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Hilfe annehmen

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Hallo,
Ich bin 22 Jahre alt und nun seit knapp 5 Jahren in Therapie, mir verbleiben 10 Termine, da meine Krankenkasse schon die letzten Anträge nur mit Mühe und Not gewährt hat. Momentan bin ich an einem Punkt, wo es mir sehr schwer fällt Hilfe anzunehmen. Ich habe die letzten Termine eher in einer Art Trance erlebt und glaubhaft versichern können, dass ich zwar Probleme habe aber damit absolut gut umgehen kann und für jedes Problem eine passende Lösung habe. Ich gebe mich so, wie ich eigentlich überhaupt nicht bin und mein Psychologe scheint total zufrieden mit meiner Entwicklung zu sein, die jedoch eigentlich gar nicht stattgefunden hat sondern lediglich von mir dargestellt wird. Ich weiß selber nicht, warum ich das tue und mache es auch nicht bewusst, jedes Mal gehe ich wieder zu meinem Termin und möchte unbedingt reinen Tisch machen und zeigen, dass es eigentlich überhaupt nicht gut läuft und ich mir mehr Hilfe erhoffe, da ich mich kraftlos und gelähmt fuhle und jedes Mal wenn ich dort sitze fange ich an wie wild alles schön zu reden. Das empfinde ich als äußerst belastend. Hat irgendjemand ähnliche Erfahrungen? Oder kann mir einen Tipp geben? Viele Grüße
 

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Ja, was hast du den für eine Diagnose?
Was du schilderst ist das eines sehr introvertierten Menschen.
Du bevorzugst eine "minimal-stimulierende" Umwelt.
 
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Hallo - erstmal vielen Dank für deine Antwort.
Meine Diagnosen lauteten vor knapp 3 Jahren, als ich das letzte mal irgendetwas davon mitbekommen habe:

Bulimia nervosa
ADHS
Angststörung
Schwere depressive Episode

Als ich stationär behandelt wurde, bestand ebenfalls Verdacht auf eine schizoaffektive Störung und eine PTBS, jedoch wurde dies meines Wissens nach nicht weiter verfolgt.

Ja, ich bin sensibel und nein, ich finde das nicht schlimm, nur habe ich oft das Gefühl nicht ernst genommen zu werden und auch, dass mein Psychologe denkt, dass ich "einfach nur" hochsensibel bin.

Medikamente verweigere ich zur Zeit.
Methylphenidat und Citalopram waren ansonsten Mittel der Wahl, falls das irgendwen interessiert.

viele Grüße
 
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Medikamente dienen dazu, dich bereit zu machen, die Botenstoffe im Gehirn wieder zu stimulieren.
Bereit wieder real zu denken und zu empfinden.
Psychische Störungen und Erkrankungen sind schwer zu Therapieren, wenn die Neurotransmitter im Ungleichgewicht sind.
Für jede Störung gibt es bestimmte Therapiekonzepte, die die jeweiligen Gegebenheiten berücksichtigen.
Für die Therapie ist entscheidend, in welcher Situation sich der Betroffene zum Behandlungszeitpunkt befindet.
Sofern weitere (psychische) Erkrankungen vorliegen (Depressionen, Angsterkrankungen, Posttraumatische Belastungsstörungen), werden diese ebenfalls behandelt.
Je nach Art und Ausprägung der Erkrankung kommen hier ebenfalls psychotherapeutische, aber auch medikamentöse Therapien in Frage.
Die inneren Annahmen, die ein paranoider Mensch für sich trifft müssen in Verhaltensanalysen aufgeschlüsselt und mit der Realität verglichen werden.
So kann erfahren werden, daß das Gegenüber in vielen Situationen keine Gefahr darstellt, sondern freundlich gestimmt und wohl gesonnen ist.
Eine Psychotherapie kann nur erfolgreich sein, wenn es gelingt, ein gutes Verhältnis zum Therapeuten aufzubauen.
 

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