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Heilig vs. fies

G

Gast

Gast
Was ist eigentlich "besser":

a) eine Person, die normalerweise die Güte in Person ist (hilft Pfadfindern über die
Straße, etc.) , aber immer wieder mal ausrastet, was dann in aller Regel
anderen immense materielle und psychische Probleme bereitet

b) jemand, die/der eigentlich nicht gerade wirklich besonders heilig drauf ist
(z.B. bisschen von oben runter, fies), aber dann wieder in Fällen wirklich
nett und sympathisch und alles ist

Und warum?
 

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E

EuFrank

Gast
Hallo Gast!

Was ist eigentlich "besser":

a) eine Person, die normalerweise die Güte in Person ist (hilft Pfadfindern über die
Straße, etc.) , aber immer wieder mal ausrastet, was dann in aller Regel
anderen immense materielle und psychische Probleme bereitet

b) jemand, die/der eigentlich nicht gerade wirklich besonders heilig drauf ist
(z.B. bisschen von oben runter, fies), aber dann wieder in Fällen wirklich
nett und sympathisch und alles ist

Und warum?
Du beschreibst zwei Typen:
a) meist gut, in Ausnahmefällen schlecht
b) meist schlecht, in Ausnahmefällen gut

Du willst wissen, wer besser ist. Besser wofür? Gut kann etwas sein
x) im Hinblick auf etwas anderes (als Mittel zum Zweck)
y) im Hinblick auf sich selbst (als Zweck an sich selbst)
Die höhere Güte kommt dem Fall y) zu. Und dabei ist es wichtig, dass sich der Wert einer Handlung nicht nach deren Folgen (Zweck für etwas anderes) ablesen läßt, sondern nach der Gesinnung, mit der sie getroffen wurde (Zweck an sich selbst). Es kommt also auf die gute Absicht an. Diese kann man aber nicht unbedingt an Deinen Beispielen oben ablesen. Ich weiß nicht, warum a Pfadfindern hilft oder ausrastet. Fies ist auch nur eine Aussenwirkung von Typ b in Deinem Beispiel. Vielleicht meint er es ja ganz anders.

Fazit:
Die Güte einer Handlung läßt sich nicht an ihren Wirkungen ablesen, sondern an der Gesinnung, mit der sie getroffen wird.

Übrigens ist der, der sich um den Guten Willen bemüht, weit weniger Schwankungen ausgesetzt als der, der die Ziele seiner Handlungen ständig wechselt. Der gutwillige handelt meist konstant gut, der andere Typus ist eher fremdbestimmt, weil er den Zweck seiner Handlungen in Äusserlichkeiten setzt als in eine gute Gesinnung (Zweck an sich selbst).

Noch etwas zur Unterscheidung:
x unternimmt eine Handlung um einen bestimmten Zweck zu erreichen.
y geht es hauptsächlich um die gute Gesinnung. Die Handlung folgt sekundär.

Sorry, ist länger als nötig geworden.
 
C

Chris1970

Gast
Meiner Erfahrung nach ist es so:

Hüte Dich vor Menschen mit Heiligenschein, denn meist steckt nichts Gutes darunter!!!!

Nimm lieber die gewöhnlichen da weiß man , was man hat.
 
L

Lena7

Gast
Was ist eigentlich "besser":

a) eine Person, die normalerweise die Güte in Person ist (hilft Pfadfindern über die
Straße, etc.) , aber immer wieder mal ausrastet, was dann in aller Regel
anderen immense materielle und psychische Probleme bereitet

b) jemand, die/der eigentlich nicht gerade wirklich besonders heilig drauf ist
(z.B. bisschen von oben runter, fies), aber dann wieder in Fällen wirklich
nett und sympathisch und alles ist

Und warum?



Es hört sich so an, als wäre die erste Person evtl. eine Person die an Gott glaubt und von ganzem Herzen gutes tun will.

