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Geiz beim Partner

Baffy

Aktives Mitglied
Ich hab mir jetzt alles nochmal durchgelesen. Ich frage mich, ob ich nach 40 Jahren Ehe nicht doch schon zu alt bin um den Begriff "glückliche Ehe" zu verstehen. Hat sich die Zeit so geändert?

1. Ich darf nicht wissen, was meine "große Liebe" verdient und was sie auf der "Kante" hat? Hallo? (sowas würde ich nie heiraten) Das allein sagt schon sehr viel über einen Menschen aus.
2. Klapperkiste ist bei mir ein Auto was so um die 200000km auf der Uhr, mintestens 10 Jahre alt ist und ich nie weis ob der Morgens überhaupt noch anspringt. Mit sowas willst du dann schwanger rumfahren und reden macht keinen Sinn? Nichtmal ein junger Gebrauchter ist da drin?
3. Bei einem gebrauchten Haus sind immer Renovierungsarbeiten oder Erweiterungen fällig, will er das dann machen wenn du mit dickem Bauch rumrennst oder das Kleine auf einer Baustelle rumspringt? Er scheint Null Ahnung davon zu haben. Wir haben 5 Jahre gebraucht um ein altes Haus samt Außenanlage umzubauen. Ein Neues Haus braucht viel Zeit. Ein Grundstück zu finden dauert Monate, genauso wie die Baugenehmigung, Anschlüsse usw. Firmen haben Termine, die stehen nicht am nächsten Tag auf der Matte. Möbellieferanten brauchen auch oft 3 Monate bis das Zeug dasteht. Mit sehr viel Glück schafft man es in einem Jahr einzuziehen. Alles sehr, sehr blauäugig.
4. Ich sehe keine Garantie für dich, das er seine Geheimnistuerei und seinen Geiz aufgibt. Das wird ein Leben lang so weitergehen (inclusive der Streitereien) und mit sowas würde ich nie mein Leben verbringen wollen. Wenn du das Glücklich nennst, deine Sache.
 
Zuletzt bearbeitet:

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_cloudy_

Urgestein
Hallo.

Kaum zu glauben, was es heutzutage noch gibt.
Entschuldige, aber was bitte ist das für eine Ehe, wo du nicht einmal weisst, was dein Mann verdient oder besitzt? Ich kann das kaum fassen. Man steht doch vor dem
Standesbeamten und schwört sich so vieles, Aber Ehrlichkeit und Offenheit gehört bei euch nicht dazu, als von seiner Seite aus?

Es ist auch absolut unvorstellbar für mich, dass du sein Benehmen, auch dieses Reden von "mein Geld" so viele Jahre schon mitmachst, und ihn sogar geheiratet hast.

Lebt er mit seinem vielen Geld umsonst in deiner Wohnung? Ich befürchte es.
Sein Benehmen ist so, als wollte er sein Geld für irgendwann sparen und sich die nächsten Jahre bei dir durchschmarotzen um dann noch mehr zu haben.

DU kaufst die Waschmaschine, weil er nur Billiggelumpe kaufen will? Hat er überhaupt Geld, hat er ein wenig oder sehr viel Geld?

So etwas Wichtiges als seine Lebenspartnerin nicht zu wissen, ich könnte mit so einem Menschen nicht leben.

Als was sieht er dich an, wenn er dir nicht so viel vertraut zu sagen, wie seine Finanzen sind?

Deins ist meins, aber meins geht dich nichts an. Das ist doch keine Partnerschaft.
 
