Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Hollywood-Filme gehen anders aus....

MikeD

Mitglied
Hallo Forum,

es quält mich zwar nicht mehr, bin über das meiste hinweg.
Trotzdem: die „Instant“- Kurz-Geschichte: an Sylvester eine Frau kennengelernt, es schlug wie ein Blitz ein. Nähe, Vertrautheit, das zweite Ich? Volles Programm eben, wie es mir noch nie zuvor geschah. Ihr geht es genauso, mit jedoch einem großen Unterschied: sie ist in einer Beziehung, und konnte sich daraus nicht lösen, die Vergangenheit und die Sicherheit waren ihr wichtiger, als die Chance auf etwas Neues. Trotz vieler Gemeinsamkeiten trennen uns einige Dinge (300 km, 9 Jahre Altersunterschied), gepaart mit einer Beziehung eben genug Unmöglichkeit, um eine wirkliche Beziehung real und gelebt werden zu lassen. Die jetzige Situation…..wir sind beide gefühlsmässig ineinander verstrickt, wir kommen trotz allem nicht wirklich voneinander los, es geht sozusagen nicht vorwärts, Stillstand, Warteschleife. Aber egal, Chancen gibt es keine, ich akzeptiere und respektiere dies. Aus diesen 12 Monaten Erfahrung resultieren nun jedoch Fragen und viele Gedanken, wie z.B.:
- das Schlimmste an der Geschichte: sie hat die Messlatte der Gefühle so hoch gelegt, dass ich glaube, dies nicht mehr im Leben nochmals spüren zu dürfen. Wie geht man damit am besten um?
- Ich habe mit dieser „Affäre“ ein selbst auferlegtes Grundprinzip gebrochen: niemals eine Beziehung zu jemandem, der nicht „frei“ ist. Im Nachhinein würde ich sagen, es war ein Fehler. Gleichzeitig würde ich es aber ohne Reue wieder tun, denn es war einmalig. Habt ihr schon einmal Prinzipien über Bord geworfen? Ich habe ein Spiel mit dem Feuer begonnen, und wusste genau, dass ich mich daran verbrennen würde.
- Können Frauen (Männer auch?) wirklich so zweigleisig leben? Dort die Sicherheit, Dach über dem Kopf, geregelte Abläufe. Und andererseits eine emotionale Bindung mit jemand anderem eingehen, sehr viel an jemand anderen denken, ohne jedoch die „Konsequenzen“ daraus zu ziehen? Sie sagte einmal, dass Sie einfach „nicht aus Ihrer Haut könne“. Ich begreife dies nur schwer, ist mir ein absolutes Rätsel, aber nun denn, ich trage ja meinen Kopf auf dem Hals, nicht den ihrigen. Im übrigen empfinde ich für solch ein Verhalten meist Abscheu, wenn ich es im Bekanntenkreis bemerke.
- Ich war während der ganzen Zeit nicht ein einziges Mal auf ihren Freund eifersüchtig. Er war zuerst da, damit verbietet sich für mich dieses Gefühl. Es wäre besser, ich hätte es in mir, dann könnte ich schneller mit allem wirklich abschließen. Kann man Eifersucht lernen?
- Sie war die zweite Frau in Folge, die mir sagte: „Ach, hätte ich Dich doch nur früher kennengelernt“; ist dieser Satz in Frauen einprogrammiert? Hoffe, dies nie wieder hören zu müssen.
- Es hätte vielleicht alles anders ausgehen können, wenn ich ins Auto gestiegen wäre und Sie einfach „eingepackt“ hätte. So richtig Steinzeit, Keule auspacken, Frau an den Haaren in die eigene Höhle ziehen. Ist dies wirklich das Wesen, nachdem alles funktionieren kann? Man sieht solch Verhalten schließlich oft genug im alltäglichen Leben. Und das im 21ten Jahrhundert…..

Nun denn, musste ich einfach mal los werden J Wünsch euch was, lg
 

Anzeige(7)

B

Benjamin-29

Gast
Hatte ich so ähnlich auch mal: Schöne Finnin getroffen, große Faszination auf beiden Seiten, sie hat langjährigem Freund, will sicher sein ob es mir ernst ist, ich finde Job in Finnland, sie bekommt Schreck...:)

- das Schlimmste an der Geschichte: sie hat die Messlatte der Gefühle so hoch gelegt, dass ich glaube, dies nicht mehr im Leben nochmals spüren zu dürfen. Wie geht man damit am besten um?
Andere schöne Frauen treffen. Das relativiert.


