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Hasse meinen Beruf - aber habe keine Interessen. Aussicht....?

  • Starter*in Starter*in Cappa
  • Datum Start Datum Start
Was ich noch anmerken wollte: Ich denke, dass wir heutzutage viel zu hohe Ansprüche an unser Leben stellen. Und an den Beruf. Er soll einen erfüllen, einem einen Sinn im Leben geben, viel Geld soll bei rausspringen, nette Kollegen, interessante Aufgaben, Aufstiegsmöglichkeiten etc.

Ich finde man sollte da mal auf dem Boden der Tatsachen bleiben, wie ich oben schon geschrieben habe, ein Job ist notwendig, um sich sein Leben zu finanzieren. Mehr aber nicht.
 
Ich finde es nicht zuviel verlangt nicht jeden Tag darüber nachzudenken was ich vergammeltes essen könnte damit ich krankgeschrieben werde.

Auch nicht zu wollen, dass ich nicht auf dem Betriebsklo sitze und mich richten muss weil ich mal wieder einfach weinen musste.

Auch nicht einmal nach Hause zu kommen und nicht sofort schlafen zu gehen weil die Arbeit einem alles raubt.

Es ist gut für dich, dass dir deine Arbeit nicht soviel nimmt wie meine. Das wünsche ich nämlich keinem.
Aber sei unbesorgt. Die "andere habens schlimmer, stell dich nicht an. Sei doch einfach glücklich!" Reaktion kenne ich schon.

Aber lass mir bitte die Möglichkeit nach Veränderungen zu suchen.
 
Hallo cappa,
bist du nicht ausgelastet im Beruf ? Du sagst ja , du trödelst viel. Oder bleibt deine Arbeit eben liegen ?
Warst du schon immer so unmotiviert und unzufrieden?

Unternimmst du nach der Arbeit nichts , hobbies, Freunde treffen ?
 
Ich verstehe deine Verzweiflung und ich würde das auch nicht klein reden. Mag ja sein, dass es für andere nicht so ist, aber für dich ist das nun mal ein Problem. Also finde ich auch deine Bemühungen incl. deiner Gedanken für richtig. Und weil du dich im Kreis drehst, habe ich dir meine Variante empfohlen. Und ja, einfach ist das nicht und wenn jemand eine bessere Idee, wärst du sicher auch erfreut. Und solange könntest du das ja mal versuchen.

Natürlich solltest du nicht einfach kündigen, denn das ist schließlich deine Lebensgrundlage (Nebenbei bemerkt ist deine Situation für mich das beste Votum für ein bedingungsloses Grundeinkommen). Ausprobieren geht z.B. über Praktikas, oder z.B. Abends bzw. Wochenende und natürlich im Urlaub. Klar ist das nicht einfach, aber ich sehe das als Investition in deine Zukunft. Also überlege mal, wie du das irgendwie hinbekommen könntest, auch wenn dir das total unlogisch erscheint. Ich bin mir sicher, dass du irgendeine Erkenntnis gewinnst und damit auch eine Chance für einen neuen Betrachtungswinkel.

Vielleicht hilft dir auch dieser Spruch um den Sinn dieser Aktion zu verstehen: Wenn man immer das tut, was man schon immer getan hat, wird man das bekommen, was man schon immer bekommen hat.

Ich drücke dir die Daumen!
 
Ich verstehe deine Verzweiflung und ich würde das auch nicht klein reden. Mag ja sein, dass es für andere nicht so ist, aber für dich ist das nun mal ein Problem. Also finde ich auch deine Bemühungen incl. deiner Gedanken für richtig. Und weil du dich im Kreis drehst, habe ich dir meine Variante empfohlen. Und ja, einfach ist das nicht und wenn jemand eine bessere Idee, wärst du sicher auch erfreut. Und solange könntest du das ja mal versuchen.


