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Gedankenwilkür

BlackOut

Mitglied
Hallo Leute!

Ich bin sehr sehr neu hier.

Vorne weg zu meiner Person. Ich bin ein sehr gefühlst gemischter Mensch.
Und das ist auch gleichzeitig mein Problem.
Unter Leuten wie z.B. auf der Arbeit versuche ich immer gut gelaunt zu sein und versuche auf irgendeine phänomenale Art und Weise integriert zu sein.

Anders ist es jedoch wenn ich die Menschen die ich nicht kenne nicht mehr um mich habe. Ich versuche jeglichen Kontakt mit Fremden Menschen zu vermeiden.

Ich kann nicht einmal erklären wie ich das Problem zusammen fassen soll.

Vom Herzen (falls man es als "Gefühlsstart" nennen kann) wünsche ich mir gemocht zu werden. Von einer Person. Natürlich muss sie mir gefallen. Jedoch nicht nur gemocht sondern geliebt. Es ist egal was für eine hauptsache sie gefällt mir. Es kommt jedoch zum Mädchen Jungen konflikt. Junge muss Mädchen ansprechen.

Nun gehts los...

Im Grunde genommen ist es wenn ich alleine bin so das ich das alles vermisse...die Zweisamkeit. Jemanden zu haben den man liebt. Wenn ich darüber nachdenke habe ich jedoch keine Lust mehr darüber nachzudenken. Es fällt mir schwer mich Offen zu zeigen. Menschen anzusprechen. Insbesondere für sie zu Interessieren. Es ist ein völlig verwirrend etwas haben zu wollen doch gleichzeitig total davon abgeneigt zu sein.
Ab und zu denke ich das ich einfach sozialunfähig bin.
Ich mag es nicht berührt zu werden, angeschaut zu werden. Alleine das gefühl zu haben das jemand grade an mich denkt, lässt mich wahnsinnig werden und ich werde zornig und doch will ich das alles. Bin ich normal?...Ich verschließe mich immer und immer wieder und lasse niemand an mich heran. Es ist fast so als wäre ich zwiegespalten. Was kann man dagegen tun? Ich möchte rausgehen und den Partylöwen raushängen lassen, Leute kennenlernen und so weiter...Wenn ich da bin möchte ich in meine 4 Wände da ich Menschenmassen hasse wie die Pest...Ich hasse die Musik die gespielt wird, die Menschen die dazu tanzen. Mir wird schlecht und übel.
Oft habe ich drüber nachgedacht mich einfach zu erhängen oder gegen den nächst besten Baum zu fahren. Bin jedoch zu feige es zu tun und gleichzeitig gespannt was morgen passieren könnte und wieder...Der gedanke an den nächsten Tag lässt mich erschaudern. Die Gleichen widerlichen Menschen, die gleichen Uhrzeiten, die gleichen Orte...

Gibt es für diese wilkür einen Begriff? Ich weiß nicht was ich will, ich weiß nicht was ich fühlen soll oder möchte. Ich kenne mich selbst nicht. Ich schaue in den Spiegel und möchte von hinten von einem süßen Mädchen umarmt werden. Möchte mich bei dem Gedanken alleine schon aber selbst den Schädel einschlagen.

Falls irgendeiner in diese völlig Idiotische Gedankenwelt meiner Selbst durchsteigt. Oder falls es jemanden genauso geht. Oder weiß was ich tun könnte um möglicherweiße einen Antrieb zu haben. Echte gefühle zu erlauben und auch zu akzeptieren. Helft mir ich weiß einfach nicht weiter und frage mich ernsthaft ob es mir vom Großen Herren überhaupt gestattet ist völlig verwirrt durch mein kaputtes Ich zu leben.

Danke.
 

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Angeldream

Mitglied
guten morgen,

ich kenne diese gedankenwillkür nur zu gut, und nenne es depression - :eek:
mein leben ist so dermaßen schief verlaufen, das ich einfach nicht mehr in der lage bin alleine einen grade weg zu betreten. :mad:
auch deine selbstmordgedanken sind mir nicht fremd - doch ich habe genauso wenig den mut, wie du -
und einen entscheidenden schritt getan, über den du auch dringenst mal nachdenken solltest -
ich war bei einer psychiaterin - bekomme seit längerem antidepressiva und warte nun auf die aufnahme in eine klinik zur stationären behandlung, da ich so nicht mehr weiterleben kann - und vor allem nicht will !
denk mal darüber nach !
lg von dem engel ;)
 

kiablue

Aktives Mitglied
Depression sehe ich in den Zeilen eigentlich gar nicht. Ich nenne das Sozialphobie. Und auch Menschen, die Angst haben vor anderen haben Sehnsucht nach Nähe, nach Zweisamkeit, nach Zugehörigkeit, sie können es nur nicht aushalten und damit dreht sich entweder alles im Kreis oder sie isolieren sich völlig, was die Sache nicht einfacher macht, weil dadurch die sozialen Kompetenzen immer weiter eingeschränkt werden, da sie ja nicht mehr gefragt sind, wenn man seinen Problemen aus dem Weg geht.

