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Gedanken Zwänge bzgl. Homosexualität (Hilfe!)

Martin954

Neues Mitglied
Hallo,

vielleicht könnte mir jemand seinen/ihren Rat geben. Dafür wäre ich sehr dankbar.
Der Text könnte etwas länger werden und ich möchte betonen, dass ich nichts gegen Homosexualität habe...

Ich bin 23 Jahre alt und lebe nun seit ca. drei Jahren mit einer generalisierten Angststörung, weshalb ich eine Therapie mache und an mir arbeite. Schon als Jugendlicher/ als Kind hatte ich mit Zwängen (z.B. Im Kreis drehen, bestimmte Zahlen bringen Unglück) und Ängsten (Ich musste immer Wasser mitnehmen) zu tun.
Seit ca. zwei Monaten sind die Gedanken (Zwänge?!) zurück und zwar stark. Krampfthaft überprüfe ich, ob ich Männer attraktiv finde. Ich schaue Bilder von Ihnen an, überprüfe Männer in der Stadt, in Facebook, etc. Attraktiv finde ich die Vorstellung nicht, besonders einen Mann zu küssen oder mit ihm Sex zu haben und eine Beziehung könnte ich mir nicht vorstellen. Dazu muss ich sagen, dass ich bislang Beziehungen ausschließlich zu Frauen gepflegt habe. Mit 14/15 Jahren wurde ich immer wieder überredet mit einem Schulkameraden sexuelle Handlungen zu haben und ich ließ mich irgendwann auf Oralsex mit ihm ein. Da dies meine erste sexuelle Handlung war, fand ich es aufregend. (Die Ejakulation) Ansprechend fand ich ihn nicht. Danach folgten Jahre in denen ich die Selbstbefriedigung und Pornos nutze und zwar jeden Tag, weshalb ich in eine Sucht geriet, die ich nun endlich in der Therapie ansprach und bearbeite. Sexuelle Handlungen hatte ich nach dem Erlebnis ausschließlich mit Frauen, bis auf einem Erlebnis vor einem Jahr. Hier habe ich mich noch einmal auf einen Mann (sexuell) eingelassen. Geküsst und richtigen Sex hatten wir nicht. Ich habe ihn mit der Hand befriedigt und kurzen Oralverkehr gehabt, welches ich jedoch nicht ansprechend fand. Als er es bei mir machte, bekam ich keine Erektion. Also hörten wir auf und ich stand „nur“ daneben, bis er ejakulierte.
Da war mir eigentlich bewusst, dass es nichts wirkliches für mich ist. Trotzdem traf ich mich mit einer Transsexuellen. (mit einem männlichen Geschlechtsorgan, aber Brüsten und einem weiblichen Aussehen/Auftreten)
Der Sex mit ihr (ausschließlich Handbefriedigung, Oralverkehr (aktiv und passiv) + Küssen) war aufregend und fühlte sich nicht verkehrt an, obwohl mir der Oralverkehr aktiv bei ihr nicht so gefie, wie in der Vorstellung. Danach hatte nur Sex mit Frauen und habe das Thema bzgl. der Homosexualität nicht mehr hinterfragt.
Doch vor zwei Monaten wollte ich es irgendwie wieder überprüfen und sah mir einen homosexuellen Porno an. Mann muss dazu sagen, dass ich jeden Tag Selbstbefriedigung hatte und die „normalen“ Pornos und Sex irgendwann langweilig wurden. Wofür ich mich schäme.. Bei dem Porno bekam ich eine Erektion und ejakulierte ziemlich schnell. Seitdem bin ich voller Gedanken. Bin ich jetzt doch schwul, bi oder ähnliches?! Ich überprüfe seitdem zwanghaft, ob ich Männer attraktiv finde. Wenn ich ein wenig Abstand zu dem Thema Gewinne, merke ich, dass ich, wie zuvor Frauen attraktiv finde. Ich merke, dass ich mir keine Beziehung, keinen Kuss oder Sex mit Ihnen vorstellen könnte. Aber wenn ich wieder starke Lust bekomme, ist es mir meist egal und ich fände es nicht schlimm einen Penis zu „blasen“. Aber eher von einer Transsexuellen. einen Kuss oder eine emotionale Beziehung könnte ich mir zu/ bei einem Mann nicht vorstellen.
Momentan weiß ich einfach nicht weiter.. Vielleicht kennt jemand die Situation oder kann mir so einen Rat geben.
Wenn ich keine übertriebene/starke Lust habe, finde ich den Gedanken an Männer wieder abwegig und Frauen attraktiv.
Ansonsten weiß ich gerade nicht, was ich denken soll und bin verwirrt. Die Gedanken rasen hin und her. Ich versuche sie zu akzeptieren. Aber oft überprüfe ich zwanghaft, ob ich eine Erektion bekomme und Männer „geil finde“.

