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HILFE!!! Krankenkasse hat mich zwangseingestuft - will über 6000 Euro!

MessieGirl

Mitglied
Oh Gott... ich bin gerade so unglaublich verzweifelt und in Panik. Bitte, bitte helft mir, wenn irgendjemand von Euch etwas über dieses Thema weiß oder Rat hat, wäre ich gerade so dankbar.

Ich habe gerade allen Mut zusammen genommen und meine Post geöffnet. Davor habe ich nämlich solche Ängste, dass ich mir schon gewaltige Probleme damit eingehandelt habe... doch dies ist schlimmer als alles vorher! Meine Krankenkasse will auf einmal über 6000 Euro von mir haben!! In dem Schreiben steht, man habe mich zwangseingestuft vom Basisbeitrag der ungefähr 160 Euro betrug, auf über 600 Euro monatlich. Wieso genau, ist in dem Schreiben nicht erklärt. Allerdings gibt es folgenden Hintergrund: Ich bin schwer psychisch erkrankt, war monatelang im Krankenhaus deswegen und bin dann während meiner Erkrankung aus dem Krankengeld ausgesteuert worden, weil die Höchstbezugsdauer endete. Da ich zuvor nur befristet beschäftigt war, hatte mein Arbeitgeber meinen Arbeitsvertrag während der Erkrankung einfach auslaufen lassen. Ich musste mich somit arbeitslos melden und hätte ja eigentlich auch nach dem Krankengeld Anspruch auf ALG I gehabt. ABER die Arbeitsagentur zweifelte dies an, da ich ja wie gesagt unmittelbar aus dem Krankengeld kam. Mein Erlebnis dort war schlimm und sehr einschüchternd... die Sachbearbeiterin hat mich so klein gemacht und mir erstmal einen Gesundheitsfragebogen in die Hand gedrückt. Ich sollte diesen zuerst ausfüllen und einreichen, erst wenn dieser geprüft sei, könne man auch meinen Antrag auf Arbeitslosengeld I annehmen. Ich habe diesen Gesundheitsfragebogen fristgerecht abgegeben und mich darin auch als voll arbeitsfähig beschrieben, weil ich so wahnsinnige Existenzangst hatte. Doch dann hörte ich nichts mehr davon. Da ich unter schweren Depressionen, verbunden mit sehr starken sozialen Ängsten leide und absolut niemanden als Beistand habe, habe ich mich dann einfach nicht getraut bei der Arbeitsagentur nachzuhaken... ich habe es jeden einzelnen Tag in absoluter Panik vor mir her geschoben dort nochmal persönlich vorsprechen zu müssen. Und nun ist es ein Jahr her, seit ich mich arbeitslos gemeldet habe, ohne dass ich den eigentlichen Antrag auf ALG I eingereicht habe. Ich gehe davon aus, dass mein Anspruch somit nun ohnehin erloschen ist... Habe mich in meiner Not nun mit größter Überwindung beim Jobcenter gemeldet um vielleicht wenigstens ALG II zu bekommen. Das ist für einen normalen Menschen bestimmt absolut unverständlich und einfach nur bescheuert. Ich hasse mich auch selbst dafür. Meine Erkrankung hat mich so unnötig in so gewaltige Schwierigkeiten gebracht. Ich bin jeden Tag so am kämpfen überhaupt zu überleben und mich irgendwie auf den Beinen zu halten. Die Traurigkeit und die völlige Blockiertheit sind so gewaltig. Dazu noch die ganze Existenzangst. Ich weiß nicht mehr weiter...

Im Schreiben der Krankenkasse steht, ich müsse persönlich zum Gespräch in die Filiale kommen. Davor habe ich jedoch riesige Angst. Gerade weil mich die Krankenkasse schon während meiner Erkrankung pausenlos schikaniert, mit Schreiben und Anrufen bombadiert, mein Krankengeld mehrfach verweigert hat, usw. Das alles hat mich noch kränker gemacht.... ich habe solche Angst, bitte helft mir!
 

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_cloudy_

Urgestein
Hallo Messiegirl.

Mir ist das gleiche vor 7 Jahren passiert. Mich hat die AOK auch, obwohl null Einkommen, auf 600.- gesetzt. Ich hab das auch erst gemerkt, als ich schon bei über 7000.- Schulden war. Bei mir hieß es damals, das könne nachträglich nicht mehr zurückgesetzt werden.