Natürlich solltest du nicht einfach kündigen, denn das ist schließlich deine Lebensgrundlage (Nebenbei bemerkt ist deine Situation für mich das beste Votum für ein bedingungsloses Grundeinkommen). Ausprobieren geht z.B. über Praktikas, oder z.B. Abends bzw. Wochenende und natürlich im Urlaub. Klar ist das nicht einfach, aber ich sehe das als Investition in deine Zukunft. Also überlege mal, wie du das irgendwie hinbekommen könntest, auch wenn dir das total unlogisch erscheint. Ich bin mir sicher, dass du irgendeine Erkenntnis gewinnst und damit auch eine Chance für einen neuen Betrachtungswinkel.


Vielleicht hilft dir auch dieser Spruch um den Sinn dieser Aktion zu verstehen: Wenn man immer das tut, was man schon immer getan hat, wird man das bekommen, was man schon immer bekommen hat.


Ich drücke dir die Daumen!




Danke, dass du so nett und ruhig bleibst. Und das meine ich ernst! Vor circa einem Jahr habe ich schonmal, andererorts, versucht herauszufinden was man ändern könnte, oder Leute zu finden denen es auch so geht und was sie tun.
Da bin ich nicht nur auf Reaktionen wie weiter oben in diesem Thread gestoßen sondern auch weitaus heftigere Dinge, besonders, wenn ich etwas gegen einen Vorschlag sagte.


Im Urlaub würde vielleicht gehen, da hast du recht. Wochenende haben wohl auch die meisten dicht 😉 Außerdem wohne ich wirklich ländlich, hier gibt es weit und breit erstmal nichts außer eben ein paar Verkäuferjobs in der Stadt.
Aber wenn ich etwas passendes finde werde ich mal versuchen über diesen Zeitraum Urlaub zu bekommen! (nur muss ich dann wirklich gut wählen. Einfach ausprobieren geht da nicht, soviel Urlaub habe ich nicht und bekomme ich auch nicht)
Ich wollte auch schon mal im Ausland zur Sprachschule gehen. Habe mich auch informiert, ist aber leider viel viel zu teuer für mich. Und auch beruflich bringt das leider gar nichts - wäre aber etwas das mich denke ich interessiert. Blöd.


Abends schaffe ich (zumindest momentan) einfach nicht mehr.
 
Hallo cappa,
bist du nicht ausgelastet im Beruf ? Du sagst ja , du trödelst viel. Oder bleibt deine Arbeit eben liegen ?
Warst du schon immer so unmotiviert und unzufrieden?

Unternimmst du nach der Arbeit nichts , hobbies, Freunde treffen ?


Hallo!
wie gesagt manchmal passiert es schon, dass ich so viel trödel, dass ich mal eine Aufgabe total vergesse. Aber nicht so oft, dass es mir jetzt ernsthafte Probleme bereiten würde. Dann bekomme ich halt einmal Ärger vom Chef und das wars.
Eigentlich schaffe ich meine Arbeit immer (wenn es denn zu messen ist, projektbezogene Arbeiten sind hier eher "mach und am Ende besprechen wir wie es weiter geht" - da gibt es kein Pensum, ist also relativ egal was und wieviel ich mache, meistens mache ich dann soviel, dass der Chef zu Frieden ist)

In der Schule war ich nicht unzufrieden - nur manchmal gelangweilt.
Klingt jetzt so als will ich mich als Genie darstellen 🙄 das bin ich absolut nicht, hat man definitv nach dem Realschulabschluss gemerkt, als meine Eltern mich ins Gymnasium gezwungen haben wo ich total abgesackt bin.

In der Ausbildung fing es dann richtig an mit dem unkonzentriert sein, trödeln, so tun als ob man arbeitet, etc.
Aber ich hatte nie Probleme mit Chefs, es ist nie aufgefallen, ich habe immer gleich viel oder mehr gemacht als meine Kollegen, Qualität war auch immer gut. Hatte auch nie ein Problem einen Job zu bekommen, Bewerbungsgespräche fallen mir leicht.
Lustigerweise finden Chefs danach immer, dass ich mich super mit dem Unternehmen identifiziere und top motiviert bin. Lügen kann ich anscheinend recht überzeugend.