L

Lilli33

Gast
Danke für eure Antworten.
Für mich sind Dinge wie Geheimnisse der Partnerin oder des Partners indiskutabel, da brauche ich nicht heiraten, Karten auf den Tisch oder Ciao.
Ich finde es prinzipiell nicht schlimm, wenn man seine Finanzen bis zu einem gewissen Grad trennt. Mir hat es früher gereicht, ungefähr zu wissen, wie viel er ungefähr verdient. Wir haben auch getrennte Konten, was ich OK finde. Es hat bisher nie eine Rolle gespielt und sein Erspartes war mit im Grunde egal. Deswegen habe ich das auch nie als Vertrauensfrage empfunden, aber JETZT empfinde ich das schon so. Es ist ja etwas Anderes, ob ich niemals konkret frage und es deswegen nicht weiß, oder ob ich frage und keine Antwort bekomme.
Für einen Hauskauf wäre es ja wichtig zu wissen, wie viel jeder von uns auf der Hohen Kante hat und da hält er sich sehr bedeckt.
Ich kann verstehen, dass es vielleicht aufgrund meiner Schilderung so wirkt, als wäre unsere Ehe hundsmiserabel, aber das ist sie eben nicht. In allen anderen Dingen klappt es wunderbar. Da ist er auch einfühlsam und geht liebevoll mit mir um: Im Alltag sind wir ein gutes Team. Es ist auch nicht so, dass ich ihm den Haushalt mache und er nichts tut. Im Gegenteil: Er kocht z.B. und wir teilen den Haushalt zu gleichen Teilen. Also im Grunde war zwischen uns alles gut. Streit haben wir in anderen Dingen auch nicht mehr als andere Paare. Das Homeoffice stellt ja sicherlich nicht nur uns unter einen Stresstest und lässt für mich eben noch deutlicher werden, dass uns dieser beengte Raum nicht gut tut. Wenn man in einer engen Wohnung praktisch nur schläft, ist es ja egal. Früher waren wir beide tagsüber außer Haus, aber jetzt ist das anders und mit einem Kind wäre das ja auch anders.
Also für mich ist das ganz klar, nur für ihn nicht. Wobei ich eben glaube, dass er es nur nicht wahrhaben will, denn er ist ja nicht blöd. Er scheint es zu verdrängen.
So stur erlebe ich ihn eben nur bei solchen Fragen.
Also wenn du mich fragst, dann ist der nicht geizig, sondern unsicher. Du sagst ja selbst, wenns um essen, oder klamotten geht, dann sieht er es nicht so eng. Aber essen und klamotten sind halt was andres, als ein neues auto, oder ein haus.

Wenn man kein autonarr ist und einen das vehikel einfach von A nach B bringt, warum sollte man denn mehr ausgeben als nötig? Ich würd mir auch niemals einen neuwagen kaufen. Wenn man den vom hof fährt, hat man schonmal 25% verlust gemacht.
Ja, das glaube ich auch. Er hat halt einfach Panik vor dem Hauskauf. Das kann ich verstehen, aber davor davon zu laufen ist ja keine Lösung. Auch mit dem Auto gebe ich Dir recht: Ich brauche auch keinen Neuwagen, aber eben halt einen, der funktioniert und unser jetziger ist wirklich kurz vor dem Ende. ich bin ja eigentlich ganz froh, einen Mann zu haben, der kein Statussymbol als Auto braucht (alle seine Kollegen fahren solche Bonzenkisten, was ich sehr unsympatisch finde). Ein einfaches, aber fittes Auto (gerne auch gebraucht) würde mir vollauf genügen. Nur bekomme ich ihn nicht dazu, über ein neues Auto nachzudenken, bevor das Alte komplett hinüber ist und das verstehe ich nicht. ich habe einfach keine Lust, immer wieder Reparaturen zu zahlen oder am Ende mit dem Karren liegen zu bleiben, aber letztlich bleibt mir dann vorerst nur, es allein zu kaufen. Das empfinde ich dann aber wirklich als seltsam, dass man als Ehepaar ein Auto nicht gemeinsam kauft.
 
L

Lilli33

Gast
Dein Mann möchte eine neue Wohnung, wenn er das muss. Er möchte ein neues Auto, wenn er es braucht.
Ja, ganz genau das regt mich auch so auf: Er möchte es, wenn ER es will. Es scheint ihn nicht zu interessieren, was ich will oder brauche, bzw. welche Argumente ich habe, dass WIR es brauchen. Das ist das was mich so wütend macht.
Dass ihr nicht vernünftig darüber reden könnt, ist aus meiner Sicht das eigentliche Problem. Du kannst alleine nichts tun, dir fehlt das Kapital. Er möchte nicht.
Ja, genau das ist das Problem. Sonst konnte ich die Probleme immer selber lösen: Eine Waschmaschine oder ein Auto konnte ich mir eben notfalls auch alleine leisten. Manchmal hat er dann auch wenn das entsprechende Ding dann da war eingesehen, dass es gut so ist und hat mir dann die Hälfte dazu gezahlt. Nur das klappt ja bei einem Haus nicht. Da muss er von Anfang an mitziehen, bzw. wird er die Hauptlast tragen müssen und ich kann ihn diesmal nicht "zu seinem Glück zwingen". Ich glaube das ist das Problem: Diese Entscheidungsfähigkeit fehlt ihm.
Ich sehe das ganz anders. Er spricht von "seinem" Geld, Du leider auch. Falls nicht. vertraglich anders geregelt gilt in Deutschland die Zugewinngemeinschaft, was verdient wird gehört beiden.
Ja, das stimmt natürlich, nur kann ich ja trotzdem nicht allein darüber verfügen. Ich muss in dieser Sache ja erreichen, dass er sich bewegt und genau das tut er nicht.
Eine Wohnung oder ein Haus suchen und umziehen möchtest Du schwanger oder mit Säugling sicher nicht, will er ein Kind, muss das vorher gemacht werden.
Ganz genau so sehe ich das auch und das habe ich ihm auch so gesagt.
Ich nehme an Du möchtest dann auch die ersten Jahre Zuhause bleiben, danach weniger Arbeiten. Damit übernimmst Du dann aber auch Familienarbeit, und die ist unbezahlt, während er das Familieneinkommen sicherstellt. Beides ist für euch beide. Damit ergibt sich zwangsläufig, es ist nicht sein Geld.
Eben. Deswegen wäre es ja z.B. auch so gut, wenn wir diese Wohnung vermieten würden. Das würde ja meinen Verdienstausfall zumindest abfedern, solange ich nicht arbeiten kann und die Mieteinnahmen würden ja auch die Kreditlast abmildern.

