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Hashimoto - der Krankheit ihren Lauf lassen?

A

annakarina

Gast
Nachdem anfänglich eine Überfunktion (sehr unangenehm; da macht man schon freiwillig etwas) mich auf diese Krankheit aufmerksam machte, das auch behandelt wurde, war jahrelang Ruhe. Inzwischen rutsche ich hashimototypisch in die Unterfunktion, doch die empfinde ich eher als angenehm. Alles verliert an Schärfe, auch die jahrzehntelangen Depris - ich kann so sehr gut leben.
Warum also Hashimoto behandeln lassen? Ich bin oft müde, aber das ist angenehm, habe keine Energie, doch das ist ok - was kommt noch?
Wenn das weiter so langsam bergab geht, dann finde ichs eher angenehm und schön. Denn die Schärfe der Depressionen, die will ich wahrlich nicht zurück!
 

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G

Gast

Gast
Extreme Müdigkeit, Depression, Muskelschmerzen, Muskelschwäche, sich mit Kleinigkeiten überfordert fühlen, Gewichtszunahme, Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen, Sehstörungen, Schwindel, sich wie stockbesoffen fühlen, ohne einen Tropfen Alkohol getrunken zu haben, um nur ein paar mögliche Symptome zu nennen.

Ich befinde mich in der Unterfunktion, und es ist furchtbar. Ich habe sehr wenig Lebensqualität. Das, was früher selbstverständlich war (Sport, konzentriert arbeiten können, einfach ein Buch lesen können, ohne nach 3 Seiten den Faden zu verlieren), geht nicht mehr ohne Schwierigkeiten. Es ist schon ein Kampf, morgens überhaupt aufzuwachen und das Bett zu verlassen. Bei mir wurde die Ursache spät erkannt, deswegen ist die Einstellung nicht so einfach.

Liebe TE, sei froh, dass bei Dir festgestellt wurde, was Du hast. Lass Dich behandeln. Ich kann verstehen, dass es erleichternd ist, aus der Überfunktion raus zu sein. Aber die Unterfunktion ist auch schlimm. Anders schlimm.
 
A

annakarina

Gast
Ich BIN in einer Unterfunktion. Und kenne diese Symptome, die du schilderst. Aber ich empfinde es wie erwähnt absolut NICHT schlimm (es tut mir Leid, dass es dir da anders geht, aber vielleicht hast du auch andere Erwartungen?)- es ist eine angenehme Lethargie, die es mir sozusagen gestattet, einfach auch mal Tage nur auf dem Sofa zu verbringen, nichts tun zu müssen, müde sein zu dürfen. Und immer weniger zu können (=zu müssen).
Ich möchte aus diesem Zustand gar nicht raus - er macht so angenehm gleichgültig und apathisch, nachdem mich jahrelang Depris in all ihrer Schärfe gequält haben. Die spüre ich nun kaum mehr. Warum also etwas ändern an diesem Zustand, der, das ist mir schon klar, so langsam ins ewige Aus führt? Aber wenns so sanft weitergeht, warum nicht?
Es ist wirklich sehr gut auszuhalten.:)
 

hilfe-schlumpf

Aktives Mitglied
Ja na denn, gut so. Danke, dass Du dem Gesundheitssystem durch Verzicht auf die nicht gerade billige Medikation soviel Geld sparst.

Wirklich großes Risiko gibt es ja auch nicht, wenn man es nicht übertreibt. Weil das Ende einer wirklich massiven, unbehandelten Unterfunktion kann die thyreotoxische Krise sein, die unbehandelt tatsächlich zum Tode führen kann.

Solagne Du aber sagst, wenn es deutlich schlimmer wird, geh ich zum Arzt kann, auch weil Du ja schon die Diagnose in der Tasche hast, nicht viel passieren.

Jeder wie er mag sag ich immer.
 
A

annakarina

Gast
Sicherlich eigentlich die richtige Einstellung, aber ich habe Angst, dass, wenn etwas mehr Kraft zurückkehrt, auch die Depris, die NICHT durch mein Hashimoto entstanden sind und mit zunehmender Unterfunktion wie erwähnt sich immer mehr mildern, so paradox das klingen mag, wieder Überhand gewinnen. Und das wäre weitaus schlimmer als die Lethargie, die sich grad breit macht....
 

Adria78

Aktives Mitglied
Wäre es nicht sinnvoller, wenn Du Dich medizinisch beraten lässt? Wenn Dein Arzt keine Zeit hat, meine Krankenkasse (die tk) bietet so einen Medizinservice an. Da hat dann ein Arzt wirklich mal Zeit. Da könntest Du die Fragen stellen. Ob es Langzeitfolgen und wenn ja, welche hat, wenn Du auf Medis verzichtest. Ob Du mit Medis wieder depressiv wirst usw. Ich denke, das kann ein Laie selbst mit Krankheit gar nicht abschätzen. Ich würde das Dir empfehlen um auf Nummer Sicher zu gehen.
 