Es war jetzt durcheinander geschrieben, aber vielleicht hat jemand einen Rat für mich.
Ich wäre sehr dankbar!!
 

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Storch

Mitglied
Wenn du wirklich homosexuell wärst, hättest du all die Jahre keinen Geschlechtsverkehr mit Frauen gesucht.
Wenn du bisexuell wärst, würdest du das auch merken. Entweder du fühlst dich auch von Männern sexuell angezogen oder eben nicht. Die Tatsache, dass ein Schwulenporno dich erregt hat, spricht alleine meines Erachtens noch nicht für das Vorliegen von Bisexualität.
Hast du dich denn schon mal zu einem anderen Mann sexuell hingezogen gefühlt, ohne zwanghaft danach zu suchen bzw. es dir einreden zu wollen?
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Laut Freud sind Menschen ohnehin polymorph pervers - es hat nichts mit irgendeiner Philie (=Liebe) zu tun, wenn Jungs beispielsweise ihr Glied in warmen Apfelkuchen oder Schweinemett stecken zwecks Ejakulation.
Du bist durch das Pornow*+hsen halt so abgestumpft, dass du alles ausprobierst, um wieder richtige Lust zu spüren.
Homosexualität ist nicht dein Problem.
Sondern der Verlust von Sinnlichkeit.
 

Martin954

Neues Mitglied
Erstmal vielen Dank für die Antworten und das Durchlesen!

Tatsächlich habe ich die Sinnlichkeit verloren. Ich sehne mich z.B. danach mit einer Frau einfach im Bett/Sofa zu liegen und zu kuscheln bzw. ihre Wärme zu spüren. Wenn ich heute ein Date habe, geht es meist um Sex und dieser macht mir Druck. Weil ich oft das Gefühl habe das Mädchen nicht richtig befriedigen zu können oder zu schnell zu kommen. So kann ich den Akt an sich leider wenig genießen. Aber ich arbeite daran in der Therapie, die Sinnlichkeit wiederherzustellen.
Ebenfalls ist mir aufgefallen, dass ich in nahezu allen Dingen das „schwarz/weiß“- Denken habe und zwanghaft eine Beziehung möchte. Natürlich funktioniert das nicht
 
Hallo lieber Martin,

Gut das Du Dich Traust, hier nach Hilfe u Fragen.

Ich kenne viele angesprochen nur zu gut. Ich bin jetzt 50+ und habe mich erst die letzt Jahre meinen Ängste und Zwänge angegangen.

Wenn deine Seele Dir Sagst das du dich nicht richtig füllst, wenn du Sex mit Männer machst, dann lasse Dir von der Gesellschaft nicht einreden, dass du bi oder schwul bist. Du bist Du und wenn du dich wohl füllst schwull oder bi zu sein, solltest du das in liebe annehmen.

Wenn es Dir geht wie mir, meine Seele sagt, ich fülle mich nach dem Sex mit Männer nicht gut und verletze mich damit, solltest Du an Dir Arbeiten.
Ich bin mit 14 an dem Thema hängengeblieben. erst Ängste, dann eingewöhnte denktweisen, dann unerträgliche Ängste und selbstzweifel. Ich bin schwul und belüge mich selber. Weil ich das irgendwann nicht mehr ausgehalten habe, habe ich es dann ausprobiert. Ja, es erregt mich, bin ich deshalb bi? Das was mich krank gemacht hat, ist dass mein Gefühl und die Erregung nie zusammen passte.

