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Hat die Beziehung noch eine Chance?

E

EinstGeliebtesHerz

Gast
Hallo liebe Foren-Gemeinde,

ich denke diesen Titel haben hier einige Beiträge, jedoch habe ich bisher keinen gefunden der mir in meinem Fall weiterhilft. Ich versuche mal Schritt für Schritt vorzugehen um euch ins Bild zu setzen.

Zunächst die Fragen die ich mir Stelle:

1. Wie sähe ein weiterer möglicher Weg aus? Vielleicht bin ich nur zu blöd ihn zu sehen.
2. Hat in diesem Fall eine Paartherapie Sinn oder ist es rausgeworfenes Geld?
3. Hat die Beziehung überhaupt Sinn und eine Zukunft? In meinen Augen ja.

Die Rahmenbedingungen
Ich bin ein Student und seit einem Jahr und 3 Monaten mit meiner berufstätigen Partnerin zusammen. Zum Abschluss meines Studiums bin ich für 9 Monate an eine Partneruni ins 100km entfernte Ausland gegegangen und wir haben nun seit einem Monat eine Fernbeziehung. WIr haben die Möglichkeit uns mindestens einmal im Monat für eine Woche zu sehen und sie war bereits schon einmal mit hier. Nächste Woche kommt sie wieder und wir fahren dann gemeinsam nach Hause, da ich eine Woche Ferien habe.
Für sie ist es die erste Beziehung und für mich die zweite. Meine erste ging in einer Fernbeziehung zu Bruch, weil meine Ex noch etwas mehr vom Leben erwartete und sich ausprobieren wollte. Sie war auch weit jünger als ich und ich bereue nicht dass es so kam wie es kam. Meine jetzige Partnerin hat schon einige enttäuschende Schicksalschläge (nicht mit Männern) in ihrem jungen Leben (sie ist ein Jahr älter als ich) hinnehmen müßen (Familie, Ausbildung, Freunde). Mein Mutter war alleinerziehend seit ich 10 bin, aber ich habe noch Kontakt zu meinem Vater und verstehe mich sehr gut, auch wenn ich jetzt schon weiß, dass ich es besser als er machen möchte und für meine Kinder da sein.

Die Persönlichkeiten
Ich habe im Laufe der Zeit ein starkes Selbstbewußtsein entwickelt und bin ein ehrgeiziger Typ dem nie langweilig ist. Wenn ich mich verliebe dann mit vollem Herzen und hingabe. Wer schonmal etwas über die Persönlichkeit von Krebs-Geboren gelesen hat, dem kann ich sagen, dass trifft größtenteils auf mich zu. Ich bemühe mich ein sehr guter Freund zu sein und bekomme von ihr auch die Bestätigung, dass mir dies gelingt. Ich bin nicht nur ihr Mann, sondern auch ihr bester Freund. Auch ihre Freundinnen und Eltern bestätigen, dass ich ein echter Glücksgriff bin. Damit genug der Lobeshymnen und hier mein Defizit: aufgrund meines Ehrgeizes habe ich schonmal reichlich Arbeit auf dem Tisch und muss, auch wenn ich es nicht will, die Beziehung hinten anstellen. Das hat sich zwar mit der Zeit gebessert, aber der Ehrgeiz hat mich ins Ausland getrieben und in diese 2. Fernbeziehung, was sie mir schwer übel nimmt.
Sie im Gegensatz zu mir ist äußerst schüchtern (nicht in allen Dingen, aber vielen) und zurückhaltend wenn es darum geht ihre Meinung zu äußern oder ihren Willen durchzusetzen. Des lieben Friedens Willen steckt sie auch schonmal ein, was dann leider schon so weit geht, dass das Seelische auf das Körperliche wirkt und sie krank macht (Übelkeit, Bauchweh, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen). Sie ist wie ich sehr romantisch veranlagt und anhänglich, was unserer Beziehung nicht schadet, sondern zu vielen schönen Momenten verholfen hat.