Wenn du die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch hast, nutze sie! Das ist deine einzige Chance, die Schulden evtl. loszuwerden.

Wenn nicht, ruht dein Versicherungsschutz, bis alle Schulden getilgt sind, bedeutet, du darfst nur noch im Notfall zum Arzt.

Auf jeden Fall musst du es irgendwie schaffen, zu diesem Gespräch zu gehen. Vielleicht sind da sogar Nettere!

Das ist echt schlimm, wenn man in Schulden bei den KK kommt, ich wünsche dir viel Glück!!
 
D

deftoner

Gast
Hallo und guten Morgen
Ist ne dumme Sache, aber du kannnst vermutlich mit deiner Krankenkasse eine kulante Regelung aushandeln, wenn du die Situation genau so deutlich erklärst und nett und höflich darum bittest. Die KK haben da Spielraum. Wenn du dich allein nicht trauen solltest, dann hol dir Unterstützung vom sozialpsychatrischen Dienst deiner Region oder von Caritas oder Diakonie. Du solltest es jetzt halt nicht weiter verschleppen, sondern die Sache angehen, bevor dir das ganz um die Ohren fliegt. Wenn du detailliert deine Situation schilderst, dann kommen die dir sicher entgegen.
Die kennen schließlich deine Krankengeschichte.
Also, gehe es an und viel Erfolg dabei!
 

MessieGirl

Mitglied
Danke Dir! Ehrlich gesagt drehe ich hier gerade durch..... meine Lage ist eh schon so schlimm und dann die Depression. Ich kann nicht mehr. Ich kämpfe doch schon mit den einfachsten Dingen meines Alltags. Versuche nur noch irgendwie zu überleben. Aber mein Problemberg wächst und wächst. Ich habe schon einmal letztes Jahr ambulant psychiatrische Pflege beantragt, weil ich mit meinen alltäglichen Aufgaben einfach so restlos überfordert war/bin. Leider wurde die Kostenübernahme abgelehnt. Ich weiß einfach nicht mehr an wen ich mich noch wenden kann... Brauche so dringend Hilfe, denn meine Lage wird immer schlimmer und verfahrener. Ich habe horrende Schulden ohne mir je etwas "gegönnt" zu haben, sondern nur absolut unnötig, weil die Krankheit mich so handlungsunfähig macht.


Wieso kann die Krankenkasse mich überhaupt auf so ein hohes Einkommen schätzen, dass dieser Höchstbetrag zulässig sein soll? Die wissen doch, dass ich auch in meinen Arbeitsverhältnissen immer nur Geringverdienerin war und kennen meine lange Krankengeschichte. Wie soll ich denn nach Aussteuerung aus dem Krankengeld dann auch einmal das mindestens vierfache Einkommen erzielt haben? Zumal ich der Krankenkasse mitgeteilt hatte, dass ich arbeitslos bin und mich ja zumindest fristgerecht arbeitslos gemeldet habe, auch wenn ich es dann versäumt habe den ALG I Antrag abzugeben. Was sind denn das für menschenfeindliche Gesetze die der Krankenkasse so eine unlogische Einschätzung erlauben?
 
D

deftoner

Gast
Tja, warum die KK dich so hoch einschätzt .....? Kann sich da auch um einen Fehler handeln. Aber wenn es dir wirklich derzeit so schlecht geht, dann gehe lieber zum sozialpsychatrischen Dienst oder ..... Ich schätze, du hattest bereits in der Vergangenheit Kontakt zu einer derartigen Einrichtung.
Den sozialpsychatrischen Dienst gibt es bundesweit. Darüber kann dir das für dich zuständige Landratsamt oder die Stadt Auskunft geben (entsprechende Website). Einfach mal googeln. Eine stationäre, psychatrische Einrichtungen deiner Region müsste die Info auch haben. Oder lass dich doch von deinem Hausarzt eine Krankmeldung geben, dann weiß die KK gleich bescheid - der hat vielleicht auch die Info über entsprechenden Dienst.
Gute Besserung und mach dich nicht selbst verrückt. Wenn du dich drum kümmerst, dann bekommst du das auch sicher in deinem Interesse geregelt.
 

