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Gründe, wieso Menschen gläubig werden und was einen Gläubigen ausmacht

Der Unsichere

Mitglied
Guten Abend ;)

in diesem Forum wurde das Thema "Religion" schon oft rauf und runter diskutiert, deshalb wende ich mich an euch.
Ich brauche einige Quellen, aus denen ich Inhalt sammeln kann, um im Ethikunterricht eine Präsentation fertig stellen zu können, die über Gläubige handelt. Da ich über Google meist nur auf Bekehrungstexte stoße, wende ich mich direkt an die Gläubigen (oder nicht Gläubigen, die etwas zum Thema beitragen können) ;)
Da "Gläubige" ein sehr weit gefasster Begriff ist, beschränke ich mich auf die Monotheisten.

Zuerst bräuchte ich Gründe, wieso ein Mensch überhaupt gläubig wird?
Sucht er Antworten? Sucht er einen Ausweg aus seinen Problemen?
Wieso seid ihr gläubig, was waren eure persönlichen Gründe, oder wieso glaubt ihr, werden Menschen gläubig?

Als Zweites würde mich interessieren, was einen Gläubigen in euren Augen überhaupt ausmacht. Reicht es, offiziell der Religion anzugehören, obwohl man nicht dafür interessiert?

Ich würde mich über Anregungen eurerseits wirklich freuen :)
 

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Zitronengelb

Aktives Mitglied
Hallo.
Kennste google books? Da kannste ganz viele Bücher (also komplett abgedruckt) finden.
Gehe auf google und tippe 'google books' ein. Dann kommste dahin. Dort gibste einfach Stichwörter ein und e voila...
 
L

Lena7

Gast
in diesem Forum wurde das Thema "Religion" schon oft rauf und runter diskutiert, deshalb wende ich mich an euch.
Ich brauche einige Quellen, aus denen ich Inhalt sammeln kann, um im Ethikunterricht eine Präsentation fertig stellen zu können, die über Gläubige handelt. Da ich über Google meist nur auf Bekehrungstexte stoße, wende ich mich direkt an die Gläubigen (oder nicht Gläubigen, die etwas zum Thema beitragen können) ;)
Da "Gläubige" ein sehr weit gefasster Begriff ist, beschränke ich mich auf die Monotheisten.
Zuerst bräuchte ich Gründe, wieso ein Mensch überhaupt gläubig wird?
Es ist schon oft so, das ein Mensch der durch viel schweres im Leben gegangen ist oder in einer Notsituation ist, dadurch empfänglich ist für den Glauben.
Weil er einfach eine Hilfe sucht.
Bei mir persönlich war das allerdings nicht der Fall. Mir ging es gut. Ich hatte einen Freund mit dem ich zusammen gewohnt habe, eine Familie mit der ich mich verstand, war gesund und hatte eine Arbeitsstelle.
In der Bibel heißt es ja, das Gott zu einem jeden Menschen zwei oder drei mal redet .Das kann durch unterschiedliche Dinge sein.

Bei mir war das dadurch (wurde mir erst später bewußt), das ich drei mal Begegnungen mit echten Christen hatte, die mir auch ihre Lebensgeschichte erzählt haben. Besonders von den beiden letzten Personen das Zeugnis hat mich sehr berührt innerlich und ich habe einfach gespürt, das ist die Wahrheit.
Als mir bewußt wurde, das Gott mich persönlich anspricht, das er etwas von mir möchte, war mir klar, diesem Gott soll ab nun mein Leben gehören. Ich war 21 Jahre als ich mein Leben Jesus Christus anvertraute.


Sucht er Antworten? Sucht er einen Ausweg aus seinen Problemen?
Wieso seid ihr gläubig, was waren eure persönlichen Gründe, oder wieso glaubt ihr, werden Menschen gläubig?
Ich habe nicht bewußt nach Gott gesucht, ich habe mich eigendlich schon für gläubig gehalten, weil ich jeden Abend gebetet habe. Ansonsten hatte ich mir eigendlich nicht viel Gedanken um Gott bis dahin gemacht.


Als Zweites würde mich interessieren, was einen Gläubigen in euren Augen überhaupt ausmacht. Reicht es, offiziell der Religion anzugehören, obwohl man nicht dafür interessiert?
Ich gehöre eigendlich nicht offiziell einer Religion an, gut ich bezeichne mich schon als Christ (bin aus verschiedenen Gründen aus der Kirche ausgetreten), aber das alleine genügt nicht wenn man Jesus nachfolgen will.
Für mich ist das Wichtigste, das ich in der Verbindung zu Jesus bleibe, denn sonst kann ich nicht seinen Willen erkennen.