Der Konflikt
Puh, nun das schwierigste Thema, wo liegt unser Problem? Fange ich mal mit ihrer letzten Aussage an: sie fühlt sich nicht wohl in unserer Beziehung, denn ich bin nicht da um sie in den Arm zu nehmen und sie fühlt sich deshalb einsam und ständig traurig. Den größten Wert in einer Beziehung hat für sie der Körperkontakt und telefonieren, chatten, sms, emails sind da kein adequater Ersatz. Ebensowenig kann sie Vorfreude auf unsere gemeinsame Zukunft dauerhaft entwickeln und denkt dann immer das die Fernbeziehung noch so lange ist und es sooo lange hin bis wir uns wieder sehen (Pessimismus). Selbst wenn der Besuch für nächstes Wochenende geplant ist. Auch die Verabschiedung am Telefon tut ihr zusätzlich weh und zu tränen bringen. Wer schon einmal einen Tag lang geweint hat, weiß wie anstrengend das ist, demzufolge hat sie auch immer weniger Kraft und fragt sich wozu das Ganze. Es ist auch schon mehrmals vorgekommen, dass sie die Beziehung beendete. Jedoch etwas später fanden wir immer wieder das Gespräch und den Willen weiter zu machen, sodass wir keinen Streit über die Nacht hinweg trugen. Wenn wir uns streiten dann immer nur um Kleinigkeiten und Missverständnisse, wobei da ihre Eifersucht mit reinspielt, die natürlich aus den Verlustängsten heraus wächst. Die Angst vor der Einsamkeit erkläre ich mir noch aus dem Fakt, dass sie nie im Leben wirklich lang allein war, denn sie hat eine Schwester und ihre Mutter ist Hausfrau. Ich im Gegensatz bin Einzelkind und habe gelernt mich alleine zu beschäftigen und damit zurecht zu kommen.

Was wir versuchten
Zu Beginn planten wir gemeinsam ins Ausland zu gehen und traffen alle notwendigen Vorbereitungen. Mein Entschluss diesen Schritt zu wagen, fasste ich bereits vor der Beziehung und sie wusste recht bald auf wenn und was sie sich da einließ. Am Anfang in der Verliebtheit-Phase sagte sie auch spontan, dass sie mit mir mitkommt. Allerdings bereut sie dies heut, denn je näher der Abreisetag rückte desto unwohler wurde ihr. Sie ist einfach nicht der Typ Mensch der so einen Wechsel in ein anderes Land und eine andere Kultur vollzieht. Außerdem hatte sie Angst allein sein zu müssen bin ich in der Uni, sodass sie sich dann doch entschied daheim zu bleiben, bei ihrer Familie. Wie sich mittlerweile gezeigt hat, gibt ihr die Nähe zur Familie auch nicht den nötigen Rückhalt um die FB zu überstehen und sie bereut auch diesen Entschluss. Bei ihrem Besuch hier, ging es hier wiedererwarten sehr gut, nur die Vorstellung dann hier auch arbeiten zu müssen ist ein Tabuthema und macht ihr Angst.
Natürlich hatte sie im Vorfeld versucht mich zum bleiben zu überreden, teilweise auch in dramatischen Szenen aber ich blieb sturr, erklärte ihr mehrfach meine Beweggründe und das es keine Entscheidung gegen sie ist sondern, für uns, damit wir uns eine gemeinsame Zukunft aufbauen können mit den Möglichkeiten die mir diese Ausbildung hier gibt. Leider flehte sie immer wieder und einmal ging auch meine Geduld zu Ende und ich fuhr sie barsch an, dass der Zug abgefahren ist und ich gehe. Diese Aussage hat sie sehr verletzt und behält sie noch heute oft in Erinnerung, erst Recht wenn wir mal wieder einen Streit haben. Sie sagt sie kann mir nicht vertrauen, obwohl sie es doch wieder kann, denn wenn sie mir Vorwürfe aus Eifersucht macht, weiss sie zwar ich bin gar nicht der Typ zum Fremdgehen aber dennoch hält sie nichts zurück sich da rein zu steigern bis es wieder kracht. Ich weiß sie versucht an sich zu arbeiten und macht auch fortschritte, aber dennoch kommt es zu solchen Szenen wodurch sie mittlerweile schon mal daran denkt sie schafft es nicht und es wäre für uns beide besser wir beenden es. Ich versuche ihr meine Liebe auf alle erdenklichen Arten zu beweisen, schaffe es aber nicht grundlegend ihre Einstellung zu dem Ganzen zu ändern sondern nur Phasenweise ihre Stimmung aufzuheitern. Hinzukommt, dass sie schon von einigen Menschen im Leben enttäuscht wurde und warum sollte das bei mir anders sein?
Kurz gesagt versuchten wir, dass sie mit zu mir kommt -> Angst vor Fremde, Entfernung zur Familie und eben sind wir bei der Lösung, dass sie 2-5 Woche in Dtl ist und 1-2 Wochen bei mir -> Traurigkeit des Alleinseins, Eifersucht, Verlustangst.
Den Schritt uns zu trennen schaffen wir beide nicht zu vollziehen, denn wir wollen ihn von Herzen nicht.