_cloudy_

Urgestein
Mich haben sie damals so hochgesetzt, weil sie mir Auskunftsbögen geschickt hatten, die von mir nicht beantwortet bzw. überhaupt wahrgenommen wurden. Dass der Grund der Tod meines Partners, wodurch ich mich um garnichts mehr kümmern konnte, dafür war, hat die AOK nicht interessiert.


Wurden dir auch solche Auskunftsbögen zugeschickt?

Hoffentlich bist du bei einer anderen KK.
 

Zebaothling

Sehr aktives Mitglied
Hallo , also um mal Klarheit in die Angelegenheit zu bekommen, Du schreibst , Du beziehst weder ALG I noch HartzIV , jetzt liegt natürlich die Frage nahe , wie finanzierst Du Deinen Lebensunterhalt.

Die Frage stellt sich wohl die KK auch, von daher ist es nicht verwunderlich , dass sie Dich so einstufen.

Du sagst Du bist nicht in der Lage Dich um die Dinge zu kümmern , da Du aufgrund der Erkrankung , der Blockade , der Angst etc . schon Probleme hast , die Post zu öffnen.

Das steht aber für die KK in absolutem Widerspruch zu der Tatsache, das Du ja Deinen Lebensunterhalt ohne irgendwelche Bezüge oder eine Arbeitsstelle finanzierst bekommst.

Kannst Du sicher nachvollziehen.

So nun die Alternative , die für Dich am besten ist, zumindest aus meiner Sicht , solltest Du jedoch auch mit einem Arzt besprechen, da wir hier im Forum ja nur Laien sind, auch , wenn wir uns in der Thematik auskennen.

Das ist der wichtigeste Punkt , such Dir einen Arzt , der die Diagnosen bestätigt , geh zu einem Hausarzt und schildere dem die Problematik, solltest Du dort abgewiesen werden , geh zum sozialpsychiatrischen Dient und schildere dort Dein Problem, genauso wie Du es hier im Forum getan hast , notfalls nimmst Du einfach Deinen ausgedruckten Beitrag mit.

Ich denke , das für Dich wichtig ist , dass Du krankenversichert bist , dazu sind sicher gespräche notwendig , die für Dich eine Hürde darstellen, Du schreibst Du hast niemanden, der sich mit Dir darum kümmert. Der sozialpsychiatrische Dienst , caritative Vereine , die Diakonie , können Dir da weiterhelfen, die stellen Dir nämlich einen gesetzlichen oder ehrenamtlichen Betreuer, je nach Diagnose, der Dir dann bei den Behördengängen hilft , bzw. Dich begleitet , damit Du die Gespräche führen kannst ohne Bammel haben zu müssen.

Wenn das in trockenen Tüchern ist, solltest Du , wenn Du , wie Du angibst horrende Schulden hast, schleunigst eine Schuldberberatung aufsuchen, damit Du entweder in Insolvenz gehen kannst , oder Dir einen Plan zurechtlegen kannst , wie die Schulden zurückzuzahlen sind.

Das wird aber einige Zeit dauern , in der Zeit solltest Du Dich , wenn es das Krankheitsbild zulässt darum kümmern mit professioneller Hilfe , dein Leben wieder selbstständig leben zu können, lernen, die Behördengänge selbst zu erledigen bzw. Gespräche dafür selber führen zu können, Du solltest allerdings immer darauf achten zu gesunden, das , sollte meiner Meinung nach für Dich im Vordergrund stehen. Da Du anscheinend selbst nicht dazu in der Lage bist, das für Dich beides zu bewerkstelligen, also Lebensführung und Gesundung , brauchst Du ganz klar professionelle Hilfe .

Das wird dazu führen, das Dein Schuldenberg nicht ins unermessliche wächst und Du die Zeit hast Dich privat so weit zu stabilisieren, das Du Dir erst einmal klarmachst, das Du die Ruhe hast , weil sich jemand um die Behördengänge kümmert, mit der notwendigen Tuhe im Bauch , gelingt es Dir dann später eine Sache nach der anderen in Angriff zu nehmen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialpsychiatrischer_Dienst

wie ein Vorposter schon geschrieben hat, ist der Dienst bundesweit er ist meist den Gesundheitsämtern angeschlossen, erkundige Dich , wer da zuständig ist und gehe dort hin.

Das zu allererst.

