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Hilfe..meine Mutter ist Alkoholikerin seit 10 jahren

Concetta100

Neues Mitglied
Hey Leute..hier mal mein Problem :

Meine Mutter trinkt,seit ich 5 Jahre alt bin(jetzt bin ich 15) da habe ich es das erste mal mitbekommen,als mein Papa die ganzen weinpäckchen,kräuterschnäpse,Korbflaschen & noch vieles mehr , gefunden hat und ich durch Zufall ins Zimmer gekommen bin..das ganze Doppelbett war voller Flaschen..damals habe ich das ganz noch nicht richtig realisiert (wie auch,mit 5 Jahren) aber ich wusste,dass sowas nicht normal ist..früher war meine Mutter auch noch ganz anders..sie hat sich um mich gekümmert,hatte noch einen Job (den hat sie aber nicht wegen dem Alkohol verlassen sondern wegen mir,weil ich in die Schule kam&sie mittags da sein wollte), und sie war nicht so verdammt launisch ..
Heute ist alles anders,sie fängt schon morgens an zu trinken bzw. Es hat sie Nacht über nicht aufgehört&sie ist schon morgens betrunken.. Abends wenn mein Vater nachhause kommt,hat er gar keine Ruhe mehr,weil meine Mutter behauptet,dass er fremdgeht (das tut er NICHT !!!) und ihm sonst irgendwelche Vorwürfe macht..letztens kam sogar eine Aussage wie "na poppste mit deiner Tochter?" wie asozial ist sowas?! Und sowas nur,weil wir zusammen PlayStation gespielt haben & uns allgemein besser verstehen , als mit meiner Mutter..
Klar,ich liebe meine Mutter,aber wenn ständig irgendwelche Vorwürfe kommen und man immer nur fertig gemacht wird,kann man irgendwann nicht mehr..
Und das schlimmste war,als ich meinen Vater weinen gesehen habe..ich habe ihn nie weinen gesehen & das war wirklich das schlimmste!!! Und alles nur wegen meiner Mutter..
Die ganze Familie weiß,dass sie trinkt & keiner tut was.. Mein Vater droht immer damit,sich scheiden zu lassen..doch dann wird er doch wieder schwach,wenn sie dann mal nüchtern wird..im Streit heisst es immer "das war das letzte mal" und wieder passiert nichts..
Selbst bei mir in der Schule leiden die Noten darunter..ich bin jetzt in der 9. Klasse und muss mich echt anstrengen..ich wurde sogar schon von meiner Rektoren angesprochen,ob es familiäre Probleme gibt & alkohol im Spiel ist..aber ich KANN es keinem sagen..ich schäme mich irgendwie davor..
Die einzigen mit denen ich darüber reden kann,sind meine Oma (die auch schon mit meiner Mutter geredet hat,aber nix hat sich getan) und mein Vater..
Meine Mutter will sich nicht helfen lassen & trinkt heimlich..wenn man sie dann drauf anspricht,wird man nur angepampt..
Ich bringe schon seit Jahren keine Freunde mehr nachhause,weil es mir einfach zu blöd ist..
und es kam auch schon soweit,dass meine Mutter umgefallen ist & ihr ganzes Auge blau war..als sie drauf angesprochen wurde, hieß es , ICH hätte ihr ausversehen die Tür gegen den Kopf gehauen..

Was soll ich tun??
Mein Vater traut sich nie was zu tun & er kann nicht mehr..*
Und wenn meine Mutter einen Entzug machen würde,müsste mein Hund ins Tierheim,denn mein Vater arbeitet & ich muss zur Schule .. Mein Hund kann nicht allein zuhause bleiben..
Und mein Hund ist mir verdammt wichtig :(

Sorry für den langen Text..das war einfach alles in meinem Kopf..ich hoffe ihr könnt mir irgendwie helfen..
 

