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Gespräch mit Lehrerin wegen Tochter?

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Ophelia88

Gast
Hallo zusammen,

Meine Tochter ist 7 Jahre alt, geht in die 2. klasse und hat sich (wahrscheinlich im Schwimmbad) wohl ihren ersten Scheidenpilz eingefangen. Das hat sie uns zwar verschwiegen (auch, weil die gar nicht wusste was es ist und dass es irgendwie ungewöhnlich sein könnte), uns aber von einem Gespräch erzählt was sie mit ihrer Lehrerin hatte, weil sie sich wohl im Unterricht an der scheide gekratzt hat und die Lehrerin hat das mitbekommen und sie dann gebeten auf die Toilette zu gehen wenn es juckt. Am Freitag allerdings hat die Lehrerin ihr verboten aufs Klo zu gehen, meine Tochter musste sich aber wieder kratzen woraufhin die Lehrerin sie vor der Klasse zusammengestaucht hat und zum nachsitzen verdonnert hat.

Ich überlege gerade echt ob ich die Lehrerin morgen mal kontaktieren soll, weil eigentlich geht sowas ja gar nicht, oder?? Erst dem Kind die Freiheit geben zum kratzen auf die Toilette zu gehen, aber das dann verweigern und vor der Klasse bloßstellen und das alles ohne die Eltern zu informieren…
 

Violetta Valerie

Moderator
Teammitglied
ja, da würde ich die Lehrerin auch kontaktieren. Ich meine: Sie sollte wissen, dass das Kind gesundheitliche Gründe hat und eigentlich sollte man von ihr auch erwarten, dass sie so ein Thema sensibel behandelt und eben nicht vor der Klasse das Kind "rund macht".
Natürlich sollen Kinder lernen, sich nicht in der Öffentlichkeit an den entsprechenden Stellen zu kratzen, aber eigentlich wäre es doch wohl besser, wenn sie Dich direkt auf sowas anspricht: Kann ja immer was medizinisches dahinterstecken- so wie in eurem Fall.
Du solltest aber auch mit deiner Tochter reden und ihr klar machen, dass es natürlich nicht gut ist, dass die Lehrerin sie so zusammenstaucht, dass es aber auf der anderne Seite auch nicht gut ist, sich so auffällig zu kratzen und vor allem, dass sie mit sowas immer gleich zu Dir kommen soll, wenn sie irgendwelche Probleme hat.
 
G

Gelöscht 120235

Gast
Moment... ist der Scheidenpilz überhaupt nachgewiesen? oder ist das eine Eigendiagnose?
Bei Kindern unterhalb der Pubertät ist ein Scheidenpilzbefall seeehr selten und die Diagnose sollte möglichst differenziert gestellt werden. Zumeist ist es "nur" ein Schamlippenbefall von Pilzen, was völlig unproblematisch behandelt werden kann. Schamlippenpilz macht sich bei Kindern durch starkes Jucken, brennen beim Wasserlassen, nässende Schamlippen mit entsprechenden Spuren in der Unterwäsche und durch schuppige Wundränder bemerkbar. Ich denke, daß ein Pilzbefall der Schamlippen auch daheim nicht unbemerkt bleiben dürfte. ( Warum sollte es nur in der Schule jucken?)
Zudem könnte aber auch eine Chlorwasserallergie dahinter stecken, welche mit ähnlichen Symptmen beginnt, aber letztlich eine Blasenentzündung hervorrufen kann.
Nein, nicht zur Lehrerin, sondern mit dem Kind alsbald zum Kinderarzt!
Daß eine Lehrerin eine Zweitklässlerin wegen einmaligen Juckens im Scheidenbereich nachsitzen lässt, gehört ja wohl in das Reich der Phantasie! Beschuldige nicht Andere Dein Kind zu mißhandeln, sondern sorge Du dafür, daß Dein Kind die Zuwendung bekommt, die es jetzt wirklich braucht.
Alles Weitere hat @Violetta Valerie ja schon geschrieben!
Gruß Odysseus
 
G

Gelöscht 120117

Gast
Es sind m.E. 2 Dinge vonnöten:
1. Der Besuch beim Kinderarzt, aber ich gehe davon aus, dass du das als verantwortungsbewusste Mutter (sonst würdest du hier nicht so schreiben) eh tun wirst
2. Auf jeden Fall auch Rücksprache mit der Lehrerin (nach dem Besuch beim Kinderarzt)
 

Knirsch

Aktives Mitglied
Ich finde das Verhalten der Lehrerin untragbar. Kinder kratzen sich auch in dem Alter immer wieder mal an Stellen, wo sie das angeblich nicht sollen und dafür haben sie meist noch nicht einmal den Grund, einen Pilz zu haben. Ein so sensibles Thema vor der Klasse aufzumachen, dem Kind zu untersagen, dass es sich kratzt und dann noch die Möglichkeit zu nehmen, das auf der Toilette zu tun, das geht überhaupt nicht.
Da hat die Lehrerin wohl ein Problem mit ihrem eigenen Sittlichkeitsbild. Ich möchte mal wissen, wie oft der Sportlehrer die Jungs vom Platz schickt, weil sie sich demonstrativ am Sack kratzen, während sie im Tor stehen.
Unbedingt ansprechen und im Zweifelsfall die Direktion informieren.
 
