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Gymnasium- Realschule- Hauptschule...

Würmchen

Mitglied
Ich möchte euch gern um Rat fragen weil ich mich einfach nur noch nichtstauglich und als Versager fühle.. Meine Eltern hatten sich damals getrennt, zuhause ging es drunter und drüber und ich war grade Ende der 5ten Klassen, ich hatte damals ein Gymnasium besucht. Ich hatte mich in der Zeit so gegen meine Mutter gestellt es gab nur Streit, jeden Tag, am Wochenende war ich bei meinem Vater und seiner damaligen Freundin. Ich hatte mich derzeit in der Schule stark verschlechtert, durch die 5te bin ich noch grade durchgekommen. Als ich mich mit meiner Mutter so zerstritten hatte habe ich den Halt bei meinem Vater und seiner Freundin gesucht, ich hatte mich bei ihnen sehr wohl gefühl. Irgendwann entschied mein Vater sich aber gegen seine Freundin und kam zu uns zurück, dann sollte alles von heute auf morgen wieder in Ordnung sein.. Für mich war es sehr schwer weil der Streit zwischen meiner Mutter und mir schon so ausgeprägt war, das es schwer war mit ihr zu reden ohne auszurasten. Ich hatte versucht das alles zuvergessen und das alles so zu akzeptieren, ich wollte nicht die sein die sich gegen den Neuanfang in der Familie stellt.. Ich hatte mich sehr zurückgezogen. Ende der 6ten Klasse hieß es dann entweder sitzenbleiben oder Schule wechseln.. Für mich war das sitzenbleiben schon immer das schrecklichste was sein kann deswegen habe ich die Schule gewechselt ich dachte wenn alles neu ist kann ich neu anfangen und alles wird wieder gut.. Als ich dann auf eine Realschule in die 7te Klasse kam lief anfangs alles recht gut doch dann habe ich versucht alles was da passiert war einzuordnen, darüber nachzudenken doch es hat mich nur durcheinander gemacht, richtige Freunde hatte ich damals noch nicht mit denen ich darüber reden konnte und die mir helfen konnten, das wegzustecken. Ich wurde wieder schlechter, so mehr ich über alles nachgedacht hatte desto depressiver wurde ich, ich hatte Weinkrämpfe bekommen, Wutanfälle ich konnte das alles nicht einordnen. Irgendwann wollt ich damit abschließen, ich versuchte mich auf die Schule zukonzentrieren weil meine Klassenlehrerin mich desöfteren darauf angesprochen hatte warum ich so seltsam und verschlossen drauf wäre ich hatte nie was gesagt was mich bedrückt. Die Noten wurden nur noch schlechter und es wurde wieder komplizierter mit meinen Eltern weil immer nur schlechte Noten kamen und sie wollten das alles wieder funktioniert. Ich hab mich so unter Druck gesetzt gefühlt das mich das alles total erdrückt hat ich wurde immer nervös wenn Arbeiten waren immer die Angst wieder alles zuverhauen.. Am Ende des Schuljahres hieß es dann sitzenbleiben, das hatte mich dann komplett nervlich überfordert ich bin morgens aufgewacht und habe oft schon geweint, ich war nur noch frustriert und antriebslos. Dann war es zuspät ich blieb sitzen.. Ich war so wütend auf mich selber dass ich mich nicht aufrappeln konnte etwas zutun ich kam mir so dämlich jämmerlich vor.. Meine Eltern haben mich nur noch angemotzt mir gesagt was für ein faules Stück ich doch wäre, es gab viele Verbote und jedes Gespräch ging nur über Schule. Ich war selbst so enttäuscht und auch wütend auf mich und von allen Seiten wurde nur drauf rumgehackt. Als die Schule dann losging habe ich nur noch Hass auf die Schule gehabt ich hätte alles zusammenhauen können. Ich hatte so keine Lust mehr, ich konnte mich nicht zusammenreißen und zusehen das es diesmal klappt ich hatte ständig nur Aggressionen habe mich mit Lehrern angelegt nur schlechtes und nicht grade soziales Verhalten an den Tag gelegt.. Als meine Eltern das dann mitbekommen haben gab es wieder nur Stress zuhause, es kamen nur noch blöde Kommentare und Streit. Kurz nach dem zweiten Halbjahr hieß es dann wenn ich jetzt nocheinmal sitzenbleibe werde ich von der Schule genommen. Mich hat das so überfordet ich hatte einfach keine Nerven und keine Kraft mehr. Ich wollte das alles nichtmehr an mich heranlassen ich habe mich nach der Schule ins Bett gelegt und bis abends geschlafen, dann bin ich zu Freunden gegangen, habe eine nach der anderen geraucht, habe nachts immer viele Beruhigungspillen genommen damit ich runterkomm weil nur noch diese Aggressionen da waren. Ich konnte mich auf nixmehr konzentrieren ich war nur noch träge und antriebslos, es ging gar nichts mehr. Ich habe angefangen zutrinken, bin desöfteren betrunken nach hause gekommen, meine Eltern haben das einmal mitten in der Woche mitbekommen weil ich auf meinem Boden lag und nichtmehr aufstehen konnte. Es wurde alles nur noch komplizierter und dann war ich wieder sitzengeblieben. Nun ist dies meine letzte Ferienwoche bevor die Schule wieder anfängt. Ich muss zu eine Hauptschule gehen. Ich habe große Angst wieder zuversagen.. Ich habe versucht mich selbst aufzubauen, wieder gelassen zu werden um mich endlich auf den Stoff konzentrieren zukönnen, doch der Druck macht mir sehr zuschaffen.. Ich habe mich an jemanden festgehalten den ich sehr liebe, doch seit gestern ist es anders.. Es gab viel Streit in der letzten Zeit und gestern war der endgütlige Schlussstrich.. Vielleicht war es besser aber ich habe noch so starke Gefühle für diese Person.. Mich macht es fertig nichtmehr die Nähe spüren zukönne, zuwissen das jemand da ist.. Ich fühle mich einfach nur noch allein und ungebräuchlich, ich schäme mich wenn ich mit meiner Familie an einem Tisch sitze.. Mir kommt alles nur noch sinnlos und leer vor.. Ich habe keinen Spaß mehr am Leben, ich mag morgens nichtmehr aufstehen.. Ich weiß einfach nichtmehr wie ich das alles schaffen soll..

