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Habe ich überhaupt noch Chancen auf dem Arbeitsmarkt ?

lyrafrost

Mitglied
Guten Tag, ich studiere zurzeit Angewandte Informatik und der Studiengang gefällt mir auch.

Ich weiß, dass man nach einem Informatikstudium sehr gute Jobchancen hat, nur habe ich ein sehr großes Problem.

Ich habe leider aufrund von Krankheiten, Faulheit, finanziellen und sehr starker Prüfungsangst sehr lange gebraucht, um überhaupt mal Klausuren zu schreiben. Ich bin jetzt im 9.Semester(!) und bin auf dem Wissensstand eines Erstsemesters.

Ich habe auch versucht, eine Ausbildung zu finden, habe allerdings nur Absagen erhalten. Ich bin mir mittlerweile auch sicher, dass ich nicht Vollzeit in einer Ausbildung arbeiten könnte.

Mit der Geschwindigkeit, mit der ich studiere werde ich wahrscheinlich bis zum 18. Semester brauchen. Ich kann auch nicht mehr Klausuren schreiben, weil ich neben dem Studium arbeiten muss um es zu finanzieren.

Jetzt habe ich Angst, dass ich nach dem Bachelor, wenn ich ihn denn schaffe, überhaupt Arbeit zu finden. (Vorwürfe wie "Das hättest du dir vorher überlegen" sollen sind hier wirklich nicht hilfreich, ich kenne mehrere Leute, seit mehreren Semestern eingeschrieben sind und gerne weiterstudieren möchten, aber es aus gesundheitlichen Gründen nicht können.)
 

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justbreathin

Mitglied
Dürften wir fragen wie alt du bist? Das spielt auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor eine Rolle.
Mich wundert es auch, dass du nicht bereits zwangsexmatrikuliert bist.
Ist der Studiengang überhaupt das Richtige für dich? Vielleicht kannst du ja in was anderes wechseln, da du immer noch im 1.Semester bist. Und wie viele Semester hast du krankheitsbedingt versäumt?

Die Absagen der Ausbildungsstelle sind ja ein Indiz dafür , dass sie nach deinem Lebenslauf an deiner Seriosität/Leistungsbereitschaft durchaus gezweifelt haben können.

Falls du das aber unbedingt, weiter studieren willst, dann würde ich mir ggf. professionellere Hilfe gegen die Angst suchen. Scheint ja bei dir aktuer zu sein.

Und anstatt mit weiteren 9 Semestern zu rechnen, würde ich auf maximal 7 setzen, zumal du eins ja jetzt nach den Modulen gesehen ene schon hinter dir hast. Dazu gehört jetzt etwas mehr Verbissenheit und Durchhaltevermögen dazu. Zeit bleibt ja leider nicht stehen
 

lyrafrost

Mitglied
Ich werde im November 24.

Bei meiner Hochschule wird man nur nach extrem langer Semesterzahl, so 40 Semester ohne Leistungen exmatrikuliert. Ich hab ca. 6 Semester durch Krankheit verloren, habe auch eine Soziophobie, die es extrem schwer macht, in Vorlesungen zu gehen. Ich suche schon nach längerer Zeit nach einem Therapeuten, aber die haben alle keine Plätze oder haben ich zum Psychiater geschickt, der nicht hilfreich war. Das Studium interessiert mich sehr, was die ganze Sache noch frustierender macht.

Bezüglich Ausbildung: Ich wurde schon zu mehreren Vorstellungsgesprächen eingeladen, also kann mein Lebenslauf nicht so schlecht sein.
 

primechecker

Aktives Mitglied
Vielleicht kannst du ja auch selbständig was machen, als eine Art Freelancer. Die Frage für mich wäre, was du wirklich kannst und was du auch gerne selbst in diesem Bereich machst? Also entwickelst du vielleicht gerne selbst an Softwareprogrammen, erstellst du gerne schöne Websites, beschäftigst du dich selbständig mit neuen Technologien?
Ich habe ja auch Informatik studiert und habe auch Probleme mit Menschen. Für mich wäre der Beruf aber auch wohl nicht ganz das Richtige, weil ich anscheinend einfach zu viel Ausgleich bräuchte, also körperliche Bewegung und die ständige Arbeit vorm Computer mich kränker und kränker macht. Das merkt man aber eben mitunter erst wenn man schon viel Zeit investiert hat in dem Bereich und das ist dann immer das Blöde.
Ärzte und die ganzen Therapeuten helfen dir meist eher nicht vermute ich mal. Vielleicht können die einfache Probleme noch lösen, aber das war es dann auch. Leider alles sehr traurig. Man muss auch viel sich selbst durchkämpfen. Ich habe die Einstellung, dass es mir schon reicht, wenn ich überlebe. Wenn man zu viele Ansprüche hat und die gesellschaftlichen Erwartungen zu erfüllen versucht, selbst aber schwierig Leistung erbringen kann, dann würde ich eher versuchen einen minimalistischen Lebensstil zu finden, mit dem ich zufrieden bin. Man muss nicht den ganzen Gesellschaftserwartungen entsprechen, auch wenn einem das immer wieder eingeredet wird.
 

justbreathin

Mitglied
Ich werde im November 24.

Bei meiner Hochschule wird man nur nach extrem langer Semesterzahl, so 40 Semester ohne Leistungen exmatrikuliert. Ich hab ca. 6 Semester durch Krankheit verloren, habe auch eine Soziophobie, die es extrem schwer macht, in Vorlesungen zu gehen. Ich suche schon nach längerer Zeit nach einem Therapeuten, aber die haben alle keine Plätze oder haben ich zum Psychiater geschickt, der nicht hilfreich war. Das Studium interessiert mich sehr, was die ganze Sache noch frustierender macht.

Bezüglich Ausbildung: Ich wurde schon zu mehreren Vorstellungsgesprächen eingeladen, also kann mein Lebenslauf nicht so schlecht sein.
Ja einen Therapeuten zu finden, der auch noch mit einem gut arbeiten kann.. Da muss man meist sehr oft suchen,aber es ist gut, dass du das Problem ja angeht bzw es angehen willst, aber ich denke, dass dann mit der langsamen Überwindung der Phobie dein Lernen für die Uni auch besser wird. Ist es möglich bzw. auch angemessen angewandte Informatik im Fernstudium zu machen? Vielleicht hilft dir sowas auch. Und 24 ist ja doch recht jung. Dann würde ich mir nicht soo krasse Sorgen machen diesbezüglich, also dein Alter mit dem voraussichtlichen Abschluss inkludiert.
Das mit den Bewerbungen, klingt ja dann auch positiv eigentlich. Vielleicht war es ja besser, dass es nicht geklappt hat und du kannst jetzt das Studium fortführen und es beenden und mit viel Geduld wird sich das dann auch sicherlich bezahlbar machen, im wortwörtlichen Sinn. Aber wie gesagt, versuch das Studium in weniger als 9 Semestern zu beenden, das sollte so bisschen im Hinterkopf bleiben.
 

Kerstin1976

Aktives Mitglied
Ich würde versuchen, die Prüfungsangst zu besiegen.
Wenn du erst einmal Selbstbewusst in die Prüfung gehen kannst -ohne Panikattacke- wirkt sich das auch auf deine gesamte Person aus. Möglicherweise bedingt das eine das andere bei dir.

Suche dir einen Therapeuten, am besten wendest du dich an deine Krankenkasse zur Beratung.
 

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