G

Gast

Gast
Sehr interessant. Ich empfand meine Depris immer als genau das - Lethargie. Je lethargischer, desto depressiver. Keine Energie mehr, auf nix Lust, nur abgammeln, es kommt nix Positives mehr an einen ran, weil man ja nie was schafft, und die Laune sinkt in den Keller.

Interessant, dass es dir anders geht und die Lethargie dich im Gegensatz entlastet und aufheitert. Dass es dir Druck nimmt, kann ich nachvollziehen, aber wie man damit glücklich sein kann, kraftlos abzugammeln, nicht. Klar, anstatt einer auszehrenden, anstrengenden Arbeit nachzugehen, die man eigentlich nicht tun will, verstehe ich das. Aber man schafft ja auch eigene Dinge nicht mehr, an denen man persönliches Interesse hat.

Was du auch bedenken solltest, ist, dass du deinen Körper eventuell runterwirtschaftest. Eventuell gerätst du an einen Punkt, an dem du es behandeln MUSST, und dann ist deine Schilddrüse oder sonstwas so im Eimer, dass du da nicht mehr so schnell von wegkommst. Das würde ich mir daher gut überlegen. Ich habe kein Hashimoto, nur eine latente Unterfunktion, nur mein TSH war chronisch erhöht (so kurz vor 8, um genau zu sein). Da meine anderen Werte im Rahmen waren, habe ich mich zunächst gegen Hormoneinnahme gesträubt, weil ich keinen Bock hatte, mein Leben lang an den Dingern zu hängen und davon abhängig zu werden. Aber da ich ja unglücklich mit den Symptomen war, habe ich mich letztendlich doch dafür entschieden, nachdem ich jahrelang in der latenten UF rumgedümpelt war. Mit Zunahme, Energielosigkeit, dauernd kalt, auch im Hochsommer eiskalte Hände usw., und der Arzt mir sagte und ich auch nach Jahren merkte, dass sich da von selber gar nichts bessert, sondern stattdessen der Körper die Schilddrüse nur abstresst mit dem erhöhten TSH.

Ich würd meinen Körper da nicht an die Wand fahren lassen. Du magst es jetzt noch als sanft und angenehm erleben, aber das kann sich auch ganz schnell ändern. Der Hormonhaushalt ist kein Witz. Und gegen deine Depris kannst du vielleicht auch was anderes tun, als dich lediglich deiner UF hinzugeben?
 

primechecker

Aktives Mitglied
Ich BIN in einer Unterfunktion. Und kenne diese Symptome, die du schilderst. Aber ich empfinde es wie erwähnt absolut NICHT schlimm (es tut mir Leid, dass es dir da anders geht, aber vielleicht hast du auch andere Erwartungen?)- es ist eine angenehme Lethargie, die es mir sozusagen gestattet, einfach auch mal Tage nur auf dem Sofa zu verbringen, nichts tun zu müssen, müde sein zu dürfen. Und immer weniger zu können (=zu müssen).
Ich möchte aus diesem Zustand gar nicht raus - er macht so angenehm gleichgültig und apathisch, nachdem mich jahrelang Depris in all ihrer Schärfe gequält haben. Die spüre ich nun kaum mehr. Warum also etwas ändern an diesem Zustand, der, das ist mir schon klar, so langsam ins ewige Aus führt? Aber wenns so sanft weitergeht, warum nicht?
Es ist wirklich sehr gut auszuhalten.:)
Interessanter Ansatz. Find ich recht gut deine Einstellung. Wenn von dir auch nicht soviel gefordert wird, denke ich solltest du dich vielleicht auch damit gut arrangieren können.
Ich habe so weit ich weiß zwar keine Unterfunktion, aber aus irgend einen Grund schaffe ich es auch nicht mehr so viel zu leisten. Ich muss mich dann z.T. sogar sehr lange ausruhen und dann ist auch schon fast der ganze Tag vorbei ohne viel geschafft zu haben. Es ist blöd aber könnte mich auch arrangieren und dies akzeptieren, wenn man praktisch abgesichert ist und nicht so viel leisten muss. Aber keine Ahnung inwieweit das so in der Gesellschaft geht. Manchmal sag ich mir auch. Gott du bist manchmal so müde und fertig, dass es dir eigentlich auch nichts ausmachen würde, einfach nur noch zu schlafen und nie wieder aufzuwachen. Andererseits habe ich auch den Ehrgei etwas zu schaffen. Aber dieses ständige Mattsein und wieder Zwingen sich Auszuruhen, ohne viel leisten zu können, ist schon irgendwie auch blöd, besonders wenn die Gesellschaft immer so viel Unsinniges einen abverlangen will. Naja das sind so meine Gedanken. Ich glaube ich guck mal was Unterfunktion so beinhaltet.

Ich habe mir übrigens vorgenommen etwas Winterschlaf zu halten. Finde das eigentlich eine ziemlich gute Idee :D
 

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