- Ich habe mit dieser „Affäre“ ein selbst auferlegtes Grundprinzip gebrochen: niemals eine Beziehung zu jemandem, der nicht „frei“ ist. Im Nachhinein würde ich sagen, es war ein Fehler. Gleichzeitig würde ich es aber ohne Reue wieder tun, denn es war einmalig. Habt ihr schon einmal Prinzipien über Bord geworfen? Ich habe ein Spiel mit dem Feuer begonnen, und wusste genau, dass ich mich daran verbrennen würde.
Ich würd das nicht als Grundprinzip, sondern als Regel bezeichnen. Solche Regeln hab ich auch schon gebrochen. Manchmal stehen halt verschiedene Werte gegeneinander.



- Können Frauen (Männer auch?) wirklich so zweigleisig leben? Dort die Sicherheit, Dach über dem Kopf, geregelte Abläufe. Und andererseits eine emotionale Bindung mit jemand anderem eingehen, sehr viel an jemand anderen denken, ohne jedoch die „Konsequenzen“ daraus zu ziehen? Sie sagte einmal, dass Sie einfach „nicht aus Ihrer Haut könne“. Ich begreife dies nur schwer, ist mir ein absolutes Rätsel, aber nun denn, ich trage ja meinen Kopf auf dem Hals, nicht den ihrigen. Im übrigen empfinde ich für solch ein Verhalten meist Abscheu, wenn ich es im Bekanntenkreis bemerke.
Ja, man kann sogar sehr gut zweigleisig fahren. Verliebtsein und das Gefühl von Sicherheit kommen aus verschiedenen Gehirnregionen. Probleme gibts erst, wenn sich aus der Verliebtheit mehr entwickelt. Dann gibts einen Konflikt zwischen der alten Sicherheit und der neuen Chance. Bei den meisten Menschen gewinnt dann die alte Sicherheit.

Ich finds übrigens auch nicht gut, wenn Leute zweigleisig fahren. Im meinem Bekanntenkreis machen das erstaunlicherweise meistens diejenigen, die in ihrem sonstigen Leben viel Wert auf Sicherheit und Gewohnheit legen.


- Ich war während der ganzen Zeit nicht ein einziges Mal auf ihren Freund eifersüchtig. Er war zuerst da, damit verbietet sich für mich dieses Gefühl. Es wäre besser, ich hätte es in mir, dann könnte ich schneller mit allem wirklich abschließen. Kann man Eifersucht lernen?
Wozu sollte das denn gut sein?



- Sie war die zweite Frau in Folge, die mir sagte: „Ach, hätte ich Dich doch nur früher kennengelernt“; ist dieser Satz in Frauen einprogrammiert? Hoffe, dies nie wieder hören zu müssen.
Möglicherweise hast du etwas an dir, dass Frauen in langjährigen Beziehungen vermissen. Wenn das so ist, kanns gut sein, dass du das noch öfters hörst. Besonders von Frauen, die sonst Wert auf Sicherheit und Gewohnheit legen.:)


- Es hätte vielleicht alles anders ausgehen können, wenn ich ins Auto gestiegen wäre und Sie einfach „eingepackt“ hätte. So richtig Steinzeit, Keule auspacken, Frau an den Haaren in die eigene Höhle ziehen. Ist dies wirklich das Wesen, nachdem alles funktionieren kann? Man sieht solch Verhalten schließlich oft genug im alltäglichen Leben. Und das im 21ten Jahrhundert…..
Das funktioniert sogar sehr gut - nennt sich Verführung. Wenn du die volle Verantwortung für die Situation übernimmst, wirkt das auf viele Frauen anziehend.
Du darfst allerdings nicht erwarten, dass sich daraus eine Beziehung entwickelt. Dafür müsste sie auch Verantwortung übernehmen. Wenn sie das nicht hin bekommt oder nicht will, dann bleibts halt bei der Verführung.
 

