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Hat der Kapitalismus die Liebe zerstört? Neu gestellt da v Weg abgekommen

Den letzten Beitrag verstehe ich nicht, aber es ist jedem seine Entscheidung ob er hier bleibt oder net. ;)
Ich denke ich habe nichts falsches geschrieben. Und ums Internet geht hier garnichts....
Sondern um das schon mehrmals zitierte und sogar mit Beispielfragen versehene Thema.
 

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Suavi

Aktives Mitglied
Zwei Menschen begegnen sich. Sie sind Maler, Gemälde und Kunstkritiker gleichzeitig. Die Bilder, die sie zeigen sind vage skizziert. Je mehr man sich kennenlernt, um so detailreicher und ausgefüllter werden die Bilder. Entweder einem gefällt, was man sieht oder eben nicht. Entscheidend ist ja nicht nur das Bild an sich, sondern auch die Interpretation, welche sich im Laufe der Zeit auch wandeln kann. In jedem dieser Prozesse - des Malens, der Zeigens, des Betrachtens und des Interpretierens - sind wir beeinflusst durch unsere Sozialisation.

Die Frage, die du gestellt hast, war, ob und wie der Kapitalismus diese Prozesse beeinflusst.

Wie bereits gesagt, ich glaube, dass unsere Mediengesellschaft und die damit einhergehende Glorifizierung der romantischen Liebe grundsätzlich zu unrealistischen Erwartungen an die Liebe, bzw. an den Partner geführt hat.

Wir wollen Sicherheit und Aufregung zugleich. Verliebt bleiben. Wenn nicht konstant, dann doch periodisch immer wiederkehrend. Mit jedem "Ich liebe dich", das wir dem anderen entgegnen, erwarten wir eine Bestätigung unserer Liebe und mehr noch; das Versprechen, dass diese Liebe "ewig" hält. Wir erwarten keine Perfektion vom anderen, jedoch, dass er perfekt zu uns passt. Wir sind kritisch und wollen zugleich unkritisch geliebt werden. Wir erwarten, dass eine Beziehung nicht nur funktioniert, sondern, dass wir unser Glück darin finden. Wir suchen unser Seelenheil in ihr. Wir glauben, dass unsere Ansprüche realistisch sind, doch eigentlich weiß niemand, was er will. Wir wissen nicht einmal, was Liebe ist, wir meinen nur zu wissen, was sie nicht ist und somit was wir nicht wollen. Unser Fokus liegt auf dem Negativen, dem Versagen.
Wenn der Kapitalismus und die moderne Gesellschaft etwas geändert hat, dann, dass wir die Dinge, die wir nicht wollen, nicht mehr als gegeben nehmen, sondern nach Besserem streben. Die Illusion unserer Gesellschaft ist es, dass, wenn wir unglücklich sind, es unsere eigene Schuld ist. Wenn die idealisierte Vorstellung einer Beziehung nicht zutrifft, wechseln wir nicht unsere Vorstellung von einer Partnerschaft, sondern den Partner.

Wir obliegen dem Glauben, unser Partner müsse uns glücklich machen. Beziehungen sind keine Zweckgemeinschaften mehr, sondern ein Luxus, den wir uns gönnen, um glücklich zu sein. Die Crux ist nur, dass wir inzwischen glauben, dass wir ohne nicht mehr glücklich sein können.
 
K

kasiopaja

Gast
Wir obliegen dem Glauben, unser Partner müsse uns glücklich machen. Beziehungen sind keine Zweckgemeinschaften mehr, sondern ein Luxus, den wir uns gönnen, um glücklich zu sein. Die Crux ist nur, dass wir inzwischen glauben, dass wir ohne nicht mehr glücklich sein können.
So sehe ich das auch.

Und einen Grund warum es mit Beziehungen nicht klappt, gibt es immer.

Man muss nur irgendwas finden, was man dafür verantwortlich machen kann.

Das kann dann der Kapitalismus sein oder irgendwas x-beliebig anderes.
 

Biddi

Sehr aktives Mitglied
Das aber wiederum ist etwas unrealistisch. Denn Männer ticken nunmal so wenn sie sozial sind verdienen sie auch nicht zu schlecht, denn sie beweisen Verantwortungsfähigkeit im Job (es ist ein Irrtum Männer am Einkommen zu messen, auch wenn da ein Hinweis auf positive Eigenschaften sein kann und Männer es missverstehen als nach ihrem Einkommen bewertet zu werden!!!). Andererseits wenn ein Mann es ZU(!!!) schwierig im Leben hatte, wird er sich nicht verhalten wie ein verwöhnter in der Oberklasse geborerner Mensch mit eigens erarbeiteten sozialen Kompetenzen, sondern wird auch seine Wunden und Fehler haben, auch schwierige Gewohnheiten.
Na ja, Du verstehst die Männer offensichtlich.
Die Sozialkompetenz ist einkommensabhängig oder umgekehrt Höheres Einkommen=höhere Sozialkompetenz? Und Männer aus der Oberklasse (was ist das?) haben keine Fehler und Macken?
Und was ist mit Männern, die sich als Kind einer Bergarbeiterfamilie nach oben gearbeitet haben? Wächst die Sozialkömpetenz mit und die Macken nehmen ab?
 

Suavi

Aktives Mitglied
Begründete Vorurteile halte ich für ein Oxymoron.

Und Menschen mit Messlatten halte ich für borniert. Sympathie und Antipathie beruhen zwar oberflächlich auf Messlatten, sind aber im Grunde genommen nichts anderes als eine Reflexion unserer selbst. Wir suchen in der Regel Menschen, die uns ähneln oder unseren Interessen und Vorstellungen dienlich sind.
 
Reflexion unserer selbst? Wenn mir jemand sympathisch ist, was davon könnte eine oberflächliche Messlate verursacht haben? Meine Sympathie ist nicht oberflächlich sondern ehrlich weil ich habe reflektiert das mir dies und das an dem Menschen gefällt.

Wenn wir aber Menschen suchen die uns ähneln können sie ja nicht zu fremd aus einer andren Welt stammen? ODer doch?
 
K

kasiopaja

Gast
Reflexion unserer selbst? Wenn mir jemand sympathisch ist, was davon könnte eine oberflächliche Messlate verursacht haben? Meine Sympathie ist nicht oberflächlich sondern ehrlich weil ich habe reflektiert das mir dies und das an dem Menschen gefällt.

Wenn wir aber Menschen suchen die uns ähneln können sie ja nicht zu fremd aus einer andren Welt stammen? ODer doch?
Sympathie ist auch geprägt durch Erfahrung , Wünschen und auch Vorurteilen und Prägungen.

Und ja man kann auch gerade jemanden aus einer fremden Welt suchen, damit das eigene, fehlende ergänzt wird.
 

Biddi

Sehr aktives Mitglied
Entschuldige Bibi,

aber das was Du schreibst ist genau das was ich NICHT gesagt habe.

Abgesehen davon fehlt Dir scheinbar einbsichen das Verständnis die Dinge zu lesen und durchzudenken,
Das ist mein geringer sozialer Status, der mich mit diesem Thread intelektuell überfordert. Dann schau ich halt weiter "Bauer sucht Frau", da kann ich folgen.
 

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