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Gebärmutterentfernung

G

Gast

Gast
Hallo,

Ich habe sehr starke Blutungen und denke deshalb über eine Gebärmutterentfernung nach.
Habe aber schon öfter gehört, dass es dann zu Störungen im Hormonhaushalt, -mit entsprechenden Nebenwirkungen kommt. Konkret meine ich den Libidoverlust. Da ich diese Erfahrung aber schon durch hormonelle Verhütungsmittel hinter mir habe, ist es mir sehr wichtig zu wissen, ob dies bei einer Gebärmutterentfernung auch passieren kann.

Gruß katyes
 

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polgara

Aktives Mitglied
Hallo,

Ich habe sehr starke Blutungen und denke deshalb über eine Gebärmutterentfernung nach.
Habe aber schon öfter gehört, dass es dann zu Störungen im Hormonhaushalt, -mit entsprechenden Nebenwirkungen kommt. Konkret meine ich den Libidoverlust. Da ich diese Erfahrung aber schon durch hormonelle Verhütungsmittel hinter mir habe, ist es mir sehr wichtig zu wissen, ob dies bei einer Gebärmutterentfernung auch passieren kann.

Gruß katyes
Schau mal da:

Hysterektomie ? Wikipedia

Da ist alles nochmal erklärt.

Es gibt wohl ganz unterschiedliche Reaktionen auf eine Hysterektomie. Und es ist ein Unterschied, ob die Eierstöcke auch entfernt werden oder nicht.
Hat dein Gyn keine Infobroschüre?
In einem anderen Thread hier wurde über die "Einsetzung von Stäbchen" (keine Ahnung was das ist) gegen starke Blutungen gesprochen.
Vielleicht schreibt ja jemand, der sich da auskennt, was dazu.
 
Q

*quasi*

Gast
Bei mir musste 2 Jahre nach der Geburt des 4. Kindes mit 40 Jahren meine Gebärmutter aus den genannten Gründen entfernt werden. Sie hatte sich nicht wieder normal zurück gebildet und der ständige hohe Blutverlust setzte meiner Gesundheit zu arg zu.
Danach nur Erleichterung. Der Körper erholte sich schnell, die OP war zumindest bei mir absolut kein Problem; nach 4 Wochen war ich wieder völlig fit und das mit 4 Kiddies, 3 davon noch recht klein, und von meinen Wechseljahren habe ich so im Grunde gar nichts mitbekommen.
Vielleicht ein Ausnahmefall, aber eben auch eine Möglichkeit, wie es verlaufen kann.
Ich wünsche dir viel Erfolg und eine gute Entscheidung! quasimodo
 

soulfire

Aktives Mitglied
Hallo Gast, so eine sehr kleine OP ist das nicht gerade, hat dir dein Gynäkologe keine Alternativen vorschlagen können? Hast du dich von einem anderen Arzt zusätzlich beraten lassen?
 

Omana

Urgestein
Hallo Gast,
eine Gebärmutter-Entfernung ist tatsächlich eine große Op.
Allerdings hat es nichts mit den Hormonen zu tun.
Die Hormone werden in den Eierstöcken gebildet. Du fällst also auch damit nicht ins Klimakterium und die Libido leidet nicht darunter.

Ich würde dir allerdings auch dringend raten dich da nochmal ausführlicher zu informieren. Starke Blutungen können verschieden Ursachen haben, die man auch gezielt, wenn man weiß an was es liegt behandeln könnte.

LG
Omana
 

Micky

Sehr aktives Mitglied
MRgFUS -neues Verfahren zur Myom-Behandlung !

Naja...für manchen ist eine OP trotzdem nicht die erste Wahl---oder zu riskant. Oder bei noch nicht abgeschlossenem Kinderwunsch.