Susi Sorglos

Aktives Mitglied


Hallo MikeD,:)

es quält mich zwar nicht mehr, bin über das meiste hinweg.
Heisst das, ihr seht Euch nicht mehr?
Sonst hört sich Dein Bericht nicht nach drüber-hinweg-sein an.

mit jedoch einem großen Unterschied: sie ist in einer Beziehung, und konnte sich daraus nicht lösen, die Vergangenheit und die Sicherheit waren ihr wichtiger, als die Chance auf etwas Neues.


Sicherheit? Welche Sicherheit gibt ihr ihr Partner, die Du ihr nicht geben kannst?


Trotz vieler Gemeinsamkeiten trennen uns einige Dinge (300 km, 9 Jahre Altersunterschied), gepaart mit einer Beziehung eben genug Unmöglichkeit, um eine wirkliche Beziehung real und gelebt werden zu lassen.


Die Beziehung scheint mir die einzige Unmöglichkeit zu sein. 300 km sind fast nichts und 9 Jahre Altersunterschied ... daran dürfte eine Beziehung wohl eher nicht scheitern.

- das Schlimmste an der Geschichte: sie hat die Messlatte der Gefühle so hoch gelegt, dass ich glaube, dies nicht mehr im Leben nochmals spüren zu dürfen. Wie geht man damit am besten um?
Ich glaube, dass es Lieben im Leben gibt, die wirklich "wahr" sind. Das heißt auch nach vielen Jahren sagt man noch "Das war wahre Liebe." Und trotzdem liebt man die Menschen danach auch sehr intensiv und ist mit diesen glücklich.
Meine erste große Liebe zum Beispiel war wahre Liebe. Er hat die Frau geheiratet, mit der er damals schon zusammen war (ich war von Anfang an nur eine Affäre). Mir zog es den Boden unter den Füßen weg ... und trotzdem, ich habe es überlebt.
Danach hatte ich eine Affäre mit einer Frau, die mit mir auch nur eine Affäre hatte. Es war kurz und heftig und trotzdem ... auch heute noch sage ich, dass das was uns verband was ganz Großes war.
Zwischendurch und danach hatte ich mehrere Beziehungen. Ich war viel glücklich auch wenn es nicht immer DIE GANZ GROSSE Liebe war. Uns schmeckt quasi auch Essen, dass nicht das Lieblingsessen ist. Wenn man das Lieblingsessen isst, kann man sich auch nicht vorstellen, am nächsten Tag mit Schmalzstullen glücklich zu sein und ist es dann doch.


- Ich habe mit dieser „Affäre“ ein selbst auferlegtes Grundprinzip gebrochen: niemals eine Beziehung zu jemandem, der nicht „frei“ ist. Im Nachhinein würde ich sagen, es war ein Fehler. Gleichzeitig würde ich es aber ohne Reue wieder tun, denn es war einmalig.
Egal wie diese Geschichte endet: Ich finde schon dafür hat es sich sich gelohnt - für die Erfahrung, dass man Prinzipien, die man sich sicher war, nie über Bord zu werfen, bricht und das mit dem Wissen, dass es quasi schlecht oder böse ist und dass man es jederzeit wieder tun würde.

- Können Frauen (Männer auch?) wirklich so zweigleisig leben? Dort die Sicherheit, Dach über dem Kopf, geregelte Abläufe. Und andererseits eine emotionale Bindung mit jemand anderem eingehen, sehr viel an jemand anderen denken, ohne jedoch die „Konsequenzen“ daraus zu ziehen?


Ich persönlich habe mit der Zweigleisigkeit kein Problem, wenn sich die Lebensbereiche nicht überschneiden. Wenn ich sozusagen zwei verschiedene Leben führe, in denen der andere nie einen Platz hatte.
Basiert auf dem Mechanismus des Verdrängens. So lange ich mit Dir zusammen bin, verdränge ich die Realität mit meinem Mann und wenn ich mit diesem zusammen bin, verdränge ich Dich.
Das funktioniert relativ gut und wird erst dann kompliziert, wenn ich meinen Mann anfange zu hassen, weil er dafür "verantwortlich" ist, dass ich Dich nicht öfter sehen kann.

Susi Sorglos
 

MikeD

Mitglied
Heisst das, ihr seht Euch nicht mehr?
Sonst hört sich Dein Bericht nicht nach drüber-hinweg-sein an.
Nein, kein Sehen mehr. Bei einem 100 Meter Lauf würde ich behaupten, ich bin nun auf 95 Metern, und werfe einen Blick zurück.