Nach der Arbeit schaffe ich nicht mehr viel. Meine Wohnung mal aufzuräumen ist mir nur am Wochenende möglich und selbst da ...... naja.
Ich kümmere mich abends noch um meine Tiere, aber nicht so sehr wie ich mir das oft wünsche. Esse etwas, guck ein paar Videos, geh ins Bett.

Komme so um 7 / halb 8 Uhr nach Hause und um 9Uhr bin ich auf jeden Fall immer im Bett. Ich kann nicht länger wach bleiben.

Freunde treffe ich ab und zu am Wochenende, was mir aber auch reicht. Ich mag sie (klar sonst hätte ich sie nicht) aber generell finde ich lange mit ihnen zu verbringen doch sehr kraftraubend. Ein paar Mal alle paar Wochenenden reicht mir vollkommen. Da vermisse ich auch nichts.
 
Für mich klingt dein thread nach einer massiven Depression. Schon mal darüber nachgedacht und auch, sich diesbezüglich mal an einen Arzt zu wenden?
 
Für mich klingt dein thread nach einer massiven Depression. Schon mal darüber nachgedacht und auch, sich diesbezüglich mal an einen Arzt zu wenden?


Ich hab schon seit mehreren Jahren immer wieder mal nach Therapeuten gesucht (allerdings wegen einer für mich sehr einschränkenden Phobie), aber es hatte nie jemand Zeit.

Jetzt nach meinem Umzug habe ich wieder gesucht und einen gefunden der eine halbe Stunde im Monat anbietet. Aus Verzweiflung habe ich dann auch dieses dünne Angebot angenommen.

Aber dieser Mensch hat mich wirklich furchtbar behandelt. Ich weiß nicht ob es den Rahmen sprengt, wenn ich das hier noch hinzufüge zum Thema Beruf, aber zu diesem Menschen bringen mich keine 10 Pferde mehr.

Laut ihm "sieht er da jetzt kein Problem" übrigens 🙄
 
Hallo!
wie gesagt manchmal passiert es schon, dass ich so viel trödel, dass ich mal eine Aufgabe total vergesse. Aber nicht so oft, dass es mir jetzt ernsthafte Probleme bereiten würde. Dann bekomme ich halt einmal Ärger vom Chef und das wars.
Eigentlich schaffe ich meine Arbeit immer (wenn es denn zu messen ist, projektbezogene Arbeiten sind hier eher "mach und am Ende besprechen wir wie es weiter geht" - da gibt es kein Pensum, ist also relativ egal was und wieviel ich mache, meistens mache ich dann soviel, dass der Chef zu Frieden ist)

In der Schule war ich nicht unzufrieden - nur manchmal gelangweilt.
Klingt jetzt so als will ich mich als Genie darstellen 🙄 das bin ich absolut nicht, hat man definitv nach dem Realschulabschluss gemerkt, als meine Eltern mich ins Gymnasium gezwungen haben wo ich total abgesackt bin.

In der Ausbildung fing es dann richtig an mit dem unkonzentriert sein, trödeln, so tun als ob man arbeitet, etc.
Aber ich hatte nie Probleme mit Chefs, es ist nie aufgefallen, ich habe immer gleich viel oder mehr gemacht als meine Kollegen, Qualität war auch immer gut. Hatte auch nie ein Problem einen Job zu bekommen, Bewerbungsgespräche fallen mir leicht.
Lustigerweise finden Chefs danach immer, dass ich mich super mit dem Unternehmen identifiziere und top motiviert bin. Lügen kann ich anscheinend recht überzeugend.

Nach der Arbeit schaffe ich nicht mehr viel. Meine Wohnung mal aufzuräumen ist mir nur am Wochenende möglich und selbst da ...... naja.
Ich kümmere mich abends noch um meine Tiere, aber nicht so sehr wie ich mir das oft wünsche. Esse etwas, guck ein paar Videos, geh ins Bett.

Komme so um 7 / halb 8 Uhr nach Hause und um 9Uhr bin ich auf jeden Fall immer im Bett. Ich kann nicht länger wach bleiben.

