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Gedanken im Kopf, die nicht von mir selbst sind?

N

Noname861

Gast
Hallo liebe Leute,

ich (m, Mitte 30) bin ein Mensch, der ziemlich sensibel ist und zum Grübeln und Gedankenkarussells neigt. Besonders wenn ich Abends im Bett liege, denke ich viel über Dinge nach. Dies sind häufig sehr tiefgreifende Sachen, auf die ich mir keine Antworten geben kann. Zum Beispiel "Was kommt nach dem Tod?", "Gibt es die Hölle?", "Wie groß ist das Universum?", und so etwas. Sachen wie die Größe des Universums und die allgemeine Unwissenheit, was mit uns nach dem Tod passiert, bereiten mir Angst.

Manchmal - wenn ich über solche Dinge nachdenke - drängen sich Gedanken in meinen Kopf, die auf einmal ganz plötzlich herausschießen, ohne dass ich sie bewusst angestoßen habe. Das sind z.B. Sachen wie "Das wird dir passieren". Dieser Gedankenimpuls kommt meistens dann, wenn ich mich in der Einschlafphase befinde.
Jeder kennt ja seine Gedankenstimme, wenn man z.B. etwas liest oder etwas im Kopf durchgeht. Diese Gedanken, die dann plötzlich "aufploppen", sind in meiner normalen Gedankenstimme. Es handelt sich also nicht um eine fremde Stimme, die zu mir spricht. Das würde mir sicherlich noch mehr Angst machen. Allerdings erschrecke ich mich dennoch immer sehr, wenn ich diese Sätze gedanklich wahrnehme, obwohl ich sie nicht bewusst gedacht habe. Ich grübel dann wieder darüber nach, ob dieser Satz in meinen Gedanken ein Impuls von Außen war und mir sagt, dass ich ein schlechter Mensch bin, ich dafür noch bestraft werde usw...

Ich litt in meiner Kindheit stark unter Zwangsgedanken. Allerdings hatte ich etwa über 10 Jahre damit nichts mehr zu tun, seit ein paar Jahren sind sie jedoch wieder da. Dabei geht es um Dinge, die moralisch sehr verwerflich sind, ich möchte aber nicht tiefer drauf eingehen. Ich komme damit irgendwie mittlerweile auch klar, obwohl es natürlich schön wäre, wenn ich das los wäre.

Das klang jetzt wahrscheinlich alles so, als wäre ich psychisch sehr angeschlagen. Ich möchte aber noch einmal betonen, dass ich nicht so schlimm dran bin, wie es der Antrag erahnen lässt. Ich habe also keine Depressionen, höchstens mal depressive Verstimmungen. Suizidgedanken hatte ich noch nie. Nur diese Grübelattacken und diese Gedanken in meinem Kopf, die ich nicht zuordnen kann, machen mir schon manchmal zu schaffen.

Aktuell befinde ich mich in einer ziemlich stressigen Phase meines Lebens (kurz bevorstehende Hochzeit, Hauskauf, Kinderplanung). Dennoch sind das ja alles sehr schöne Dinge, die auf mich zukommen.

Vielen Dank wenn Ihr das bis hierhin gelesen habt. Meine Frage ist eigentlich nur die Folgende: Kennt jemand diese Gedankenimpulse, die ganz plötzlich mit der eigenen Gedankenstimme in den Kopf platzen - meist in der Einschlafphase - ohne dass man sie bewusst angestoßen hat?

Vielen lieben Dank für Eure Antworten! Bleibt gesund!

LG,
No name
 

pete

Sehr aktives Mitglied
Ja, Noname. Also "die Hölle" gibt es wohl kaum, wie so manches womit die Kirchen Angst machen wollen. Aber ich bin mir sicher, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Wenn man stirbt, hat man entweder die Möglichkeit, "ins Licht" zu gehen, in seine persönliche Weiterentwicklung - was die Meisten auch tun. Aber es gibt auch die Möglichkeit, erdnah zu bleiben - und zum Beispiel sensitiven Menschen den Gedanken einzugeben, sie wären schlecht, und würden gar bestraft. Mach das nicht zu deiner Wahrheit.
Erstens ist Leben gleich Lernen, und das geht nicht ohne Fehler. Angst brauchst du aber nicht zu haben vor dem, was nach dem Tod kommt. Aus meiner Sicht ist es die "eigentliche" Heimat, in die wir dann zurückgehen. Und was wir hier als Mensch lernen, ginge im "Jenseits" gar nicht. Dort mag es zwar "Allwissenheit" gegeben haben, aber nicht Allerfahrenheit. Deshalb sind wir m.E. hier - um verallgemeinert gesagt - "das Böse" nicht mehr zu tun, nicht weil wir nur wissen, dass es böse ist, sondern es auch erfahren haben.
Ich habe mich sehr kompakt ausgedrückt, hoffe aber trotzdem einigermaßen verständlich, sonst hake gerne nach. Und bleib ebenfalls gesund :)
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöscht 119225

Gast
So etwas kenne ich auch.
Ich nenne es „(sinnlose) Zwangsgedanken“.
Sie machen und halten mich schlaflos.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
N

Noname861

Gast
Vielen Dank für Eure Antworten, Pete und Catharina.
Pete, das was du geschrieben hast, klingt sehr schön und macht Mut. Danke dafür.
Catharina, ich kann den Link leider nicht öffnen. Das scheint bei dir auf dem lokalen Desktop zu liegen, oder?
 
G

Gelöscht 119225

Gast
Vielen Dank für Eure Antworten, Pete und Catharina.
Pete, das was du geschrieben hast, klingt sehr schön und macht Mut. Danke dafür.
Catharina, ich kann den Link leider nicht öffnen. Das scheint bei dir auf dem lokalen Desktop zu liegen, oder?
Ja -, weiß auch nicht, wie ich Dir diese pdf-Information übermitteln kann.
Such doch mal selbst im Internet Informationen zu "Zwangsgedanken".
Habe diese pdf auch auf diese Weise gefunden.
 
G

Gelöscht 118796

Gast
Kenn ich auch is aber net schlimm jeder hat doch so seine stimme im kopf und beim einschlafen is die halt weiter vorne weil man sonst nix macht.
 
D

Die Katze

Gast
Plötzlich auftrende Gedanken kommen bei mir eher, wenn ich nicht genug beschäftigt bin oder auch wenn ich mich von wirklichen Problemen abzulenken versuche.
 

Daoga

Urgestein
Diese "Gedankenimpulse" im Zustand zwischen Wachen und Schlafen sind vorweggenommene Träume. Man kann sie als Botschaften des Unterbewußten werten, das Unterbewußte "spricht" über Träume zum Wachbewußtsein, muß aber nicht, weil in diesem frühen Traumzustand meistens nur oberflächliche Impulse kommen, aus dem Zusammenhang gerissene Erinnerungsfetzen die vom Wachbewußtsein kamen und noch nicht in einer Schlafphase ins Langzeitgedächtnis transferiert wurden. Wenn Du ständig über nicht beantwortbare Fragen grübelst, brauchst Du Dich nicht wundern, wenn Fetzen davon als bunte aber sinnfreie Collage in Deinen Träumen landen.
 

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