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Haben wir das Recht so zu leben wie wir leben....

Gretchen Wieners

Aktives Mitglied
.... weil wir in dieser gesellschaft und in dieser zeit geboren worden sind?
wenn dem so ist, haben wir dann auch das recht uns über die richtigkeit bzw. falschheit unserer lebensweise keine gedanken machen zu müssen und als begründung/rechtfertigung, falls wir auf einen menschen treffen, der mit unserer lebensweise/gesellschaft nicht konform geht, dies als argument vorzubringen?

und anders rum: haben die menschen, die eindeutig sagen, diesen und jenen misstand klagen sie an, das recht das zu sagen ohne dann aber auch entsprechende schritte einzuleiten, um die situation zu verbessern? bzw. müssten sie das dann nicht eigentlich sogar? und zwar bis zur letzten konsequenz?
meiner meinung nach wäre das aber so gut wie nie möglich. weil ein einzelner in der gesellschaft und auch keine gruppe oder partei so viel macht hätte dies und jenes vollkommen zu verändern. und deshalb macht es (meiner auffassung nach), doch gar keinen sinn, weil das komplette system, in deutschland, in europa, das system wie die welt funktioniert, so komplex, so verstrickt und so wechselseitig voneinander beeinflusst ist, dass es eine eigendynamik hat, in der man als einzelner nur die macht hat sein eigenes leben in gewissen bahnen zu lenken, mehr aber auch nicht.

letztendlich bewegt sich die welt (in meiner anschauung) so, dass man im grunde einfach nicht einschreiten kann, man kann sich als mensch immer nur an die gerade vorherrschende umwelt so gut es geht anpassen, anders hat man keine chance (s.a. "selection of the fittest", hier wie ich finde ein sehr passender spruch).
ich glaube das nennt man auch teilweise schicksal.

ich weiß ich hab jetzt nicht so strukturiert geschrieben und gut agumentiert, aber das thema ist so hochkomplex für mich, ich komm damit einfach nicht zu rande. hätte aber gerne neuen input von anderen.

danke
 

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Dachs572

Mitglied
Hallo Gretel,

also kurz zusammengefasst, ändere was dich stört oder lerne damit zu leben.

Wäre dann die logische Konsequenz daraus folgende?

Tust du es nicht, dann hast du auch kein Recht auf eigene Meinung?

Jeder hat ein Anrecht auf seine Meinung und auch auf seine Möglichkeit diese zu äußern, dass er sich hierfür erst qualifizieren muss wird nicht von ihm verlangt, nur dass er sich hierbei an herrschende Gesetze und Gebräuche hält. Dann kann er noch soviel Unsinn von sich geben wie er will.

Du meinst der Einzelne kann nichts ändern, doch anscheinend ist dir die Idee, dass sich Menschen zu unterschiedlichen Gruppen zusammenschließen nicht fremd?:D

Die Menschheit macht dass schon seit der Urzeit, sich zusammen zu schließen, den die Macht vieler mag Dinge ändern. Der Einzelne kann aus der Gruppe heraus handeln. Gewiss es gibt Anführer und Mitläufer, aber das Ergebnis bleibt eine Gruppenleistung.

Auch eine Welle besteht nur aus vielen kleinen Wassertropfen, aber sie kann dich trotzdem von den Füßen holen. ;)

Also wäre eine andere deiner Ansichten die, dass man gar nicht handeln kann, um etwas zu ändern?

Die Dinge ändern sich, dass haben sie immer getan und dass werden sie auch weiterhin. Das Problem dabei ist, dass gut Ding weile hat oder so. Anders gesagt, dass sich Dinge ändern dauert, Beispiel Eiszeit. :)

Schwierig wird es wenn es um Menschen und die Gesellschaft geht in der sie leben.
Da kann man durchaus sagen, dass man schnelle durchgreifende Veränderungen nur in jedem einzelnen Leben sehen oder bewerkstelligen kann. :(
Auf die große Masse bezogen, brauchen grundlegende Veränderungen Revolutionen, damit alle dabei sind und auch alle betroffen sind. Also letztlich eine Art von Gewalt, der den normalen zeitlichen Ablauf anschiebt. :mad:

Ach ja eins zum Schluss, die Welt hat sich geändert, wir leben ja nicht mehr in Höhlen.
Vor allem weil es einem Einzelnen aufgefallen ist, der hat überlegt und sich dann etwas ausgedacht, um die bestehenden Verhältnisse zu ändern. Der Einzelne kann also etwas verändern, bleibt nur noch die Frage, wie gut muss er und seine Idee sein, damit die Anderen begeisternd ihren eingetretenen Lebenspfad verlassen und neue Wege gehen.​
:daumen:

Also Devise Kopf hoch :)

MFG Dachs
 

Sean2

Mitglied
HI,
hat ja mein Vorredner schon gut formuliert.

Eine Veränderung fängt immer klein an, im Kopf eines Einzelnen und löst den sogenannten Schmetterlingseffekt aus.
Wenn man sich sofort die Veränderung wünscht und man sich der Enttäuschung der Realität entziehen will, redet man sich ein, dass es nicht möglich wäre. Was passiert ist, dass man seine Macht aus den Händen legt und sich klein macht, während man doch eigentlich seine Prinzipien und das, was man für richtig hält, doch ohne Probleme weiter tun könnte, doch weil man seine unrealistischen Wünsche nicht sofort erfüllt bekommt, töten man sein Potential für sein ganzes Leben.