Weitere Überlegungen meinerseits

Nun, ich weiß sie hat eine Einstellung zu dem Ganzen, welche es schwer macht, aber ich weiß auch, dass die Lösung nicht darin liegt sie umzuerziehen. Das funktioniert bei Menschen nicht. Aber ich denke sie muss lernen mit ihren Gefühlen so umzugehen, dass sie ihr nicht auf die Gesundheit schlagen und unsere Beziehung gefährden. Vielleicht liegt eine Lösung auch darin, dass sie ihre Vergangenheit aufarbeitet um gerüstet für die Zukunft zu sein, aber ich bin kein Psychologe.
Außerdem weiß ich sie liebt mich, nur die daraus resultierenden Verletzungen eben schwächen sie und machen sie zuweilen mutlos.
Ich weiß auch ich liebe sie und ich bin ein geduldiger Mensch, der verzeihen kann und sich immer aufs neue motivieren kann diese Beziehung nicht aufzugeben. Denn in denen Momenten wo alles paletti zwischen uns läuft ist es das schönste Gefühl dass ich je erlebt habe und ich kann mir eine Zukunft mir ihr sehr wohl vorstellen.
Um diese Zukunft zu erreichen müßen wir aber einen Weg finden, die verbleibenden 8 Monate ohne weitere qualen für sie und mich zu überstehen und genau da setzt meine Hilflosigkeit ein, die mich nun doch soweit treibt mich in einem Forum zu äußern und um den Rat wildfremder Menschen zu beten, da ich alles andere schon versucht habe.

Ein Dank an alle, die sich die Mühe machen es durchzulesen und einen sinnvollen Beitrag zu diesem Thema verfassen.
 

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part2

Aktives Mitglied
Hallo EinstGeliebtesHerz,

für mich liest sich deine Schilderung eher so, als hätte deine Freundin ein Problem, welches sich in der Partnerschaft zu deinem entwickelt hat. (Das tut mir wirklich leid für dich!)

Damit sie die nötige Selbstsicherheit/ ihr Selbstbewusstsein findet und ihre Abhängigkeit verliert, wäre eigentlich ihre Initiative gefragt.

Aber vielleicht erhältst du hier im Forum noch ein paar gute Ideen!

Ich wünsche es dir!

LG
 

dive

Aktives Mitglied
Hallo einst geliebtes Herz!

