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Heimweh und Einsamkeit nach Umzug für Studium

G

Gast0998

Gast
Hallo zusammen,

diesen Freitag bin ich im Zuge meines Studiums von zu Hause weg in eine 400km entfernte Stadt gezogen. Meine Familie und ich sind an dem Tag ziemlich früh losgefahren und tatsächlich kannte ich bis dato weder mein WG-Zimmer noch die Mitbewohner, da im Wohnheim alles ohne Mitspracherecht zugeteilt wird.
Jedenfalls kamen wir Freitag Nachmittag an und ich war zumindest vom Zimmer positiv überrascht. Wir haben mein Auto ausgeleert, mein Zimmer eingeräumt und sind danach noch zum Italiener um das ganze ein wenig zu feiern. Danach ist meine Familie in ihr Hotel und ich in meine WG .. dort durfte ich dann feststellen, dass das Internet im Wohnheim einfach unmöglich ist. Ich meine: 'Die Google-Startseite lädt manchmal bis zu fünf Minuten'-unmöglich.

Am nächsten Morgen hat mich dann meine Familie nochmal abgeholt und wir sind im Hotel Frühstücken gegangen. Eigentlich wollten wir den ganzen Tag noch etwas unternehmen doch da 'Tag der deutschen Einheit' war, war natürlich alles geschlossen. Wir sind also wieder zurück zum Wohnheim, meine Familie hat mich abgesetzt und dann den Weg in die 400km entfernte Heimat angesetzt. Da ich krank und etwas genervt vor den Umständen war, hab' ich meine Familie aus irgend einem Grund nichtmal umarmt noch mich wirklich verabschiedet.
Kurz darauf hab' ich dann meinen ersten von vier Mitbewohnern kennengelernt, der zwar ganz okay ist, aber - wie irgendwie alle im Wohnheim - so in seinen eigenen vier Wänden lebt. Den restlichen, verregneten Tag musste ich dann irgendwie alleine todschlagen. Mein größtes Hobbie ist immernoch Filme ansehen .. meistens über Amazon Prime .. aber da das Internet ja nicht wirklich funktioniert, hab' ich mir einfach n' paar meiner alten Blu-Rays angesehen .. 12 Stunden lang..

..und dann ist 'heute'. Von 'Heute' bis 'Erstsemesterbegrüßung' stehen immernoch gut 72 Stunden. Ich kenne nur einen meiner Mitbewohner, weil die anderen erst im Laufe der Woche zurückkommen, aber was macht das für nen Unterschied in einer WG, inder alle aneinander vorbeileben? Ich kenne im ganzen Bundesland außerhalb der WG keinen einzigen Menschen und in der Stadt, in der ich Lebe, gibst Sontags nichts zutun.
Jetzt könnte man meinen mir wär nur 'Langweilig' und auch wenn das tatsächlich so ist, so bringt Langeweile natürlich noch einige weitere Probleme mit sich: Nach nur drei Tagen im Wohnheim vermisse ich meine Familie, meinen Hund, meine Freunde und meine Heimat soooooo sehr. Ich weiß zwar, dass das alles hier noch besser wird, dass der Umzug zu 100% die richtige Entscheidung war .. aber ich fühle mich hier so alleine, so fehl am Platz. Ich kenne niemanden und auch wenn ich versuche neue Leute zu treffen, so sitzen alle einfach in ihrer eigenen Welt, in ihrem eigenem Zimmer, vor ihrem eigenen Computer und kämpfen mit ihren eigenen Internet-Problemen.

Jeden Tag kommen mir die Tränen (und das als 20 jähriger Typ) - v.A. weil ich mich nichtmal richtig verabschiedet habe. Ich weiß, dass sich das alles ab Dienstag (der Begrüßung und dem Kennenlernen meiner Kommilitonen) ändern und im Laufe des Semesters geben wird .. aber heute und morgen noch das Heimweh und die Einsamkeit ertragen? Ohne wirkliche Möglichkeiten mich abzulenken? Gut, ich schreibe und lese noch gerne Drehbücher oder Fachbücher übers Filmemachen .. aber auf all das kann ich mich auch nicht wirklich konzentrieren.

Ich weiß auch nicht wirklich, was meine Frage ist. Wie überkomme ich Heimweh? ..oder.. wie überstehe ich Einsamkeit? Das sind sie vielleicht. Ich musste mir einfach selbst etwas klaarer über das alles hier werden und schreiben hilft mir da immer. Aber vielleicht hat hier ja jemand ein paar Ratschläge für mich.

Danke fürs Lesen.
 

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N

Nautilus

Gast
Ich kann dir als Student nur empfehlen: gehe zu allen möglichen Ersti-Veranstaltungen.
Meistens gibt es sehr sehr viele, gehe ruhig auch zu denen von anderen Fachbereichen.

Meistens sind das so Dinge wie Uni-Besichtigung/Führungen, Kneipentouren usw.
Da lernt man Leute kennen.. ich hab das damals leider nicht gemacht und bereue es!

Ich glaube Heimweh ist auch ziemlich normal, kein Wunder das dich das traurig macht. Immerhin sind 400km ja relativ weit, da ist man nicht mal schnell, um ein Wochenende zuhause zu verbringen. Ich glaube sobald du neue Freunde findest, wirds dir ziemlich schnell besser gehen, zumal du dann auch durch den Uni-Alltag abgelenkt bist.

Grüße
 

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