Wenn du es möchtest wirst du es schaffen, ein glückliches zwangsweise leben zu führen!

Jetzt meine meine Erprobte Ratschläg:

Beschäftige Dich mit dem Thema was sind Zwänge und Ängste. Wenn du weist wie sie kommen und gehen, nimmt es Dir vielleicht die Angst.

Beschäftige Dich mit dem Thema Achtsamkeit!

Hier ein super Video dazu
https://www.youtube.com/playlist?list=PL0Q_Xw6R5q8PEjxi0zMCwslooopvW6PMa
Schau dir es Dir mehrmals an und Denk darüber nach. Dann heißt es üben, üben und noch mal üben.

Such Dir ggf. ein phyochlogen, achte darauf dass er die Menschen klassisch in hetro, bi, schwul einteilen. Vielleicht bist du ja nur so stark verunsichert und hast dich jetzt mal gerade dahin gebracht wo du gerade bist. Wenn du das geklärt hast kann es ja sein, dass du gerne mit einer Frau leben möchtest.
Das Männer auch Männer sexuell anziehen finden können, trifft wahrscheinlich auf sehr viele Männer zu, dass Geist nicht das die alle schwull sind.

Habe Geduld mit Dir, du wirst das schaffen
 

Martin954

Neues Mitglied
Danke für die ausführlichen Antworten und Ratschläge!

Mit dem Thema Achtsamkeit beschäftige ich mich seit meinen Klinikaufenthalten & der Verhaltenstherapie. Es hat mir bei meinen Ängsten und der Panik geholfen, die gegebene Situation zu akzeptieren. Ich habe gelernt, dass alles im Leben vergänglich ist.

Ich muss dazu sagen, dass ich gerade eine tiefenpsychologische Therapie mache und an den Zwängen und dem Thema „Sexualität“ arbeite.

Wenn ich andere Männer anschaue, wirken sie auf mich nicht attraktiv. Klar, kann man sagen: Oh der hat viele Muskeln, eine gute Frisur, etc. Aber anziehend, finde ich sie nicht. Auch wenn ich mir das sexuelle vorstelle, finde ich es zu 80-90 Prozent nicht schön, werde nur manchmal von der starken Lust getrieben.
Da ich es letztes Jahr mit einem anderen Mann ausprobierte und merkte: Okay, das gefällt mir nicht bzw. erregt mich nicht, dachte ich das Thema wäre gegessen.
Emotional könnte ich mir nichts vorstellen und trotzdem überprüfe ich zwanghaft an jedem Mann, ob ich ihn küssen -, mit ihm Sex haben würde, etc.. Zu 99% ist die Antwort nein, aber ich verstricke mich und komme schwer aus den Zwängen raus. Ich denke, weil ich nett, verletzbar, empathisch und kein Mann bin, der „hart“ ist, ist das ein Anzeichen für Bi- oder Homosexualität, was natürlich völliger Quatsch.
Anfangs hatte ich Angst, ob ich mir etwas nicht eingestehen will.. Aber da ich bereits Erfahrungen machte und weiß, dass sich das Ganze mit Männern für mich und meine Seele nicht richtig anfühlt, weiß ich eigentlich Bescheid. Dass ich Frauen emotional und sexuell attraktiv finde und Transexuelle Frauen sexuell attraktiv finde, leugne ich nicht.
Was in 10,15 Jahren ist, weiß niemand. Fazit: momentan finde ich Männer nicht anziehend und ihr habt Recht eine sexuelle Erfahrung macht einen nicht automatisch bi oder gar homosexuell. (Nichts gegen jemanden, der es ist)
Ich werde weiterhin in der Therapie an mir arbeiten und meinen Weg finden. Es ist eine lange Reise, aber ich versuche Geduld zu haben. Ich glaube, ganz wichtig ist zu wissen: Ich habe Gedanken. Aber ich bin nicht meine Gedanken und sie dann, wie auf Wolken ziehen zu lassen. Nicht zwanghaft an ihnen zu haften.

Gute Nacht & Viele Grüße
 

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