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Hat mein Vater Alzheimer?

Soprania

Mitglied
Seit einiger Zeit mache ich mir Sorgen um meinen Vater, weiler bedenkliche Symptome aufweist.

Mein Vater war schon immer sehr vergesslich. Hat hier und damal etwas liegen lassen und sich mehrmals von zu Hause ausgesperrt. Aber inletzter Zeit gab es schon mehrere Auffälligkeiten, die immer öfter vorkommenund schlimmer werden.

Die häufigsten Symptome sind, dass er immer öfter auchwichtige Dinge vergisst, wie z.B. sein Handy, seine Kamera, seine Kontokarteusw. Meines Wissens nach ist das bisher immer gut gegangen, aber ich habedeswegen Bedenken.

Außerdem sperrte er sich in seinem neuen zu Hause schonmehrmals aus, weshalb er sich Tricks überlegen musste, anderweitig wieder reinzu kommen. Auch den Schlüssel von seiner Garage verlor er, weshalb sich diesenicht mehr schließen lässt.

Ein Freund von ihm berichtete, dass er bei einem gemeinsamenAusflug oftmals sehr verwirrt gewesen sein soll, weil er beim Segeln mehrmalsins Wasser fiel, sowie auch seine Kamera und Speicherkarte.

Dieses Jahr vergaß er sogar zum ersten mal meinenGeburtstag, obwohl es ein runder Geburtstag war. Darüber war ich zuerst sehrtraurig, aber mittlerweile habe ich den Verdacht, dass mein Vater vielleichtAlzheimer haben könnte. Denn in verschiedenen Berichten hörte ich schon vielesüber solche und so ähnliche Symptome.

Immer wieder habe ich Angst um ihn, dass ihm eines Tagesetwas schlimmes passieren könnte und hinzu kommt, dass er sehr weit weg von mirwohnt, sodass ich nicht die Möglichkeit habe ab und zu mal nach ihm zu schauen. Auch hätte ich nicht die Möglichkeitselbstständig zu ihm zu gelangen, weil ich mich ansonsten auf Grund meinerOrientierungsschwierigkeiten verlaufen würde.

Das bedeutet falls irgendetwas wäre, müsste ich mir Hilfeholen, in der Hoffnung diese zu bekommen.

Ein weiteres Problem ist, dass er ärztliche Hilfe ablehntund sich sogar dadurch beleidigt fühlte, als man ihm diese riet.

Daher frage ich mich, wie ich ihm trotz weiter Entfernunghelfen könnte. Dort wo er jetzt wohnt war ich noch nie. Wie könnte manherausfinden was er hat, ob nun Alzheimer oder etwas anderes? Und wie könnteman ihm helfen?

Kennt sich hier jemand auf diesem Gebiet aus?
 

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K

kasiopaja

Gast
Das einzige was Du tatsächlich tun kannst ist - ob er will oder nicht - einen Termin beim Neuropsychologen mit ihm zu vereinbaren und ihn da untersuchen lassen. Dann weißt Du sicher , was er hat.

Viel kannst Du aus der Entfernung tatsächlich nicht unternehmen. Vor allem wenn er sich dagegen sperrt.
 

Sisandra

Moderator
Teammitglied
Es nützt ja auch nichts eine Untersuchung zu vereinbaren zu der dein Vater dann nicht hingehen würde.

Du hast von einem Freund deines Vaters geschrieben. Hast du noch Kontakt zu ihm? Könntest du den bitten deinen Vater mal von einem Arztbesuch zu überzeugen?
 

Steph_S

Aktives Mitglied
Seit einiger Zeit mache ich mir Sorgen um meinen Vater, weiler bedenkliche Symptome aufweist.

Ein weiteres Problem ist, dass er ärztliche Hilfe ablehntund sich sogar dadurch beleidigt fühlte, als man ihm diese riet.

Daher frage ich mich, wie ich ihm trotz weiter Entfernunghelfen könnte. Dort wo er jetzt wohnt war ich noch nie. Wie könnte manherausfinden was er hat, ob nun Alzheimer oder etwas anderes? Und wie könnteman ihm helfen?