Sehr schöner Nick übrigens....;)
Für mich klingt das irgendwie danach, daß deine Freundin nicht reif für diese Beziehung ist. Und auch, daß ihr euch irgendwie nicht auf der selben Ebene bewegt. Das erinnert mich irgendwie an mich selber, als
ich noch jünger war. Damals war mein Selbstbewusstsein nicht gerade sehr groß.
Und Menschen mit kleinem Selbstbewusstsein
können mit Fernbeziehungen fast nie klarkommen.
Das heisst, sie wird immer eifersüchtig sein, weil
sie immer irgendwas vermutet, das gar nicht da ist
und ganz sicher wird sie sich an jedem kleinen
Streit oder Fehler selbst die Schuld geben.
Auch wenn du ihr immer Liebesbeweise lieferst, wird
es doch nie genug sein.
Wahrscheinlich wird sie immer zweifeln.
Du siehst es ganz anders, weil du ein ganz
anderere Typ bist.
Menschen wie sie (oder wie ich mal einer war) nehmen
auch meistens immer alles ganz dramatisch.
Jeder Streit ist ein Weltuntergang.......:rolleyes:
Da liegt nun die Schwierigkeit. Möchtest du dieses
Problem mit ihr lösen? Ihr Selbstbewusstsein aufbauen?
Ich glaube nämlich, wenn ihr das schaffen könntet,
würde sich eure Beziehung erheblich verbessern!
Sprich doch mal mit ihr darüber.
Sag ihr , wie sehr du sie liebst und
sag ihr, sie muß keine Angst haben, dich zu verlieren, denn wirst immer zu ihr stehen.
Ich denke, das wäre ein guter Anfang!:)

Lg, Dive.
 
Zuletzt bearbeitet:

Polux

Namhaftes Mitglied
Hallo,
hmmm. Schwierig auf Abstand, ohne euch zu kennen dazu was zu sagen.

Wenn ich versuche mir vorzustellen ich wäre in einer ähnlichen Situation wie du würde ich zu meiner Partnerin ungefähr folgendes sagen:

Name, ich kann dich gut verstehen, dass du dich einsam fühlst und dir viele schöne Dinge, die eine Beziehung ausmachen, fehlen. Mir geht es genau so. Ich würde dich auch gern öfter in den Arm nehmen und ich möchte dir wirklich auch bei deinen Alltagssorgen beistehen.

Wenn sie dann sagt, dass ich dann wieder kommen müsste und mein Studium aufgeben. Würde ich sagen:

Name, es tut mir leid, aber das kann ich nicht. Ich möchte dieses Studium gut machen. Dieses Auslandssemester hilft mir dabei. Damit werde ich auch später mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Und ich mochte einen guten Job bekommen. Nicht nur für mich auch für meine Familie die ich einmal haben möchte.

Wenn sie dann sagt, dass sie dann keine Zukunft mehr für uns sieht würde ich sagen:

Name, das macht mich sehr traurig das zu hören. Ich liebe dich wirklich und ich hatte gehofft du wärst die Partnerin mit der ich diese Familie gründen könnte. Ich bin jetzt noch ... Monate weg. Danach sind wir wieder zusammen. Ich hatte das feste Vertrauen, dass wir diese kurz Bewährungsprobe bestehen können.

Wenn sie dann sagt, ich wäre nie da ihr zu helfen:

Ja, du hast recht. Jetzt wo ich in X bin bin ich seltener da. Und es ist nicht so einfach uns öfter zu sehen. Ich möchte, dass du weißt, dass ich sofort kommen würde wenn du in einer Notlage wärst.

So in der Art würde ich ein Gespräch führen denke ich. Bei mir bleiben. Von meinen Gefühlen sprechen. Und ehrlich sein. Ihr auf keinen Fall ihre Gefühle vorwerfen oder absprechen. Sie fühlt sich traurig und allein.

Zum Schluss würde ich vielleicht noch fragen was ich machen könnte - ohne das Auslandssemester abzubrechen - damit ihr die Zeit leichter fällt. 'Liberrr 'arald, kannst du mirrr nischt etwas von dirr schickken, zum Bei-spil ..." ;)
Glück. Polux
 
E

EinstGeliebtesHerz

Gast
Hallo Foren-Gemeinde,

ich habe das Bedürfnis mich mal wieder zu melden und auch eine etwas andere Frage als das letzte Mal.