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das Gefühl

Aktives Mitglied
Hallo,

ich möchte Dir einen Film ans Herz legen: When a Man Loves a Woman – Eine fast perfekte Liebe (Originaltitel: When a Man Loves a Woman) ist ein US-amerikanisches Melodram aus dem Jahr 1994 um das Schicksal einer Familie, die die Alkoholabhängigkeit der Mutter entdeckt und damit umzugehen lernen muss. (habe ich aus Wikipedia kopiert).

Für den Alkoholismus Deiner Mutter brauchst Du Dich nicht zu schämen, es ist eine schlimme Erkrankung, die Familien zerstört. Du bist mit dieser Problematik leider nicht allein.
Ich möchte Dir noch einen Link vorschlagen: Al-Anon Familiengruppen - Alateen: Homepage Alateen

Dort kannst DU mit jungen Menschen sprechen, die ähnliche Erfahrungen haben, wie Du.

Ich denke, dass es wichtig ist, dass Du mit jemandem darüber sprichst. Die Lehrer wären schon mal keine schlechte Entscheidung.

Für Dich ist es wichtig, dass Du Dich abgrenzt. Deine Mutter muss auf jeden Fall eine Therapie machen, zur Not mit Druck und Hilfe von Außen. Ich kann Dich sehr gut verstehen, wenn Du Sorge um Deinen Hund hast, aber weißt Du, hier geht es darum, dass Du, Deine Mutter und auch Dein Vater Hilfe bekommen. Und ich glaube, für den Hund wird sich eine Lösung finden. Ich fürchte, Deine Mutter wird sich eh nicht so sehr um Deinen "Schatz" gekümmert haben, wenn sie denn zu der Zeit getrunken hat.
Schau bitte zu, dass Du Dir Hilfe holst, denn Du bist auch schon miterkrankt (bei Alkoholismus in Familien erkranken Mitglieder auch, weil sie eine Fassade aufbauen -Du weißt es ja-, die aus Lügen bestehen. Und das ist auf Dauer sehr ungesund).
Notfalls wende Dich ans Jugendamt.
Ich wünsche DIr von Herzen alles Gute!
LG
 
Zuletzt bearbeitet:

caramel.

Neues Mitglied
Hey,ich habe genau das gleiche Problem mit meiner Mutter. Wenn du mal mit mir reden möchtest schreib mir einfach mal [...]
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Sternschnuppe11

Neues Mitglied
Hi!
Ich kann dich so gut verstehen!Ich bin selber aus einer Familie wo die Mutter getrunken hat.
Mein Vater hatte schon seid ich 6 Jahre alt war das Weite gesucht,und uns Kinder(4),Alleine mit einer Alkoholkranken Mutter alleine gelassen.Manchmal kam er vorbei.Ich Heute bin ich 42 Jahre,und meine Mutter ist eine einsame 66Jährige Frau,die allerdings nunseid ca 4 Jahren Trocken ist.Sie wohnt nun in meiner Nähe.Ich habe gelernt durch viele Therapien,das es eine schlimme Krankheit ist,die die ganze Familie betrifft.Ich habe es erst mit ca 26 J.gemerkt,als mein erster Sohn da war.Da fing ich an mit Therapien.Ich bin durch diese Familienkrankheit Beziehungsunfähig,was nicht heißen soll,das man keine Beziehung haben kann.Es wird nur sehr schwierig für den Partner,deshalb ist es auch wichtig den Partner mit einzubeziehen,also ihm deine Geschichte zu erzählen,und Ihn auch mit nehmen zu Therapien,damit er das Ganze versteht.Man lernt mit den Jahren damit zu Leben,es wird immer wieder ein auf und ab geben,was aber auch bei nicht erwachsenenkindern von Alkoholikern so sein kann.Nur bei uns ist es noch etwas anders.Du solltest wirklich zusehen,das du Dir jetzt am wichtigsten bist,deier Mutter kannst du nicht helfen,das muß sie von alleine.Ich habe meiner Mutter verziehen,aber ich habe auch viele Jahre den Kontakt gemieden,um diesen Kreislauf zu durchbrechen.Meine Schwester zbsp hat es nicht geschafft,sie hat das Leben so weiter geführt,mit Drogen.Mein ältester Bruder ist mit 45 jahren als Alkoholiker in der Entzugsklinik gestorben.Er fing mit 12 jahren an zu trinken.Ich bin die einzige die den Absprung geschafft hat.Und darauf bin ich stolz.Du schaffst das auch!!!!!Denk jetzt an dich!An dein Leben,Deine Zukunft!Auch wenn es schwer fällt,du mußt das für dich tun!
Ich wünsche dir alles erdenkliche,und sehr viel Kraft!!!!!!!:daumen:
GlG
(Mir haben auch einige Bücher über dieses Thema Erwachsene Kinder von Alkoholikern,geholfen,da findet man sich oft selber wieder)
 