Sicherheit? Welche Sicherheit gibt ihr ihr Partner, die Du ihr nicht geben kannst?
Die Sicherheit, dass die zwei schon seit Jahren ein Paar sind, und sie sich dessen sicher sein kann (wobei dies natürlich trügerisch sein kann). Sie hatte die Angst, dass ich Sie evtl. nach der ersten "Leidenschaft" in den Wind schiessen würde...naja, den Eindruck habe ich ihr bestimmt nie vermittelt, denke dies war eher ein Argument zur eigene Rechtfertigung.



Die Beziehung scheint mir die einzige Unmöglichkeit zu sein. 300 km sind fast nichts und 9 Jahre Altersunterschied ... daran dürfte eine Beziehung wohl eher nicht scheitern.
Sehe ich nicht anders. Aber jeder denkt eben auch unterschiedlich, und die Entfernung war schon ein Problem für Sie.


Ich glaube, dass es Lieben im Leben gibt, die wirklich "wahr" sind. Das heißt auch nach vielen Jahren sagt man noch "Das war wahre Liebe." Und trotzdem liebt man die Menschen danach auch sehr intensiv und ist mit diesen glücklich.
Meine erste große Liebe zum Beispiel war wahre Liebe. Er hat die Frau geheiratet, mit der er damals schon zusammen war (ich war von Anfang an nur eine Affäre). Mir zog es den Boden unter den Füßen weg ... und trotzdem, ich habe es überlebt.
Danach hatte ich eine Affäre mit einer Frau, die mit mir auch nur eine Affäre hatte. Es war kurz und heftig und trotzdem ... auch heute noch sage ich, dass das was uns verband was ganz Großes war.
Zwischendurch und danach hatte ich mehrere Beziehungen. Ich war viel glücklich auch wenn es nicht immer DIE GANZ GROSSE Liebe war. Uns schmeckt quasi auch Essen, dass nicht das Lieblingsessen ist. Wenn man das Lieblingsessen isst, kann man sich auch nicht vorstellen, am nächsten Tag mit Schmalzstullen glücklich zu sein und ist es dann doch.
Naja, Essen finde ich täglich, die Liebe die man sucht nicht an jeder Ecke :) Letztendlich liegt es ja auch an einem selbst, Tiefe zuzulassen und zu empfinden...i will work on it!


Egal wie diese Geschichte endet: Ich finde schon dafür hat es sich sich gelohnt - für die Erfahrung, dass man Prinzipien, die man sich sicher war, nie über Bord zu werfen, bricht und das mit dem Wissen, dass es quasi schlecht oder böse ist und dass man es jederzeit wieder tun würde.
Ich glaube nicht, es jederzeit wieder zu tun, möchte es aber auch nicht mehr kategorisch ausschließen, von daher war dies wirklich eine sehr gute Erfahrung, mal über seinen Schatten zu springen


Ich persönlich habe mit der Zweigleisigkeit kein Problem, wenn sich die Lebensbereiche nicht überschneiden. Wenn ich sozusagen zwei verschiedene Leben führe, in denen der andere nie einen Platz hatte.
Basiert auf dem Mechanismus des Verdrängens. So lange ich mit Dir zusammen bin, verdränge ich die Realität mit meinem Mann und wenn ich mit diesem zusammen bin, verdränge ich Dich.
Das funktioniert relativ gut und wird erst dann kompliziert, wenn ich meinen Mann anfange zu hassen, weil er dafür "verantwortlich" ist, dass ich Dich nicht öfter sehen kann.
Dies ist jetzt für mich zwar nachvollziebar, wäre aber nicht meins. Alles was man verdrängt kommt irgendwann eh an die Oberfläche, oder bringt einen in irgendeine Problemsituation. Kann ich mir letztendlich nur vorstellen, wenn es eine offene Beziehung zu Dritt ist und alle voneinander wissen, ansonsten denke ich: Schiffbruch vorprogrammiert :cool:
 

Susi Sorglos

Aktives Mitglied
Dies ist jetzt für mich zwar nachvollziebar, wäre aber nicht meins. Alles was man verdrängt kommt irgendwann eh an die Oberfläche, oder bringt einen in irgendeine Problemsituation. Kann ich mir letztendlich nur vorstellen, wenn es eine offene Beziehung zu Dritt ist und alle voneinander wissen, ansonsten denke ich: Schiffbruch vorprogrammiert :cool:
In der Tat, da hast Du Recht. Und wie gesagt, es "klappt" auch nur für begrenzte Zeit. Dann ist die Sehnsucht nach dem, den man liebt, einfach zu groß und lässt sich nicht mehr verdrängen.
Aber eine Weile gehts "gut".