Dann hat diese Person eigendlich eine doppelte Verantwortung und kann sich nicht derart gehen lassen und ausrasten , so das sie andere dadurch belastet.
Es klingt so, als wäre diese Person selber belastet oder vielleicht nicht ganz gesund.
Dann denke ich, sollte sie aber ersthaft mit seelsorgerischem Beistand und Gebet bei Gott Hilfe suchen, wenn sie es nicht alleine schafft von dieser Wesensart los zu kommen.




Was nun besser ist es kommt darauf an, in wie fern besser?

Auf jeden Fall würde ich sagen, die erste Person die warscheinlich einen christlichen Hintergrund hat, trägt die größere Verantwortung dafür wie sie sich benimmt.
 
E

EuFrank

Gast
Hallo Lena7!

Es hört sich so an, als wäre die erste Person evtl. eine Person die an Gott glaubt und von ganzem Herzen gutes tun will.

Dann hat diese Person eigendlich eine doppelte Verantwortung und kann sich nicht derart gehen lassen und ausrasten , so das sie andere dadurch belastet.
Es klingt so, als wäre diese Person selber belastet oder vielleicht nicht ganz gesund.
Dann denke ich, sollte sie aber ersthaft mit seelsorgerischem Beistand und Gebet bei Gott Hilfe suchen, wenn sie es nicht alleine schafft von dieser Wesensart los zu kommen.




Was nun besser ist es kommt darauf an, in wie fern besser?

Auf jeden Fall würde ich sagen, die erste Person die warscheinlich einen christlichen Hintergrund hat, trägt die größere Verantwortung dafür wie sie sich benimmt.
Die Überschrift des Threads (Heilig vs. fies) legt diese Interpretation nahe. Ein Heiliger (gibt es solche Menschen überhaupt?) kann auch manchmal negativ erscheinen. Genaugenommen wäre er aber unfehlbar in seinen Handlungen.

Und ein Fieser könnte (aus Versehen?) wohl mal eine Handlung ausführen, die bei anderen Gefallen findet (aus welchen Gründen auch immer). Das könnte ein Zufallsprodukt sein. Ein Fieser kann objektiv etwas Gutes tun mit subjektiv schlechter Absicht.
 

Polux

Aktives Mitglied
'Gut' - 'Schlecht' - sind doch menschliche Begriffe die einer Definition bedürfen. Ein 'immer' guter Mensch? Für wen immer 'gut'?
Ein Massenmörder kann ein 'guter' Vater sein - was nicht heißt, dass er nicht bestraft werden soll - trotzdem wäre vielleicht ein Teil von ihm gut für seine Kinder.



und nebenbei
Es hört sich so an, als wäre die erste Person evtl. eine Person die an Gott glaubt und von ganzem Herzen gutes tun will.
...
Es klingt so, als wäre diese Person selber belastet oder vielleicht nicht ganz gesund.
Dann denke ich, sollte sie aber ersthaft mit seelsorgerischem Beistand und Gebet bei Gott Hilfe suchen, wenn sie es nicht alleine schafft von dieser Wesensart los zu kommen.
...
Auf jeden Fall würde ich sagen, die erste Person die warscheinlich einen christlichen Hintergrund hat, ....
na ja, jedem sein 'Glaube' - ich frage mich nur: woher nehmen Christen nur so häufig die Arroganz zu denken nur sie hätten eine Moral und Menschen die nicht an Gott (bzw. 'ihren' Gott) glauben wären 'wahrscheinlich' 'nicht ganz gesund'?
 
L

Lena7

Gast
Hallo Lena7!

Die Überschrift des Threads (Heilig vs. fies) legt diese Interpretation nahe. Ein Heiliger (gibt es solche Menschen überhaupt?) kann auch manchmal negativ erscheinen. Genaugenommen wäre er aber unfehlbar in seinen Handlungen.
Hallo Frank,
In der Bibel sind die Heiligen, die, welche die Erlösung Jesus angenommen haben, und von ganzem Herzen Gott folgen.
sie sind geheiligt durch IHN.
die Bibel sagt,das wir den alten Menschen ablegen sollen Eph 4. 26 und die Werke des Fleisches ablegen sollen.

