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Geht´s uns denn wirklich sooo schlecht?

L

leyla

Gast
Hallo!
Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass mein ganzes Umfled nur noch dabei ist zu beschweren. Nicht nur die jungen Leute, sondern gerade auch die Erwachsenen. Mein Vater jammert die ganze Zeit, wie schwierig das doch alles mit dem Geld geworden ist, wie hart die Arbeit ist, was für Idioten die Poltiker sind usw...und früher war natürlich alles besser...
Sollten wir nicht froh sein dass wir in einem freien demokratischen Staat leben dürfen und dass es bei uns nicht so zugeht wie in anderen Ländern?
Regen sich hier noch andere über dieses Schlechtgerede von allem auf und findet ihr auch dass man damit vieles noch verschlimmert?
Ist Deutschland das Land der "Jammerlappen"?
Lg Leyla
 

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G

Giesy

Gast
Meine Meinung ist, es gibt Leute, die sind einfach mit nichts zufrieden.

Wenn man seine Ansprüche nicht zu hoch schraubt, lebt man in Deutschland ganz gut. Wir haben zu Essen, wir haben ein Dach über dem Kopf.

Natürlich gibt es auch in Deutschland Menschen, die das nicht haben. Aber das Gemeckere kommt von denen, die eigentlich ihr Auskommen haben.
 
D

Dr. House

Gast
Man sollte zwischen gerechtfertigten Beschwerden und endlosen jammern, unterscheiden.
Uns geht es immer noch besser, als in vielen anderen Ländern. Aber man vergleicht eben nicht zwischen Ländern, sondern der eigenen Situation in der Vergangenheit.

Ja, uns geht es noch gut. Aber es sind Fakten, dass die Lebensmittelpreise steigen, die Enenrgiepreise steigen, die sozialen Leistungen weniger werden, man mehr für die eigene Versorgung aufbringen muss usw.

Netto bleibt immer weniger übrig.
 

icedtear

Mitglied
Nunja, ein schlauer Kopf sagte mal: eigenes Versagen kann man nicht dadurch entschuldigen, dass andere noch mehr versagen. Sicher gibt es einen Haufen Länder, in denen es den Bürgern noch schlechter geht, wie uns. Aber das entschuldigt bei weitem nicht, dass es in den letzten Jahrzehnten massive Versäumnisse in der Politik in so ziemlich allen Lebensbereichen gegeben hat. Die Auswirkungen dieser Politik kriegen wir im Augenblick deutlich zu spüren.
Mein Lebensgefährte bspw. arbeitet 50 - 60 Std die Woche. Er verdient als Akademiker mit mehr als 10 Jahren Berufserfahrung im Grunde nicht schlecht... trotzdem reicht es neben Altersvorsorge, Wohnung und Essen und äusserst seltenen Extras wie eine DVD oder einmal Essen gehen zu nichts. Im Gegenteil er hat sogar aufgrund des Studiums noch einen Haufen Schulden, die er zu tilgen hat. Ist das fair? Gut wir haben ein Dach über dem Kopf und wir haben zu essen... aber vor lauter Arbeit bleibt keine Zeit das genießen zu können und das kanns ja dann auch wohl nicht gewesen sein. Die meisten Mahlzeiten (ausser abends) werden in der Arbeit eingenommen... hauptsächlich sind wir nur zum schlafen zu Hause... welchen Vorteil also bietet das gemietete "eigene Heim"?
Meine Großeltern haben beide Jahrzehntelang sich den Buckel krumm geschuftet und was bleibt ihnen im Alter? Eine lausige Sozialhilfe, die nicht einmal mehr dafür reicht, sich mal ein eis gönnen zu können.
Im Schulwesen macht sich immer mehr Resignation vor steigender Jugendgewalt breit, Pisastudie, Studiengebühren, abends in bestimmte Stadtviertel nicht mehr allein unterwegs sein zu können, Totalüberwachung, Behördenwillkür, ständig verfassungswidrige Gesetze, Mehrwertsteuererhöhung, Knöllchenabzocke, Inflation, höhere Sozialabgaben... meinst du wirklich als arbeitender Bürger macht das Leben hier noch irgendwie Spaß?

In so mancher Branche verdient man auf dem Papier zwar gutes Geld, aber nach Abzug der Steuern, Sozialabgaben, Miete, Strom usw. bleibt davon nicht viel mehr übrig, wie bei einem Arbeiter. Den vielgepriesenen Mittelstand gibt es nicht mehr. Entweder man gehört zur Kaste der Politiker und Topmanager, oder man gehört zu denen, die nur noch katzbuckeln dürfen und gefälligst mit dem zufrieden zu sein haben, was sie kriegen. Und das findet ihr wirklich toll?

