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Hochsensibel... wer zaehlt dazu?

Cenerentola

Aktives Mitglied
Liebe Leute,

es ist nicht lang her, als ich auf den Begriff "Hochsensibilitaet" gestossen bin... und ja, ich zaehle mich definitiv dazu, obgleich ich zwei "Kriterien" ausschliessen muss. 1. Ich habe keine Probleme mit Laerm, zumindest nicht in Form von Musik, auch kein Baulaerm... im Gegenteil, es gefaellt mir. Ich mag "lebendiges". Monotone Geraeusche, wie tickende Uhren in der Nacht, aber halte ich nicht aus. 2. Duefte... stoeren mich nicht, ausser sie sind sehr ekelhaft.

Das Thema interessiert mich natuerlich sehr und daher wuerde ich mich gerne mit weiteren "Betroffenen/Gesegneten/Leidtragenden" austauschen. Ich bin mir sicher, dass sich hier einige finden. Wir koennten ggf. dann auch "umziehen" oder eine Gruppe eroeffnen.

Wer ist dabei?
 

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MissHeisenberg

Mitglied
Ich würde mich selbst schon irgendwie als hochsensibel bezeichnen. Ich habe zB extrem dieses Problem mit Lärm und Gerüchen. Ich werde aggressiv, wenn Leute um mich herum nervös und hibbelig sind oder wenn ich hungrig bin und ich achte sehr viel auf Details und sehe so auch Dinge, die andere Leute gar nicht bemerken. Allerdings bin ich kein Fan von Selbstdiagnosen und ich glaube auch nicht, dass eine Diagnose bei mir irgendwas ändern würde. Ich würde trotzdem noch genau so weiter machen und leben wie bisher ;)

Denkst du denn, dass das dein Leben stark beeinflusst oder warum beschäftigt dich das so sehr?
 

Cenerentola

Aktives Mitglied
Hallo :)

Sagen wir mal... es erklaert so einiges... oder auch: Alles. Aber allein der Aspekt auf Gerueche und Gerausche empfindlich zu reagieren, scheint mir kein Indiz fuer extreme Sensibilitat zu sein, da, wenn ich an diverse Personen aus meinem Umkreis denke, die VIELZAHL empfindlich auf Gerueche und Geraeusche reagiert... und das sind wirklich teilweise Leute, die "eigentlich" ueberhaupt nicht sensibel sind... wie gesagt... MICH stoeren diese Dinge nicht. Ich habe mich aber gewundert, warum ich so stark auf Medikamente reagiere, auf Alkohol, Kaffee, Zigaretten,... warum mir Schlafmangel solche Probleme bereitet, warum ich ueberhaupt so schwer einschlafe, warum ich so tief fuehle,... warum mein ganzer Koerper mitfuehlt..., warum die vielen psychosomatischen Beschwerden im jugendlichen Alter, warum die immer waehrende Angst zu verletzen, und verletzt zu werden,... warum das staendige Gefuehl "anders" zu sein, warum ich so schoene Dinge malen und kreiieren kann, so dass es mich selbst verbluefft, warum ich von so vielen Menschen der Seelentroester war... usw., usw.,...

Ich finde das Thema sehr spannend. Ich lebe zur Zeit sehr isoliert. Bei mir hat es mit 30 Jahren einen Wendepunkt im Leben gegeben. Und ich musste raus. Ich habe einen Waschzwang entwickelt, der sich meines Erachtens aus der HS entwickelt hat. Ich konnte ein "normales" Leben kaum noch fuehren und habe an der Reissleine gezogen. Hab gedacht "ich zieh mich da jetzt raus. Alleine!". Hab meine Arbeit gekuendigt, bin ins Ausland mit meinem Ersparten und lebe seitdem auf einem Bauernhof. Es geht mir jetzt gut. Ich habe aber lange nicht begriffen... warum?!? HS scheint fuer mich die LOESUNG zu sein. Ich moechte einfach jetzt lernen damit besser umgehen. Denn obendrein hat sie auch meine Beziehung kaputt gemacht.

Also, ja, fuer mich ist das Thema sehr wichtig und vielleicht hilft es ja jemandem anderen auch, sich verstanden zu fuehlen. Wer in den gleichen Schuhen steckt, wird wissen, was ich meine... :)
 
G

Gast

Gast
Es werden etliche dazu zählen.
HSP ist keine Krankheit und Störung sondern Begabung.

Es gibt (leider) viele die daraus seit Jahren schon mit Pathologisierung Geld verdienen wollen.

Hier ist das falsche Forum um Anhänger zu finden für Gruppengründung. Hier sollen und wollen auch die meisten reflektieren und sich gegenseitig helfen und manchmal auch BeratSCHLAGEN.

Das ist nicht schön was hier manchmal an Worten wie Schlägen fällt für HSPler.

Suche bitte andere Foren auf. Hochsensibel eingeben und Foren und Du wirst fündig werden.

Hier ist ein Hilferuf Forum und keine Kontaktbörse vorrangig.

Ich finde ein separieren in andere Gruppen hier unpassend "in sensibel hochsensibel ect ".
 