Galater 5 beschreibt die Werke des Fleisches: Unzucht,Unreinigkeit,...Götzendienst, Zauberei,Eifersucht, Zorn, Zank,Neid, Saufen, Fressen.....

Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlchkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit.

Ich glaube nicht das ein solcher Mensch unfehlbar sein muß, oder sein kann.

Den unfehlbar ist niemand!

Aber wenn diese Charaktereigenschaften immer wieder in dem maß auftauchen, das andere Menschen sogar stark darunter leiden, ist das sicher nicht normal und richtig.

Ich spreche jetzt von einem Menschen der an Gott glaubt ( weil die Überschrift das andeutet)
Natürlich kann jeder fallen, sonst müßte es keine Vergebung geben, die wir alle immer wieder nötig haben.


Und ein Fieser, hm, der hat wohl aus sich selber nicht viel Möglichkeiten anders als fies zu sein;), denn die eigene menschliche Anstrengung daran etwas zu ändern ist sehr begrenzt.




LG
Lena
 
Zuletzt bearbeitet:
L

Lena7

Gast
'Gut' - 'Schlecht' - sind doch menschliche Begriffe die einer Definition bedürfen. Ein 'immer' guter Mensch? Für wen immer 'gut'?
Ein Massenmörder kann ein 'guter' Vater sein - was nicht heißt, dass er nicht bestraft werden soll - trotzdem wäre vielleicht ein Teil von ihm gut für seine Kinder.


und nebenbei


na ja, jedem sein 'Glaube' - ich frage mich nur: woher nehmen Christen nur so häufig die Arroganz zu denken nur sie hätten eine Moral und Menschen die nicht an Gott (bzw. 'ihren' Gott) glauben wären 'wahrscheinlich' 'nicht ganz gesund'?



'Gut' - 'Schlecht' - sind doch menschliche Begriffe die einer Definition bedürfen. Ein 'immer' guter Mensch? Für wen immer 'gut'?
Ein Massenmörder kann ein 'guter' Vater sein - was nicht heißt, dass er nicht bestraft werden soll - trotzdem wäre vielleicht ein Teil von ihm gut für seine Kinder.


und nebenbei


na ja, jedem sein 'Glaube' - ich frage mich nur: woher nehmen Christen nur so häufig die Arroganz zu denken nur sie hätten eine Moral und Menschen die nicht an Gott (bzw. 'ihren' Gott) glauben wären 'wahrscheinlich' 'nicht ganz gesund'?



Nein, so ist das nicht, es gibt auch Menschen, die keine Christen sind, von ihrem Chrarakter her aber besser als Christen.
Ich meine nur ein Christ darf sich so etwas wie hier beschrieben nicht erlauben.......ich denke nicht, ein Mensch der nicht glaubt ist nicht ganz gesund;):D
Kann vielleicht mit so ein paar Sätzen schlecht verständlich machen, was ich meine.


LG
Lena
 

FreshDumbledore

Aktives Mitglied
Was ist eigentlich "besser":

a) eine Person, die normalerweise die Güte in Person ist (hilft Pfadfindern über die
Straße, etc.) , aber immer wieder mal ausrastet, was dann in aller Regel
anderen immense materielle und psychische Probleme bereitet

b) jemand, die/der eigentlich nicht gerade wirklich besonders heilig drauf ist
(z.B. bisschen von oben runter, fies), aber dann wieder in Fällen wirklich
nett und sympathisch und alles ist

Und warum?

Weder das eine noch das andere ist meiner Meinung nach gut. Ich finde beim Charakter ist Ausgewogenheit am wichtigsten. Nur dann kann man in jeder Situation angemessen reagieren.
 

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