Erstmal sieht es so aus, dass meine Freundin letztens da war und wir wirklich eine schöne Zeit miteinander verbracht haben. Es ist wirklich so, dass wenn wir zusammen sind, unsere Beziehung eine Bilderbuchbeziehung ist und es keinen Anlaß gäbe hier etwas zu schreiben.

Wir haben auch darüber gesprochen woher ihre Eifersucht kommt und, dass es sehr wahrscheinlich mit ihrem mangelnden Selbstbewußtsein zusammen hängt und sie weiß, dass sie sich entwickeln muss, will sie unsere Liebe nicht gefährden. Sie macht auch Fortschritte, das merke ich eindeutig und sie befasst sich auch mit den Themen Gefühle, Beziehung, Psychologie und beließt sich dazu, fragt ihre Freundinnen die fast alle auch Fern- oder Wochenendbeziehungen haben. Sie weiß auch ich helfe ihr dabei und stehe voll hinter ihr.

Jedoch dann kommt immer wieder der Abschied nach einer schönen Zeit. Die Zeit zu unserem Wiedersehen an Weihnachten ist nicht lang, dennoch kann sie keine Vorfreude eintwickeln und sieht erstmal nur wie lange es noch ist. Leider kommt es nun auch dazu, dass sie mir immer öfter Vorwürfe macht, mir die Schuld daran gibt, dass sie so verletzt, traurig, seelisch am Boden ist, denn ich habe mich ja dazu entschieden hier her zu fahren. Dann muss ich mir so ziemlich alles vorwerfen lassen am Telefon und um das zu vermeiden, spreche ich einige Themen schon gar nicht mehr an. Zum Bsp. frage ich sie nicht danach wie ihre Nacht war, denn sie hat Schlafstörungen und ich schlafe immer durch, was sie mir dann vorwirft. Sie denkt dann mir geht es hier unten bestens, obwohl sie innerlich weiß, dass es nicht stimmt. Ich komme mir manchmal vor, als hätte ich zwei Freundinnen in einer: die eine Haßt mich, gibt mir die Schuld, nennt mich A*******, Egoist und nachdem diese schon fast mit mir Schluss gemacht hat ruft die Zweite an, hat auch eine andere Stimmlage und entschuldigt sich, sagt wie Leid es ihr tut und dass sie mich liebt und sich doch nur so schrecklich einsam fühlt.

Meine Frage nun: wie kann man verhindern, dass man einem anderen Menschen so sehr die Schuld an seinem eigenen Schicksal gibt?


Natürlich habe ich mehrmals versucht ihr zu erklären warum ich das Auslandsjahr mache und das es doch für unsere gemeinsame Zukunft ist und nicht nur für mich. Sie sagt dann auch sie versteht es ja irgendwo, aber sie wäre nicht der Typ der sowas könnte. Im Eifer der Gefühle verstehts sie dann meiner Meinung doch nicht und denkt nachwievor ich hätte die gleichen Chancen wäre ich geblieben und hätte mich nicht "gegen sie" entschieden.

Gibt es wirklich Menschen für die eine Beziehung nur dann zählt ist man anwesend? Kennt ihr das?

Kann man sich wirklich sooo einsam fühlen, wenn der Freund nicht da ist, obwohl die Familie um einen ist?
(letzendlich bin ich objektiv gesehen einsamer hier im Ausland als sie, aber ich empfinde es weniger als sie)
 
T

Truth

Gast
"letzendlich bin ich objektiv gesehen einsamer hier im Ausland als sie, aber ich empfinde es weniger als sie"