Pantakea

Mitglied
Hallo,ja,ich gehöre dazu,das weiß ich......und ich empfinde es viel mehr als Fluch als Segen. Ich wünsche mir oft, viel gleichmütiger durch mein Leben gehen zu können.Nicht Verwechseln mit gleichGÜLTIG,das ist etwas ganz anderes.Aber hier offen im Forum dazu schreiben, Nein,das möchte ich nicht.Eine Gruppe wäre nicht schlecht.....LGPantakea
 
Zuletzt bearbeitet:

grisou

Aktives Mitglied
hallo,

ich bin nicht nur hochsensibel. auch eine scannerpersönlichkeit.

https://dempudelseinkern.wordpress.com/2014/01/10/die-s-personlichkeiten/


ich krieg meinen kopf nicht still. keine sekunde. immer ständig am kombinieren, analysieren, aufnehmen, vergleichen.


bei hochsensibilität mir hat da ein buch sehr geholfen.

Wenn die Haut zu dünn ist: Hochsensibilität - vom Manko zum Plus: Amazon.de: Rolf Sellin: Bücher

lärm und gerüche. das ist auch nicht so mein problem. viele menschen auf einmal. ich habe dann das gefühl. der raum vibriiert. ich kann auch nicht mich auf ein gespräch wirklich konzentrieren. ich höre das was im raum ist. die anderen gespräche auch.

ich nehme gut wahr wie andere drauf sind. passe mich dann an.

ich finde es toll. du hast das geschafft mit dem auswandern. dem bauernhof. hast du da auch tiere?

und das gefühl. ich gehöre nicht in diese welt. ich kenne das super gut. ich denke auch immer. ich will nach hause. :)
 

karlo_one

Aktives Mitglied
Es werden etliche dazu zählen.
HSP ist keine Krankheit und Störung sondern Begabung.


Hallo
Ich zähle auch dazu und ich muss sagen leider!
Für mich hat es auch nicht viel mit Begabung zu tun ich halte es ehr
für einem Fluch.
Viele Menschen,schlechte Gerüche,laute Musik,Lärm,Kälte,Wärme(also wenn es zu warm ist),enge Kleidung alles ein Horror für mich.
Und das Schlimmste sind die Schmerzen,wenn ich solchen Stresssituationen ausgesetzt bin.
Dann tut mir einfach nur noch alles weh.
Der Kopf der Rücken die Zähne die Schleimhaut im Mund beim essen,einfach alles
 

Violetta Valerie

Moderator
Teammitglied
Ich gehöre auch dazu. Wobei ich es auch weniger als eine Krankheit oder ein Symptom erachte, sondern eben einfach auf eine gewisse Ausprägung meiner Wahrnehmung.
Auf mich treffen so ziemlich alle Kriterien zu: Gerüche, Geräusche....all das wird mir schnell zu viel. Einfach deswegen, weil ich es mit einer großen Intensität wahrnehme. Bei mir ist es zusätzlich so, dass ich gewisse Sinneseindrücke aller "Kanäle" verknüpfe. Beispielsweise: Wenn ich etwas weiches anschaue, so see ich nicht nur die Oberfläche, ich fühle sie gleichsam mit den Augen. Es ist weich und angenehm. Umgekehrt empfinde ich es als Stress, mit harte Oberflächen anzuschauen.
Ich bin mir dessen nicht bewusst- es passiert einfach und es war schon immer so. Es ist so, als hätte ich keinen Filter vor meine Sinne geschaltet.
Man sagt mir manchmal, ich könne "Gedanken lesen"- natürlich kann ich das nicht, aber ich bin extrem empfänglich, für die Signale, de eine Person auf allen Ebenen aussendet. Natürlich sagt jeder viel mehr, als er es mit Worten tut. Ist also für mich kein Hexenwerk, dies dann zu deuten.
Da sehe ich auch ein großes Problem: Manche Leute fühlen sich davon angegriffen. Ich lege es ja nicht drauf an, iihre Psyche zu durchleuchten, aber das was sie mir zeigen nehme ich auf und übersehe nix. Dann heißt es: "Woher weißt Du das?" Naja, sorry, Du hast es ja deutlich gezeigt;)
Oft ist es auch störend, wenn ich zB von einer Assoziation sofort gefangen genomen werde: Da riecht es nach etwas, das ich damals gerochen habe, als ich dies oder jenes gemacht habe und schon bin ich wieder dort.
ABer alles in allem: Ich glaube, man sucht sich schon instinktiv ein Umfeld, das seiner Wahrnemhungsweise entgegen kommt. Du bist aufs Land gezogen: Eine gute Wahl.
Man sollte halt nicht versuchen, sich irgendwie zu verbiegen.
ZB: Momentan gibt es einen Trend bei Kinofilmen: Sehr laute Soundeffekte (plötzlich ein Rums- schlagartig von leise auf laut), Schnelle Bildwechsel und überhaupt überladene Szenen. Ich komme damit nicht klar. Ich kann das nicht genießen. es verursacht Streß. Also lass ich es halt und genieße Filme, die ohne solche Effekte auskommen
 

Cenerentola

Aktives Mitglied
Es werden etliche dazu zählen.
HSP ist keine Krankheit und Störung sondern Begabung.