Kennt sich hier jemand auf diesem Gebiet aus?
und wie alt ist dein Vater???

Das Problem ist, dass ihn niemand in seinem Alltag sieht. Jemand der ihn ständig sehen würde könnte mit Sicherheit noch viel konkreteres sagen, da läuft sicherlich noch viel mehr schief. Die Aussage von dem Freund der die Verwirrtheits-Zustände bezeugen kann, ist relativ wichtig.

Spreche mit einem professionellen Pflegedienst, der bei ihm in der nähe ist, die haben viel Erfahrung mit solchen fällen, die können Dich qualifiziert beraten. Spreche mit seinem Hausarzt, als angehörige wird er Dich anhören, schildere ihm die Bedenken und konkrete Sachverhalte die Du für problematisch hältst. Unter Umständen musst Du mit mehreren Pflegediensten sprechen bist Du den richtigen Profi gefunden hast der die Qualifikation hat Demenz-kranke einzuschätzen und entsprechend zu beraten.

Demenz ist ein Tabu-Thema. Dass dein Vater beleidigt reagiert auf Angebote ihm zu helfen, ist ein teil des Krankheitsbildes. Er ist nicht mehr in der Lage seine eigene Situation richtig einzuschätzen. Demenz kranke neigen oft zu Aggressionen. Es ist schwer seine Autonomie aufgeben zu müssen.

Entweder kommt dein Vater von alleine zur Einsicht, oder er wird irgendwann einen gerichtlichen Betreuer haben, spätestens wenn die Nachbarn sein auffälliges Verhalten bei den Behörden zur Anzeige bringen. Manchmal kommt auch die Polizei weil irgendwas passiert ist, die machen dann auch einen Bericht, verständigen das Gericht etc.

Ich denke der Pflegedienst und der Hausarzt sind der beste Ansatz den Du hast. Pflegedienst und Hausarzt arbeiten in der Regel sehr gut zusammen, die haben viele solcher Fälle und manche sind noch viel komplizierter.

Dein Vater wird wahrscheinlich irgendwann bemerken dass er es alleine nicht mehr Pakt. Es ist sehr gut wenn Du darauf vorbereitet bist.
 
K

kasiopaja

Gast
Ein Pflegedienst wird nur aktiv werden , wenn ihn jemand beauftragt und bezahlt.

Da die TE selbst unter Betreuung steht, kann sie das nicht.

Da der Vater nicht unter Betreuung steht, wird er auch niemanden aktzeptieren und zwingen kann man ihn nunmal - rein rechtlich nicht.

Wobei ein Gespräch mit dem Hausarzt vielleicht gut wäre, sofern er einen hat.
 

Yannick

Sehr aktives Mitglied
Hallo Soprania,

Es gibt viele Ursachen für Vergesslichkeit und eine korrekte Diagnose
kann nur der Arzt stellen. Wenn Dein Vater das nicht möchte, dann
wirst Du abwarten müssen. Solange sich die Vergesslichkeit im Grenzen
hält, wird da niemand vor Ort eingreifen.

Wie kasiopaja bereits schrieb: Versuche den Hausarzt zu kontaktieren.
 
Zuletzt bearbeitet:

Soprania

Mitglied
Danke für die Antworten.

Zu dem Freund meines Vaters habe ich selber keinen Kontakt. Mein Vater ist 67 Jahre alt.

Für mich persönlich ist es erstmal wichtig zu wissen, welche Symptome auf Alzheimer hindeuten. Denn vielleicht hat er auch eine andere neurologische Erkrankung oder ist einfach nur generell sehr tüttelig.

Daher hoffe ich, hier vielleicht noch eine Antwort vom einem Arzt oder Angehörigen einer Betroffenen Person zu bekommen, der/die sich auf diesem Gebiet gut auskennt.

Formales kann ich nicht für ihn erledigen, weil ich darin selber Hilfe brauche.

Ich hoffe so sehr, dass nichts schlimmes passieren wird.
 
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