Schlaf gut, SuSo
 

Sweetdream

Mitglied
Hallo Mike,

ich hab grad einen langen Beitrag in einem anderen Thema dazu geschrieben (Verliebt in einen Chatter) und da gehts auch darum wie man trotz Partner in diese Gefühls-Achterbahn reingeraten kann und Du erfährst zumindest mal aus der Sicht einer Frau wie sowas möglich ist.

Was Susi S. geschrieben hat, kann ich 100 %ig unterschreiben (danke dafür!) denn genauso läuft es ab. Du kannst noch so unzufrieden sein in einer Partnerschaft, aber es ist das was Du sicher hast, vielleicht schon so lange wie einen Lieblingspulli der zwar inzwischen Löcher hat aber du bringst es trotzdem nicht fertig ihn wegzuschmeißen weil er dich früher mal gewärmt hat.

Bei mir wars ja auch noch so dass wir ein Kind hatten, ein denkbar schlechter Grund um zusammenzubleiben, aber dennoch ein weiterer Punkt auf der Contra-Liste.

Ich hab auch ein paar Leute wo ich sage DAS war was Großes zwischen uns aber ich weiß auch genau wenn ich mich tatsächlich getrennt hätte, dann hätte mein Mann irgendwann zu dieser Gruppe dazugehört denn es ist nun mal so dass die Zeit immer die positiven Sachen mehr hervorhebt als das weniger Schöne.

Alles Liebe für Dich!

LG Sweetdream
 

MikeD

Mitglied
Hallo Sweetdream,
ja, einige Parallelen....ich glaube aber nicht, dass sich da Frauen und Männer grossartig unterscheiden, ist vielleicht mehr eine Typ-Sache. Für mich war es am Anfang der "Beziehung" ganz klar: das passt, machen, gut. Man geht eben von sich selbst aus, nie hätte ich damit gerechnet, dass man eine "Sicherheit", und sei sie auch nicht mehr so prickelnd, über das Neue stellt. Aber dies kann ich mittlerweile nachvollziehen, es ist eben auch menschlich. Was ich insgesamt am schmerzhaftesten an der Situation empfand: man war machtlos und ohnmächtig gegen diese "Sicherheit", letztendlich hat man keine Chance dagegen. Was man daraus lernen sollte: wenn man Probleme in einer Beziehung hat: sich mit der Beziehung auseinandersetzen und mit dem Partner klären. Verlagert man die Probleme auf eine Affäre, dann wird man unter Umständen Leiden erzeugen, und zwar bei allen Beteiligten. Und am meisten leiden vielleicht die, die sich nicht entscheiden können?

Was ich mich auch noch frage: wenn man zurückgeht....da ist notgedrungen einiges zerbrochen, der Partner wird nicht ohne weiteres darüber hinwegsehen können.

Nun denn, ich bin nun fast mit beiden Beinen aus der Achterbahn ausgestiegen, und wünsche mir für Sie, dass Sie die richtige Entscheidung für sich getroffen hat und wieder glücklich wird. lg
 