Rückzug wäre also der falsche Weg. Helfen kann nur, sich seiner Angst zu stellen, zu lernen, damit umzugehen, Selbstbewusstsein aufzubauen. Vielleicht auch mal zu schauen, warum es so ist, wie es ist, so was entsteht ja nicht grundlos. Oft wird es schon um einiges leichter, wenn man die Hintergründe versteht. Schafft man das nicht allein, hilft oft eine Therapie, ambulant, stationär, je nachdem wie dringend es ist und was man bekommt.

LG kiablue
 

BlackOut

Mitglied
Angeldream! Danke für deine Antwort. Jedoch wirkt deine Antwort für mich eher Kontraproduktiv da ich den weg ungerne gehen möchte zu einem Psychiater oder zu einer Klinik. Oder habe ich es falsch aufgefasst?

kiablue du hast Recht. Rückzug, sehe ich ein, wäre definitiv der Falsche Weg. Jedoch wenn man hin und her gerissen und auch sehr oft völlig Antriebslos und Interessenlos weiß ich nicht weiter. Ich probiere es sehr oft mit den wenigen Freunden die mir nach meiner Ausbildung geblieben sind Interesse zu zeigen, dabei zu sein. Jedoch merke ich immer wieder das es auch auf eine Art und Weise heißt mich selbst zu zeigen, das ist auch einer meiner großen Probleme ich kann Menschen nicht vertrauen die ich sehe. Ich habe das gefühl das alle heuchler sind. Ich habe es wie schon gesagt oft probiert. Interesse zu zeigen, mich zu integrieren. Bloß immer wieder kommt es mir vor wie ein Schlag ins Gesicht.

Erst im Winter bin ich nach 3 Monatiger Beziehung dahinter gekommen das mich meine Ex mit Ihrem angeblichen Ex betrügt. 2 Tage danach wurde ich aus meinem Lieblingsjob gekündigt. Ich hab versucht mich in Alkohol zu ertränken. Doch ohne Geld hielt das knapp eine Woche. Na ja ich hab zwar jetzt einen Job aber das ist nicht die erste Beziehung die auf so eine ähnliche Art und Weise in Sand gesetzt wird. Ich möchte definitiv nicht in eine Therapie oder sonst etwas. Ich glaube es wäre von Vorteil wenn ich jemanden finden würde der so ähnlich gestrickt ist wie ich. Jedoch damit klar kommt und es versteht. Mir beisteht und mich möglicherweiße wieder rein bringt. Ach das ist alles so verwirrend...:mad:
 

Angeldream

Mitglied
guten morgen,

warum denn jemand , der so gestrickt ist wie du,
du bräuchstest doch jemanden , der stark ist, der
dich eine gewisse zeitlang mitziehen kann - bist du selbst
aus deinem loch herausgefunden hast. oder seh ich das
so falsch ?

ich hatte solche freunde, es war das erste mal in meinen
bisher recht trostlosen , traurigen leben , sowas von glücklich -
bis der tag x kam und ich einfach fallengelassen wurde -
( bis heute weiß ich den grund nicht wirklich, außer das ich nichts
falsch gemacht haben soll ... hä ?? )
für mich bleibt nur der weg über die therapie, denn ich kann
nicht mehr vertrauen , verstecke mich am liebsten in meinen vier
wänden, habe tage an denen muß ich mich regelrecht zur arbeit zwingen,
denn auch dort wird es immer schlimmer, so warte ich auf meinen
"einrückbefehl" und freue mich drauf.

das leben ist voller höhen und tiefen, wobei ich das gefühl habe irgendwie
immer tiefer zu sinken, so sehr ich mich auch dagegen wehre.

solange du noch die kraft hast, aus eigenem antrieb selbst was auf
die beine zu stellen - tu es - sicher wird es jemanden geben ,
der dich "an die hand nimmt" und dich ins leben zurückführt.

lg und einen schönen sonnigen tag
:)
 

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