem verdienen jede Menge Firmen und Apotheken am Vertrieb der "leeren" Mittel ganz gut. Wenn sich herumspräche, dass "selbstgeschüttelte" Mittel aus Gänseblümchen von der eigenen Wiese genauso gut wirkten wie die gekauften hätten einige Leute keinen Arbeitsplatz mehr.

Schlimmer finde ich, was bei den sogenannten Schüssler-Salzen gemacht wird: Da wird suggeriert, es seien tatsächlich relevante Mengen an Mineralstoffen enthalten, dabei sind das auch nur "leere" Mittel, die keinerlei Mangel ausgleichen können - und dann wundern sich die Patienten, dass die ursächlich dem Mangel zuzuschreibenden Beschwerden nicht besser werden. Mit Unwissenheit Geschäfte zu machen finde ich schon schlimm, aber wenn es auf Kosten der Gesundheit geht, fast unverzeihlich.
 

Arktur

Sehr aktives Mitglied
I

Es ist doch viel entscheidender, DASS sie wirkt!
Meinem persönlichen Eindruck nach wirken homöopathische Mittel hauptsächlich scheinbar (z.T. durch Autosuggestion und selektive Wahrnehmung). Viele Krankheiten neigen sowieso dazu, nach einiger Zeit allmählich auszuheilen. Nimmt man nun vorher ein homöopathisches Mittel, schreibt man die gesundheitliche Verbesserung dem Mittel zu, obwohl es vielleicht ohne dessen Einnahme genauso abgeheilt wäre.

Tja, und falls es trotz der Einnahme nicht besser wird, dann denkt man vielleicht, man hätte das unpassende Mittel genommen? Oder die Wirkung dauert einfach noch ein wenig? Oder es ist die Erstverschlimmerung?

Bei mir ist es jedenfalls so, dass ich viele leichtere Beschwerden einfach gar nicht mit der Einnahme von Substanzen kuriere, sondern einfach abwarte. Und siehe da: in vielen Fällen heilt es einfach ab, oder die Beschwerden werden leichter. Hätte ich nun homöopathische Mittel genommen (und daran geglaubt), würde ich sie nun vielleicht auch als heilend preisen, wer weiß?

Vor kurzem habe ich übrigens in einem Forum von einem Homöopathie-Skeptiker gelesen, der kurzerhand als Selbstversuch eine ganze Flasche voller Globuli irgendeines Präparates auf einmal geschluckt hatte. Hinterher ging es ihm genauso wie vorher - es war einfach so, als ob man Zucker gegessen hätte.
 

soulfire

Aktives Mitglied
Danke für die Konkretisierung bezüglich dessen, was dein eigenes Interesse am Thema betrifft!
Ich setze mich mit dem Thema auseinander, weil ich das für notwendig erachte, wenn man im schumedizinischen Bereicharbeitet.
Bei leichteren Erkrankungen finde ich die Wahl der Homöopathie nicht schlecht, bei schwereren Erkrankungen bin ich sehr skeptisch.
Ich für mich persönlich kann Homöopathie nicht in Betracht ziehen, sehe aber dennoch die Erfolge bei anderen.

Das THEMA interessiert mich also durchaus.
Ums noch bissel konkreter zu machen =)
 

Artemisia

Aktives Mitglied
Naja, der positive Suggestionseffekt dürfte nach dieser lebhaften Diskussion hinüber sein, aber was soll's ;) ...

Ich finde, die Homöopathie hat schon ihren Platz im "Kanon der sinnvollen medizinischen Behandlungen". Sie hätte sich meiner Meinung nach nur auf ihr "Kerngeschäft" beschränken sollen, nämlich auf die Mittel, die auch eine positive Monografie in der Phytotherapie haben und den Bereich der Tiefpotenzen.

Wer mit Hochpotenzen arbeitet, sollte diese Therapie von der eigentlichen Homöopathie abgesondert anbieten, da sie einer kritischen Überprüfung (bisher) tatsächlich nicht standhält und da wirklich jeder klar wissen sollte, worauf er sich einläßt. Zumal ich es nicht wirklich gut finden kann, dass der Homöopath dem Patienten ein Mittel verabreicht und der Patient noch nicht einmal wissen darf, was für ein Mittel er denn bekommt, damit er nicht nachlesen und durch selbständiges Einholen von Information die "Wirkung des Mittels stören kann" !!!
Ich würde mal sagen, wir bewegen uns hier maximal im Bereich der "experimentellen Medizin", was ja auch in Ordnung ist, denn nur so kommt es auch zu Erkenntnisfortschritt. Nicht alles was man noch nicht nachweisen kann, existiert auch nicht. Nur man müsste es eben als solches etikettieren.

Meiner Meinung nach war es ein Fehler, die Mittelpalette uferlos auszudehnen auf noch so abstruse Stoffe und sich dabei auf äußerst dubiose Mittelprüfungen zu verlassen. Wer sich mal die Mühe macht solche Protokolle nachzulesen, dem stehen die Haare zu Berge... vor allem, wenn man bedenkt, dass doch sehr viele Patienten, die Homöopathen aufsuchen, in der Schulmedizin keine Hilfe gefunden haben und oft nicht gerade Bagatellbeschwerden haben!

Wie heißt es doch so schön: Prüft alles und behaltet was gut ist. Und wenn sich neue Erkenntnisse ergeben, prüft halt noch mal....
 

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