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Hätte man jemanden unter anderen Umständen kennen gelernt...

Gretchen Wieners

Aktives Mitglied
Hallo Forum!

Wollte mal wieder was von mir hören lassen...

Mich beschäftigt seit einiger Zeit die Frage die meinen Titel oben bildet:
Hätte man jemanden unter anderen Umständen kennen gelernt, hätte man dann evtl. ne ganz andere Beziehung zu ihm/ihr aufgebaut? Evtl. eine viel intenisiver, eine andere Art von, gar keine o.ä.?

Ich weiß, es bringt eigentlich gar nichts darüber nachzudenken, weil es nunmal so und so war und nicht anders und daran nichts mehr zu rütteln ist. Aber ich bin gerade so traurig darüber, weil eben gerade so ein Fall in meinem Leben eingetreten ist.

Ich wollte nur fragen, ob euch das vll auch schon mal passiert ist. Ob ihr auch so denkt oder anders. Ob euch das vll sogar spontan so bekannt vorkommt und euch das schon 1000x mal passiert ist.
Habe gerade niemanden, der dafür geeignet ist um mit ihm darüber zu reden.


Danke
 

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kobaltblau

Aktives Mitglied
Wenn du unter anderen Umständen aufgewachsen wärst, dann wärst du ein anderer Mensch. Natürlich denkt man darüber nach, was wäre wenn, das ist ganz normal. Nicht normal ist, dass man deswegen traurig ist und denkt man habe eine gute Chance verpasst. Dieses Denken hindert einen daran, die bestehenden Chancen und Möglichkeiten zu nutzen, eine aktive Rolle zu spielen.
 

Ozymandias

Aktives Mitglied
Erlebe diese Situation gerade, aber im Grunde mit einer "zweiten Chance".
Hatte bis vor ca. 5 Jahren eine gute Freundin und wir hatten ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Die Wege gingen dann immer mehr auseinander und nach einer Zeit ging der Kontakt ganz verloren, was ich sehr bereut habe. Auch da habe ich mir oft die Frage gestellt was gewesen wäre, wenn ich mich anders verhalten hätte, ich mir mehr zugetraut hätte und meine Ängste mir nicht im Weg gestanden hätten.
Vor kurzem haben wir uns durch Zufall wiedergetroffen und diesesmal möchte ich mir diese Fragen später nicht noch einmal stellen müssen.

Ich denke ab und zu kann man sich diese "was wäre wenn?"-Fragen mal stellen, doch man sollte sich nicht an ihnen aufhängen und zu sehr in ihnen verlieren, sodass man in der Gegenwart geblockt wird.

Dazu fällt mir dieses Zitat ein. Es sagt im Grunde aus, dass wir nicht "wir selbst" wären, wenn wir in der Vergangenheit andere Entscheidungen getroffen hätten. Wir wären dann heute jemand ganz anderes und würden uns andere "was wäre wenn?"-Fragen stellen.

There are no choices. Nothing but a straight line. The illusion comes afterwards, when you ask "why me?" and "what if?". When you look back and see the branches, like a pruned bonsai tree, or forked lightning. If you had done something differently, it wouldn't be you. It would be someone else looking back, asking a different set of questions.
 
N

noch nicht

Gast
Ob ihr auch so denkt oder anders.
So habe ich nie gedacht. Allerdings kann ich mir gewisse Situationen vorstellen, wo ich, glaube ich, doch so denken könnte oder würde.. Aber das wären keine Situationen, die mit Menschen zu tun hätten.

Mich beschäftigt seit einiger Zeit die Frage die meinen Titel oben bildet:
Hätte man jemanden unter anderen Umständen kennen gelernt, hätte man dann evtl. ne ganz andere Beziehung zu ihm/ihr aufgebaut? Evtl. eine viel intenisiver, eine andere Art von, gar keine o.ä.?
Das ist mir zu passiv. So, als traute man sich so manches, was einem wichtig ist, aus irgendwelchen Gründen nicht und erwarte man nun vom Leben, vom Schicksal etc., dass mal auch was gutes passiert - anstatt selbst zu handeln. So, als müsse etwas auf einen zukommen, anstatt selber mal "hinzugehen".
 

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