Ich möchte wieder alles auf die Reihe bekommen, möchte morgens wieder mit Freude aufstehen, ich möchte mich nichtmehr so schämen, aber ich weiß nicht wie ich das schaffen soll :(
 

death_angel

Mitglied
hey würmchen,
hol dir hilfe von außen....entweder durch einen lehrer/eine lehrerin was in deinem fall aber schwer ist, weil du ja jetzt gerade die schule wechselst oder hole dir hilfe bei einem psychologen!
und nachdem du dir diese hilfe geholt hast setz dich hin und lern! du warst mal aufm gym, du bist nicht dumm und du kannst es schaffen! du musst nicht nach der hauptschule abgehen, du könntest sogar dein abi schaffen wenn du willst. also setz dich hin und lern! dafür gibt es keine ausreden. und jeder hat mal einen tag an dem er sich nicht konzentrieren kann. aber es ist schluss mit dauernd weggehen. nachmittage sind in deinem fall nicht zum schlafen oder weggehen da, sondern zum lernen.
du hast die kraft das durchzuziehen wenn du wirklich willst. also mach es!
ich drück dir die daumen!
lg death_angel
 

jeyem89

Mitglied
Ich schließe mich death_angel an, es liegt an dir, wie deine Noten stehen!
Ich an deiner Stelle würde mal versuchen mit deinen Eltern zu reden. Darüber, dass sie zu viel Druck machen und dir das zu schaffen macht.
Du schreibst, dass deine Eltern, nachdem sie wieder zusammen gefunden haben, alles so wie früher haben wollen. Mir kommt es fast so vor, als könnten sie die Probleme, die sie miteinander hatten und nun bewältigen wollen, nicht von dem trennen, was mit dir zu tun hat. Also quasi so, wie manche ihr Privatleben nicht von dem beruflichen Leben trennen können. Ich weiß ja nicht, wie deine Eltern ihr Vorhaben, alles wieder so werden zu lassen, wie es früher mal war, umsetzen. Aber scheinbar passt es ihnen garnicht, dass du nicht mitziehst. So zumindest würde ich mir das erklären, wenn ich in deiner Situation wäre.
Wie gesagt, versuch ein Gespräch mit deinen Eltern zu führen und sag ihnen, dass dir die Trennung der beiden sehr zu schaffen gemacht hat. Versuch dich mit deiner Mutter zu versöhnen, denn das nimmt dich wohl auch ganz schön mit.
Es bringt nichts, dich zu verschließen und niemanden an dich heran zu lassen. Flüchte nicht ständig zu Freunden, lass die Finger vom Alk und von den Zigaretten. Das alles brauchst du doch garnicht! :)
Sicher spricht nichts dagegen mal wegzugehen, aber das sollte nicht jeden Tag sein. Dafür sind die Wochenenden doch auch prima geeignet!
Wenn deine Eltern dir zuhören und verstehen, wie es dir geht, dann entspannt sich die Situation zu Hause und du wirst sicher wieder motiviert genug sein, um für die Schule zu lernen.
Und wenn deine Eltern sehen, dass du besser wirst, werden sie auch wieder stolz auf dich sein, aber merke dir: Du lernst für dich selbst, nicht für deine Eltern! Es ist deine Zukunft, für die du ab einem gewissen Zeitpunkt allein die Verantwortung übernimmst. Deine Eltern geben dir hin und wieder einen kleinen Stupser in die richtige Richtung. Sie wollen schließlich auch nur das Beste für dich, glaub mir. :)

Der Worte sind nun genug gewechselt, jetzt lass uns endlich Taten sehen! :D
Viel Erfolg dabei und alles Gute!
Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.
LG
 
P

Pokerface

Gast
Ist vielleicht jetzt ein absolut dummer Vorschlag aber du solltest genau diesen Text den du da oben geschrieben hast ausdrucken und deinen Eltern geben (oder wenigstens den Link zu dem Beitrag). Ich glaube wenn sie das lesen dann raffen sie überhaupt erstmal was mit dir los ist und checken welchen Druck du verspürst.