Außerdem-- seh ich die Folgen --> Blasenschwäche /Libido/Infekte...Narkoserisiken..nach OP's etwas kritisch.
************************************************
Habe aus gegebenem Anlaß heute mal recherchiert .
es gibt für Myombehandlung nun nicht nur OP, Teil-OP, hormongesteuerte Reduktion sondern auch

eine "Spezial-MRT-Behandlung"-->

Magnetresonanztomographie-gestützte Ultraschallbehandlung (MRgFUS) von Myomen:

http://www.radiologie-bo.de/in/therapie-mrgfus1.htm

****************************************

Bei der Magnetresonanztomographie-gestützten Ultraschallbehandlung (MRgFUS) von Myomen handelt es sich um ein nicht-operatives Verfahren zur Behandlung von Gebärmuttermyomen. Mit Hilfe von gebündelten Ultraschallwellen wird das Myomgewebe erhitzt und somit geschädigt. Die Behandlung wird durch MRT-Bilder überwacht, so dass keine umliegenden Körperstrukturen verletzt werden können. Die Therapie wird ambulant in der Strahlenklinik unseres Hauses durchgeführt, die Behandlungsdauer beträgt ca. 3-5 Stunden. Da es sich um eine neue Methode handelt, wird sie durch eine wissenschaftliche Studie begleitet, der Erfolg wird über 24 Monate durch Kontrolluntersuchungen nachverfolgt.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Internetseite der Myomsprechstunde oder der Strahlenklinik der Charité, Campus Virchow-Klinikum.


also,ich fand "Dachau,Berlin und Bochum" ...
.
FUS-Center für Myomtherapie

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Und--natürlich unbedingt vorher ÜBERHAUPT die Ursachen abklären lassen! Kann ja viele Ursachen haben!
 

soulfire

Aktives Mitglied
Jede OP birgt ein Risiko, deshalb sollten vor einem Eingriff alle anderen Option abgeklärt werden.

Typische OP-Risiken sind Entzündungen und Wundheilungsstörungen, seltener aber immernoch erwähnenswert sind Thrombosen.

Ebenfalls wichtig (Zitat aus wikipedia):
Wissenschaftler vom renommierten Karolinska Institut in Schweden haben in einer Studie mit über 165.000 Frauen mit und 480.000 Frauen ohne Hysterektomie herausgefunden, dass die Entfernung der Gebärmutter das Risiko für eine Harninkontinenz (Blasenschwäche) erhöht. So mussten zweimal so viele Frauen nach einer Hysterektomie wegen einer Harninkontinenz behandelt werden, als Frauen mit intakter Gebärmutter. Besonders gefährdet sind Frauen, deren Gebärmutter noch vor der Menopause (Wechseljahre) operiert wurde, oder die bereits mehrere Kinder zur Welt gebracht hatten (Quelle 1: Daniel Altman et al. The Lancet 2007, 370: 1494 – 1499).
 

soulfire

Aktives Mitglied
Momo, es ist super, dass du so gute Erfahrungen gemacht hast und jetzt beschwerdefrei bist.
93 gab es das von Micky beschriebene Verfahren eher noch nicht-und vieles andere auch noch nicht.

Auch, wenn es bei dir super lief, so zeigt sich im gesamtbild, dass weder die OP selbst risikofrei ist, noch allen operierten damit geholfen ist (bzgl des Grundleidens schon, dennoch gibt eds oft neue Schwierigkeiten).
Dein Fall ist sehr speziell, vielleicht kommen die starken Blutungen des gasts gar nicht von Myomen und ob sie Unverträglichkeiten hat, hat sie ebenfalls nicht beschrieben.

Niemand sagt, sie solle die hysterektomie auf keinen Fall vornehmen lassen.
Dennoch ist die Entfernung eines Funktionsgewebes immer eine größere Sache, die gut abgewägt werden muss, auch darauf, ob sich nicht eine gute Alternative findet.

in der fachsprache nennt man solche Entscheidungen eine ultima ratio: die letztmögliche Lösung.
DANN übrigen skann man auch mit eventuellen Beschwerden besser umgehen: weil man weiß, dass man alles andere probiert und ausgeschlossen hat.

Hier noch eine Alternativmethode:

die Endometriumablation.
http://www.doktor-fueger.de/LASH.pdf
 
Zuletzt bearbeitet:

Micky II

Aktives Mitglied
Hallo,

Ich habe sehr starke Blutungen und denke deshalb über eine Gebärmutterentfernung nach.
Habe aber schon öfter gehört, dass es dann zu Störungen im Hormonhaushalt, -mit entsprechenden Nebenwirkungen kommt. Konkret meine ich den Libidoverlust. Da ich diese Erfahrung aber schon durch hormonelle Verhütungsmittel hinter mir habe, ist es mir sehr wichtig zu wissen, ob dies bei einer Gebärmutterentfernung auch passieren kann.

