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Geschlechtsumwandlung eines Freundes - wie damit umgehen?

Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo liebes Forum,

mir passiert es gerade zum zweiten Mal dass sich ein Freund von mir entschließt, eine Geschlechtsumwandlung zu machen. Da wollte ich mal fragen, ob jemand hier damit Erfahrungen hat und wie er/sie damit umgegangen ist.

Wir haben auch ab und zu geschäftlich miteinander zu tun, nicht nur privat.

Mir fällt es zum Beispiel ziemlich schwer, den neuen Namen auszusprechen oder locker zu sein - ich habe automatisch die Angst ihn-sie nicht ernst nehmen zu können oder mich zu versprechen usw.

Gruß, Werner
 

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polgara

Aktives Mitglied
Mir fällt es zum Beispiel ziemlich schwer, den neuen Namen auszusprechen oder locker zu sein - ich habe automatisch die Angst ihn-sie nicht ernst nehmen zu können oder mich zu versprechen usw.
Damit muss er/sie rechnen.
Ich finde das nichts schlimm und würde mir für die Versprecher auch eine Toleranzzeit erbitten.:)
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Toleranzzeit klingt gut, Polgara. Beim ersten Fall dauerte es bestimmt zwei Jahre, bis mir das nicht mehr passiert ist.

Habe heute auch gefragt, als er/sie es mir mitteilte, ob es denn ein "Namensänderungsfest" gäbe oder so etwas - das würde es wohl erleichtern ...
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Aber mal eine andere Frage , wieso kam er/sie den zu dieser Entscheidung?
Gute Frage, wenn ich mich recht erinnere war das ein jahrelanger Prozess von dem ich nicht viel mitbekommen habe außer dass "er" nie eine Freundin hatte und insgesamt ein "besonders Netter" war, sehr weich und sanft - auch von den Gesichtszügen her. Aber das sind auch andere Männer, deshalb habe ich daran nie gedacht.

Bei meinem anderen Freund dauerte es über 20 Jahre, bis er dazu stand. Der war wohl oft in anderen Städten als Frau unterwegs ohne dass es jemand mitbekommen hat. Stelle ich mir als großen Stress vor übrigens. Kurz nach seiner Umwandlung hatte er dann die Perücke an der Haustür und schaute vorher, wer davor stand - er hatte es nämlich noch nicht allen gesagt und wollte niemand erschrecken.
 
L

Lumi

Gast
Hallo Werner,


ich glaube, dass sie weniger Probleme damit haben wird als du, wenn du einmal aus Versehen den alten Namen benutzen wirst.
Du hast in X Jahre als Mann gekannt, für dich ist es ja im Endeffekt plötzlich, dass aus Ihm eine Sie geworden ist, während er sich ja schon länger mit seiner Identität auseinander gesetzt hat.
Am besten ist es glaube ich sich so wenig Gedanken wie möglich darüber zu machen und so entspannt wie möglich in ein Treffen nach der OP hinein zu gehen, denn wenn man verkrampft hinein geht, alla "oh Gott was ist wenn ich seinen alten Namen sage", dann passiert genau das vor dem man Angst hat ham ehesten.

lg Miesmuschel
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
ich glaube, dass sie weniger Probleme damit haben wird als du, wenn du einmal aus Versehen den alten Namen benutzen wirst.
Es ist ja nicht nur der Name, fällt mir noch ein - die ganze deutsche Grammatik fordert von uns eine Entscheidung, ob wir mit bzw. von einem "männlichen Menschen" oder einem "weiblichen Menschen" sprechen.

Wobei ich gehört habe, dass es Sprachen gibt, die sechs oder mehr Geschlechterrollen unterscheiden und auch unterschiedliche grammatische Formen dafür haben - und die wechseln sogar öfters das "Geschlecht" (ich glaube es war ein südamerikanischer Volksstamm).

Am Telefon habe ich gestern einfach mal "Hallo du" gesagt und wir haben beide gelacht, weil klar war, warum ;)
 
L

Lumi

Gast
Am Telefon habe ich gestern einfach mal "Hallo du" gesagt und wir haben beide gelacht, weil klar war, warum ;)

Siehst du ;) Sie sieht es locker, denn auch sie weiß, dass es für ihr Umfeld eine Umstellung ist. Von daher sage ich ja, keine Sorgen machen, sondern einfach handeln.

Ja, klar mit der Grammatik. Aber irgendwann ist es drin und du wirst Sie ganz klar als Sie sehen und dann bereitet auch die Grammatik keine Probleme mehr. Es ist einfach eine Sache der Gewohnheit und der Mensch ist ja nun mal ein Gewohnheitstier.

lg Miesmuschel
 

whitewine

Aktives Mitglied
wie hat denn dein anderer freund nach seiner umwandlung auf "versprecher" und unsicherheiten reagiert? wahrscheinlich verständnisvoll, oder? es ist ja ganz klar, dass sich das umfeld zuerst mal an den neuen namen und allgemein an die neue situation gewöhnen muss. ich denke, dafür muss der/die "umgewandelte" verständnis aufbringen. irgendwann gewöhnt man sich daran und verwendet namen und grammatikalische anpassungen nicht mehr bewusst --> automatisierung. aber das braucht eben zeit! für deine unsicherheit musst du dich jedenfalls bestimmt nicht schämen - ich denke deine kollegin :p wird die unsicherheit nachvollziehen können. am besten gehst du ganz offen damit um...
 
S

Sanni

Gast
Das finde ich witzig Werner, nicht dass ich eine geschlechtsumwandlung schlimm oder lustig finde, sondern weil dir das zum zweiten mal passiert:D ich würde auch um "toleranzzeit" bitten, stell ich mir doch nen bissl ungewohnt vor, wenn man jahrelang einen "freund " hatte und jetzt wird er zur freundin:)

lg always
 

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