Hallo,

damit hast du eigentlich alles Wesentliche gesagt :). Mit deinem "Fortgehen" hast du sie schon an ihre Grenzen gebracht. Wenn sie jetzt nicht lernt, damit richtig umzugehen, wird es nicht viel besser werden, wenn du wieder zurück kommst und ihr euch so oft ihr wollt sehen könnt - vielleicht sogar jeden Tag. Dann wird es, so vermute ich leider, schon ein Problem geben, wenn du mal abends mit Freunden etwas ohne sie machen möchtest. Sie hat ein ziemliches Problem. Dein Verständnis und deine Geduld bringen es zum schweigen, aber weg ist es nicht. Harte Arbeit würde ich sagen, was da vor euch liegt, aber nicht aussichtslos. Einerseits brauchen Menschen, die sich von ihrem Partner so abhängig machen viel Liebe und Zuneigung. Andererseits ist es aber auch wichtig, ihnen ihr Grenzen aufzuzeigen, weil diese Abhängigkeit sonst unersättlich werden kann und dich dann wiederum überfordert.

Was meinst du? Kann sie das alleine bewältigen oder braucht sie fremde Unterstützung? Wie lange kannst du sie dabei unterstützen, ohne dass du dich überfordert fühlst. Diese Fragen kannst nur du wirklich beantworten.

Wünsch dir die richtige Antwort!

Gruß Truth
 

blattlaus24

Aktives Mitglied
Hallo einst geliebtes Herz,

eine Fernbeziehung kann sehr belastend sein, aber wenn es nur voruebergehend ist, sollte das fuer beide Partner aushaltbar sein. Natuerlich soll und darf deine Freundin mit ihren Sorgen und Aengsten zu dir kommen, aber offensichtlich gehen die ueber euer gemeinsames Problem der Fernbeziehung hinaus und zeigen ein grundsaetzliches Problem: Sie ist ein wenig unselbstaendig und zieht sehr viel Bestaetigung aus der Beziehung - vielleicht zu viel. Sie sollte Freunde und Aktivitiaeten haben, die nichts mit dir zu tun haben, ansonsten ist sie regelrecht abhaengig von dir.
Truth hat recht damit, dass Du ihr rechtzeitig deine Grenzen aufzeigen musst. Dass sie traurig ist, finde ich voellig in Ordnung, aber dir Vorwuerfe zu machen, finde ich nicht in Ordnung. Sie sollte lernen, ihre Beduerfnisse klar zu formulieren und auch zu akzeptieren, dass Du nicht alle ihre Probleme loesen kannst. Sie sollte neben dir auch noch ein wenig ein "eigenes Leben" haben! Insofern kann die Fernbeziehung eine Chance zu mehr Selbstaendigkeit fuer sie sein. Viel Glueck, ich bin mir sicher, dass Ihr das durchstehen koennt.
 

Artemisia

Aktives Mitglied
Hallo,

es ist ja ein Wahnsinn, wieviele detailierte Gedanken du dir um das Problem machst!!!
Nur: es wird nichts nützen, denn es ist nicht DEIN Problem und somit liegt es auch nicht in deiner Hand es zu lösen.
Allerdings hat sie ein hervorragendes Talent, dich zumindest gedanklich Tag und Nacht damit beschäftigt zu halten an sie zu denken, wenn ihr schon nicht zusammen sein könnt. Und somit hat sie ja für sich eine Lösung gefunden, die hervorragend funktioniert ;)!

Ich würde dir raten, dich zu entspannen, deine Zeit in vollen Zügen zu genießen, denn du machst Erfahrungen und lernst Dinge, von denen du dein ganzes Leben zehren kannst. Du bist es niemandem schuldig, dich dafür mies zu fühlen, dein Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten.
Desweiteren würde ich mir immer wieder sagen: für dieses Problem stehe ich nicht zur Verfügung. Es hat mit mir nichts zu tun.
Das heißt nun nicht, dass du kein Verständnis für sie haben sollst oder nicht mitfühlend sein kannst.
Aber es ist IHRE Aufgabe eine Lösung zu finden, wenn sie denn unter dieser Situation leidet.
Ich fürchte, wenn du wieder da bist, werden sich andere Dinge finden, die ihrer Verlustangst und ihrem emotionalen Kontrollbedürfnis Nahrung geben werden. Also wäre doch jetzt Gelegenheit an dieser Situation zu wachsen?!