Freunde treffe ich ab und zu am Wochenende, was mir aber auch reicht. Ich mag sie (klar sonst hätte ich sie nicht) aber generell finde ich lange mit ihnen zu verbringen doch sehr kraftraubend. Ein paar Mal alle paar Wochenenden reicht mir vollkommen. Da vermisse ich auch nichts.

Aber was ist denn nun mit deiner Auslastung? Bist du ausgelastet? Klingt nicht so!
Vielleicht kommt daher deine Demotivation.

Hast du schonmal probiert, richtig engangiert und voller Elan zu arbeiten?
Auch wenn es dir keinen Spaß macht, gibt es einem ein besseres Gefühl und man nimmt den Elan mit.
Wenn du viel trödelst und nichts tust, bist du viel kaputter, als wenn du den ganzen Tag Stress hattest.
Konnte ich bei mir und bei anderen auch schon beobachten...

Klingt aber echt nach einem tieferliegendem Problem. Würde viel drum geben, so locker den Beruf wechseln zu können etc (dir mangelt es wohl auch nicht an Sozialkompetenz etc).

Naja, in der Freizeit unternimmst du ja dann auch nicht viel (s.o. kein Elan?)

Aber Tiere scheinst du ja zu mögen. Vielleicht kannst du ja mal etwas ehrenamtliches ausprobieren (Arbeiten im Tierheim, jedoch aber auch Arbeiten mit Kindern, alten Menschen, Behinderten, Flüchtlingen...)
Möglicherweise entdeckst du da etwas, nach dem du brennst, weil dich dein Beruf ja auch nicht zu erfüllen scheint..

Waren jetzt etwas durcheinander, die Vorschläge, aber wollte mal alles, was mir noch einfiel, nennen 🙂
 
Ich weiß nicht, bin ich ausgelastet? Kann ich gar nicht beantworten. Bin ja am Ende des Tages sowas von am Ende, ist das Auslastung? Oder darf Auslastung nur positiv sein?

Früher habe ich tatsächlich einfach drauf losgearbeitet. Ich wollte zeigen was ich kann, gut sein. Das war mein erster richtiger Job und ich wollte natürlich beeindrucken um den Job zu bekommen/halten. Das hat dann aber nur dazu geführt, dass ich, wenn ich schneller war, bestraft wurde mit mehr Arbeit.

Oft auch noch stupidere Arbeiten oder irgendwem helfen bei seinen.

Mit Elan ist gut 😉 es interessiert mich halt absolut nicht was ich da mache. Ich will alles erledigen und dann verschwinden. Aber bezahlt werde ich nur nach abgesessener Zeit. Habe das Gefühl ich kann schon seit einiger Zeit nichts mehr mit Freude angehen.
Habe aber auch schonmal gelesen, dass man sich sowas einreden könne. Wie zum Beispiel morgens falsch lachen, dann sei man tatsächlich glücklicher.
Vielleicht muss man aber auch daran glauben, damit es funktioniert.

Als ich noch woanders gelebt habe und im Schichtdienst war hatte ich Patenschaften im Tierheim.
Jetzt geht das nicht mehr, da ich während der Öffnungszeiten arbeite und sie hier (sehr kleines Tierheim) auch keine Hilfe von außen wollen - hatte schon gefragt.

Ich habe in ein paar Wochen mal wieder einen Termin bei einem Therapeuten. Ich frage mal was die so empfehlen, irgendwie komm ich gar nicht mehr vom Fleck.

Habe mir jetzt aber nochmal alles abgespart was noch ging und werde nächsten Monat zum Musikunterricht gehen. Etwas gehetzt, da ich das in der Mittagspause tun muss, aber das ist doch was oder?
Hatte ich vor Jahren auch schonmal, wenn ich einen verpflichtenden Termin habe, mache ich ja zumindest etwas, wenn auch zum Teil aus reiner Pflicht.

Wenn es die ersten 3 Monate funktioniert geldlich, körperlich, etc. mache ich da vielleicht weiter.

Ich hatte damals auch zu Hause geübt, das schaffe ich jetzt nicht mehr aber ... ein Anfang denke ich?

Danke für die lieben Antworten 🙂
 

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