Hier geht es auch darum ein Kind in die Welt zu setzen. Und da sollte man auch schauen die Frau zu zeigen, dass man ihre Sorgen sieht. Sonst sind Fehlgeburten vorprogrammiert. Finanzielle Sorgen ist purer Stress.
Ja, das ist ganz genau das, was ich fühle. Ich weiß, dass auch für mich ein Umzug und Hauskauf großer Stress wären und den kann man sich doch in einer Schwangerschaft nicht zumuten. Das möchte ich nicht und natürlich möchte ich auch wissen, dass ich mit meinen Bedenken gesehen werde und nicht zurückstecken muss, weil er sich seinen Ängsten nicht stellen will.

@ Baffy: Ja das trifft es ziemlich genau, wie ich mich momentan fühle. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, warum er diese Realitäten einfach so vom Tisch wischt und so tut, als wäre das alles nicht existent. Das sind ja alles Tatsachen, die man nicht einfach ausblenden kann. OK, als Mann vielleicht schon, weil man ja nicht der Teil der Partnerschaft ist, der das Baby bekommen muss. Aber natürlich lässt mich das auch zweifeln und ihn in einem neuen Licht sehen. Auch wenn sonbst zwischen uns eben immer alles gut war, trübt das natürlich meine Meinung von ihm sehr. Wie gesagt: Sonst ist er nicht so, in anderen Bereichen des Lebens tickt er ganz anders, was es für mich nochmal schwerer macht, das ganze einzuordnen.
Als wir uns kennenlernten war es klar, dass wir zuerst mal zusammen in meiner Wohnung leben werden. Ich war noch im Studium und er hatte gerade abgeschlossen und hatte den Job, den er jetzt hat noch nicht. Für zwei Studenten ist das ja auch vollkommen ok. Da ist es ja schon eher Luxus eine eigene Wohnung zu haben, aber jetzt ist die Situation ja komplett anders. Würde er schlecht verdienen, wäre es ja leicht zu verstehen, aber er verdiehnt ja gut. Es war auch von Anfang an für uns klar, dass wir später mal anders wohnen wollen. Daran war nie Zweifel, aber jetzt wo es konkret wird, kneift er- und eben nicht erst seit ein paar Wochen, wo man noch sagen könnte, dass das vielleicht einfach ein Prozess ist. Das Thema beschäftigt uns jetzt schon seit gut einem Jahr und er bewegt sich die ganze Zeit kein Stück.
 

tonytomate

Aktives Mitglied
Such Dir einen neuen Mann. Ich würde mich mit dem Geizsack nicht mehr abgeben. Und wie gesagt, ab sofort Mietvertrag zu üblichen Konditionen. Das ist doch keine Ehe. Du weißt nicht was er verdient? Irgendwo müssen doch die Abrechnungen in Deiner Wohnung liegen oder?
 

_cloudy_

Urgestein
Das ist doch wichtig, und das bespricht man doch gemeinsam als Paar, wenn der Partner einen Job annimmt, was er da verdient. Auch was ein Ehemann sonst hat.
Er zahlt dir wohl auch nichts, dass er bei dir wohnt? Obwohl er so einen gehobenen Job hat .
Sagt er "das geht dich nichts an" und du findest das auch noch ok?
 

CabMan

Aktives Mitglied
Manchmal hat er dann auch wenn das entsprechende Ding dann da war eingesehen, dass es gut so ist und hat mir dann die Hälfte dazu gezahlt.
Das ist ja total erbärmlich. Er verdient wesentlich mehr als Du und beteiligt sich mit hängen und würgen mit der Hälfte an einer nötigen Investition?!? Mir wäre so etwas mega peinlich. Dein Typ scheint aber in dieser Hinsicht das Allerletzte zu sein.