Nein es ist kein Wunder, wenn sich mit steigender Tendenz die Bürger immer mehr aufregen... und dass andere Länder die Probleme noch schlechter bewältigen ist bei weitem kein Grund dieses Disaster hierzulande schweigend hinzunehmen!
 
D

Dr. House

Gast
Vor allem sieht man es ja schwarz auf weiß: Trotz meines inzwischen relativ guten Einkommens, merke ich doch, wie beinahe alles teurer wird. Vor allem Güter des täglichen Bedarfs. Da hilft es mir wenig, wenn PC's oder andere Elektroartikel um z.B. 30 Prozent billiger geworden sind.

Ein PC kaufe ich nicht jeden Tag, die Milch dagegen schon. Meine Stromrechnung muss ich auch regelmäßig bezahlen ebenso wie Heizkosten.
 

leo_goldstern

Aktives Mitglied
Leyla: Ist Deutschland das Land der "Jammerlappen"?
Ja! :D
typisch deutsche Angewohnheit: über das eigene Land jammern! (haben mir Leute im Ausland gesagt, erst dann wurd es mir richtig bewusst..)

wie ich in den beiträgen lese, bestätigt sich das 'vorurteil' :D

ich frag mich: Warum macht niemand was dagegen, wenn's bergab geht?
oder warum verlässt niemand das 'sinkende schiff'?

jammern ist nicht konstruktiv!
 

pete

Sehr aktives Mitglied
Es gibt ja leider kein "uns" mehr - einigen gehts gut bis sehr gut, andere halten sich so grade über Wasser, und manchen gehts auch schlecht.

Mir wird schlecht, wenn ich Kommentare von sogenannten Wirtschaftsweisen lese. Gegen Mindestlöhne, gegen die grade beschlossene Rentenerhöhung - dabei haben wir bereits Altersarmut. Hauptsache, der Illusion einer Beinah-Vollbeschäftigung hinterherrennen, Menschen sind für dieses Pack nur Statistikfutter.
Unlogisch und von 12 bis Mittag gedacht ist es dazu, denn ohne Mindestlöhne wird der Staat bei explosionsartig anwachsender Altersarmut einspringen müssen.

Peter
 
Zuletzt bearbeitet:

Germ

Aktives Mitglied
Pete postete:

Es gibt ja leider kein "uns" mehr -
Die Entsolidarisierung der Gesellschaft ist die Folge
kaputter Familien und entsprechender miesem Schulunterricht,
indem zu wenig auf Sozialverhalten gesetzt wird.

Das Problem sind weniger die Mindestlöhne, sondern
eben die Folgen der zerstörten entsolidarisierten Gesellschaft
mit den meist kaputten verwandtschaftlichen Beziehungen.
Hierdurch werden auch die wirtschaftichen Abhängigkeiten
vergrößert - aber nicht zur Verwandtschaft, sondern zum Staat.
Das wird wohl so gewollt sein. Ziel ist die Bewusstseinscontrolle
des Staatsapparates über jeden Bürger.

Es sind nicht die Kapitalisten, die Wirtschaftsweisen und
auch nicht Frau Merkel, die diese Zustände geschaffen haben,
sondern schlicht und ergreifend der Bürger selber.
So wie das Dritte Reich nicht von einem Herrn Hitler geschaffen
wurde, sondern von der Masse der Deutschen, so ist es auch
hier bei diesem Thema:

Es ist nicht selten der "kleine Mann" und "die kleine Frau". Sie sind
ihr eigener Leuteschinder. Es ist ihre emotionale Pest, an der sie
verhaftet sind. Die Gestörtheit ist epidemisch. Das ist das Problem
und durch den miesen lebensfeindlichen Schulunterricht und durch
Eltern, die meist erziehungsunfähig sind, wird diese Gestörtheit manifest
und bekommt diese epidemischen Auswirkung.

Tatsache ist, dass selbst in der Politik wir es mit Bekloppten zu
tun haben und das meine ich so, wie ich es hier geschrieben habe.
Die Toiletten im Bundestag sind mit Spuren vom Kokain etc. regelrecht
verseucht. Es wird gelogen und betrogen dass die Balken sich biegen.
Volksverarschung ist bei den Politikern zum Normalverhalten geworden.

BRD = Irrenhaus

Darauf muss man erst einmal kommen ;)

Solch eine Gesellschaft landet auf dem Schrotthaufen
der Geschichte, wenn sich bald nichts Grundlegendes
ändert.

Man belese und behöre sich.

Herzlichst

Germ
 
Zuletzt bearbeitet:

unikat111

Aktives Mitglied
jemand sagte mal zu mir
"solange wir hier unsere scheisse noch mit klarem wasser wegspülen,kann es uns nicht wirklich schlecht gehen"

hmm....
 

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