MitzlBitzl

Neues Mitglied
hey ich weiß ganz genau wie du dich fühlst weil meine mutter auch alkoholkrank is. nur ich hab niemanden in meiner familie mit dem ich darüber reden kann. meine eltern sind geschieden und meine schwester ist 26 und schon ausgezogen! also wenn du willst können wir uns gerne mal austauschen
lg mitzlbitzl
 
G

Gast

Gast
Hey ich kann dich mega gut verstehen.
Ich bin jetzt 15 (bald 16) und ich hab das Gefühl je alter
ich werde desto mehr trinkt sie glaub mir das ist ein scheiss Gefühl. Mittlerweile komm ich mir in unsere haus
vor wie in so nen Film, Überall sind Flaschen versteckt.
Daher ich vom Typ eher kalt bin, und weil meine Mutter
nicht soooo extreme alkoholikerrin ist, nehme ich meistens die Flaschen (wenn sie noch voll sind) und kipp das zeug aus.
Meine Eltern zerstreiten sich oft über den alk.

Aber jetzt mal zu dir.
Deine Mum MUSS in die Klinik und ich weis
es hört sich jetzt scheisse an aber was willst
du :
du wirst mitten in der Woche angerufen "deine Mutter
wurde tot aufgefunden" oder
dass dein Hund ins Tierheim kommt.

falls du mal reden magst schreib mich auf kik an:
pizzasucht
 
E

Edy

Gast
Tut mir auch leid, dass sie krank ist, mit Betonung auf krank, und ihr Verhalten sind Symptome der Krankheit, die zum Tode führen kann, d. h. sterben muss auch sie, niemand anders, auch wenns für alle Angehörigen natürlich nicht leicht ist.

"Hilfe" von außen ist so ne Sache, meist wenig von Erfolg gekrönt, auf Bevormundung aufgebaut und Rückfälle vorprogrammiert, auch statistisch so belegt, d. h. der Alkoholkranke braucht vor allem Respekt und Zuwendung auf Augenhöhe, den er bei der gängigen Alkoholtherapie kaum erhält, meiner Erfahrung nach (mit Angehörigen). Deshalb finde ich auch die Idee mit den Lehrern nicht besonders gut. Der Lehrer kann nichts anderes als ihr die Behörden auf den Hals zu hetzen.

Von daher würde ich zeitgemäß reagieren und auch Möglichkeiten in Betracht ziehen wie kontrolliertes Trinken, das mittlerweile auch angeboten wird und finanziert, glaube ich, wobei deine Mutter zwar nicht trocken wird, jedoch in die Lage versetzt werden könnte (selbstbestimmt) weiterzuleben, mit Betonung auf "leben".

Wenn sie bereit ist, traditionell trocken zu werden, und es sollte dauerhaft funktionieren, woran ich nicht glaube, auch gut.

Behördlichen Druck würde ich mir als liebender Angehöriger sparen.
 

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