O

Ophelia88

Gast
@Odysseus
Nein, der ist nicht nachgewiesen, aber nach schwimmbadbesuch und mit diesen Symptomen ist ein Pilz eben wahrscheinlich. Selbstverständlich gehe ich mit dem Kind heute zum Arzt!! Dass das nicht selbstredend ist und du offensichtlich denkst dass ich noch keinen Termin ausgemacht habe schockiert mich gerade ein bisschen
Das ist bis jetzt nicht aufgefallen weil sie erst am Mittwoch schwimmen war und die Eskalation war am Freitag. Sie hat es ziemlich gut geheim gehalten und natürlich habe ich ihr klargemacht dass sie mir sowas - sie wusste halt nicht was es ist und hat sich geschämt, was ich auch irgendwo verstehen kann.

Was für mich absolut unverständlich ist, ist warum du sagst ich solle nicht zur Lehrerin. Unterstützt du ihr Verhalten? Und Sorry aber mein Kind wurde vor der kompletten Klasse blamiert und ihr wurde verboten auf die Toilette zu gehen und ich soll nicht behaupten dass sie misshandelt wurde? Wie soll ich das denn sonst nennen? Wieso nimmst du die Lehrerin in Schutz und behauptest ich würde meinem Kind keine Zuwendung zukommen lassen, obwohl ich direkt einen Termin beim Arzt ausgemacht habe?? Willst du mich hier jetzt ernsthaft als Täterin darstellen? Zu Zuwendung gehört für mich auch, dass mein Kind nicht wegen sowas nachsitzen muss! Soll die Lehrerin damit durchkommen?

@Nicky
Ja, wir haben gleich heute einen Termin beim Kinderarzt!
 
O

Ophelia88

Gast
Update : Wir waren beim Arzt, Diagnose Pilz , wie erwartet.
Ich wäre euch immer noch sehr dankbar für Tipps wie ich mit der Lehrerin umgehen soll…
 

SFX

Aktives Mitglied
Update : Wir waren beim Arzt, Diagnose Pilz , wie erwartet.
Ich wäre euch immer noch sehr dankbar für Tipps wie ich mit der Lehrerin umgehen soll…
Na öffentlich auspeitschen und dann an den Pranger mit dem Weibstück, was denn sonst? :D

Nein, also mal ganz ehrlich. Weißt du nicht, wie man einen Konflikt löst? Das geht am Besten durch ein Gespräch. Die Version deiner Tochter kennst du ja nun, du solltest dir aber die Situation nochmals aus Sicht der Lehrkraft schildern lassen. Möglicherweise ist es anders gelaufen. Ich glaube nicht, dass man wegen der Toilettenfrage nachsitzen muss.

Eventuell hat dein Töchterlein irgend etwas anderes angestellt. sehr wahrscheinlich ist das sogar, so! Das kann ich dir pensionierter Lehrer und als Vater von vier Kindern sagen!

Es sind nicht immer die bööööösen, teuflischen Lehrer_innen (M/W/D) die sich daran ergötzen, die ach so armen Kinderchen zu quälen! Ich habe als Lehrer niemals den Toilettengang verboten, konnte aber mächtig schimpfen wenn z.B. ein Bube in der Pause lieber Sammelkarten getauscht hat und dann 3 Minuten nach Unterrichtsbeginn ganz dringend auf's Klo wollte! Denn dafür ist die Pause da, zum Essen und zum Pinkeln! Nicht der Unterricht!

Daher mein Tipp zum Umgang mit der Lehrerin:

Lasse dir von deiner Tochter nochmals den Vorfall genau schildern. Achte dabei bewusst auf Widersprüche zu ihrer vorherigen Erzählung. Es geht nicht darum, deine Tochter als "Lügnerin" zu entlarven, aber eventuell hat sie wirklich etwas Dummes angestellt, was sie dir nicht sagen will. Sage deiner Tochter, dass du nun einen Termin mit der Lehrerin vereinbarst und mit ihr darüber reden willst. Zögert das Kind nun oder will dich davon abbringen, ist etwas faul.

Anschließend vereinbarst du wiegesagt einen Gesprächstermin mit der Lehrerin. Frage sie zunächst einmal, weshalb denn deine Tochter nachsitzen musste und wie ihr Verhalten ansonsten in der Schule ist. Ob sie im Unterricht gut mit kommt, ob ihr das Lernen leicht oder schwer fällt. Hole dir erst einmal einen ganzen Überblick über die Situation ein.

Dann kommst du auf die Vorwürfe deiner Tochter zu sprechen und bittest sie um Ihre Sicht der Dinge. Bewahrheiten sich die Gegebenheiten, so ermahnst du die Lehrerin und im Wiederholungsfall vereinbarst du ein Gspräch mit dem Schuldirektor.

Du musst hier wirklich ganz diplomatisch vorgehen. Es nützt überhaupt nichts, die wilde Furie zu spielen. Wenn du das tust, seid ihr nämlich schneller angeschmiert, als ihr denkt! Der Direktor wird bei Anschuldigungen von Eltern so gut wie immer zu allererst hinter der Lehrkraft stehen, solange die Vorwürfe unhaltbar sind.

Das gibt es nämlich nicht selten, dass die Eltern ihrem ach so braven Goldschatz jedes Wort glauben und die Lehrer zur Hassfigur werden. Das kann so weit gehen, dass die Eltern sogar per Gerichtsverfahren versuchen, Sonderwürste (z.B. Wiederholung der Abitursprüfung trotz Betrugsversuch) für ihre unschuldigen Engelchen einzuklagen.

Liebe Grüße und alles Gute,
SFX
 

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