Hallo,
ich bin neu in diesem Forum und habe mir schon einige Beiträge durchgelesen, in denen Leute Probleme geschildert haben, die meinem Problem recht ähnlich sind. Ich möchte nicht zuviel Privates über mich preisgeben, sondern nur allgemein erzählen, womit ich kämpfe. Da ich in letzter Zeit sehr viel über eine mögliche psychische Störung bei mir nachdenke, habe ich einige Stichpunkte gesammelt:
ich bin neu in diesem Forum und habe mir schon einige Beiträge durchgelesen, in denen Leute Probleme geschildert haben, die meinem Problem recht ähnlich sind. Ich möchte nicht zuviel Privates über mich preisgeben, sondern nur allgemein erzählen, womit ich kämpfe. Da ich in letzter Zeit sehr viel über eine mögliche psychische Störung bei mir nachdenke, habe ich einige Stichpunkte gesammelt:
- Es macht mich wütend, wenn andere mir sagen, wie ich zu sein habe ("Du musst..." "Man braucht aber..."). Ich lehne die anderen dann zutiefst ab und möchte das Gespräch dann am liebsten sofort beenden
- Ich habe das gefühl, dass ich permanent gezwungen bin, auf die Außenwelt zu reagieren, dass sie aber nicht auf mich reagiert
- Enge Räume, viele Menschen, Nähe und auch nur leichte Berührung stoßen mich ab und machen mich agressiv.
- Ich habe tiefe Sehnsucht nach Freundschaften, bin aber unfähig, die Nähe zu anderen dauerhaft auszuhalten. Gleichzeitig habe ich, wenn ich jemanden mag riesige Verlustängste und bin auch bei platonischen Freundschaften eifersüchtig auf andere Freunde. Ich möchte manchmal positiv auf andere reagieren, freundlich auf sie zugehen, kann mich ihnen aber nicht mitteilen, so dass selbst Komplimente, die ich 100%ig ernst meine, eher halb-ernst, also spöttisch rüberkommen (zumindest befürchte ich das).
- Ich fühle mich sicher im abstrakten Denken und beschäftige mich mit anspruchsvoller, philosophischer Literatur.
- Ich fühle mich stark, weil ich es schon sehr lange ohne wirkliche Nähe zu Freunden aushalte. Ich habe zwar wenige Freunde, diese sind mir aber oft nicht wirklich nahe, weil ich nicht permanent den Kontakt zu ihnen suche und mich relativ oft isoliere. Wir sehen uns manchmal monatelang nicht. Ich stelle gefühlsmäßig für mich immer sicher, es auch ohne sie zu schaffen, ich sage mir, dass ich es auch ohne sie schaffen muss. Oft bin ich davon überzeugt, dass ich letztendlich allein auf der Welt bin und mich auf niemanden verlassen kann.
- Ich fühle mich bedroht und abhängig, wenn ich jemanden zu sehr mag. Im schlimmsten Fall kann eine eigentlich platonische Bindung für mich zu einer Art Sucht werden, so dass ich Verlustängste empfinde und mir vorstelle dass, wie und wann die Freundschaft zerbricht, was auch schon passiert ist.
- Ich leide sehr unter Spott, also beispielsweise, wenn jemand behauptet, ich hätte kein Allgemeinwissen und wenn sich jemand darüber lustig macht, dass ich noch keinen Führerschein habe.
- Es ist mir manchmal unverständlich, wenn mich jemand lobt, mir recht gibt oder Zuneigung zeigt. Ich kann damit nicht umgehen, weil ich permanent das Gegenteil erwarte. Im schlimmsten Fall verachte ich denjenigen, der mich lobt sogar (ohne es offen zu sagen).
- Ich bin überzeugt, von anderen nicht gemocht zu werden, obwohl sie es mir nicht sagen oder zeigen.