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habe keinen zum "ausheulen"

flows

Mitglied
Hallo,
hatte schonmal versucht hier irgendwie jemanden zu finden zum Schreiben.
Das hat leider nicht so richtig funktioniert, liegt wahrscheinich daran, das ich "komisch" schreibe. Bin selber total unsortiert und weiß nicht, wer ich bin. Können wahrscheinlich nicht viele was mit anfangen.

Heute versuche ich es noch mal.

Bin irgendwie dabei mir mein Leben zu versauen. Ich krieg nix auf die Reihe, bin total unkonzentriert und tue die Dinge die getan werden müssen einfach nicht. Aufräumen, Überweisungen(obwohl das Geld auf dem Konto wäre), Auto ummelden,... Auch beruflich habe ich stark nachgelassen.

Ich habe aber im Moment keine Idee, wie ich das ändern könnte. Nachts kann ich nicht schlafen, bzw. wache im Stundentakt auf. Mein Kopf ist die ganze Zeit am grübeln und arbeiten. Dinge aus meiner Vergangenheit, die ich bisher erfolgreich verdrängen konnte, kommen immer wieder zum Vorschein.

Privat habe ich mich extrem zurückgezogen, nach der Arbeit sitze ich meistens alleine in meiner Wohnung mit meinen Katzen. Bei der Arbeit halte ich mich teilweise von den Kollegen fern. Bin auch teilweise leicht aggressiv ihnen gegenüber, obwohl da eigentlich kein Grund für wäre. Zusammen mit meiner eingeschränkten Arbeitskraft hat sich das Thema aber irgendwann auch erledigt...

Wenn Entscheidungen anstehen blockiere ich mich total.

Eigentlich hätte ich schon ein Redebedürfnis, aber ich weiß nicht mit wem. Ich hab zwar gute Freunde, aber mit denen kann ich nicht reden (wegen mir, nicht wegen ihnen).

Letzte Woche hatte ich das erste mal ein Gespräch bei einem Psychologen, da krieg ich kaum meinen Mund auf und er muss mir jede Kleinigkeit aus der Nase ziehen...die Stille die dann manchmal herrscht macht mich nervös...

Kann mir jemand weiterhelfen?

Kennt das jemand?

Über Antworten würde ich mich sehr freuen,

flows
 

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golom

Mitglied
hey flows,

reden ist die einzige möglichkeit denk ich um dein gegenüber überhaubt begreiflich zu machen wo du stehst, wo du hin willst und warum du das nicht alleine kannst.
um das zu können solltest du deine gedanken ordnen und dir evtl mal selber aufschreiben was in dir vorgeht oder wie du dich siehst.
beim lesen wirds manchmal klarer....
ich weis ja nich wie du drauf bist oder seit wann dich das problem belastet.
frag dich doch mal: seit wann finde ich mein leben anstrengend und seit wann gehts runter...was war davor?!
lg,P
 

flows

Mitglied
also, Gedankenverloren bin ich eigentlich schon seid ich denken kann.

Ich hatte irgendwie eine Kindheit/Jugend, die nicht zu passt (kann das schwer anders beschreiben) und einige Dinge erlebt, mit denen ich jetzt noch kämpfe. Aber ich war weitestgehend "lebensfähig".

Dann bin ich ausgezogen, habe die große Liebe meines Lebens gefunden und alles wurde gut. Ich könnte sagen, das ich mich zu der Zeit gefunden hatte, wußte, wo ich stehe, akzeptiert, geliebt und unterstützt wurde.

Dann ich mein Lebensgefährte aber plötzlich gestorben, und mein schönes Leben war von jetzt auf gleich vorbei, mangels Ideen und mangels geistiger Leistungsfähigkeit bin ich dann zu meiner Mutter zurück, also dahin wo mein "Leid" seinen Ursprung hatte. Und seitdem hänge ich immer wieder in immer stärker werdenden depressiven Phasen drin. Wie eine Abwärtsspirale, die Gedanken werden von mal zu mal düsterer und immer mehr Erlebnisse meines bisherigen Lebens prasseln wieder auf mich ein.

Der Tod ist jetzt fünf Jahre her, und ich habe seitdem keine Beziehung mehr geführt, ich kann mich garnicht darauf einlassen, ich mag nichtmal berührt werden. Umarmungen zur Begrüssung sind für mich ein Horror!

Die Hoffnung auf eine Therapie hält mich im Moment oben, ich hoffe echt, das das klappt, sonst weiß ich garnicht weiter... Montag habe ich mein zweites Gespräch mit ihm, vielleicht kann ich ja dann schon besser mit ihm reden.

LG
flows
 

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