nadiiine31

Mitglied
Hi Mike,

stimmt Hollywood endet anders, besser.
War fast 4 Jahre in so eine Angelegenheit vertstrickt. Hier meine Erfahrungen,die zum Teil allgemein gültig sind.
Ich lernte ihn kennen, und ich war wohl 26 jahre und ich glaubte noch nie so verliebt gewesen zu sein, mich hat es also voll und ganz erwischt.
Wir verlebten viele schöne Stunden, alles war so echt und wahr....
Aber dann, nach 8 Monaten erfuhr ich, dass er eine Freundin hat, mit ihr zusammenlebt und mit ihr ein damals 8 Monate altes Kind hat. Für mich tat sich ein Abgrund auf.
Unbeschreiblich.
Also auf deutsch, er zog natürlich die Sicherheit auch vor, ich hatte keine Chance, wäre da nur die Freundin, den Kampf hätte ich aufgenommen, aber das Kind...., nein.
Aber ich kam auch in Folge nicht von ihm los. Trotz das ich es wusste, trafen wir uns weiter.
Und ich litt immermehr darunter, es kamen dann auch der Satz: Warum haben wir uns nicht eher kennen gelernt?
Habe den Satz gehasst....
Also kurz und gut: Das erste Jahr war wunderschön----, aber dann merkte ich ja, dass wir nicht weiterkamen, das diese Geschichte im Grunde nur ein Kreis drehen war, dennoch hoffte ich weiter... kam nicht los.
Dann bekam ich Depressionen, einmal habe ich mich mit einer pflanzlichen Substanz in andere Sphären befördert, weil ich einfach nur noch vergessen wollte.
Das hätte dumm ausgehen können und die Sache wäre es nicht wert gewesen.
Das 2. Jahr war das schlimmste, im 3. begann ich dann schon mich anderen Dingen zuzuwenden, schaute auch mal wieder andere Männer an.
Und im 4. Jahr ist die Liebe gestorben, ich verliebt mich in einen andern (mit dem bin ich zwar letztlich auch nicht zusammen, aber es war nicht so schlimm...)
Ich hatte gedacht diese Liebe wird niemals enden, aber nein. Er meldet sich heute noch und denkt es geht weiter.
Aber ich könnte nie mehr an ihn ran. Anscheinend hat dies die Natur so eingerichtet, ich ekel mich vor ihm.
Auch kann ich überhaupt nicht mehr verstehn, was ich an ihm fand.
Es war nur verschwendete Zeit!
Also ich denke wenn eine Beziehung, Liebe sich in einem halben Jahr nicht weiterentwickelt, also wenn keine Entscheidung getroffen wird, dann kann man es lassen!
Dann kommt nix mehr.
Also lieber Mike, wenn du jetzt nach einem Jahr aussteigst aus dem Karusell, dann tust du das Richtige.
 

Susi Sorglos

Aktives Mitglied
Hi Mike,
stimmt Hollywood endet anders, besser.
Hollywood endet nicht besser sondern früher. Der Film ist zu Ende bevor so etwas wie eine Affäre beginnen kann, nämlich dann, wenn das Paar glücklich vereint ist. Sie sind verliebt und zusammen, da hat ein anderer keinen Platz. Wenn er dann einen Platz hätte, weil es inzwischen dieses Ding, was sich Alltag nennt, gibt, da sind die Filmgucker lange aus dem Kino raus.

SuSo
 

Sweetdream

Mitglied
Hi MikeD,

Vielleicht kann er es doch? Da reagiert doch jeder anders, soll doch auch nicht deine Sorge sein.
Also ich weiß nicht...irgend ein kleiner Rest bleibt da sicher bei jedem. Kommt halt drauf an wie stabil die Beziehung war. Ich hab mich oft gefragt wie ich selber reagiert hätte wenn es anders rum bei uns gewesen wäre...hätte mein Mann was übers Internet angefangen und sich mit ihr getroffen...mit ihr in einem Bett geschlafen! Wahrscheinlich wäre ich durchgedreht vor Eifersucht und ich hätte die Sache vor allem nicht so lange Zeit mit angesehen. Es grenzt wirklich an ein Wunder dass ich da mit enem blauen Augen rausgekommen bin.

Meine "Strafe" ist dass er mich jetzt nur äußerst ungern alleine irgendwo hin gehen lässt, er ist misstrauisch bei allem und jedem. Ich komme mir manchmal vor wie eine tickende Zeitbombe, denn es ist einmal passiert und kann jederzeit wieder passieren. Aber damit muss und werde ich leben müssen.

Ich denke auch, es war das Beste was Du tun konntest, Mike, auch wenns sicher viel Kraft gekostet hat und es ist noch nicht vorbei. Aber es wird besser, das kann ich Dir versprechen!

Lg Sweetdream
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
T Nach 6 Jahren - bleiben oder gehen? Liebe 25
Sisandra AW: Freundin zu faul um auf Toilette zu gehen... Liebe 0
S Die Gefühle gehen nicht weg Liebe 5

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!
  • Chat Bot:
    Dishonor hat den Raum verlassen.

    Anzeige (2)

    Oben