Du kannst ihr deine Zuneigung und dein Verständnis anbieten, aber du bist nicht dafür verantwortlich dafür zu sorgen, dass sie erwachsen wird! Bei allem Verständnis für die Diversität menschlichen Verhaltens: sie muss sich darüber klar werden, dass ihr Verhalten einem erwachsenen und selbständigen Menschen nicht angemessen ist und dass sie früher oder später lernen sollte Eigenverantwortung für ihr Wohlbefinden und ihr Leben zu übernehmen!

Alles Gute für Dich!
 
E

EinstGeliebtesHerz

Gast
zu dem was Artemisia schrieb

Ich weiß es ist nicht mein Problem und da ich selbst Teil davon bin kann ich wohl schlecht Lösung dessen sein, aber ich stelle mir die Frage wie ich sie dabei unterstützen kann erwachsen und selbstständig zu sein. Oder zumindest vermeiden es weiter hinauszuzögern.
Wann und wie lernen Menschen, dass sie für ihr eigenes Glück verantwortlich sind? Klar, man wächst an Herausforderungen, aber was wenn man vorher dran kaputt geht bis sie gemeistert ist?

zu dem was blattlaus24 schrieb

Richtig erkannt. Ja die Beziehung gibt ihr viel oder alles. Ich bin ja immer sehr froh unternimmt sie mal etwas mit ihren Freundinnen, aber ich kann sie nicht zwingen, sodass sie meist entgegnet "keine Lust mit denen etwas zu machen". Und wenn ich zu sehr drücke kommt dann "willst mich wohl los werden und nicht mit mir chatten". Ein Dilemma.

zu dem was Truth schrieb

Genau das dachte auch, dass die Fernbeziehung uns weiter bringt, übersteht man die schwierige Anfangsphase. Doch langsam glaube ich sie wird es nicht lernen und sich letzendlich 9 Monate lang durchquälen. Das wöllte ich ihr gern ersparen, aber mir gehen die Ideen aus. Überfordert fühle ich mich selten, nur manchmal aber dann habe ich am nächsten morgen wieder Energie. Ich kann wohl ganz gut Selbstmotivation betreiben, aufgrund meiner Vergangenheit.
Ob sie das alleine schafft, weiß ich nicht. Ich hoffe es. Eine Person aufzusuchen die dabei hilft wäre sicherlich nicht verkehrt, aber das kostet Geld und viel schwerer: wie sagt man jemanden dass er Hilfe braucht? Derjenige wird doch dann gleich denken "die halten mich reif für die Klapse".
 
T

Truth

Gast
Ich finde es erstaunlich, dass du, obwohl du so stark involviert bist, so viel Klarheit hast. Kann es sein, dass du bislang nur versucht hast, sie zu beruhigen und ihr Sicherheit zu geben, aber noch nicht wirklich ganz offen mit ihr darüber geredet hat, was dich so sehr beschäftigt und was für Gedanken du dir machst? In einem offenen und ehrlichen Gespräch erkennt sie ja vielleicht auch ihre eigene Chance. Es ist bestimmt nicht einfach die richtigen Worte zu finden, aber ein Versuch ist es finde ich wert. Sie ist nicht unheilbar krank - sie hat eben einen Lernprozess durchzumachen, der bestimmt einfacher zu bewältigen ist, mit einem liebenden Menschen an ihrer Seite, der einerseits Verständnis hat aber andererseits ihr auch nicht die Verantwortung für sich selbst abnimmt. Das ist ein Spagat, aus dem vielleicht auch du sehr viel lernen wirst für dich. Wenn ihr das gemeinsam schafft, kann aus eurer Beziehung etwas wunderbar kraftschöpfendes werden, weil ihr beide daran wachsen werdet.

LG Truth
 

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