Du kannst auch hier anrufen

[h=4]Bundesweit[/h]
  • TelefonSeelsorge in Deutschland
    +49 (0)800 111 0 111 (gebührenfrei)
    +49 (0)800 111 0 222 (gebührenfrei)
 

Yannick

Moderator
Teammitglied
Hallo MessieGirl,

auch ich bin der Meinung, Du solltest Hilfe in Anspruch nehmen
und empfehle Dir Kontakt mit dem VdK aufzunehmen. Einfach
anrufen und nachfragen, welche Beratungsstelle in Deiner Nähe
ist. Die Mitgliedschaft im Verien kostet zwar einen geringen
Jahresbeitrag, aber dafür vertreten die Dich notfalls auch vor
Gericht.

Der VdK | Sozialverband VdK Deutschland e.V.
 
A

annakarina

Gast
Drei Dinge:

1. Sofort Widerspruch gegen den Bescheid einlegen. Das muss zwar eigentlich per Post und unterschrieben geschehen, aber solltest du es nicht zur Post schaffen - glaub mir, ich kenne das Problem hinreichend....:eek: -, dann mach es zumindest erst einmal via email. Und speichere dir eine Kopie ab.

2. Schalte deinen Arzt ein, damit er der KK einen Bericht zukommen lässt.

3. Melde dich möglichst noch heute bei dem für dich zuständigen sozialpsychiatrischen Dienst. Dein Sachbearbeiter wird mit dir zusammen das Problem angehen und bearbeiten. Das ist alles lösbar, aber das schaffst du mit deinen Ängsten nicht allein - ich würde es auch nicht können, aber ich hole mir immer sofort dann Hilfe beim SPDi.
 

MessieGirl

Mitglied
Tja, warum die KK dich so hoch einschätzt .....? Kann sich da auch um einen Fehler handeln. Aber wenn es dir wirklich derzeit so schlecht geht, dann gehe lieber zum sozialpsychatrischen Dienst oder ..... Ich schätze, du hattest bereits in der Vergangenheit Kontakt zu einer derartigen Einrichtung.
Den sozialpsychatrischen Dienst gibt es bundesweit. Darüber kann dir das für dich zuständige Landratsamt oder die Stadt Auskunft geben (entsprechende Website). Einfach mal googeln. Eine stationäre, psychatrische Einrichtungen deiner Region müsste die Info auch haben. Oder lass dich doch von deinem Hausarzt eine Krankmeldung geben, dann weiß die KK gleich bescheid - der hat vielleicht auch die Info über entsprechenden Dienst.
Gute Besserung und mach dich nicht selbst verrückt. Wenn du dich drum kümmerst, dann bekommst du das auch sicher in deinem Interesse geregelt.
Der sozialpsychiatrische Dienst, wenigstens der hier für mich zuständige, ist leider eine Katastrophe... Ich habe, als ich so krank wurde und mir nicht mehr zu helfen wusste, auch beim Sozialpsychiatrischen Dienst angerufen und um Hilfe gebeten. Damals war ich so am Ende, dass absolut gar nichts mehr ging, hatte jedoch noch keinen Therapeuten oder irgendeine andere Anlaufstelle. Die Dame vom Sozialppschiatrischen Dienst war mit der ich sprach, war sogar die Leiterin der für mich zuständigen Stelle... Sie erklärte mir, dass sie nicht zuständig sei. Nur bei akuter Suizidalität könne der Sozialpschiatrische Dienst mich eben in ein Krankenhaus einweisen lassen. Das war alles. Unfreundlich und kalt :(

Inzwischen weiß ich ja wenigstens wo ich selbst in eine Klinik gehen könnte... Aber das Ziel muss ja eigentlich sein wieder auf die Füße zu kommen in meinem Alltäglichen Leben. Zwar bin ich momentan psychisch wirklich wieder so unten, dass ich mir schon vorstellen könnte wieder in die Klinik zu gehen, aber das hilft mir ja nicht in Bezug auf meine Existenznot. Denn ich habe ja niemanden der mir in der Zwischenzeit zuhause diese Angelegenheiten klärt, Post öffnet oder irgendetwas. Ginge ich in die Klinik, wäre ich dort erstmal im geschützten Raum und würde mich vorrübergehend aufgefangen fühlen, aber zuhause nehmen die Katastrophen dann umso schlimmer ihren Lauf...:wein:
 

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