Und sei nicht traurig das du jetzt auf der Hauptschule bist. Das ist absolut nicht schlimm es ist nur etwas mehr Arbeit. Du machst die Hauptschule fertig, hängst danach noch den Realabschluß dran und kannst dann noch das Fachabi machen und wegen mir studieren gehen und bist wieder voll auf der Höhe. Der Weg ist zwar etwas länger und es steckt jede Menge Arbeit drin aber du kannst es schaffen denn dumm bist du bestimmt nicht.
 
G

Gast

Gast
Hallo, bin selbst Mutter von 2 Jungs (15 und 19) und bei uns läuft auch nicht alles rund. Aber wenn ich als Mutter so einen Einblick in das Gefühlsleben meiner Kinder bekommen würde, könnte ich gar nicht anders als Dich in den Arm nehmen und drücken. Aber das hilft Dir jetzt nicht weiter.

Die Idee, die e-mail auszudrucken, finde ich gut. Leg sie Deinen Eltern abends hin, bevor Du ins Bett gehst. Dann haben Deine Eltern Zeit darüber nachzudenken und sich auszutauschen.

Sollte das nicht helfen, wende Dich an eine öffentliche Einrichtung, z. B. Caritas oder Kinderschutzbund. Die können Dir auf jeden Fall entweder selbst helfen oder Dir entsprechende Adressen geben. Manchmal ist ein Problem so verfahren, dass Dritte vermitteln müssen zwischen Dir und Deinen Eltern.

Ich glaube und hoffe, wenn Deine Familiensituation geklärt ist, geht es auch mit der Schule bergauf.

Alles Liebe
Heike
 

Würmchen

Mitglied
Vielen, lieben Dank für eure Ratschläge!

Den Text meinen Eltern vorzulegen oder sie nocheinmal drauf anzusprechen habe ich mich nicht getraut.. Ich habe trotzdem nochmal das Gespräch gesucht und ihnen gesagt das mir das jetzt auch alles total unangenehm ist und das ich mich auch ändern möchte mir diese ständigen dummen Kommentare und die Rumhackereien das aber erschweren.. Sie haben zugehört aber ob es wirklich angekommen ist kann ich jetzt nur hoffen..
 

Würmchen

Mitglied
Hallo! Ich wollte das Thema jetzt zwar eigentlich nichtmehr aufgreifen aber ich wollte Euch einfach nochmal ganz lieb Dankeschön sagen! =)

Ich hatte heute ein Gespräch mit meiner Mutter, wir haben uns erst wieder angezickt aber irgendwie ist heute der Knoten geplatzt. Ich habe heute allen Mut zusammen genommen und alles ausgesprochen. Wir sind beide ruhig geworden und haben uns ausgesprochen, fast ohne Ausreden und ehrlich. Wir haben uns zugehört und sind aufeinander eingegangen. Ich habe ihr gesagt wie ich mich damals gefühlt hatte wie mich das alles ausgebremst hat. Ich habe ihr Sachen erzählt die sie gar nicht wusste die ich nicht verarbeiten konnte, ich habe ihr Sachen erklärt die sie nie verstanden hat, sie hat mir erklärt wie sie sich gefühlt hatte, was in ihr vorgegangen ist. Vielleicht konnte sie manche Sachen nicht verstehen, aber sie hat es akzeptiert. Es ist viel leichter wenn wir jetzt wissen, wie sich der andere gefühlt hat. Ich bin stolz das ich endlich meinen Mund aufgekriegt habe und gesagt habe was los ist. Ich bereue es jetzt das ich das nicht viel früher gemacht habe weil dadurch vieles kaputt gegangen ist, aber ich fühle mich erleichtert und ich denke ich habe damit einen großen Schritt nach vorn gemacht. Ich kann jetzt besser damit umgehen,ich weiß das es ein schwarzes Kapitel war, ein Teil von meinem Leben, aber es auch noch wieder andere Zeiten geben wird. Ich habe dadurch gelernt das man sich mitteilen muss, bevor man daran untergeht.

Ich möchte Euch danken, das ich sagen konnte was mich belastet und das ihr mich ernst genommen habt, das ihr mir gesagt habt was Sache ist und das ich endlich ein Gespräch mit meiner Mutter suchen soll. :)
 

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