Gruß katyes
So, wie ich das verstehe, denkst du erstmal selber über eine Entfernung der Gebärmutter nach. Scheinbar hat dir das noch kein Arzt vorgeschlagen.

Bei manchen Frauen, die unter starken Blutungen leiden, hilft oftmals schon eine Ausschabung. Vielleicht wäre dies zuerst mal eine einfachere Lösung, denn ansonsten ist es eine OP mit allen Risiken, die nicht unbeachtet bleiben sollten.

Was den Hormonhaushalt und die Libido angehen, wurde dir ja schon alles hier geschrieben. Solange die Eierstöcke weiter produzieren verändert sich im Großen und Ganzen nichts. Bei mir wurde die OP bereits 1983, ich war 29 Jahre jung, gemacht. Ich hatte keine Probleme hinterher.
 
A

austria

Gast
Bei mir wurde bei einer Routine-Untersuchung bei meiner Gyn. im Feber 2009 ein 5 cm großes Myom, welches in die Gebärmuttermuskulatur hineingewachsen und unregelmäßig war (3 cm Wachstum innerhalb eines Jahres, kommt von Streß und seel.Belastungen das schnelle Wachstum) im Bauchraum, also oben an der Gebärmutter, diagnostiziert. Da 0,3 - 0,5 % davon entarten können, entschloss ich mich zu einer laparoskopischen supracervikalen Hysterektomie (4 Schnitte in den Bauch, unter Belassung des Gebärmutterhalses), da ich nicht die Nerven hatte, mit Hormonen zu versuchen, das Wachstum zu bremsen und ständige Kontrollen zu machen, ob es schrumpft oder wächst...
Dazu muss ich sagen, dass ich meine Gynäkologin wechselte, da diese mich ins Spital zu ihrem Chef schicken wollte, um mir einen Bauchschhnitt zu machen...(der kann das mit der Bauchspiegelung scheinbar nicht).
Herrn Dr.Dr.H., Gynäkologe und Forscher in Wien zum Dank (hab mich in einem Buch von ihm und im Internet) erfuhr ich die Info, dass bei einer Größe von 6-8 cm eben Bauchspiegelung möglich ist. Durch die Vagina ging das nicht, da ich keine Kinder geboren habe.
Zuerst wurde eine Cürretage gemacht, um zu sehen, ob Gebärmutterschleimhaut in Ordnung, 1 Monat später (April) die OP. Ich hatte mental also Zeit genug, um mich von meiner Gebärmutter zu verabschieden (habe auch geweint, man wird sich seiner Sterblichkeit ja so bewusst, ist immerhin lebendes Organ), habe extrem viel Sport gemacht vor der OP, um sie gut zu überstehen und bei mir verlief alles gut.
Mit Minischeren wird der obere Teil der Gebärmutter im Bauchraum zerkleinert und durch die 1 cm großen Einschnitte "wie Pommes frittes" (O-Ton Arzt) herausgezogen, OP dauerte 2,5 Stunden, ich war am selben Tag wieder auf den Füßen (mit Drainage und Harnkatheder zwar, aber die war ich am nächsten Tag schon wieder los).
Es kann natürlich auch passieren, dass beim ersten Mal - "blind stechen" eine Hauptschlagager erwischt wird, d.h.Bluttransfusionen und viele Stunden Operation falls noch Komplikationen auftreten, Bauchschnitt möglicherweise...
Wie gesagt, ich hatte Glück und einen Guten Chirurgen.
Bin 45 Jahre alt, in 5 Jahren käme ich eh in den Wechsel...
Dr.Dr.H. schreibt, dass die Eierstöcke auch über die Gebärmutter mit Blut und Hormonen versorgt werden, wird diese entfernt, haben die Eierstöcke nur mehr 50 % Hormone zur Verfügung. (Das wird von vielen Ärzten bestritten, ich versteh es natürlich auch nicht).
Sollte es aus irgendeinem Grund geschehen, dass die Eierstöcke mit weniger Blutzufuhr auskommen müssen, kann eine Hormonersatztherapie erforderlich sein.
Bei mir, wie gesagt, alles super gelaufen.
 

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