Ich versuche natürlich in allem so weit ich es erkenne den Willen Gottes zu tun.
Auch seine Gebote zu halten. Das tue ich aber nicht durch irgent eine innere Anstrengung sondern das geht mehr oder weniger von selber wenn ich in enger Verbindung zu Jesus bleibe.
Jesus sagt das größte Gebot ist seinen Nächsten zu lieben wie mich selbst.
Meine Mitmenschen zu lieben ist mir eigendlich auch das größte Bedürfnisss.Aber auch dabei muß ich mich nicht anstrengen, denn das wirkt Gott selber in mir, ohne das ich mir da Gedanken darum machen muß
So, das ist jetzt so auf die schnelle aus mir heraus geplätschert. Ich hoffe Du kannst damit etwas anfangen.Warscheinlich war es zu persönlich.....werf einfach weg, was Du nicht brauchst.;)



Liebe Grüsse:)
Lena
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Wenn man gläubig wird, lösen sich viele Fragen und Probleme wie von selbst, da es dann meist eine große allumfassende Antwort gibt, einen Bezugspunkt, der fast alles relativiert. Außerdem scheint man schlagartig viele neue Freunde zu bekommen, die durchaus als Familienersatz oder gar als Partnerersatz dienen können.

Man hat also nicht mehr viele Probleme, sondern nur noch eines - meistens das, dem Glauben gerecht zu werden. Am Anfang kann das sehr entlastend sein, ähnlich wie beim Drogenkonsum. Nicht umsonst die Metapher von Marx mit dem Opium ;)
 
E

EuFrank

Gast
Hallo Der Unsichere!

Guten Abend ;)

in diesem Forum wurde das Thema "Religion" schon oft rauf und runter diskutiert, deshalb wende ich mich an euch.
Ich brauche einige Quellen, aus denen ich Inhalt sammeln kann, um im Ethikunterricht eine Präsentation fertig stellen zu können, die über Gläubige handelt. Da ich über Google meist nur auf Bekehrungstexte stoße, wende ich mich direkt an die Gläubigen (oder nicht Gläubigen, die etwas zum Thema beitragen können) ;)
Da "Gläubige" ein sehr weit gefasster Begriff ist, beschränke ich mich auf die Monotheisten.

Zuerst bräuchte ich Gründe, wieso ein Mensch überhaupt gläubig wird?
Sucht er Antworten? Sucht er einen Ausweg aus seinen Problemen?
Wieso seid ihr gläubig, was waren eure persönlichen Gründe, oder wieso glaubt ihr, werden Menschen gläubig?

Als Zweites würde mich interessieren, was einen Gläubigen in euren Augen überhaupt ausmacht. Reicht es, offiziell der Religion anzugehören, obwohl man nicht dafür interessiert?

Ich würde mich über Anregungen eurerseits wirklich freuen :)
Ein gängiges Buch zur Religionspsychologie gäbe Dir wohl genügend Antworten auf Deine Fragen.

Menschen werden gläubig durch Sozialisation und wohl durch das Empfinden, dass das "normale" Leben defizitär ist. Man erspürt auch instinktiv, dass das "normale" Leben von einem rätselhaften "Mehr" umgeben ist. Der Mensch als Mängelwesen hat die Tendenz seine Unzulänglichkeit zumindest theoretisch durch die Annahme eines "Mehr" "auszugleichen". Mir fallen nicht die richtigen Worte ein.

Sicher ist der Glaube eine Art Lösung der Orientierungslosigkeit. Spannend ist aber die Frage, ob der Mensch zu Recht glaubt oder ob der Glaube eher als Aberglaube zu bezeichnen ist. Es geht also um die Frage: gibt es einen begründeten Glauben?

Ich weiß nicht, ob man mich als gläubig bezeichnen kann. Jedenfalls nehme ich die Möglichkeit eines höheren Wesens ernst.

Was einen Gläubigen ausmacht? Der Bezugspunkt Gott in seinem Leben. Gott spielt dabei die Rolle des Absoluten während alles anderes irgendwie relativ in der Luft hängt. Die reine Religionszugehörigkeit macht noch keinen Gläubigen aus. Getaufe Babys würde ich zB nicht als gläubig bezeichnen.
 