Bsp.: Mann verdient 5000€ netto, Frau 1000€ netto. Die nötige Anschaffung kostet 1000€. Dann finde ich es ok, wenn der Mann den Löwenanteil bezahlt. Was bringt mir das, wenn meine Frau am Hungertuch nagt und ich ein fettes Bankkonto habe? Ich persönlich käme mir dann wie das letzte A******* vor.
 

Doratio

Aktives Mitglied
Vielleicht könnte euch eine Eheberatung weiterhelfen. Dort müsstet ihr dann beide offen über diese Probleme reden.
Da der Berater eine neutrale Position vertritt, bekommt dein Mann die Probleme etwas deutlicher vor Augen geführt.
Auf deine Argumente scheint er ja nicht zu reagieren. Vielleicht macht ihm eine unabhägige Beratung die Situation klarer.
Einen Versuch wäre es auf jeden Fall wert.
 

Zebaothling

Sehr aktives Mitglied
Klar ist es ein eklatanter Unterschied ob es Dir egal ist was der andere hat und Du es deshalb nicht weißt oder ob er ein Geheimnis draus macht.

Er macht ein Geheimnis draus- traurig das Du erst jetzt dahinterkommst, dass er das tut - ändert aber ja nichts daran, das er es Dir nicht sagt.
Ein Mann kann das ausblenden genauso wie eine Frau ein angehender Vater kann das nicht ausblenden, wenn er moralisch gesehen dem Kind nicht schaden will - eine angehende Mutter in der Vorschwangerschaftsphase auch nicht.

Es gibt als Streit , wenn Du die Schritte alleine gehst ? Du darfst keinen Makler beauftragen ?
Das wird Dir im Alleingang verboten ??? Per Streit ????


Sonst scheinst Du ja recht pflegeleicht zu sein, wenn man Dir ab und an mal was kocht und Hausarbeit macht muß man keine Miete zahlen ....und braucht Dir nicht mehr zu sagen was man an Kohle hat, auch ich vergas mit Streit unterbindet man, wenn die Unterdrückungstaktik trotzdem zu ner Handlung Deinerseits führt....scheint ja ein echter Frauenversteher zu sein .....

Macht aber nix - Du kennst Dich ja auch super mit Männern aus und natürlich es gehört zum guten Ton nicht zu wissen was der andere hat , zecher zecher .....

genau an dem Punkt würde ich Dir jetzt , würde ich Dir gegenübersitzen, die Augen aufreissen,die Backen aufplustern und Dir nen Vogel zeigen, der hat Panik - so'n Quatsch.

Wollte der ein Kind hätte der eins. Wollte der ne Frau der er was vorgaukeln könnte, weil er ihr geschickt vermittelt hätte, Kontrolle ist nicht notwendig in der heutigen Welt und verhindert das Vertrauen , hätte er eine .......Du bist ja sicher nicht so eine denn dir ist klar Vertrauen wächst aus dem was der Typ sagt und aus dem Zahlen, die wirklich auf den Auszügen stehen.
Sorum würde auch bei Dir ein Schuh draus, aber ist ja egal, dafür weiß der genau was Du verdienst und hast -oder ?

Also weißt Du auch worums da geht ....
 

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Vielleicht war mein Beitrag
Bei meinem Beitrag werten wir einfachmal das "like" als "buuuh", ok? (...)
missverständlich.
Ich drück es mal anders aus.
Meine Ansicht war: "Lass uns warten und sparen, und wenn etwas ist, erledige ich es für Dich, für uns".

Eine solche Einstellung wäre dann erfolgreich, wenn meine Partnerin eine Klapperkiste fahren würde, die jeden Moment den Geist aufgeben kann. Ich als Partner gäbe dann aber die Zusage
(auch Neufahrzeuge bleiben liegen oder haben Unfälle), dass sie für den Tag ein Taxi nimmt und am nächsten Tag einen Leihwagen hätte und am übernächsten Tag ein anders Auto, was ich kurzfristig kaufen würde.
Ich hätte also Plan B und Plan C bereits bedacht, um Risiken zu minimieren, die immer auftreten können.
Dasselbe kann man in Bezug auf Kinderanschaffungen sehen. Man macht zusammen eine Liste, und wenn das Kind da ist, werden die Sachen in der Zeit besorgt, die die Mutter im Wochenbett verbringt.
Oder mit dem Haus. Ein Neugeborenes kann ein paar Monate im Beistellbettchen neben der sorgenden Person schlafen, damit die sich in jedem Moment kümmern kann.

Zu all dem muss man sich natürlich vertrauen und absprechen, man muss sich einig sein.
 

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