Man lernt Hilflosigkeit, und selbst wenn man dann die Chance hat, reagiert man in gelernten, alten Verhaltensmustern, nämlich mit der Hilfslosigkeit.

nach dem Prinzip: Wer es versucht, kann verlieren. wer es nicht versucht, hat schon verloren. Aber lassen wir es nicht beim Versuch, sondern tun wir es einfach, ohne irgendwas dabei zu erwarten.
Ich würde sagen, wenn uns etwas nicht gefällt, sollten wir zuerst einmal uns selbst ändern.
Verschiebung von Verantwortung ist es nämlich, die den Fortschritt lähmen. Es ist unmöglich, dass immer andere Schuld sind, wir sind die anderen!

Früher war es schwer, als Einzelner und im Kollektiv etwas zu verändern, weil man nur in einer kleinen Umgebung lebte. Heute kommt einer auf die Idee lol zu schreiben, und schon kennt es die ganze Welt. Durch das Informationszeitalter haben wir viel breitere, ungefilterte Informationen und Austauschmöglichkeiten durch das Internet.
Alleine dadurch muss sich schon etwas ändern.

also wie gesagt, Kopf hoch;)
 

Sean2

Mitglied
.... weil wir in dieser gesellschaft und in dieser zeit geboren worden sind?
wenn dem so ist, haben wir dann auch das recht uns über die richtigkeit bzw. falschheit unserer lebensweise keine gedanken machen zu müssen und als begründung/rechtfertigung, falls wir auf einen menschen treffen, der mit unserer lebensweise/gesellschaft nicht konform geht, dies als argument vorzubringen?
ich würde sagen, dass es ignorant ist. Natürlich ist das nur ein unbewusster Schutzmechanismus, wenn wir immer nur an uns zweifeln würden, wäre das auch kein Leben.
Aber die absolute sture Überzeugung ist gefährlich, Bsp. Hexenverbrennung, Kriege, Ausbeutung usw.
Ich glaube es gibt nicht wirklich eine richtiges Verhalten in eine Richtung. es ist eher ein balancieren zwischen Zweifel und Überzeugung/Selbstsicherheit.
Es ist eben ein Drama dass sich jeder auf die Masse verlässt und deswegen auch keine Verantwortung übernimmt, weil jeder die Verantwortung auf andere schiebt, sagen kann dass es jeder so macht. Ich sehe das als eine Massenkrankheit, weil man sich selbst entfremdet und nur noch aus Angst handelt, im Gleichschritt maschiert und seine eigene Stimme verstummen lässt. Sicher gibt einen das Sicherheit, weil jeder andere gleichgeschaltet ist und sie deshalb untereinander einer Meinung sind.
Sich dagegen auszusprechen bringt viel Feindseligkeit und Ablehnung, weswegen auch nur wenige den Mut haben, das zu tun.
Jeder der sich auf seine Umstände reduziert ist Teil des Problems. Man kann nicht sagen, so ist das halt, wenn man sogar weiß, dass es nicht richtig ist.
 
W

wolf-souled

Gast
Wenn du Dich erst einmal anpasst - und sehr gut darin bist, dann hast Du womöglich Erfolg.
Sobald Du Erfolg hast, hast Du womöglich auch die Macht, die Dinge zu ändern.
So gesehen ist es also immer die beste Strategie erst einmal 'eins' mit seiner Umwelt zu werden,
bevor man anfängt, sie ändern zu wollen.
na, ich weiß nicht...
wenn man sich erstmal so anpasst dass man dadurch macht gewinnt ist man am ende höchstwahrscheinlich so eingelullt, dass man gar nichts mehr ändern will...
wie viele fangen aus idealismus mit einem arzt-, anwalts- oder sonstigen studium an - um die welt zu retten - und am ende sind sie doch mit einer vorzeigbaren frau, einem schicken heim und haufenweise kohle zufrieden...
 
W

wolf-souled

Gast
Genau so ist es, darauf wollte ich hinaus.
So ist es bei den meisten Menschen.
Nichtsdestotrotz ist es die sinnvollste Strategie,
denn dadurch lernst Du die Dinge ja auch selbst genauestens kennen,
die Du vielleicht einmal ändern möchtest.
manches sieht man vielleicht von aussen klarer, als wenn man selbst drin steckt.

Wenn Du es dann doch nicht mehr möchtest liegt es vielleicht auch daran,
dass Du ihren Sinn oder ihre Vorteile erkannt hast -
den vorteil FÜR MICH SELBST vielleicht...

und es eben nicht einseitig als so negativ betrachtest, dass
es sofort geändert werden muss.

Ein gutes Beispiel;
Viele Jugendliche sind in ihrer Jugend Revolutionäre, die die Welt verändern wollen.
Später leben sie aber fast immer ein recht normales bürgerliches Leben.
(sicherlich trotzdem mit individuellem Charakter.)

Liegt es nun daran, dass sie sich alle haben 'einlullen' lassen,
oder liegt es vielleicht auch daran, dass sie etwas verstanden haben?
ich denke immer noch, dass viele irgendwann wirklich einfach eingelullt sind und einfach zu bequem werden. zu sehr mit sich selbst und dem eigenen auskommen/weiterkommen beschäftigt.
das ist mir immer schon suspekt gewesen wenn jmd. sagt "jaja, dieses rebellische, das ist die pubertät. das gibt sich mit dem alter, da wird man vernünftiger".
ich denke, man wird bequemer. man sieht vielleicht nur noch seinen vorteil.
klar, man hat vielleicht auch verantwortung in beruf/familie und kann nicht mehr so, wie man gern wollte...
nichtsdestotrotz hat sich dadurch nicht die welt zum besseren verändert - nur die eigene sichtweise wurde mehr und mehr auf das eigene wohl fokussiert.

[/QUOTE]

...
 
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