L

Lena7

Gast
Man hat also nicht mehr viele Probleme, sondern nur noch eines - meistens das, dem Glauben gerecht zu werden. Am Anfang kann das sehr entlastend sein, ähnlich wie beim Drogenkonsum.......


Dem muß ich doch gerade mal wiedersprechen Werner:)
Man hat eine ganze Menge mehr "Probleme" wenn man sich für den Glauben entscheidet. Nein, vielleicht ist es besser ausgedrückt mehr Kämpfe.
Es kostet also gewissermaßen etwas....klingt nicht gerade einladend ist aber so.
Allerdings bekommt man auch etwas dafür was man sich mit keinem Geld der Welt kaufen kann.




lieber Gruss
Lena
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Dem muß ich doch gerade mal wiedersprechen Werner:)

Allerdings bekommt man auch etwas dafür was man sich mit keinem Geld der Welt kaufen kann.
Ich habs geahnt, liebe Lena :)

Klar bekommt man was dafür - eine Hoffnung, einen Traum, eine Illusion, ein Versprechen oder viele, einen Ansprechpartner "ganz oben" usw.

Dafür braucht man aber nicht gleich gläubig werden und die ganzen Nebenwirkungen (ich weiß wovon du sprichst bzw. nicht sprichst) auf sich zu nehmen, das gibts auch mit etwas Mühe "ohne".

Aber als "Gesamtpaket" ist das Gläubigsein natürlich unschlagbar, stimmt.
 

Polux

Aktives Mitglied
hallo unsicherer,
auch die Ethik kommt heutzutage nicht mehr ohne die Gehirnforschung aus ;) - denn unsere (der Menschen) Ethik ist - das wird immer deutlicher eine 'Funktion unseres Gehirns' und zum Teil angeboren. Natürlich ist es kompliziert, weil die unterschiedlichen Gesellschaften diese angeborene Neigung verschieden 'ausgebaut' haben. Zur biologischen 'Basis' haben wir (Menschen) ja noch die kulturelle Evolution.

So wird in letzer Zeit auch immer deutlicher, dass auch 'Glaube' eine Funktion des Gehirns ist. So kann z.B. die Reizung bestimmter Gehirnareale mit einem starken Magnetfeld 'Gotteserfahrungen' produzieren. (Michael Persinger; Schläfenlappens;Teile das Scheitellappens)
Ich selber habe bei Zen-Meditationen schon öfter ein Gefühl der 'Verbundenheit mit dem Universum und dem ganzen Rest' empfunden. In solchen Momenten werden Gebiete in meinem Gehirn die für die 'Wahrnehmung' der Körpergrenzen zuständig sind beeinflusst. Hab dann allerdings andere Schlussfolgerungen gezogen als Gläubige)
Damit tief religiöse Gefühle entstehen können müssen sicher viele Areale zusammen arbeiten. (www.physik.uni-rostock.de/aktuell/Ring/Neurobio_Gehirnfo_Zusfass.pdf )

3sat.online

Viele Gläubige werden das nicht anerkennen und sagen 'Gott' hat das so gemacht. Diese Argumentation ist nicht zu widerlegen. Allerdings gibt es keinerlei Belege 'dafür'. Was es wohl gibt sind inzwischen schlüssige Theorien wozu 'Glaube' während der Evolution gut war (und teilweise noch ist?) - obwohl... wenn man die kurze Zeit der 'modernden' Wissenschaft bedenkt ...:D, dann die Entwicklung: viele Götter, ein paar Götter, ein Gott,... ;)
 
E

EuFrank

Gast
Hallo Threadteilnehmer und Leser!

Bei den Christen, die ich die abergläubischen Christen nennen möchte, sehe folgende Haltung:

Man glaubt an ein Weltbild, weil es den persönlichen Wünschen entspricht. Es passt aber nicht zur Realität. Vielleicht könnte man auch von selektiver Wahrnehmung oder Verdrängung sprechen. Man lenkt sich ab, man sucht eine Erklärung für etwas. Diese Erklärung soll unbequeme Tatsachen so transformieren, dass man mit ihnen leben kann. Auf diese Weise wird zB das Leiden der Christen erklärt. Das erklärt zB auch den Hang der Christen zu den Märtyrern.
 

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