Es gibt (leider) viele die daraus seit Jahren schon mit Pathologisierung Geld verdienen wollen.

Hier ist das falsche Forum um Anhänger zu finden für Gruppengründung. Hier sollen und wollen auch die meisten reflektieren und sich gegenseitig helfen und manchmal auch BeratSCHLAGEN.

Das ist nicht schön was hier manchmal an Worten wie Schlägen fällt für HSPler.

Suche bitte andere Foren auf. Hochsensibel eingeben und Foren und Du wirst fündig werden.

Hier ist ein Hilferuf Forum und keine Kontaktbörse vorrangig.

Ich finde ein separieren in andere Gruppen hier unpassend "in sensibel hochsensibel ect ".
Hallo.

Ich sehe die HSP auch nicht als Krankheit.

Und mit Sicherheit ist die HSP auch sehr, sehr facettenreich. Ich habe mich mit meiner HSP auch nie als SCHLECHT angesehen, nur eben als anders.

Ich habe das Thema HIER angesprochen, weil ich dieses Forum mag und ich mir natuerlich sicher war HIER einigen HSPlern zu begegnen mit denen ich mich gerne austauschen wuerde und eben auch von meiner Erfahrung berichten kann.

Im Uebrigen gibt es auch HIER im Hilfeforum die Moeglichkeit eine GRUPPE zu bilden. (Und wer will, kann sogar auf Partnersuche gehen im Forum...). Das Hilfeforum biete also mehr als nur Fragen stellen und Antworten.
 

kiablue

Aktives Mitglied
Ich weiß es noch nicht lange, meine Therapeutin hat es mir gesagt vor einem halben Jahr und mir ein Buch dazu empfohlen "hochsensible Lastenträger". Ein Buch über mich. Nicht nur hochsensibel, sondern auch noch Lastenträger. Heißt, ich löse die Probleme der anderen, schleppe sie mit mir herum. Brauche Tage, um ein Erlebnis mit Menschen so halbwegs zu verarbeiten, habe ich keine Zeit dazu, schleppe ich alles mit mir herum über lange Zeit.

Ich reagiere massiv auf Lärm. Ich höre alle meine Nachbarn, auch die 4 Etagen tiefer und bin manchmal am Durchdrehen, weil ich keine Ruhe finde, auch nicht mit Ohropax. Ich fühle die Probleme anderer, bin anders und werde auch als anders angesehen. Habe zu oft erlebt, dass man mich wegen meiner "Gabe" schei*e fand, obwohl man gar nichts gegen mich sagen konnte.

In diesem Buch stand ein Satz von jemandem, der es las. "Ich fühle mich als wäre ich 37 Jahre unschuldig im Gefängnis gewesen". Ja, genau so fühl(t)e ich mich auch. Ich habe lange gebraucht, bis ich das Buch lesen konnte, ohne im Heulen zu ersticken.

Ich fühle so wie es auch Violetta hier beschreibt und das hier

Da sehe ich auch ein großes Problem: Manche Leute fühlen sich davon angegriffen. Ich lege es ja nicht drauf an, iihre Psyche zu durchleuchten, aber das was sie mir zeigen nehme ich auf und übersehe nix. Dann heißt es: "Woher weißt Du das?" Naja, sorry, Du hast es ja deutlich gezeigt
Genau das ist es, was ich auch erlebe und worauf mir ein Strick gedreht wurde und mir um den Hals gehängt. Ich wurde gemobbt auf sehr harte Tour. Aus genau diesen Gründen. Ich sehe, ich höre, ich verstehe, ich spüre die Probleme anderer und manchmal noch vor ihnen selbst. Ich spüre die Stimmung in einer Gruppe, bevor ich den Raum betreten habe und reagiere darauf. Heißt, wenn es da drin Probleme gibt, gehe ich schon mit sehr viel Vorsicht dort rein.

Ich bin so wie ich bin. Ich mag es auch. Nicht alles, Lärmempfindlichkeit brauche ich nicht zum Beispiel. Aber es macht mich auch sehr traurig, eben weil ich aufgrund dieser "Gabe" immer falsch behandelt und eingeschätzt wurde. Es war schwer so zu leben. Aber ich bin froh, dass ich heute weiß, was es ist, warum es so ist und das macht es leichter und ich werde wohl auch Möglichkeiten finden, damit umzugehen, auf meine Leistungsfähigkeit zu achten. Bisher dachte ich immer, ich muss mehr können, ich muss mich zusammenreißen, andere schaffen doch auch viel mehr. Und damit habe ich mich kaputt gebastelt. Heute achte ich mehr darauf und setze Prioritäten.

Ich bin noch dabei zu begreifen, dass es mich tatsächlich so geben darf, wie ich bin. Dass es andere Menschen gibt, denen es genauso geht.

Danke für diesen Thread, kiablue
 

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