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Cora68
Gast
Also sind FAKTEN letztendlich relativ?
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Das hiesse doch im Umkehrschluss, jemand, der bis zu seinem Lebensende nicht an Gott glaubt, dem hat sich Gottes Geist nie offenbart. Da frage ich mich, warum? War dieser Mensch Gott egal, dass er sich nicht gehalten sah, seinen Geist zu offenbaren und den Samen des Glaubens zu pflanzen?
Noch etwas, was ich öfter von dir las, war sinngemäß, wenn man aus voller Überzeugung auf Gott vertraut, dann hilft er aus allen Krisen und dem geht es immer gut. Wem er aus Notlagen hilft, der erkennt das Wesen Gottes und wird gläubig.
Lena, dass ich nicht an deinen Gott glaube, weisst du inzwischen hinlänglich, trotz meines fehlenden Gottesglauben geht es mir nicht schlecht. Ich bin nach vorherrschender Meinung im Verwandten-, Bekannten-, Freundeskreis ein ausgesprochenes "Sonntagskind", da ich irgendwie immer Glück, oder Glück im Unglück habe.
Ungute Situationen gehen bis auf sehr wenige Ausnahmen immer gut aus, schwere Schicksalsschläge habe ich so gut wie nie erleiden müssen. Ich habe zwei tolle Kinder, bin seit über 20 Jahren mit meinem Mann glücklich verheiratet, bis auf eine zwischenzeitliche Trennung, nach der wir aber wieder (glücklicher als zuvor) wieder zusammengefunden haben. Wir sind alle gesund, zufrieden und glücklich, sind finanziell im Großen und Ganzen zufriedenstellend gestellt, es geht uns also rundum gut.
Und das alles, ohne dass ich/wir an deinen Gott glauben. Er ist es nicht, der dafür verantwortlich ist, dass alles gut läuft. Weshalb sollte er das auch tun, gäbe es ihn, wenn er eh keinen Dank dafür erhalten würde, sondern jemand anders die Lorbeeren einstreicht?
Es gab insgesamt vier Situationen in meinem Leben, wo ich den Tod vor Augen hatte, jedes Mal liefen sie glimpflich ab, bzw. zwei mal hatte ich es beherzten Mitmenschen zu verdanken, dass ich am Leben blieb. Lena, bei keinem dieser Ereignisse habe ich Gottes Geist, seine Liebe, seinen Willen, oder seine rettende Hand gespürt, kein mal. Ich weiss, dass da jemand über mich gewacht hat, ich weiss auch, wer es war, aber dein Gott, der war es ganz, ganz sicher nicht.
Unter diesen Gesichtspunkten finde ich es verwunderlich, dass dein Gott mich nicht abstraft. Oder zumindest dafür sorgt, dass ich seinen Geist spüre/erkenne, damit ich mich zu ihm bekenne. Es ist ja gerade so, als würde er Perlen vor die Säue werfen. Immerhin gibt es viele tief Gläubige, denen es abgrundtief schlecht geht, weshalb lässt er denen nicht viel eher etwas gutes zukommen, als Ungläubigen wie mir?
Ok, wen er liebt, den prüft er, heisst es nicht so? Was für mich ein weiterer Grund ist, diesen Gott abzulehnen. Das ist ja so, als ob du deinen Hund bestrafst, weil er gehorcht.
Nein Lena, ich weiss wem ich Dank schulde, dafür dass es mir und meiner Familie gut geht. Dein Gott ist es gewiss nicht.
Das ständige Pochen auf naturwissenschaftliche Fakten geht am Thema vorbei. Gott ist kein Element der Natur wie ein Baum oder ein Kühlschrank. Daher kann man ihn auch nicht beweisen.... Aber wir müssen wissenschaftliche Fakten auch als Fakten ansehen. Indiskutabel.
Sonst können wir unsere ganze Welt direkt in den Mülleimer werfen.
Dann bestreite ich das ein Tag 24 Stunden hat, ich behaupte Grün sei Rot, dass Herz pumpt gar nicht unser Blut, dass macht die Leber.
Das Gehirn gibt es sowieso nicht. Unsere Gefühle werden uns direkt durch den Himmel von Gott gegeben, 4 + 4 = 7 usw.
Es gibt Fakten die sind unbestreitbar...
Also sind FAKTEN letztendlich relativ?
Also sind FAKTEN letztendlich relativ?
Wie ich eben schon geschrieben habe: Wenn ihr uns nicht auf einen Grundkonsens von Fakten einigen können, ist alles im A****!
Es ist also egal ob es gott gibt, weil es für die realität keine rolle spielt.
Aha, und das ist dann auf jeden Fall Fakt.
O.k., aber was soll das mit der Realität? Auch die ist, bei Gott, relativ.
Wenn du einen Herzinfarkt hast, wird der Sanitäter dir die Füße massieren. Und wenn du telefonieren möchtest, bekommst du eine Banane in die Hand.
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